09.10.-23.10.2013, Tri-Nationale-Architektur-Tage mit dem BDIA
"Architektur im Wandel" - architecture en métamorphose
Tri-Nationale-Architektur-Tage TNAT in Baden-Baden
Ausstellungspräsentation 09.10.-23.10.2013 im Palais Hamilton

Revitalisierung und Umnutzungen, Neues in Bestehendem,Umbau und Neubau. Die Architektur und die Projekte von Innenarchitekten sind immer im Wandel. Die Gebäudehülle ist vorhanden, die Inhalte ändern sich, Wohnen wird Arbeiten, Arbeiten wird Wohnen. Die Nasszelle wird zum Spa, aus dem einfachen Ladengeschäft ein Flagship-Store, dunkle Räume werden mit Licht geflutet, aus Eintönigkeit wird Leben.
02.-21.08.2013, „Best of 2013/2014“ im Architekturschaufenster Karlsruhe
„Best of 2013/2014“ im Architekturschaufenster in Karlsruhe
vom 02.-21.08.2013
Im Vorfeld des sommerlichen Events der „Karlsruher Museums Nacht“, der KAMUNA, konnte der BDIA Landesverband Baden-Württemberg mittlerweile zum sechsten Mal in Folge die Ausstellung zum Handbuch „Innenarchitektur 2013/14 im Architekturschaufenster e.V. in Karlsruhe eröffnen.
Die Vernissage hatte trotz hochsommerlicher Hitze überraschend viele Interessierte ins ASF locken können, nicht zuletzt, weil diese Ausstellung im Stadtgebiet und in den Foren sehr gut beworben wurde.
Eröffnet wurde die Ausstellung in gewohnter Weise durch den BDIA Landesvorsitzenden von Baden-Württemberg Wolfgang Mayer. Er dankte im Besonderen den mehr als 50 Vernissagebesuchern für ihren „Mut“ bei diesen 40°C zur Ausstellungseröffnung gekommen zu sein.
Der BDIA LV BW konnte Rudi Kassel vom Karlsruher Innenarchitekturbüro Herzog, Kassel + Partner als Referent seines im Handbuch veröffentlichten Projekts „Traumwolke“ gewinnen, wie auch René Pier, vom Büro Schienbein + Pier aus Stuttgart. René Pier mit seinem Projekt „Les Arcs 1950 – Les Sources de Marie“, einem Spa in unmittelbarer Nähe des Mont Blanc.
Bei dem Projekt „Traumwolke“, einer Praxis für Kinderzahnheilkunde in Karlsruhe, galt es die Idee der Wolken und des blauen Himmels in eine kindgerechte Atmosphäre umzusetzen, ohne die Anforderungen einer Facharztpraxis aus den Augen zu verlieren. Das Büro Herzog, Kassel + Partner hat hier seinen Bauherrn mit dem Konzept überzeugen können, Wände, Böden und Decke in einem monochromen Blau zu halten, die Innenausbauten wolkenähnlich moduliert in weiß zu gestalten und sparsame farbliche Akzente bei den Behandlungsstühlen zu setzen. Um Neugierde zu wecken und die Phantasie der kleinen Patienten anzuregen, dafür waren die „Wolkenbilder“ in den unterschiedlichsten Konstellationen auf dem blauen Hintergrund layoutet worden.
Eine ganz andere Welt präsentierte René Pier mit seinem Spa im Mont Blanc Gebiet, obgleich auch hier eine Traumwelt entstand. Anstelle der Wolken war hier die Idee zu verfolgen, Schneekristalle und Felsenformationen, eine Wasserwelt und eine fast fernöstliche Ruhelandschaft in eine gestalterisch homogene Erlebniswelt umzusetzen. Eine Folie der Präsentation hatte sich Wolfgang Mayer nach Beendigung des Werkberichtes von René Pier noch einmal zeigen lassen, Sektflaschen im Schnee. Dies als Anlass, das „flüssigkalte“ Buffet stürmen zu lassen.

Text Sylvia Mitschele-Mörmann
21. – 22.06.2013, Upgrade Schwarzwald – Symposium für die Neubelebung einer regionalen Identität in Hotel & Tourismus
Upgrade Schwarzwald – Symposium für die Neubelebung einer regionalen Identität in Hotel & Tourismus
21. - 22. Juni 2013 BDIA bei HANSGROHE in Schiltach
Die jährliche Landesmitgliederversammlung des BDIA Landesverbandes Baden-Württemberg gab in diesem Jahr Anlass zum Symposium der besonderen Thematik: Der Landesverband ergriff ein zweites Mal die Initiative zu den brennenden regionalen Themen um die Erschließung und Neubelebung der Hotel- und Gastronomiebetriebe des Schwarzwaldes durch die Zusammenarbeit mit Innenarchitekten.
Macht InnenArchitektur Gäste? Beziehungsweise: Was kann Innenarchitektur dazu beitragen, den Tourismus im Schwarzwald zu verbessern, dessen Hotellerie, dessen Image? Dies war die eigentliche Fragestellungen, die für die Mitglieder spannend durch Referate und eine abschließende Podiumsdiskussion aufgearbeitet wurde. 130 Gäste darunter Hoteliers und Gastronomen, Pressevertreter und viele Innenarchitekturkolleginnen und -kollegen folgten der Einladung zum zweitägigen Event nach Schiltach in die Aquademie der Fa. Hansgrohe.
Am Freitagmittag gestaltete sich das „Coming In“ vielfältig: Man konnte vor Veranstaltungsbeginn eine Werkführung durch die Armaturenfabrikation von Hansgrohe oder ein erfrischendes Probeduschen in den Räumen der Aquademie zum Einklang wahrnehmen.

Gegen 14 Uhr wurde das Symposium zunächst mit der Begrüßung durch Philippe Grohe, Sohn und Erbe der Gründerväter der Hansgrohe SE und Geschäftsführer des Axor Geschäftsbereiches und Wolfgang Mayer, Landesvorsitzenden BDIA BW eröffnet.
Das Auftaktreferat hielt Herr Christopher Krull, Geschäftsführer der Schwarzwald-Tourismus GmbH, Freiburg mit dem Titel „Chancen einer regionalen Architekturerneuerung in Hotel &Tourismus – innen wie außen“.
Die Innenarchitektin und Kollegin Cornelia Markus-Diedenhofen, Inhaberin des gleichnamigen, auf Hotels spezialisierten Freiburger Büros, lenkte im Anschluss mit ihrem Vortrag „Zukunfts-Chancen kleiner Lösungen mit großer Wirkung - Was kann Innenarchitektur für Hotel & Tourismus leisten?“ den Fokus auf die Frage „Wie kommen Planer und Hoteliers zusammen?“.
Es folgte der Hotelier Dominic Müller, Hotel Ritter, Durbach mit dem Vortrag „Chance oder Fluch? Umbau aus Sicht eines Hoteliers“.
Nach der, mit Gesprächen angereicherten Kaffeepause kam ein Impulsreferat der anderen Art zum Überthema „SPA und Wellness als Chance und Wettbewerbsvorteil familiengeführter Hotelbetriebe?“ unter dem Subtitel: „Täler, Torten, Traditionen“ von René Pier, Mitinhaber des Stuttgarter Innenarchitekturbüros Schienbein + Pier.
Als nächster Referent folgte Thomas Drubba, Miteigentümer des familiengeführten Hotels Alemannenhof, Titisee „Lernen aus der Vergangenheit – Rezepte für die Zukunfts-Lösung?“.
Abschließend konnte das begeisterte Publikum etwas über Markenarchitektur erfahren. Ralf Peter Knobloch von Plan2Plus - Architekturbüro, München und Markus Berger, b_werk markenarchitektur gmbh gaben mit dem Werkbericht „ Hotel Schwanen, Metzingen | Biosphärengebiet als Beispiel für den Schwarzwald | Marketing als Faktor “ Einblicke wie Marke und Architektur Hand in Hand zu Qualität und Identität eines Hotelbetriebes beitragen können.
Mental angefüllt mit den sehr unterschiedlichen Konzepten der Referenten des Nachmittags, eröffnete Wolfgang Mayer die Podiumsdiskussion. Als Diskussionspartner hatten sich Innenarchitektin Irina Badaczewski , Stuttgart; Eckhard Bull, Vorsitzender des Kammerbezirks Freiburg AKBW und Mitinitiator „Baukultur Schwarzwald“; Herr Aisenbrey vom Öschberghof, Betriebswirt und Architekt; Innenarchitektin C. Markus-Diedenhofen, Reutlingen; René Pier, Innenarchitekt, Stuttgart; Thomas Drubba, Hotel Alemannenhof und Innenarchitekt R.P.Knobloch, München eingefunden und erörterten in einem überaus gelungenen Dialog die Fragestellungen des Nachmittags.
Zum freitagabendlichen Ausklang gab es kulinarischen Köstlichkeiten untermalt durch die Begleitmusik „Dem Wasser zu singen“ vom Sänger Christoph von Weitzel (Bariton unter Klavierbegleitung von Ulrich Pakusch). Die ebenfalls von ihm vorgetragenen Geschichten, um das oft sagenumwobene Thema Wasser, bekam die Veranstaltung noch einen sehr nachhaltigen Rahmen der den regen und entspannten Austausch unter den Gästen befruchtete.
Am Samstagmorgen führte uns Philippe Grohe mit einem Gastgeber-Motivations-Vortrag durch `4000 Jahre Badgeschichte`, machte auf das für die Menschheit überaus wichtige Element Wasser, als Symbol des Lebens, mit seiner wechselvollen Geschichte und vielfältigen Einblicken, aufmerksam.
Im straffen Zeitrahmen von 10:00 -12:30 fand dann unsere öffentliche Landesmitgliederversammlung BW BDIA mit 28 Gästen, unter anderem AIT – Chefredakteurin Frau Petra Stephan, dem BDIA Landesvorsitzenden Rheinland/Pfalz/Saarland Pierre Grün (nur Einige seien genannt) und 30 Mitgliedern statt.

Für alle besprochen Themen der vergangenen zurückliegenden und zukünftigen Aktivitäten des Landesverbandes verweisen wir auf das Protokoll, welches im Internet unter www.bw.bdia.de zeitnah einsehbar sein wird.
Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war die Neuwahl des Landesvorstandes, der sich geschlossen wieder zur Neuwahl stellte und einstimmig gewählt wurde. Der Vorstand versucht weiterhin mit viel Engagement die nächsten 2 Jahre für unsere Mitglieder aktiv zu sein.
Besonderen Dank gebührt dem Landesvorsitzenden Wolfgang Mayer, der sich über die Maßen zum Gelingen der zweitägigen Veranstaltung eingebracht hat und in Zusammenarbeit mit Frau Huber, Marketing Hansgrohe für die gute Veranstaltung verantwortlich war.
Der vergnügliche Teil folgte am sommerlichen Nachmittag mit einer Führung zur Flößergeschichte des Schwarzwaldes an der Kinzig und fand seinen Abschluss im malerisch an der Kinzig gelegenen Gasthof Löwen. Auf einem frei an der Kinzig angelegten wunderbaren Wassergrundstück konnten wir uns bei Speis und Trank auf einem Floss oder im schattigen Garten das gelungene Symposiums Revue passieren lassen.
Alles in Allem wieder einmal eine sehr gelungene Veranstaltung, bei der viele Kolleginnen und Kollegen, Hoteliers, Gastwirte und Interessierte zusammentrafen und mit erfüllten Anregungen zur Belebung der Hotel- und Gastronomielandschaft des Schwarzwaldes nachhaltig inspiriert in das restliche Wochenende gehen konnten.
16.11.2012, Zukunfts(t)räume 2012 - Eine Erfolgsgeschichte geht in die zweite Runde
Zukunfts(t)räume 2012 - Eine Erfolgsgeschichte geht in die zweite Runde
Am 16. November 2012 waren die Mitglieder des BDIA Landesverbandes BW erneut Gäste im Nimbus Mock-Up am Stuttgarter Pragsattel. Auch dieses Jahr, etwa ein Jahr nach den letzten „Zukunfts(t)räumen“ 2011, ging es im Hause der Stuttgarter Leuchtenschmiede und mit dem neuen Partner Interface um die Bürowelten der Zukunft unter dem Titel ZUKUNFTS(T)RÄUME 2012 – NACHHALTIG, EFFIZIENT UND INNOVATIV.

Bereits am Nachmittag konnten etwa 80 Innenarchitektinnen und Innenarchitekten zum Einstieg in die Bürowelten der Zukunft eine Führung durch den im Sommer 2012 fertiggestellten ZVE-Neubau des Fraunhofer-Instituts in Stuttgart Vahingen besuchen. Den Informationsvortrag zu Beginn übernahm Stefan Rief, Leiter des Kompetenz-Center Workspace Innovation LAB. Da das Gebäude mit seiner spektakulären Architektur und innovativen Innenarchitektur im vorigen Jahr In der Innenausbauphase bereits besichtigt wurde, war jetzt das Interesse besonders groß, das fertige Gebäude zu erleben und zu erfahren, wie es sich im Arbeitsalltag bewährt. 4 Besuchergruppen durften in die Zukunft der Arbeit schauen: die 3D-Cave, das Büro der Zukunft, die Stadt der Zukunft sowie das Mobility Innovation Lab.

Nach kurzem Transfer wurde die Diskussion bei Nimbus durch spannende und überaus kurzweilige Vorträge von Nimbus Gesamtvertriebsleiter Stefan Huml , Christopher Lill (Architekt, Bauleiter der ADAC –Zentrale in München nach dem Entwurf von Sauerbruch Hutton) und dem niederländischen Designer Helmich Jousma (Interface Concept Designer) weiter fortgeführt. Herr Huml erzählte die Story von der Überzeugungsarbeit, die für innovative Lösungsansätze in Bürowelten wie dem ADAC Neubau bei Bauherren und Industrie geleistet werden muss. Von Bauherrenseite stellte Christopher Lill die vor kurzem fertiggestellten neuen Flex-Office-Büroräume der ADAC Hauptverwaltung vor. Und Designer Helmich Jousma, der direkt aus Holland angereist war, zeigte auf welch ganz unterschiedliche Weise während der letzten Jahre in den Niederlanden mit dem Thema Innovation im Büro umgegangen wird. Alle drei Vortragenden sowie Stefan Rief von Fraunhofer stellten sich abschließend gemeinsam den Fragen des begeisterten Publikums.

Bevor die etwa 100 Gäste das italienische Buffet genießen durften, eröffnete Wolfgang Mayer, Landesvorstandsvorsitzender BDIA BW, die BDIA Best-Of-Austellung 2012/13 sowie die Ausstellung INNENARCHITEKTUR – EINBLICKE UND AUSSICHTEN des Arbeitskreises Innenarchitektur der AKBW, die beide die folgenden Wochen im Nimbus Mock-Up zu sehen sein werden. Zum Ende einer rundum gelungenen Veranstaltung gab es eine große Verlosung mit gleich zwei Hauptpreisen: Nimbus verloste eine Leuchte Roxxane Home und Interface eine Reise nach Hamburg mit Karten für ein Spiel des 1.FC Sankt Pauli in der VIP-Lounge. Definitiv ein inspirierender Abend voller interessanter Eindrücke – eine Erfolgsgeschichte mit Fortsetzungspotential!
Michael Hilkert, BDIA BW
18. - 20.10.2012, Exkursion Venetien
Oktober 2012
Exkursion Venetien
Der BDIA LV BW auf den Spuren der italienischen Handwerkskunst,
ein Erlebnis der Superlative war in diesem Herbst die Italienreise, initiiert vom BDIA Landesverband Ba-Wü und format 7 creative design labor, sowie den italienischen Gastgebern den Firmen Trend, Margraf und Orsoni vom 18. - 20. Oktober 2012.
3 Eindrucksvolle Tage liegen hinter uns, in denen wir die Möglichkeit hatten in die Welt 3er traditionsreicher Firmengeschichten einzutauchen.
Obwohl das Programm schon allen Teilnehmern zu Beginn der Reise bekannt war, konnte zu diesem Zeitpunkt keiner der Teilnehmer erahnen, welche Eindrücke und Erfahrungen die kommenden drei Exkursionstage mit sich bringen würden.
So staunte man nicht schlecht, als bereits am ersten Exkursionstag - man bedenke die Teilnehmer waren 9h mit dem Bus unterwegs - bei der Firma "Margraf" den sich noch im Neubau befindlichen Firmensitz sowie das gigantische Werk besichtigen und einen Blick hinter die Kulissen werfen konnte. Hier, ganz unscheinbar, befinden sich in einer riesigen Lagerhalle ca. 280 verschiedene Marmorsorten. Eine unbeschreibliche Farb- und Facettenvielfalt einer einzigen Steinsorte: schneeweiß bis dunkelschwarz hinweg über rote Nuancen, Blautöne, grün und sogar violetter sowie rosa Marmor konnten hier entdeckt werden - man findet hier, mitten in Bella Italia, Marmorsorten aus der ganzen Welt. Nicht nur die Vielfalt war beeindruckend, sondern auch die Verarbeitungsvorgänge des Naturmaterials.
Eine wichtige Information war auch, dass jeder Marmor sich in seinen Eigenschaften, seinem Verhalten und somit auch in den Einsatzbereichen unterscheidet. Um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen, stand eine Weinprobe von Hr. Rominger aus Neckarwestheim auf dem Programm, bei dem sich die Teilnehmer in die Welt der „Weinarchitektur“ verführen ließen. Begleitet wurde der köstliche Wein mit einem darauf abgestimmten Abendessen.

Gleich am nächsten Tag ging es früh morgens mit dem Bus nach Venedig. Fernab der Touristenmengen, in einer unscheinbaren Nebengasse öffnete uns die Mosaikmanufaktur "Orsoni" Tür und Tor, die seit 1988 mitten im Herzen von Venedig, die Tradition der Smaltiherstellung pflegt. (Smalti = mattes, komplett durchgefärbtes Glasmosaik, hauptsächlich im Sakralbau und für Kunstwerke verwendet)
Auch hier wurde die Produktion von allen Teilnehmern ganz genau unter die Lupe genommen. Die Manufaktur Orsoni, mit nicht einmal zwei Dutzend Mitarbeitern, hat bis heute weltweit keinen Konkurrenten auf dem Markt. Die Herstellung des Glases in den verschiedensten Farben (ca. 3000 Farben sind im Repertoire der Orsoni Farbpalette) erfolgt nach geheimer Tradition und wird bereits in der 4. Generation fortgeführt. Bei den Farbmischungen ist es wichtig, die genauen Rezepturen einzuhalten, um stets die gleiche Farbnuance und Qualität zu erreichen. Dies kann nur über die jahrelange Erfahrung gewährleistet werden und erfordert hohes Know-how.

Nach diesem spannenden Vormittag ging es weiter mit dem Taxiboot zum Guggenheim-Museum, wo alle Teilnehmer eine Sonderführung genießen konnten und sich mit leckerem italienischem Kürbis-Risotto stärkten.
Vor der Busfahrt zurück zum Hotel blieb noch Zeit die Wasserstadt auf eigene Faust zu erkunden und die Eindrücke der letzten Tage bei einem gemütlichen Spaziergang durch die engen Gassen und über die vielen kleinen Brücken etwas sacken zu lassen. Abgerundet wurde der Tag mit einem vielseitigen Abendessen in einem Golfclub nahe des Hotels.
Ein Höhepunkt jagte den Nächsten, so starteten alle Teilnehmer am nächsten Tag wieder hoch motiviert zum nächsten Programmpunkt: Besichtigung der Villa alle Scalette (Trend) in Vicenza. Man könnte nun annehmen, dass die Besichtigung der Villa und der Vortrag zum Unternehmen Trend aufgrund all der tollen Erfahrungen der letzten beiden Tage nicht mithalten könne – doch falsch gedacht! Die Villa, von außen sehr schlicht und stilvoll, entpuppte sich im Inneren als ein wahres Schmuckstück. Trendglasmosaike funkelten in ihrer vollen Pracht und Farbenvielfalt - „eine Bernsteinhöhle der Neuzeit“ wie Herr Mayer (Vorstand des BDIA BW) treffend feststellte. Im Gegensatz zu Orsoni ( seit ein paar Jahren eine Tochterfirma von Trend) wird hier bei Trend alles industriell hergestellt und das Unternehmen wächst und wächst. Mit Firmensitzen unter anderem auch in Indien stemmte das Unternehmen Beispielsweise das bis heute größte Glasmosaikobjekt weltweit - die Moschee in Mekka, insgesamt 40 000 m² Glasmosaik wurden hier verarbeitet, davon 19 000 m² vergoldetes Glasmosaik - Unvorstellbare Mengen für jeden von uns.

Nach dieser geballten Trendpräsentation und einem kleinen Workshop mussten sich die Teilnehmer erst mal mit einem leckeren typisch italienischen Essen stärken - überbackene Gries Gnocchi mit Parmastückchen - delizioso! Gleich darauf ging es in die Stadt Vicenza zum Olympischen Theater (von Palladio entworfen und erbaut) welches nun mit einer kleinen Führung bestaunt werden konnte. Bevor die Heimreise nach Deutschland angetreten werden musste blieb noch Zeit für einen kurzen Aufenthalt in der schönen Altstadt von Vicenza: der ein oder andere besichtigte die Kirche, andere spazierten durch die schnuckligen Gassen und wieder andere ließen die letzten Tage bei einer Tasse Espresso am Marktpatz Revue passieren.
Dann war es soweit, die Heimreise musste – leider viel zu früh - angetreten werden und obwohl alle Teilnehmer in den letzten Tagen wenig Schlaf hatten und so viel erlebt hatten kam bereits auf dem Heimweg ein klein wenig Fernweh nach dem schönen Bella Italia auf.
Yvonne Senghaas
29.-30.07.2012, Zukunfts(t)räume in Baden-Württemberg - Landesmitgliederversammlung 2012
Zukunfts(t)räume in Baden-Württemberg -
Landesmitgliederversammlung 2012
Gemeinsames Interesse am BDIA, hochkarätige Fachvorträge und ein ansprechendes Rahmenprogramm brachten am 29. und 30. Juli den Landesverband Baden-Württemberg in Stuttgart zur alljährlichen Mitgliederversammlung zusammen.
Gut 90 Innenarchitekten nutzten die Gelegenheit sich wieder einmal zu treffen, sich zu informieren und über die aktuellen Entwicklungen zu diskutieren. Der Showroom von Object Carpet in Denkendorf bei Stuttgart garantierte dabei einen hervorragenden Rahmen für kreatives Denken und eine erfolgreiche Veranstaltung.
Wolfgang Mayer als Landesverbandsvorsitzender und Daniel Butz, Geschäftsführer von Object Carpet, begrüßten die zahlreichen Anwesenden und fanden sogleich Parallelen zwischen 40Jahre Object Carpet und 60 Jahre BDIA – genug Grund zum Feiern.

Zukunfts(t)räume – Textil
Teppichboden betrachtet unter den aktuellen innenarchitektonischen Gesichtspunkten Nachhaltigkeit, Effizienz und Innovation war das Leitmotiv des ersten Vortrages von Lars Engelke. Object Carpet – ein Unternehmen, das höchsten Anforderungen gerecht wird, von den Erfahrungen der Vergangenheit profitiert und diese nachhaltig in die Zukunft trägt.
Neben Informationen über aktuelle Entwicklungen und ökologische Standards, konnten die Produkte haptisch wie auch akustisch von jedem direkt erlebt werden und somit eine tiefe emotionale Bindung schaffen.
Zukunfts(t)räume – international
Gerald Schnell, Senior Architect bei Matteo Thun & Partners in Mailand, entführte die Zuhörer in die phantastische Welt des renommierten Büros. An der Schnittstelle zwischen Innenarchitektur, Architektur und Produktdesign planen und realisieren die ca. 40 Mitarbeiter internationale Projekte von der Wohnhütte bis zum fünf Sterne Spa Hotel.
Immer unter dem Gesichtspunkt des „genius loci“ wird die vollkommene Umsetzung einer Bauaufgabe innerhalb des so genannten „Triple Zero Concepts“ angestrebt. Zero km, zero waste und zero CO2 garantieren auch für außergewöhnliche Projekte eine nachhaltige Umsetzung.
Zukunfts(t)räume – BDIA
60 Jahre Bund Deutscher Innenarchitekten ließ Prof. Rudolf Schricker Revue passieren.
Sehr anschaulich, und mit zahlreichen Anekdoten angereichert konnte man die Geschichte des BDIA beinahe selbst miterleben. Von der ersten Stunde an, im Mai 1952 in Detmold, wurde nicht nur die Entwicklung des BDIA, sondern praktisch auch die Entwicklung der Innenarchitektur in Deutschland durch alle Höhen und Tiefen hindurch sehr authentisch aufgezeigt. Schon im ersten Jahrbuches des BDIA, von dem Prof. Schricker ein Exemplar als „Beweisstück“ dabei hatte, finden sich Themen und Problemstellungen, die auch noch heute kaum an Aktualität verloren haben.
Momentan auftretende Schwierigkeiten, die sich durch die stark verändernden Ausbildungsstrukturen ergeben wurden nachvollziehbar thematisiert und Bewusstsein für einen anstehenden Wandel in der Auffassung der Innenarchitektur in Deutschland geschaffen.
Realität – Landesmitgliederversammlung 2012
Anschließend wurde der Part der eigentlichen Mitgliederversammlung von Wolfgang Mayer eröffnet.
Über die zahlreichen, gut besuchten Veranstaltungen aus dem Letzten Jahr wurde mit Bildern berichtet, neue Exkursionen, Ausstellungen und Fortbildungsveranstaltungen vorgestellt. Highlight des Jahres wird z.B. noch eine Fahrt nach Venedig und Verona sowie Messeauftritte und die Weiterführung des Dialoges zum Thema Zukünftige Arbeitswelten mit dem Fraunhofer-Institut im Mock Up der Firma Nimbus Group.
Berichte über die Verbandsarbeit auf Bundesebene in den vergangenen Monaten regten die Mitgliederversammlung zum offenen Gedankenaustausch und Diskussionen an, die im Anschluss unter dem Genuss der kulinarischen Köstlichkeiten weiter geführt wurden.
Zukunfts(t)räume - Cars & Architektur
Zum rasant-dynamischen Abschluss des Tages referierte Andreas Henke, Leiter Marketing Porsche, sehr eloquent und unterhaltsam über die Geschichte und Philosophie der Marke, wie alles begann und was die Zukunft bringen wird. Porsche verbindet Design und Sportlichkeit wie keine andere Marke in der Welt.
Zwei Fahrzeuge vor Ort konnten jedem sehr eindrucksvoll einen ersten Eindruck vermitteln.
Als besondere Belohnung für diesen langen Abend, hatte Herr Henke zwei „geführte Trainingsfahren-Events“ mit Werksbesichtigung in Leipzig zu verlosen. Die glücklichen Gewinner dürfen somit noch intensiver in das Erlebnis Porsche eintauchen.

Am nächsten Morgen wurden die BDIA-Mitglieder bei einer Architekturführung durch das neue Porschemuseum in Zuffenhausen in die Architektur sowie die Gedanken der Innenraumkonzeption des Büros Delugan Meissl eingeführt. Jeder konnte erleben, wie die Gestaltung des Museumsraumes ein sinnliches Erleben schafft, das die Authentizität der Produkte und das Leistungsspektrum sowie den Charakter von Porsche widerspiegelt.
Die zahlreiche und aktive Beteiligung an der gesamten Veranstaltung, teilweise auch von Mitgliedern aus den angrenzenden Landesverbänden Hessen und Bayern, das Durchhaltevermögen sowie das direkte, positive Feedback lässt den Landesverband Baden-Württemberg positiv in die Zukunft blicken.
Besonderer Dank gilt noch einmal den Förderern der Veranstaltung, der Object Carpet GmbH sowie der Porsche Deutschland GmbH.
Fotos und Text: Christoph Beer
09.-12.02.2012, „Best Of ...“ auf der Messe INVENTA Karlsruhe
„Best Of ...“ erneut mit großem Erfolg auf der Art of Living- Messe INVENTA präsentiert
Aufbauend auf der großen Publikumsresonanz des vergangenen Jahres wurde der BDIA
auch in diesem Jahr wieder zur Messebeteiligung vom 09.-12.Februar 2012 nach Karlruhe
eingeladen.
Initiiert, organisiert und ausgeführt wurde diese Handbuchausstellung erneut von der
BDIA Regionalgruppe Baden-Baden/Karlsruhe. Die Idee, sich auf dieser hochwertigen
Endverbrauchermesse in Folge mit der Ausstellung zu präsentieren fand im Vorstand
des Landesverbandes Zuspruch und nahm auch bald konkrete Konturen an. Es galt eine
Fläche von mehr als 60 m² mit Leben zu füllen, Referenten und Sponsoren zu gewinnen.
Es sollte für die Messegesellschaft und den BDIA zu einer Win-Win Veranstaltung
werden. Für die Messe war der Stand aus Sicht der Messegesellschaft eine Bereicherung,
für den BDIA Öffentlichkeitsarbeit vom Besten. Das Interesse am Berufsverband BDIA
zeigte auch die Einladung zu einer Pressekonferenz im Torbogenhaus der Orangerie
Karlsruhe, wo der Vorsitzende des BDIA Baden-Württemberg Wolfgang Mayer auf
dem Podium die Inhalte des BDIA, das Berufsbild der Innenarchitekten und deren
Professionalität beschreiben und stichhaltige Antworten auf Fragen der anwesenden
Pressevertreter geben konnte.

Am Abend der Messe-Prew-View-Party am 08. Februar mit geladenen Gästen aus Politik,
Wirtschaft und Prominenz wurde auch von unserem Landesvorsitzenden Wolfgang Mayer
die Ausstellung auf dem Stand des BDIA eröffnet. Mit der Messebeteiligung des BDIA auf
der INVENTA, die ein sehr großes Einzugsgebiet erreicht, konnte so zum zweiten Mal
auch die Zielgruppe der potentiellen Bauherren erreicht werden, privat und gewerblich
Diese Messe als Plattform konnte der BDIA LV nutzen und ausbauen, um das Berufbild
der Innenarchitekten und die für Innenarchitekten beauftragte Planungsvielfalt dem
interessierten Messebesucher so umfassend und professionell aufzuzeigen
Das Stand betreuende Team des BDIA bot kostenlose Kurzberatungen an, diese wurden
im Vorfeld in dem Programm der INVENTA und auf mehreren Internetseiten angekündigt.
Diese Beratungen wurden auch an allen Messetagen von den Messebesuchern rege in
Anspruch genommen. Pläne, Skizzen oder Photos wurden mitgebracht und so konnten
zu den vielfältigsten Anfragen, Antworten gegeben und Lösungsvorschläge aufskizziert
werden. Alle Unterlagen zum BDIA wurden dabei dankend und mit großem Interesse mit
nach Hause genommen.
Dass der Messestand des BDIA so erfolgreich und interessiert besucht wurde, lag auch an
der witzigen und farbenfrohen Standgestaltung. Die Initiatoren mussten in den Wochen
der kurzen Vorbereitungszeit aus dem großen Fundus an Netzwerkpartnern die richtigen
Ansprechpartner suchen und finden. Mit Erfolg - das Konzept und das Rahmenprogramm
überzeugte.
Der BDIA Landesverband dankt den Förderkreismitgliedern Nimbus Group und Hund-
Büromöbel für die unentgeltliche Bereitstellung von Leuchten und Möbeln, ebenso Dank
an Herrn Braun von Objekt Carpet, Herrn Kolbe von Molto Luce, die durch persönlichen
Einsatz und Muskelkraft Teppiche schleppten oder Leuchten wuchteten. Letztendlich noch
herzlichen Dank dem Callwey-Verlag, der wie auch bei der INVENTA 2011 zahlreiche
Fachbücher zum großen Thema Innenarchitektur zum Schmökern bereitgestellt hat.
Weiterhin begeisterte die Firma Invista - Antron, BDIA Förderkreismitglied, vertreten durch
Herrn Neil Maguire das Messepublikum mit einem Vortrag „Zukunfts(t)räume -Trends in
der Farb- und Materialwelt“.
Als Referent zum Thema „Lichtplanung - Anwendung und Technik für den privaten
Bauherrn“ konnte der renommierte Lichtplaner Werner Stolz aus Aichtal gewonnen
werden, der seine Powerpoint-Präsentation gleich an zwei Messetagen dem interessierten
Messebesucher sach- und fachkompetent näher brachte. Er referierte anschaulich und
fachkompetent zu seinem Thema.

Die vier Tage Messestandbetreuung hatten die straffe vorangegangene Organisationszeit
fast vergessen lassen. Alle hatten Spaß mit dieser neuen Aufgabe, das Berufbild
der Innenarchitekten zu präsentieren, Gespräche zu führen, angehenden
Innenarchitekturstudenten berufspolitische Sachverhalte zu vermitteln und über
Studienschwerpunkte zu informieren, Bauherren zu überzeugen, dass Bauen im
Bestand, Umbau-Ausbau- und Weiterbauen, auch die Kooperation beim Neubau
mit Hochbaukollegen ein Thema für uns Innenarchitekten ist, dass Innenarchitekten
nicht umsatzorientiert planen, sondern mit dem zur Verfügung stehenden Budget
treuhänderisch umgehen, um das optimalste Ergebnis für den Bauherren zu erzielen.
Dass letztendlich Innenarchitekten alltagstaugliche Bauaufgaben leisten und eben nicht
nur exklusive und kostenintensive Planungen durchführen.
Der BDIA Landesvorstand von Baden-Württemberg dankt herzlich den wenigen fünf
aktiven Kolleginnen und Kollegen der BDIA- Regionalgruppe Baden-Baden/ Karlsruhe für
das spontane und überdurchschnittliche Engagement zur erfolgreichen Umsetzung und
Durchführung des Messestandes, der der Öffentlichkeit die BDIA- Handbuchausstellung
zugänglich gemacht hat und wahrscheinlich 250 neugierige und interessierte Besucher
erreicht hat.
Sylvia Mitschele-Mörmann
14.10.2011, BDIA-BW und NIMBUS träumten gemeinsam vom Büro der Zukunft
Der BDIA-BW und NIMBUS träumten gemeinsam vom Büro der Zukunft
„Zukunfts(t)räume – Nachhaltig, effizient und innovativ“ lautete das Motto zu dem das BDIA-Förderkreismitglied Nimbus Group gemeinsam mit dem Landesverband BW am 14. Oktober eingeladen hatten.
Die Eröffnung der Handbuchausstellung im Nimbus-Mock-Up in Stuttgart, gepaart mit einem hochkarätigen Vortragsprogramm und einer exklusiven pre-opening Führung mit dem ausführenden Architekten durch das gerade in der Fertigstellung befindliche Fraunhofer IAO Forschungszentrum in Stuttgart-Vahingen war ein rundum spannendes Programm.

Das zumindest war die Meinung der 120 Gäste, Mitglieder aus dem Landesverband BW, der Nachbarländer und Studenten der HFT Stuttgart, die sich am Freitagabend zu den innovativen Fachvorträgen von Stefan Rief, Leiter des „Competence Center Workspace Innovation“ am Fraunhofer-Institut (IAO) und Alexander Rieck, Partner und Mitbegründer des jungen und erfolgreichen Planungsbüros LAVA, eingefunden hatten.
Die Veranstaltung begann mit der exklusiven Pre-Opening-Führung durch den zukunftsweisenden Neubau des Fraunhofer-Institut Arbeitswirtschaft und Organisation in Stuttgart-Vaihingen, der durch seine ungewöhnliche Architektursprache und den Einsatz sehr zukunftsweisender Technologien, Materialien, Ausführungsdetails beeindruckt. Entworfen wurde der spektakuläre Neubau von ASPLAN, Kaiserlautern zusammen mit dem bekannten Amsterdamer Büro UN Studio, Amsterdam. Die Eröffnung des Instituts findet im Frühjahr 2012 statt.
Gespannt folgten die Zuhörer dann im Mock Up den Ausführungen von Herrn Rief, der sie, mit seinem humorvollen Vortragsstil, über die aktuellsten Forschungen und Trends in der Büro- und Arbeitswelt informierte.
Sein ehemaliger Arbeitskollege Rieck entführte das Auditorium in heiße Länder und frostige Eishallengebilde um mit seiner Werksschau einen überaus prägnanten, selbstkritischen, jedoch immer unterhaltsamen und eindrucksvollen Blickwinkel auf innovative Büro- und Bauprojekte der letzten Jahre zu eröffnen.

Nachdem sich Wolfgang Mayer als Landesverbandsvorsitzender im Namen des BDIA bei Dietrich Brennenstuhl, Inhaber der nimbus group, für die Gastfreundschaft und bei den Architekturführern und Referenten bedankt hatte, war es im Anschluss BDIA-Präsident Prof. Rudolf Schricker eine große Freude die BDIA Handbuchausstellung zu eröffnen. Bei anschließendem Büffet und Getränken wurden in illustrer Runde noch lange die Themen des Tages diskutiert und Kontakte gepflegt. Als Abschluss wurde noch eine Nimbus Tischleuchte unter den Gästen verlost.
Die Ausstellungseröffnung bei Nimbus war wie schon letztes Jahr wieder ein großer Erfolg und scheint sich nachhaltig zu einem Höhepunkt im Reigen der BDIA Aktivitäten in Baden-Württemberg zu entwickeln. Unser Dank gilt hiermit noch einmal an alle Gästen, Helfern und den Gastgebern von Nimbus.
01./02.06.2011, Weltbad, Höhenrausch und Richard Meier - Baden-Württemberg auf LMVtour
Weltbad, Höhenrausch und Richard Meier - Baden-Württemberg auf LMVtour
Dem BDIA-Landesverband Baden- Württemberg gelang es am 01. und 2. Juli mit seinem 2-tägigen Schwarzwald-Architektur-Tourismus-Wochenende-Programm nahezu 50 Mitglieder und Gäste zur Landesmitgliederversammlung nach Bühl und Baden-Baden zu locken.
Beginnend am Freitag mit zwei Architekturführungen preisgekrönter Projekte in Bühl präsentiert vom Architekturbüro Wurm + Wurm, konnte man im Anschluss daran bei der gastgebenden Firma USM, die LMV abhalten, nicht ohne im Vorfeld die Firmengeschichte, die Montagehallen und den neuen Bürokomplex kennen gelernt zu haben. Bevor in der Tagesordnung die Neuwahlen der Vorstandes anstanden, referierte der noch amtierende Vorstand in Dialogen über die vergangenen zwei Jahre, über Exkursionen, Fortbildungsveranstaltungen, Berufpolitik, über IAO 2010 und Messebeteiligungen und natürlich über den Haushalt, der letztendlich zur Entlastung unseres Kassenwartes Holger Obst führte. Da keine weiteren Mitglieder für einen Vorstandsposten kandidierten, wurde der Vorstand in seiner Zusammenstellung erneut für eine weitere Legislaturperiode gewählt. - Vorsitzender Wolfgang Mayer, Kerstin Adam-Schmidtke, Christoph Beer und Sylvia Mitschele-Mörmann als gleichberechtigte Stellvertreter, neuer Kassenwart Eberhard Negele, als Nachfolger von Holger Obst, der sich nicht mehr zur Wahl stellte, das Team ergänzend als Beisitzer Brigitte Banzhaf, ehemaliges Präsidiumsmitglied der AKBW und Michael Hilkert, Lehrbeauftragter an der HfG in Stuttgart, als Mittelsmann zu den Studenten.
Das Team in Baden-Württemberg
(Brigitte Banzhaf fehlt auf dem Bild)
Nach dem formalen Procedere der LMV stand dann nur noch Entspannung, Genuss und die abendliche Tour in das fast 1000 m hochgelegene Sasbachwalden zur Übernachtung auf dem Programm.
Bevor am Samstagmorgen nach Baden-Baden gestartet wurde, hat der Geschäftsführer der Schwarzwald Tourismus GmbH, Christopher Krull zum Thema „Tourismus im Schwarzwald – Wachstumsbranche“ referiert und den Standpunkt „Wo bleiben dabei die Innenarchitekten“ zusammen mit den Teilnehmen diskutiert. Wo kann es Synergiengeben, wie kann man die Betreiber von Hotel und Gaststätten zum Umdenken veranlassen, wie passen die Attribute des Schwarzwaldes, der Bollenhut, die Kuckucksuhr oder die Walmdacharchitektur in ein modernes und auch neues Bild des Schwarzwaldtourismus noch hinein. Man verabschiedete sich mit dem Ziel zusammen mit Städteplanern, Architekten, Innen- und Landschaftsarchitekten und auch Künstlern in Workshops zusammen zu treffen, damit die Parameter einer neuen Tourismus-Kultur manifestiert werden können.

Die am Freitag begonnene Architektur-Tour wurde dann in Baden-Baden zunächst mit der Führung durch das Frieder-Burda Museum von Richard Meier fortgesetzt. Der bauleitende Baden-Badener Architekt Peter Kruse hat es sich nicht nehmen lassen, selbst über dieses Projekt mit fachlichen Beiträgen und Anekdoten zu referieren. Vom Frieder-Burda-Museum weg ging es fußläufig vorbei an allen Kultur- Highlights, die Baden-Baden so besonders machen - der staatlichen Kunsthalle mit dem von dem angesagten französischen Künstler Daniel Buren gestalteten Café, dem neuen privatbetriebenen Technikmuseum LA8, dem Barocktheater, dem Kurhaus mit der wohl schönsten Spielbank der Welt, der Trinkhalle mit ihrem sagenumwobenen Wandelgang, zum Festspielhaus und zurück zur berühmten Lichtentaler Allee. Durch diese Allee gingen schon die Komponisten der Romantik Brahms und Schumann oder die Dichter Turgenjew und Dostojewski, der in Baden-Baden seinen berühmten „Spieler“ schrieb.
Innenarchitekten aus Baden-Württemberg bei Dietiker in Stein am Rhein
Fortbildung für Innenarchitekten aus Baden-Württemberg- bei Dietiker in
Stein am Rhein
Fort- und Weiterbildung, kollegialer Austausch über berufpolitische Themen und Zusammenarbeit mit
der Industrie, mit Herstellerfirmen – diese Parameter stehen bei den Jahresplanungen des BDIA
Landesverbandes Baden-Württemberg immer ganz oben.
So wurde auch eine Architekturreise zu der namhaften Herstellerfirma DIETIKER nach Stein am Rhein
initiiert und von dem Schweizer Unternehmen organisiert und in Szene gesetzt.
So trifft sich am 08. April 2011 die Gruppe aus 33 Kolleginnen und Kollegen aus Baden-Württemberg zur
Begrüßung in den Empfangs- und Produktionshallen von DIETIKER. Das junge Geschäftsführende Team
und die neuen Besitzerinnen von DIETIKER Nathalie und Jaqueline Felber, verstärkt durch Leon van
Gerwen, Export Manager von DIETIKER übernahmen selbst diese Aufgaben von der Begrüßung über die
Werksbesichtigungen, von der Präsentation der Firma und deren Firmenphilosophie bis zur Moderation
in den Diskussionsrunden. Es ist dabei wieder deutlich geworden, wie familiengeführte Unternehmen
ihre Mitarbeiter als Menschen verstehen, von ihnen Anregungen zu optimierten Arbeitsabläufen
annehmen, sie als wichtigsten Teil für den Erfolg der Firma betrachten.
Über die Produkt- und Modellpolitik von Dietiker, über die Verwendung nachhaltiger Materialien und
über das firmeneigene größte Beizlabor der Schweiz, erfuhren die angereisten Innenarchitekten bei
dieser fast 2-stündigen Führung. Sehr interessiert zeigten sie sich bei den speziellen und individuellen
Fertigungsverfahren, wie auch auf Machbarkeit und Umsetzung individueller Kundenwünsche reagiert
wird. Dies im Besonderen am Beispiel der filigran-robusten Stuhlgestelle, die zum
Alleinstellungsmerkmal für Dietiker geworden sind.

Bei dem als Programmpunkt vorgesehenen „Tischgespräch“ wurde konstruktiv darüber debattiert,
welche Anforderungen wir als Planer z.B. bei Health & Care Projekten an Stuhl und Tischprogramme
stellen. Die Realität zeigt leider auf, dass auf Produktfamilien mit den vielfältigen Anforderungen für
diesen Einsatz auf dem Markt nichts Adäquates und Bezahlbares gibt. Ein Workshop würde hier Abhilfe
schaffen, diese Plattform möchte DIETIKER gerne zusammen mit dem BDIA Landesverband von Baden-
Württemberg schaffen. Mit solch einem Programm könnte sich Dietiker zusammen mit dem BDIA vom
Wettbewerb abheben. Der angeregte Workshop sollte auch als Reaktion auf die Einladung nicht auf die
lange Bank geschoben werden.
Von den designorientierten Stuhl- und Tischprogrammen weg, wurde der Abend und die Nacht in den
Räumen der Designhotelanlage der ehemaligen Karthause Ittingen verbracht. Hier zeigten sich fast
mystische Licht- und Schattenspiele. Auch waren die Ausstattung und das Raumkonzept der
Hotelzimmer Grund für regen Austausch unter den Kolleginnen und Kollegen.
Am Samstag, den 09. April führte der namhafte und ehemalige Designer Edlef Bandixen durch die
sehenswerte mittelalterliche Altstadt von Stein am Rhein. Edlef Bandixen hat in den 1960er und 1970er
Jahren mit seinen Entwürfen DIETIKER seinen Stempel aufgedrückt. In Stein am Rhein endete auch
diese Veranstaltung, nicht ohne zuletzt den berühmten Rheinfall von Schaffhausen zu bestaunen. ...
19./20.11.2010, Innenarchitekten aus BW erleben Steelcase und Emotionsräume in Bayern
November 2010 - Innenarchitekten aus Baden-Württemberg erleben Steelcase und Emotionsräume in Bayern
Der BDIA Landesverband Baden-Württemberg veranstaltete zusammen mit dem weltweit agierenden Konzern Steelcase und der Firma Leonhard ein zweitägiges Event im bayerischen Rosenheim, an dem am 19. und 20. November 30 Kolleginnen und Kollegen teilgenommen haben.
Der Freitag stand ganz im Zeichen der Unternehmensvorstellung, Firmenphilosophie und Produktpräsentation von Steelcase. Das Neueste aus der Forschung für Kommunikations- und Büro(t)räume für Konferenzen, Fort- und Weiterbildung beeindruckten die Teilnehmer sehr.
Diese Vernetzung lässt sich im WorkLab erleben, der Büro- und Arbeitswelt von steelcse. Worclab deshalb, weil Steelcase sich mit seinen Produkten immer weiterentwickelt und so im eigenen Büroalltag erproben kann: Farben, Formen, Design, Beleuchtung, Stimmungen, Office-Equipment - hier werden Visionen Wirklichkeit.

Mit winterfester Kleidung und Fackeln ausgerüstet, konzentrierte sich die Gruppe auf den letzten Tagesprogrammpunkt: Fußmarsch von Steinkirchen zum Berggasthof Dandlberg-Alm in der Samerberg-Region. Dort angekommen, bot sich ein wunderschöner Blick auf das Inntal und den Wendelstein. Der Wirt von der Dandlberg-Alm servierte eine zünftige Brotzeit, und die Gruppe verbrachte einige Stunden in behagliche Almatmosphäre Unsere ‚Scouts‘ von Steelcase und Leonhard führten die Kolleginnen und Kollegen sicher durch die Nacht zurück zum Bus.
Am Samstagmorgen präsentierte Volker Metzger, der eng mit Steelcase und Leonhard zusammenarbeitet, seine Sichtweisen zum „Emotionsraum“. Dabei fokussiert der studierte Psychologe mit seiner Firma „emotionsraum.de“ - VOMALUNA stark auf das Unterbewusstsein der Menschen im Raum und umgekehrt. Was kann er mit welchen Farben und Motiven erreichen, welche Stimmung erzeugen. Herr Metzger kann die Vorstellungen der Architekten, Innenarchitekten und Planer, wie ein Raum auf die Nutzer wirken sollte, unterstützen. Mit Farb- und Motivdrucken auf Glas und Folie in Verbindung mit adäquater Lichtsteuerung werden dann diese Emotionsräume geschaffen.

Die Fahrt nach München, ein Mittagsmenü im Drehrestaurant des Olympiaturmes und der Besuch der BMW-Welt und des BMW-Museums waren ein weiteres und auch abschließendes Highlight an diesem Samstagnachmittag. Hier war dann auch Endstation dieser sehr interessanten Veranstaltung. Von dieser Stelle herzlichen Dank an Steelcase/Rosenheim, Leonhard/Stuttgart und den BDIA-Landesvorstand von Baden-Württemberg für die hervorragend organisierte Exkursion.
Sylvia Mitschele-Mörmann
12.06.2010, INNENarchitektur OFFEN 2010 - Gemeinschaftsveranstaltung Stuttgart
2. Am 12. Juni 2010
INNENarchitektur OFFEN 2010 - Gemeinschaftsveranstaltung von 8 Innenarchitekten aus dem Kammerbezirk Karlsruhe im Architekturschaufenster Karlsruhe
Eröffnet wurde diese Veranstaltung von Prof. Rudolf Kleine, Vorsitzender des Kammerbezirkes Karlsruhe, der ausdrücklich die Qualität der Innenarchitektur und deren Einbindung in die Hochbauarchitektur als zukunftweisend betrachten möchte, nur die Bildung von Netzwerken sichert bei allen Fachrichtungen das Überleben. Etwas aus der Puste erreichte Wolfgang Mayer, dennoch rechtzeitig, das Architekturschaufenster, um die Gäste und Teilnehmer zu begrüßen und die Ausstellung „Deutscher Innenarchitektur-Preis 2009“ zu eröffnen. Daran im Anschluss laut Programmabfolge spannte Prof. Kurt Wagner in einer gelungenen Power-Point Präsentation den Bogen zu „Nachhaltigkeit in der Innenarchitektur“ an drei Projekten, die vor gut 20 Jahren konzipiert und gebaut wurden, im Wesentlichen aber bis heute unverändert zu erleben sind. Eine weitere spannende und herausragende Präsentation kam von Stefanie Lampert mit Ihrem Vortrag „Kunst am Bau-Raum, Farbe, Licht und Zeit“ und Jörg Kräuter, ein Kabarettist aus Bühl, hatte sich die „Baustelle Baden“ zum Thema gemacht.
Zwischen diesen Beiträgen konnten bei Live-Musik und kleinen Snacks die 8 Innenarchitekten an ihren Laptops ihre Projekte zu Anbauen-Umbauen-Weiterbauen den Besuchern präsentieren. Die Ausstellung und die Banner der 8 Innenarchitekten waren bis zum Tag der Architektur und darüber hinaus bis zum 08.Juli zu besichtigen – eine gute Öffentlichkeitsarbeit für unseren Berufstand und den BDIA. 3. „Deutscher Innenarchitektur Preis 2008“ – Ausstellungseröffnung im ASF Karlsruhe 12. Juni 2010 Die Vernissage ist in die Gemeinschaftsveranstaltung INNENarchitekturOFFEN integriert worden und konnte begleitend zu den Arbeiten der KollegInnen bis zum 08.07.2010 im Architekturschaufenster und der Kammerbezirksstelle Karlsruhe, Waldstr. 8 besichtigt werden.
10.06.2010, INNENarchitektur OFFEN 2010 in BW
Juni 2010 - INNENarchitektur OFFEN 2010 in BW
Ein ganzer Veranstaltungszyklus ergab sich dieses Jahr zu INNENarchitekturOFFEN 2010 in BW.
Unter dem Motto: SCHWARZBROT AUS BADEN-WÜRTTEMBERG anbauen_ umbauen_weiterbauen
1. Auftakt in BW : Am 10. Juni 2010 INNENarchitektur OFFEN 2010 - Gemeinschaftsveranstaltung in Region Stuttgart – Filderstadt. Innenarchitekten gaben Einblicke und Ausblicke in ihre alltägliche Büroarbeit und „Alltagsprojekte“. Einen Tag vor der Fußball-WM gaben die Stuttgarter Innenarchitekten Prof.Schricker (Atelier Prof. Schricker), Wolfgang Mayer (msm), Kristina Lopes (Raiser-Lopez), Claudia Wald (mori:projekts) und Ursula Maier (Ursula Maier Werkstätten) in Kurzvorträgen Einblicke in ihre alltägliche Büroarbeit und nahmen Stellung zur Nachhaltigkeit aktueller Innenarchitektur in Deutschland.
Der Titel der Veranstaltung „SCHWARZBROT AUS BADEN-WÜRTTEMBERG“ sollte das Augenmerk auf die kleinen, aber nicht minder wichtigen Dinge des Planungsalltags legen. Von Großprojekten bis zur Metzgerei wurde vor allem auf die Beziehung zwischen Innenarchitektur und Mensch reflektiert.
Die Firmen Leonhard Bürogestaltung und Steelcase gaben dem Forum in Filderstadt einen hervorragenden Rahmen in kreativer Umgebung. Die innovative Verköstigung sowie der Ausblick auf den Stuttgarter Flughafen rundeten das Ambiente gelungen ab und ermöglichten den zahlreichen Gästen und Vortragenden die Thematik des Abends weiter zu vertiefen.

LMV 2010 - Gut aufgestellt und mit Verstärkung in das nächste Jahr
April 2010 - Gut aufgestellt und mit Verstärkung in das nächste Jahr
BDIA Landesmitgliederversammlung 2010 Landesverband Baden-Württemberg Die Landesmitgliederversammlung 2010 des Landesverbandes BW fand dieses Jahr im Rahmen mehrerer Events statt.
Zum Auftakt besichtigten die Teilnehmer das Invista Carpet Center der Firma Antron in Östringen. Innovative Faserherstellung wurde theoretisch und praktisch vermittelt und erlebt. Herr Maguire demonstrierte die Vorteile sowie Anwendungsbereiche der Polyamid6.6-Fasern.
Zweifellos ein Höhepunkt des Tages war die Besichtigung des neuen Stadions des TSG Hoffenheim in Sinsheim. Die Innenarchitekten Waller & Krauss führten nicht nur durch die verschiedenen VIP-Bereiche, sondern bis zu den Umkleidekabinen der Mannschaften durch das gesamte Stadion. Es durfte also kurz vor der WM noch einmal direkt am heiligen Rasen Fußballluft geschnuppert werden.

Anschließend begrüßte Wolfgang Mayer als Landesvorsitzender in BW alle Anwesenden zum offiziellen Teil. Zusammen mit der Vorstandschaft reflektierte er über die erfolgreiche Arbeit des letzten Jahres im Landesverband. Initiierte Ausstellungen, Fahrten und Exkursionen wie auch Fortbildungsveranstaltungen wurden sehr gut von den Mitgliedern besucht und von einer wachsenden Anzahl an Fördermitgliedern und der Architektenkammer BW unterstützt. Einstimmig wurde Eberhard Negele in das Team der Vorstandschaft berufen, um in naher Zukunft die ehrenamtliche Arbeit für den BDIA in Baden-Württemberg zu bereichern. Weitere Themen wie die Überarbeitung der Satzung sowie anstehende Veranstaltungen wurden bei einem Glas Wein bis in den Abend hinein vertieft. Ein besonderer Dank gilt noch einmal Antron (Invista) als Förderer der gesamten Veranstaltung.

Bericht&Fotos Christoph Beer
16.02.2010, Die Beste „Best Of …“ Ausstellungspräsentation in Baden-Württemberg
Die Beste „Best Of …“ Ausstellungspräsentation in Baden-Württemberg
Nur vier Wochen Vorbereitungszeit lagen zwischen der Anfrage für eine mögliche Messebeteiligung auf der INVENTA in Karlsruhe und dem Opening am 16. Februar mit geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Prominenz. Mit der Messebeteiligung des BDIA auf der INVENTA, die ein sehr großes Einzugsgebiet erreicht, konnte zum ersten Mal auch die Zielgruppe der potentiellen Bauherren erreicht werden, privat und gewerblich
Initiiert, organisiert und ausgeführt wurde diese Handbuchausstellung von der BDIA Regionalgruppe Baden-Baden/Karlsruhe. Die Idee, sich auf dieser hochwertigen Endverbrauchermesse mit der Ausstellung zu präsentieren wuchs im Vorstand des Landesverbandes und nahm auch bald konkrete Konturen an. Es galt mehr als 100 m² Standfläche mit Leben zu füllen, Referenten und Sponsoren zu gewinnen. Es sollte für die Messegesellschaft und den BDIA zu einer Win-Win Veranstaltung werden. Für die Messe war der Stand aus Sicht der Messegesellschaft eine Bereicherung, für den BDIA Öffentlichkeitsarbeit vom Besten. Das Interesse am Berufsverband BDIA zeigte auch die Einladung zu einer Pressekonferenz im Architekturschaufenster Karlsruhe, wo der Vorsitzende des BDIA Baden-Württemberg Wolfgang Mayer auf dem Podium die Inhalte des BDIA, das Berufsbild der Innenarchitekten und deren Professionalität beschreiben und stichhaltige Antworten auf Fragen der anwesenden Pressevertreter geben konnte.

Für die Eröffnung der Handbuchausstellung am 16. Februar und zu einem Interview auf der Aktionsbühne der INVENTA konnte unser BDIA Präsident Prof. Rudolf Schricker gewonnen werden, der in gewohnt leidenschaftlicher Moderation Interesse für den BDIA und zum Berufbild Innenarchitekt wecken konnte.
Auf der Messe INVENTA wurde erstmalig in Baden-Württemberg das Berufbild der Innenarchitekten und die für Innenarchitekten beauftragte Planungsvielfalt dem interessierten Messebesucher so umfassend und professionell aufgezeigt.
Das standbetreuende Team des BDIA bot kostenlose Kurzberatungen an, diese wurden im Vorfeld in dem Programm der INVENTA und auf mehreren Internetseiten angekündigt. Diese Beratungen wurden auch an allen Messetagen von den Messebesuchern rege in Anspruch genommen. Pläne, Skizzen oder Photos wurden mitgebracht und so konnten zu den vielfältigsten Anfragen, Antworten gegeben und Lösungsvorschläge aufskizziert werden. Alle Unterlagen zum BDIA wurden dabei dankend und mit großem Interesse mit nach Hause genommen. Die Idee, sechs Handbücher unter den Messestandbesuchern zu verlosen, löste einen regelrechten Boom beim Ausfüllen der Teilnahmekarten aus.
Dass der Messestand des BDIA so erfolgreich und interessiert besucht wurde, lag auch an der witzigen und farbenfrohen Standgestaltung. Die Initiatoren mussten in den Wochen der kurzen Vorbereitungszeit aus dem großen Fundus an Netzwerkpartnern die richtigen Ansprechpartner suchen und finden. Mit Erfolg - das Konzept und das Rahmenprogramm überzeugte.
Die Firma Feederle in Karlsruhe stellte dem BDIA sämtliche Möbel, der Leuchtenhersteller Nimbus hochwertige LED-Stehleuchten und Objekt Carpet Teppiche unentgeltlich zur Verfügung. Die Beleuchtung für die Handbuchpräsentation, die eine Schwierigkeit auf Grund der Hallenhöhe darstellte, wurde kurzerhand mit Stützen, Traversen und Strahler der Firmen Blowout und M2 gelöst. Callwey stellte fast zwei Dutzend Fachbücher zum Thema Innenarchitektur und Bauen zum Schmökern zur Verfügung,
Weiterhin bereicherte die Firma Nimbus, vertreten durch Herrn Waidmann, zwei Mal mit einem Vortrag zum Thema „Einsatz von LED – Beleuchtung im Wohnbereich“, am Donnerstag, den 17.02. das Rahmenprogramm für die interessierten Messebesucher.

Neil Magiure von INVISTA, Förderkreismitglied des BDIA, referierte am Freitag, den 18.02. drei Mal auf der Aktionsbühne zum Thema „Dem Teppich mehr Raum geben - neueste Erkenntnisse zur Feinstaubminderung“.
Die vier Tage Messestandbetreuung hatten die straffe vorangegangene Organisationszeit fast vergessen lassen. Alle hatten Spaß mit dieser neuen Aufgabe, das Berufbild der Innenarchitekten zu präsentieren, Gespräche zu führen, angehenden Innenarchitekturstudenten berufspolitische Sachverhalte zu vermitteln und über Studienschwerpunkte zu informieren, Bauherren zu überzeugen, dass Bauen im Bestand, Umbau-Ausbau- und Weiterbauen ein Thema für uns Innenarchitekten ist, dass Innenarchitekten nicht umsatzorientiert planen, sondern mit dem zur Verfügung stehenden Budget treuhänderisch umgehen, um das optimalste Ergebnis für den Bauherren zu erzielen. Dass letztendlich Innenarchitekten alltagstaugliche Bauaufgaben leisten und eben nicht nur exklusive und kostenintensive Planungen durchführen.
Der BDIA Landesvorstand von Baden-Württemberg dankt herzlich den wenigen fünf aktiven Kolleginnen und Kollegen der BDIA- Regionalgruppe Baden-Baden/ Karlsruhe für das spontane und überdurchschnittliche Engagement zur erfolgreichen Umsetzung und Durchführung des Messestandes, der der Öffentlichkeit die BDIA- Handbuchausstellung zugänglich gemacht hat.
Sylvia Mitschele-Mörmann
08.06.2009, Prämierte neue Innenarchitektur-Ausstellung "Best Of 2008 + 2009 + 2010"
Juni 2009 - Prämierte neue Innenarchitektur-Ausstellung "Best Of 2008 + 2009 + 2010"
Am Montag den 8. Juni 2009 trafen sich Kolleginnen und Kollegen zur Vernissage der
neuesten prämierten Projektpräsentationen aus dem „Handbuch Innenarchitektur“ vom Bund
Deutscher Innenarchitekten BDIA im Architekturschaufenster Karlsruhe.
Wie auch im Vorjahr wurde ein interessantes Rahmenprogramm mit Besichtigungen von
Objekten in Karlsruhe vorgeschaltet. So wurden in der Stadtmitte zwei interessante gegensätzliche Gebäude besichtigt: Mensa Moltke der Fachhochschule Karlsruhe und das Kammertheater Karlsruhe.
Bei dem Mensagebäude handelt es sich um einen innovativen Neubau in verschiedenen
Fachzeitschriften vorgestellt. Beim Kammertheater im Stadthaus Karlsruhe handelt sich um einen Umbau der ehemaligen Landeszentralbank – 1892-93 als Reichsbank erbaut - mit Rekonstruktion in Verbindung
zwischen Alt und Neu unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Belange.
2006 erhielt dieser Umbau vom Architekturbüro Rossmann + Partner Architekten, Karlsruhe
einen Preis der Architektenkammer Baden-Württemberg im Auszeichnungsverfahren „Beispielhaftes Bauen Stadt Karlsruhe“.
Der Stadtspaziergang führte als Erstes zu der neu erstellten Mensa Moltke -März 2007
eröffnet - im Zentrum des Hochschulcampus am angrenzenden Hardtwald.
Dieser mit seinen Fassadenbildenden, biomorphen Formen ansprechend gestaltete
Baukörper ist vom 1. Preisträger des Internationalen Architekturwettbewerb 2004 von J.
Mayer H. Architekten, Berlin realisiert worden.Unter der sachkundigen Führung mit den Erläuterungen vom Projektleiter des Bauherrn Vermögen und Bau Baden- Württemberg, Herrn Sackmann konnte dieser in Form und
Materialwahl konstruktiv ungewöhnliche Baukörper innen und außen eingehend besichtigt
werden. Die ausgeführte Brett – Holz - Konstruktion mit dem farbigen, speziellen
witterungsfesten Polyurethananstrich homogen überzogenen als Außenhaut auch als
Dachhaut -gut sichtbar auf der Dachterrasse, war beeindruckend und stimmte manche
Kollegen bezüglich der dauerhaften Dichtigkeit skeptisch. Die Farbgestaltung im Innenraum erzeugte ebenfalls sehr kontroverse Einschätzungen einiger Kollegen.
Zum nächsten Besichtigungsobjekt ging es stadteinwärts zum Kammertheater Karlsruhe.
Dort wurde direkt vor dem Gebäude die wechselvolle Geschichte aus dem 19.Jhdt.mit den
unterschiedlichen Nutzungen des heutigen Stadthauses, unter Einbeziehung der
Nachbarbebauung aus vergangenen Zeiten bis heute in den bildhaften Ausführungen des auf
Architektur spezialisierten Kunsthistoriker Herrn Dr. Jörg Mann im wahrsten Sinn „aufgerollt“.
Die Neorenaissance - Fassade zeigt sich repräsentativ in Ihrem Originalzustand nach dem
Umbau mit seiner neuen Nutzung seit der Eröffnung des Kammertheaters im Oktober 2004.
Zu Zeiten des Baus wurde dieses nicht im damalig etabliertem Stil des Baumeisters
Weinbrenner errichtete Gebäude kaum angenommen, fiel es doch extrem aus dem
gewohnten städtebaulichen damaligen Rahmen.
Die umfangreiche baugeschichtliche Einführung offenbarte, dass der Architekt des Gebäudes,
des Berliner Ingenieurbüros Haselbeck – Contag, auch die Planung der Fassadenarchitektur
einiger Gebäude der Berliner Museumsinsel ausgeführt hatte.
Im Gebäudeeingang beeindruckte die Treppenhalle in ihrem Originalzustand, die im
Hochparterre zum Kammertheater und Cafe führt und im 1. und 2. OG zu verschiedenen
Büros.
An gebäudehistorischen Spuren waren im heutigen Cafe „Alte Bank“ die freigelegten
gusseisernen Stützen und die preußische Kappendecke sichtbar.
Aus der früheren Nutzung als Reichsbankgebäude war die mächtige Zarge der Tresortür vom
aufgebrochenen ehemaligen Tresor gestalterisch gut ablesbar in dem Raumbereich der
Garderobe und der angrenzenden Foyererweiterung.
Ansprechend platziert und gut gestaltet zeigte sich der Sichtbetonkubus mit dem
umgebenden Foyer. Darin befindet sich der Zuschauer- und Bühnenraum. Dieser Neubauteil
ist auf den Fundamenten der alten Tresorräume errichtet.
Nach den sehr informativen Führungen wurde eine sehr kontroverse Diskussion über das
Gesehene unter den Kollegen bis zum Beginn der Vernissage im Café RIH fortgeführt.
Um 19:00 Uhr begann die Vernissage im Architekturschaufenster, Waldstraße 8, nach der
Begrüßung durch Herrn Prof. Rudolf Kleine und den Landesvorsitzenden des BDIA BW
Wolfgang Mayer.

Prof. Kleine, Vorsitzender des Kammerbezirks Karlsruhe, zeigte sich erneut beeindruckt von
der „hervorragenden Architektur“.
Die bereits gut etablierte Ausstellung im Architekturschaufenster wird auch langfristig eine
wirkungsvolle Öffentlichkeitsarbeit für Projekte im Bereich der Innenarchitektur sein.
Gezeigt werden mehr als 30 aktuelle herausragende Innenarchitekturprojekte,
zusammengestellt aus den prämierten Arbeiten der Jahre 2008/2009 und 2009/2010, die
über das jährlich erscheinende „Handbuch Innenarchitektur“ (Callway Verlag) publiziert
werden.
Diese Ausstellung wurde vom BDIA (Bund Deutscher Innenarchitekten) Landesverband von
Baden-Württemberg und dem Arbeitskreis Innenarchitektur der Architektenkammer BW
(AKIA AKBW) initiiert und organisiert.
Bei dieser Gelegenheit soll allen Beteiligten, Engagierten und Aktiven gedankt werden, im
Besonderen der Lehrbeauftragten Frau Glucker (FH Karlsruhe), die im Rahmen einer
Seminararbeit mit einigen ihrer Studenten den Ausstellungsaufbau mit begleitet und zu dem
gelungenen Ausstellungskonzept. beigetragen hat.
24.04.2009, Girsberger lädt nach Bützberg ein
April 2009 - Girsberger lädt nach Bützberg ein
Die Einladung des Unternehmens Girsberger am Freitag, 24.04.09 nach Bützberg, Schweiz, klang
sehr verheißungsvoll. Deshalb entschloss ich mich, meinem freien Tag dazu zu nutzen, an dieser vom
BDIA und AKBW initierten Veranstaltung teilzunehmen.
Bützberg? Wo liegt DAS denn? Jemand sagte: „Zwischen Zürich und Bern, am Ende der Welt…“.
Tatsächlich war die Abfahrtszeit des von Girsberger gesponserten, kostenlosen Shuttlebuses um 5:30
morgens vom Parkplatz des Stuttgarter Fernsehturms dazu geneigt, diese Aussage zu bestätigen.
Pünktlich waren um 5:33 alle Stuttgarter Teilnehmer und der luxuriöse Reisebus abfahrbereit. Die
nachfolgenden Zusteigemöglichkeiten waren in Pforzheim, Ettlingen und Baden-Baden. Beim
Freiburger Einsammelstopp verteilte Frau Mitschele-Mörmann mitgebrachte Brezeln, worüber sich die
rund 20 Businsassen enorm freuten.
Durch die schöne Schweiz fanden die netten Busfahrer den Weg nach Bützberg, so dass wir um kurz
nach 10:00 auf das Firmengelände einfuhren. Hier wurden wir in der eindrucksvollen 600m²
Eingangshalle des Unternehmens unter anderem von Herrn Stebler (Geschäftsführung Girsberger
AG) und von Herrn Mayer (Vorsitzender BDIA BW) herzlich willkommen geheißen. Das erste Gettogether
mit den Kollegen aus der Schweiz, Österreich und Frankreich, der Firma Girsberger und uns
gestaltete sich sehr entspannt bei einem Frühstücks-Snack.
In zwei Gruppen aufgeteilt, und unter der kompetenten Leitung von Herrn von Känel (Leitung Prod. +
Logistik, Qualitäts- und Umweltmanagement) und Herrn Suter (Leitung Customized Solutions),
besichtigten wir nun die Werkstätten für Massivholz-, Metall- und Ledermöbel. Los ging es bei der
Holztrockung, hier wird auf eine Holzfeuchte von 8% getrocknet. Es wird bei der Holzverarbeitung
besonders darauf geachtet, dass fast ausschließlich europäische Hölzer, momentan sehr viel Ulme,
verwendet werden. Ökologie, Nachhaltigkeit und Ethik werden bei Girsberger sowieso groß
geschrieben. Beispielsweise wird der anfallende Holzverschnitt zur hauseigenen Wärmeerzeugung
genutzt.
In der Massivholzverarbeitung sind die spezialisierten Mitarbeiter prädestiniert auf Kundenwünsche
und Einzelanfertigungen einzugehen. Hier war für mich der Slogan der Firma Girsberger,
„Leidenschaft für Perfektion-auch im Detail.“, am deutlichsten ablesbar.
Die Identifikation mit dem einzelnen Produkt entsteht durch die Einbeziehung von Kunde und
Mitarbeiter und dem hohen Verantwortungsbewusstsein des jeweiligen Mitarbeiters für seinen
speziellen Aufgabenbereich. So sucht der Einkäufer schon im Sägewerk den passenden Stamm für
das gewünschte Design einer Tischplatte aus. Mit welcher handwerklichen Präzision die
Massivholzbretter zu dem jeweils vom Kunden gewünschten „perfekten“ Bild seiner Tischplatte
zusammengefügt werden, ist beinahe unheimlich. Selbstverständlich finden hier Lacke auf
Wasserbasis oder Öle als Oberflächenfinish Verwendung.

Auch in der Metall- und Lederverarbeitung ist das handwerklich sorgfältige und fachliche Können der
Mitarbeiter gefordert. Zum Beispiel wird auf qualitativ hochwertige Leder und deren Verarbeitung Wert
gelegt, was wir in der Polsterei und Näherei begutachten konnten. Das Fachwissen wird firmenintern
weitergeben und geschult. Handwerkliche Traditionen sowie modernste Fertigungsmethoden finden
sich in allen Produktionsbereichen. Ich erinnere mich vor allem an den CNC-Frästisch. Selbst das
Lager, sonst eher unspektakulär, machte einen super Eindruck. Später haben wir alles über das
Geheimnis der Null-Serie erfahren und die ergonomischen, formschönen Sitzmöbel bewundert.
Abschluss der Führung war das Holzlager im Aussenbereich.
Für mich war die Konzentration auf die Arbeit, sprich: Ruhe, Sauberkeit und Kollegialität in den
Produktionsstätten beeindruckend. Absolut lesenswert zu diesem Thema sind die
Unternehmensgrundsätze und Qualitätsverpflichtungen auf der Website von Girsberger. Bei der
Besichtigung der Produktionsstätten wurden diese Leitsätze nicht nur für mich erfahrbar.
Nun folgte um 12:15 das gemeinsame Mittagessen, wo sich alle bunt gemischt an den einladend
gedeckten Tischen in der Empfangshalle des Verwaltungsgebäudes niederließen. Nochmal ein ganz
dickes Lob an das Catering. Besonders erwähnen möchte ich die hervorragende Rübli-Torte.
Kaum war dann der Kaffee ausgetrunken, ging es nach einem Vorwort von Herrn Barascud
(Verkaufsleitung Deutschland) mit dem ersten Vortrag des Nachmittags über Customizing Solutions
von Herrn Suter weiter. Nachvollziehbar und multimedial verdeutlichte Herr Suter die Vorgehensweise
bei effizienten, kundenspezifischen Möbellösungen mit der Vorgehensweise beim Kochen.
Im Anschluss folgte der Vortrag von Herrn Professor Schricker zum Thema „ Handwerk und
Architektur“. Die anschauliche Einleitung handelte über die sinnliche Wahrnehmung von Räumen und
knüpfte an das Jubiläum „80 Jahre Bauhaus“ an. Er erläuterte den Wandel des Bauhauses, dessen
Wurzeln in der Kunst lagen, hin zur Industrie. Prof. Schricker zeigte den Gedanken des Bauhauses
auf, dass die Gestaltungsqualität zur Lösung sozialer Bedürfnisse durch industriell gefertigte
Massenprodukte beitragen kann. Diese Erfahrung, angewendet im Bauen, führte zu neuen Strukturen.
Konsequenzen waren beispielsweise die heute in der Kritik stehenden Plattenbauten. Das Ziel, in
kurzer Bauzeit viel Wohnraum zu realisieren, führte zu einem Mangel an sinnlicher Wahrnehmbarkeit
und Individualität der gebauten urbanen Umwelt. Dort entstehen heute soziale Brennpunkte.
Ausdrücklich betonte Prof. Schricker die Verantwortung des Planers, die „Sinnlichkeit“ der Räume in
die Planung einzubringen. Um dies zu verdeutlichen sahen wir einen Film, in dem die Vision des
Planers und der Alltag des Nutzers gegenübergestellt wurden.
Zur Eröffnung der Ausstellung „BDIA Innenarchitekturpreis 2008“ folgte nun eine Multimedia-
Präsentation der im Showroom von Girsberger ausgestellten Arbeiten. Die durchweg sehenswerten
Projekte gingen mit dem hochwertigen Möbeldesign eine harmonische Symbiose ein.
Der folgende Vortrag von Frau Medici von Medici-Architekten über „Denkmalschutz und Moderne bei
Girsberger“ fesselte nochmals alle Zuhörer. Frau Medici erläuterte die Zusammenhänge zwischen der
dereinst bahnbrechenden Architektur der „alten“ Produktionsstätten, den späteren Ergänzungen und
Erweiterungen, und dem von ihr gestalteten Neubau des Verwaltungsgebäudes der Girsberger
Holding. Die Umsicht mit der vorgegangen wurde um die vorgegebene Formensprache und deren
moderne Interpretation am Neubau, in das heutige CD von Girsberger einzubinden, machte großen
Eindruck auf mich.

Der letzte Programmpunkt war einer sportliche Aktivität vorbehalten: dem Hornussen.
Was das ist? Sie waren offensichtlich nicht mit bei Girsberger in Bützberg! Und Ihr Allgemeinwissen
hat Schweizer Volkssportarten spontan auch nicht abrufbar?! Da empfehle ich im Internet bei
Wikipedia unter „Hornussen“ nachzuschauen.
Der Präsident der Hornussergesellschaft Graben, Herr Gränicher, und einige Vereinsmitglieder
empfingen uns am späten Nachmittag auf ihrem Vereinsgelände in Graben. Als erstens bekamen wir
einen Einblick darin, was Hornussen ist. Auch Swiss Golf genannt, ist es im Gegensatz zu Golf ein
Mannschaftssport. Nach dem Umtrunk zum Mut machen und einer Stärkung in Form von Schweizer
Käsekuchen, einem hervorragenden Bauernzopf, einem salzigen Hefezopf mit Speck, und anderen
Leckereien, duften wir auf das heilige Grün zum Abschlag. Hier zeigte sich schnell, wer den Nouss mit
dem Stecken, an dem der Träf befestigt ist, am besten vom Bock ins Ries schlagen konnte. Alle waren
Helden! Obwohl nur zwei Personen aus unserem Kreis wegen eines möglichen Trainer-Vertrags
angesprochen wurden! Trotz Regenschauer und eingetrübtem Wetter hatten wir dort alle soviel Spaß,
dass wir und erst gegen 18:45 vom HG Graben verabschiedeten und die Heimreise mit ein paar
Flaschen Wein antraten.
Die Rückfahrt gestaltete sich dank des regen Austauschs von Eindrücken sehr kurzweilig. Nachdem
unser Shuttlebus an allen Haltestationen die jeweiligen Passagiere ordnungsgemäß abgesetzt hatte,
erreichten wir den Parkplatz des Stuttgarter Fernsehturms um 22:30.
Es war zwar ein langer Tag, aber das gute Gelingen und die vielen Eindrücke, die wir mitgenommen
haben, machen alles wieder wett. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an das
Unternehmen Girsberger und alle weiteren Beteiligten, die zu diesem gelungenen Tag beigetragen
haben.
Julia Rücker
Landesmitgliederversammlung 2009
Die Mitgliederversammlung des Landesverbandes Baden-Württemberg fand - umrahmt von innovativen und außergewöhnlichen Materialien - in der raumprobe in Stuttgart statt.Einem Ort, der ein hervorragendes Umfeld für Innenarchitekten garantiert.
Die Firmen Antron als hochwertiger Faserhersteller sowie Girloon als Hersteller textiler Bodenbeläge informierten über ihr Können vom Rohstoff zum fertigen Produkt mit all seinen Alleinstellungsmerkmalen und garantierten allen Teilnehmern einen sehr informativen und angenehmen Rahmen ihrer Mitgliederversammlung.
Prof. Rudolf Schricker als ehemaliger Landesvorsitzender in BW begrüßte alle Anwesenden nun als Präsident des BDIA und reflektierte über die erfolgreiche Arbeit der letzten beiden Jahre im Landesverband, welchen er in der ersten Zeit der letzten Periode noch vorstand. Zusammen mit der kommissarisch eingesetzten Vorsitzenden Kerstin Adam-Schmidtke wurde über zahlreich durchgeführte Veranstaltungen berichtet. Initiierte Ausstellungen, Fahrten und Exkursionen zu Wasser und zu Land wie auch Fortbildungsveranstaltungen wurden gut von einer wachsenden Anzahl an Fördermitgliedern und der Architekten-kammer BW unterstützt. Gerade die Zusammenarbeit mit der Kammer hat sich, nicht zuletzt Dank Brigitte Banzhaf, in den letzten Jahren sehr positiv weiterentwickelt.

Christoph Beer stellte anschließend die Webseite des Landesverbandes vor. Ein besonderes Augenmerk lag hierbei auf der Möglichkeit Terminhinweise zu schalten. Alle Mitglieder sind aufgerufen zukünftige, für Innenarchitekten interessante Veranstaltungen in Baden-Württemberg an den Landesverband zur Publikation zu senden. Eine weitere Besonderheit der Webseite is












