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16. März 2016

BDIAusgezeichnet! Bachelor für Lisa Schwickert „Restaurant in der Volksschule“ und Master für Sonja Böhr „P37 Studentisches Wohnen“ und Alexander Klein „Eco Refugium Kroatien“

KaiserslauternJury

BDIAusgezeichnet! an der FH Kaiserslautern, Wintersemester 2015/16: Preisverleihung

Hochschule Kaiserslautern: Die Bewertung von 9 Bachelor- und 5 Masterarbeiten erfolgte am 22. Januar 2016. Jury: Landesvorsitzende BDIA Rheinland-Pfalz/Saarland und Innenarchitektin Daniela Sachs Rollmann, Innenarchitekt Pierre Grün, BDIA Vizepräsidentin und Innenarchitektin Pia A. Döll sowie die Preisträgerin des Vorjahres Katharina Jungfleisch.

BDIAusgezeichnet! Bachelor für Lisa Schwickert „Restaurant in einer rheinischen Volksschule aus dem 19. Jahrhundert“

Ziel der Aufgabe war es, ein altes Schulgebäude in ein zeitgemäßes Restaurant zu verwandeln – mit dem außergewöhnlichen Konzept „Kochcommunity“: Gäste können Rezepte vorschlagen, mitnehmen und sich austauschen. Zutaten wie Gemüse kommen direkt aus dem eigenen Garten.

Lisa Schwickert_02_FH TrierUm neben dem Restaurant, welches sich über Erdgeschoss und Obergeschoss erstreckt, einen weiteren Anreiz zu bieten ist das Dachgeschoss zu einer Kochschule ausgebaut die für besondere Events geöffnet werden kann. Bei den Materialien habe ich mich überwiegend für natürliche Materialien wie Holz und Metall entschieden. Die Holzdielen aus geräucherter Lärche werden mit der Zeit altern und Fugen und Risse ausbilden, was ich sehr passend zu dem alten Bestandsgebäude finde. Ein weiteres immer wiederkehrendes Material ist Metall, welches wegen dem Standort des Hauptquartieres von Thyssen Krupp zu der Region passt.

Lisa Schwickert_01_FH TrierDie Raumaufteilung wird bestimmt durch zwei Riegel, welche durch die tragende Wand des Bestandtsgebäudes getrennt werden. Die Trennwand der ehemaligen Klassenzimmer soll durch einen Unterzug ersetzt werden. Die zentralen Raumelemente im Erdgeschoss sind die Bar und eine lange Tafel, welche die Form des Gebäudes wieder aufgreift. Die Tafel soll ein gemeinsames Erleben des Essens ermöglichen und soll zur Kommunikation einladen. Daneben gibt es jedoch auch die Möglichkeit sich an kleineren Tischen zurückzuziehen. Über der Tafel befindet sich ein Luftraum, der das Obergeschoss gliedert. Die Bestandstreppe wird restauriert und durch eine weitere darüber liegende Treppe ins Dachgeschoss ergänzt. Im Obergeschoss befindet sich neben einer kleinen Vorbereitungsküche, die durch einen Speiseaufzug mit der Hauptküche im Erdgeschoss verbunden ist, eine kleine Lounge mit Kamin. (Betreuung: Prof. Jens Wendland)

Jurybegründung: Abwechslungsreiches Materialkonzept, schlüssige Innenraumgestaltung zur äußeren Hülle

BDIAusgezeichnet! Master für Sonja Böhr „P37 Studentisches Wohnen“

Die Panzerhalle wurde 1944 in Landau auf einem ehemaligen Militärgelände errichtet. Nach Ende des zweiten Weltkriegs dienten die Halle und das umliegende Gelände der Besatzungsmacht Frankreich als Kasernen- und Übungsgelände.

Konzept: P 37 ist mehr als nur ein Studentenwohnheim. Es soll den Bewohnern ein Zuhause sein, sie zur Kommunikation und Interaktion mit den Kommilitonen und Mitbewohnern anregen. Bei diesem Studentenwohnheim soll keine Zweckgemeinschaft entstehen, im Gegenteil das Zusammen Leben soll gefördert und für gemeinschaftliche Aktivitäten Raum geschaffen werden. Deshalb wurden verschiedene Gemeinschaftsbereiche mit unterschiedlichen Nutzungen ausgebildet: das Café, die Tauschbörsen im EG, die Lesebereiche im OG und der Gartenbereich direkt unter dem Oberlicht. Gleichwohl werden Rückzugsorte in Form der Appartements geschaffen, damit die Privatsphäre und ein ruhiger Arbeitsplatz gesichert sind.

zimmerschnitt_boehr_kleinDie Zimmer: Im P37 haben 37 Betten Platz. Die 27 Einzelappartements und fünf Doppelzimmern sind als modulartige Boxen in die Panzerhalle eingestellt und bilden einen privaten Rückzugsort für die Studenten. Durch in die Anordnung in den Geschossen entstehen vier Zimmergruppen, die untereinander verknüpft sind. So wird das Zugehörigkeitsgefühl des Studenten mit der Gemeinschaft gestärkt.
Im OG sind sieben Zimmer mit einem Erweiterungskörper ausgestattet. Dieser wird in die Zimmerbox teilweise eingeschoben und nutzt so den Raum in der Höhe zwischen den Unterzügen der Bestandshalle. Es gibt zwei Varianten den Körper zu gebrauchen, zum Arbeiten oder zum Schlafen. Die Gestaltung des Körpers ermöglicht ein Verschieben des Bodens, eine Veränderung der Treppenposition sowie die Transformation des Stauraums im Inneren. Dadurch kann die Nutzung des Zimmers variiert werden.

cafe_kleinGemeinschaftsbereiche: Gemeinschaftsbereiche mit unterschiedlichen Nutzungen unterstützen die Kommunikation und Interaktion der Bewohner miteinander. In den Flurzonen der Zimmer sind im EG zwei Tauschbörsen und im OG zwei Lesebereiche mit Galerie integriert.
In den Tauschbörsen können Gegenstände und Ratschläge getauscht werden. Sie sind durch Galerien und Treppen mit den Lesebereichen verbunden, wo man im mehreren „Box Loungern“ Raum zum Schmökern oder einen kurzen Plausch hat. Diese Bereiche dienen als Treffpunkte und informelle Begegnungszone. Direkt unter dem Oberlicht befindet sich ein Indoor-Garden, wo die Bewohner zusammen Kräuter anpflanzen können.
Durch eindeutige Definition der Nutzung der gemeinschaftlichen Flächen wird eine Aufenthaltsqualität für die Studenten geschaffen.

eg_kleinMaterial: Eine schlichte und klare Materialwahl harmoniert mit dem industriellen und rauen Charakter der Bestandshalle. Zudem erleichtern sie den Bewohnern sich mit dem Wohnheim zu identifizieren.
Die Zimmerboxen werden aus weiß gewachsten Seekieferplatten und aufgesetzten Schwarzstahlrahmen, welche die einzelnen Boxelementen abbilden, gefertigt. Auch im Innenraum dominieren Seekiefer und klare weiße Flächen.
Ein geschliffener Estrich als Bodenbelag in den Flurzonen ist beständig und schlicht. In den Zimmern entsteht durch ein helles Eichenparkett eine wohnliche Atmosphäre.

Jurybegründung: Abwechslungsreiches Materialkonzept, schlüssige Innenraumgestaltung zur äußeren Hülle

BDIAusgezeichnet! Master Alexander Klein „Eco Refugium Kroatien“

Alexander Klein_FH_KL_Eco Refugium_01 Alexander Klein_FH_KL_Eco Refugium_02Ziel dieses Entwurfs ist, in diesem atemberaubendem Stück Natur eine Identität zu schaffen und diesen Naturraum in all seiner Schönheit erfahrbar werden zu lassen, dessen Architektur vorlebt und einlädt, diesen Ort zu respektieren und zu genießen, ohne dass es eines Hinweisschildes oder einer Einweisung über das Verhalten an diesem Ort bedarf – eine Architektur, die aus dem Ort heraus einen Teil ihrer Eigenschaften zieht und unlösbar mit ihm verbunden wird.

Jurybegründung: Interessante Außenanlage, ganzheitliches, durchdachtes Konzept und Detailausarbeitung, schöne Wechselbeziehung innen/außen, sensibler Umgang mit Material und Ressourcen

Was ist Ihre Meinung dazu?