Make Room for Distance - Schaff dir Raum mit Innenarchitekten
Infos zur temporären Senkung der Mehrwertsteuer bei Architektenverträgen
Die Mehrwertsteuer wird ab 1. Juli 2020 gesenkt. Was bedeutet das für die Innenarchitekt*innen und planenden Berufe?
Die Bundesarchitektenkammer hat in Zusammenarbeit mit den Landeskammern Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen einen Frage-und-Antwort-Katalog erarbeitet. Der Koalitionsausschuss hat am 3. Juni 2020 entschieden:
„Zur Stärkung der Binnennachfrage in Deutschland wird befristet vom 1.7. bis 31.12.2020 der Mehrwertsteuersatz von 19 auf 16 Prozent und von 7 auf 5 Prozent gesenkt.“
Diese Ankündigung muss nun in Gesetzeskraft treten. Solange dies nicht der Fall ist, bleibt es weiterhin bei den derzeitigen Umsatzsteuersätzen!
Die geplante Änderung bei den Umsatzsteuersätzen ist in mehrfacher Hinsicht einmalig, denn zum ersten Mal seit Einführung des heute gültigen Umsatzsteuersystems kommt es zu einer Absenkung des Umsatzsteuersatzes. Das führt dazu, dass es an entsprechenden Hinweisen und Vorgaben aus der Vergangenheit mangelt.
Den Frage-und-Antwort-Katalog gibt es hier:
» Fragen zur temporären Senkung der Mehrwertsteuer (pdf.)
Bitte beachten: Die Antworten können aufgrund der noch unklaren Rechtslage lediglich als unverbindliche Hinweise angesehen werden, für die keine Haftung und Gewähr übernommen wird. Der genaue Gesetzeswortlaut bleibt abzuwarten.
Baukulturbericht 2020/21 Öffentliche Räume - und Innenräume
Der neue » Baukulturbericht 2020/21 „Öffentliche Räume“ der Bundesstiftung Baukultur thematisiert Bedingungen und Herausforderungen für lebendige und vielfältige öffentliche Räume. „Super“, sagt Pia A. Döll, bdia Präsidentin:
„Öffentliche Räume sind öffentliche Aussen- und Innenräume. Die Relevanz der öffentlichen Innenräume für die Gesellschaft wird hier sehr gut erläutert und auch in die Politik getragen.“
Innenarchitektur ist kein Luxusgut, sondern dient Menschen sich in den Räumen wohl zu fühlen. Über 80 Prozent unserer Lebenszeit verbringen wir in Innenräumen. Zu diesen Innenräumen zählen nicht nur die eigenen vier Wände, sondern auch Kliniken und Arztpraxen, das Rathaus oder Bürgeramt, Bahnhöfe, Bibliotheken, Friedhöfe aber auch Banken, Konzerthäuser und Kinos bis hin zu Sportstätten und Shoppingcentern.
Angesichts des klimatischen und demografischen Wandels und neuer Mobilitätsformen geht es im Baukulturbericht um die Frage, wie Plätze, Verkehrsflächen, Grünanlagen und andere frei zugängliche Orte zukunfts- und menschengerecht neu- oder umgestaltet werden können.
Im aktuellen » bdia Handbuch Innenarchitektur 2020/21 wird der Fokus ebenso mit auf die öffentlichen Innenräume gelegt.
Auch der » Deutsche Innenarchitektur Preis 2019 zeigte die Relevanz öffentlicher Innenräume: Durch das K3-City Pastoral in Siegen (1. Preis, Sabine Keggenhoff, Innenarchitektin bdia, Büro: Keggenhoff I Partner) wird ein leerstehendes Gebäude zu neuem Leben erweckt und ein Erdgeschoss für eine öffentliche Innenraumnutzung in Wert gesetzt. Erdgeschossen als sozialen Orten und teil-öffentlichen Räumen kommt eine zunehmende Bedeutung für belebte Quartiere und Nachbarschaften zu. Schon Nolli hat in seinem berühmten Plan von Rom die Innenräume von Kirchen den öffentlichen Räumen zugeordnet.
Der Baukulturbericht 2020/21 liefert Ergebnisse aus Bevölkerungs-, Kommunal- und IHK-Umfragen und zeigt gute Beispiele aus der ganzen Republik. Außerdem bietet er Handlungsempfehlungen, die sich an Politik, Planende, Bauschaffende, Nutzende und Kommunen richten.
bdia Handbuch Innenarchitektur 2020/21

Das neue bdia Handbuch Innenarchitektur 2020/21 Weiterlesen
Festival WOMEN IN ARCHITECTURE BERLIN 2021
Aufgrund der aktuellen Situation wird das Festival verschoben in den Juni 2021.
Das Festival WOMEN IN ARCHITECTURE BERLIN 2021 will die Rolle der Frauen in Innen-/ Architektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung sichtbar machen, wachrütteln, netzwerken und hinterfragen. Als Bühne wird WIA Berlin 2020 an vielen verschiedenen Orten die Sichtbarkeit von Frauen in der Berliner Baukultur zeigen.
Der bdia plant im Rahmen von WIA BERLIN 2021 eine Podiumsdiskussion und will damit zeigen: Innenarchitektur ist der einzige Architekturzweig, in dem Frauen bereits in der Überzahl sind!
WOMEN IN ARCHITECTURE BERLIN 2021
Frauen in der Innen-/ Architektur
Referentinnen (geplant)
Wencke Katharina Schoger, Innenarchitektin bdia AK Berlin
Dr. Inga Ganzer, Kunstgeschichte und Dipl.-Ing. Innenarchitektur
Britta Bösche, Innenarchitektin AK Brandenburg
Sophia Klees, Lichtdesignerin und Dipl.-Ing. Innenarchitektur bdia
Moderation (geplant)
Prof. Sabine Keggenhoff, Innenarchitektin bdia und 1. Preisträgerin Deutscher Innenarchitektur Preis 2019
Die Innenarchitektur ist der einzige Architekturzweig, in dem die Frauen bereits in der Überzahl sind und wichtige Positionen einnehmen. Jedoch wird der Berufsstand wenig wahrgenommen. Wir fragen frech: doch nicht etwa, weil er überwiegend von Frauen vertreten wird?
Die Verschiebung des Festivals, das mit über 30 geplanten Beiträgen erfolgreich und mit sehr viel positiver Resonanz gestartet ist, birgt aber auch neue Möglichkeiten, besonders im Hinblick auf die Gewinnung einer noch stärkeren öffentlichen Aufmerksamkeit für unser Anliegen.
Wir freuen uns auf WIA BERLIN 2021 mit Ihnen!
Innenarchitekt*innen in der Lehre - Gutachtertätigkeit
Innenarchitekt*innen in der Lehre?
Der bdia ist Mitglied im ASAP – Akkreditierungsverbund für Studiengänge der Architektur und Planung, ein Verbund aus Organisationen von Beruf und Hochschule. Ziel ist die Förderung der Qualitätssicherung in Lehre und Studium an Hochschulen durch Akkreditierung.
Eine Aufgabe ist auch die Benennung und Vermittlung von Gutachtern.
Gutachter gesucht!
Einige, wenn auch wenige Innenarchitekt*innen sind als Professorinnen und Professoren an den Hochschulen tätig. Eine wesentlich größere Zahl sind jedoch Lehrbeauftragte und haben dadurch einen sehr guten Einblick in das Hochschulleben.
Für eine Übersicht suchen wir
- bdia Mitglieder, die einen Lehrauftrag haben sowie
- unter diesen Kolleginnen und Kollegen solche, die Interesse an einer Tätigkeit im Akkreditierungsverfahren haben.
Fühlen Sie sich angesprochen? Bitte geben Sie uns eine Rückmeldung!
Schreiben Sie dazu eine kurze Mail an info(at)bdia.de
Rückfragen beantwortet gerne Birgit Schwarzkopf, Innenarchitektin bdia, Düsseldorf unter mail(at)innenarchitektur-schwarzkopf.de
Der ASAP e.V. entwickelt fachspezifische Kriterien für die Ausbildung an Universitäten und Fachhochschulen nach internationalen Maßstäben und schlägt Vertreter aus Hochschulen und der Berufspraxis für eine Gutachtertätigkeit vor.
Für die Gutachterliste zur Akkreditierung von Studiengängen Innenarchitektur können stets Vorschläg gemacht werden für neue Gutachter*innen. Die Liste weist vornehmlich Kolleginnen und Kollegen aus der Praxis auf.
Heft bdia intern
Das Heft "bdia intern" erscheint ein- bis zweimal pro Jahr und wird als acht- bis zwölfseitiger Beileger in der AIT an unsere Mitglieder verteilt.
In der "bdia intern" finden sich Nachberichte und Bilderstrecken von Veranstaltungen, Netzwerktreffen und Messebesuchen als auch Exkursionen. Kurze Berichte zu bdia Bundesmitgliederversammlungen und weiteren Gremiensitzungen, Landesmitgliederversammlungen und Wahlen ergänzen die bdia intern, so dass Mitglieder, Förderer und Partner einen Überblick über die Aktivitäten des bdia erhalten.
Die vergangenen Ausgaben (pdf) zum Nachlesen:
Für frühere Ausgaben wenden Sie sich bitte an die Bundesgeschäftsstelle.
Messerundgänge vom 1. bis 4. September auf der SHK Essen
Erstmals bietet der bdia auf der SHK Essen spezialisierte Messerundgänge für Innenarchitekt*innen an. Die Rundgänge finden zu zwei verschiedenen Schwerpunkten „Design + Farbe“ sowie zu „Technik + Innovation“ statt.
Die Messe wurde auf den 1. bis 4. September 2020 verschoben. Datum und Uhrzeit der Rundgänge werden noch bekannt gegeben!
Wann:
vorauss. täglich um 11:00 Uhr für ca. 1,5 Stunden
Treffpunkt:
„bdia-Lounge“ in Halle 7
Get-Together
Geplant ist weiterhin ein Get-Togehther anschließend an einen der Rundgänge. Ort und Zeit werden noch bekannt gegeben.
bdia Förderkreismitglieder, die auf der Messe ausstellen sowie Teilnehmende des Rundgangs sind herzlich zu Austausch und Gesprächen bei Flying Buffet in der „bdia Lounge“ eingeladen.
Anmeldung Rundgänge und Get-Together
kostenfreie Anmeldungen » SHK Essen
bdia Mitglieder erhalten kostenlose Messetickets! » Email an info(at)bdia.de
» PM SHK Essen 2020 Rundgänge für Innenarchitekten (pdf)
Bildcredit: @ Messe Essen GmbH. Foto: Alex Muchnik
+++ verschoben auf 2021 +++ BCFA Open Berlin Pop-Up Event
+++ Das BCFA Open Berlin Pop-Up Event in der Britischen Botschaft in Berlin ist auf 2021 verschoben worden +++ postponed until 2021 +++
Im großartigen ARTrium der Botschaft plant BCFA im Mai 2021 mit Unterstützung des bdia ein Pop-Up Event zu Designs und Trends von britischen Design- und Möbelherstellern zu veranstalten.
Teilnehmer*innen (geplant) der Podiumsrunden zum Thema „Design for a New Decade“ sind u.a. Corinna Kretschmar-Joehnk und Peter Joehnk von JOI Design (Innenarchitekten bdia, Hamburg) sowie Juliane Moldrzyk vom Büro raumdeuter (Innenarchitektin bdia, Berlin) und Ariane Steinbeck von RPW Design. Get-Together und Networking bei guten Gesprächen.
The British Contact Furnishing Association (BCFA) is the UK trade association for contract furnishing & design manufacturers, bringing together a community of the finest names in the industry.
You are invited to the Berlin OPEN event at the prestigious ARTium at the British Embassy, to view latest products and connect with our members who are the very best suppliers of products and services suitable for a wide variety of sectors including hospitality, cruise, office, healthcare and education.
The event will run in two sessions with a high-profile Panel session in each discussing “Design for a New Decade”. Panellists (to be confirmed) will include Ariane Steinbeck, Managing Director of International Design practice RPW Design, Corinna Kretschmar-Joehnk und Peter Joehnk von JOI Design (Innenarchitekten bdia, Hamburg) sowie Juliane Moldrzyk vom Büro raumdeuter (Innenarchitektin bdia, Berlin) Free drinks and refreshments are offered
Der bdia Imagefilm ist online!
Der neue Imagefilm „bdia = 100% Innenarchitektur“ zeigt die Vielfalt der Arbeit des bdia als starke Stimme für das Berufsfeld der Innenarchitektinnen und Innenarchitekten in Deutschland.
Ob angestellt oder freiberuflich, Studierende des Studiengangs Innenarchitektur oder branchennahe Unternehmen: Bewegte Bilder schaffen Identität. Unsere Mitglieder und potenzielle Neumitglieder sowie Unternehmen bekommen einen Einblick in unsere Arbeit und unser Netzwerk. Was bringt mir der bdia, wofür setzt sich der Verband ein und wie können sich interessierte Mitglieder einbringen?
Der bdia ist zu 100% Innenarchitektur und setzt sich für die Belange seiner Mitglieder in Öffentlichkeit, Politik und Lehre ein.
Der Film schafft, produziert von WWS Film Berlin, einen ersten Eindruck. Mehr zum bdia auch unter: » Warum bdia?
Vorhang auf, Ton an, hier ist unser bdia Imagefilm:
Münchner Stoff Frühling 2020
Für bdia Mitglieder mit dem Oldtimer-Bus durch München: Auf dem Münchner Stoff Frühling präsentieren über 35 internationale Textilediteure, Tapeten- und Teppichhersteller ihre Neuheiten.
GUIDED TOURS für bdia Mitglieder
Textile Entdeckungsreise im Oldtimer-Bus: Interior-Experten und Insider der Münchner Interior-Szene führen mit einem etwa dreistündigen Programm durch ausgewählte Showrooms, zeigen eine Auswahl an besonderen Neuheiten und stellen Designer, Kreative und Aussteller vor. bdia Mitglieder können an zwei Touren, Leitung Jan Reuter, kostenfrei teilnehmen:
Freitag, 13. März 2020
10.00 Uhr oder 14.00 Uhr
» Für den VIP-Code eine Mail an info(at)bdia.de
Mit dem persönlichen VIP-Code sind Tickets zu den bdia – Guided Tours kostenfrei buchbar. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, sich zum ganztägigen INTERIOR CONGRESS „Wie werden wir in Zukunft wohnen“ anzumelden oder Karten zur festlichen Galaveranstaltung zum INTERIOR AWARD – Verleihung und Dinner im Bayerischen Hof zum Vorzugspreis zu erwerben.
» Anmeldung: mit dem VIP-Code über die Website des » Münchner Stoff Frühlings
» unter „Tickets“ den VIP-Code eingeben, dann erscheinen die Termine der Guided Bustouren
Münchner Stoff Frühling INTERIOR AWARD
Der Münchner Stoff Frühling INTERIOR AWARD prämiert erstmals 2020 außergewöhnliche Projekte, Unternehmen oder Menschen in den Kategorien Contract (Hotel & Restaurant, Office, Ladenbau), Home, Manufacture (u.a. Werkstatt, Polsterung), Design (Produkt, Installation) und Trade (Verkaufsraum, Stoff-Präsentation). Mitglied der Jury ist auch Annette Brunner, Innenarchitektin bdia und Vorsitzende des bdia Landesverbands Bayern.
Die Preisverleihung findet am Freitag, 13. März 2020 als Gala-Dinner im Ballsaal des Hotels Bayerischer Hof statt. Moderation Karen Webb.
INTERIOR CONGRESS „Future Living“
Das neue Format “Interior Congress – Future Living“ mit spannenden Referenten, Interviews und einem Design-Talk zu folgenden Themen, u.a.:
„Future Living – Wie wir in Zukunft wohnen (wollen)“
Oona Horx-Strathern (Zukunftsforscherin, Zukunftsinstitut Wien)
„Gerümpeltotale – Verführung am Point of Sale“
Dr. Christian Mikunda (Ladendramaturg und Bestsellerautor, Wien)
„Inszenierung gefragt? Neue textile Konzepte für die internationale Hotellerie“
Corinna Kretschmar-Jöhnk (Hoteldesignerin und Autorin, Hamburg), Innenarchitektin bdia
„Fabric of Life – Innenräume und Architektur ergeben ein Ganzes“
Peter Ippolito (Interior Designer, Architekt und Kosmopolit, Stuttgart)
„Auf den Spuren innovativer und nachhaltiger Wohnkonzepte“
Oke Hauser (Architekt und Creative Lead – MINI Living, München)
Weitere Infos und Programm: » Münchner Stoff Frühling 2020
Außenwirtschaftstag am 11. Februar 2020 - Europa und Afrika
Zum sechsten Mal fand am 11. Februar 2020 der Außenwirtschaftstag Architektur, Planen und Bauen im Auswärtigen Amt in Berlin statt, der eine wichtige berufspolitische Netzwerkveranstaltung der Wertschöpfungskette Bau darstellt und federführend von der Bundesarchitektenkammer und ihr Netzwerk Architekturexport NAX organisiert wird.
Unter dem Motto „Europa und Afrika – Gemeinsam neue Partnerschaften bauen“ tauschten sich Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Politik sowie Innen-/ und Architektur darüber aus, wie die europäische Bauwirtschaft auf dem afrikanischen Markt noch besser zusammenarbeiten kann.
Im Abschlusspanel bekennen sich die Vertreter der Bundesregierung klar zur langfristigen Partnerschaft mit Afrika. Unternehmen und Verbände stimmen dem zu, machen mit Forderungen und Wünschen an die Politik jedoch auch klar, dass sie sich eine stärkere, transparente und partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft wünschen und es noch viel zu tun gibt.
Pia A. Döll, Präsidentin bdia: „Die Städte in Afrika wachsen rasant und es besteht die Gefahr, dass nach Art Tabula Rasa nicht klimakonforme Neubauten entstehen. Innenarchitekt*innen sind Experten für den Bau im Bestand und werden mit Architekt*innen hier verstärkt gemeinsam agieren.“ » Mehr im Bereich Presse
Alle Beteiligten wollen den wichtigen Dialog zwischen Politik und Wirtschaft fortführen und diesen in der Zukunft mit neuen Formaten gemeinsam aktiv gestalten, um in enger Kooperation mit und in partnerschaftlicher Begleitung durch die Politik gemeinsam Strategien zu entwickeln, umzusetzen und in komplexen Prozessen und Projekten Lösungspakete anzubieten, damit die gesamte Wertschöpfungskette Bau im Ausland und speziell in Afrika erfolgreich ist und bleibt.
» Programm (pdf)
» Abschlussbericht (pdf)
Beitragsbild: @ GRAFT – Solarkiosk
Gruppenbild: Till Budde
Bundesmitgliederversammlung 2019: Neuwahl bdia Präsidium
Messerundgang Maison&Objet am 17. Januar 2020
Messerundgang imm cologne am 16. Januar 2020
Mitgliedschaft beantragen
Schön, dass Sie hier sind! Wir freuen uns über Ihr Interesse an einer Mitgliedschaft im bdia!
Dann können Sie als bereits eigetragene Innenarchitektin oder eingetragener Innenarchitekt die Vollmitgliedschaft beantragen.
- Jährlicher Mitgliedsbeitrag für angestellte Innenarchitektinnen und Innenarchitekten: 250 €
- Jährlicher Mitgliedsbeitrag für freischaffende Innenarchitektinnen und Innenarchitekten: 340 €
Dann können Sie die Mitgliedschaft vor Kammerfähigkeit (außerordentliches Mitglied) beantragen.
- Jährlicher Mitgliedsbeitrag für Angestellte: maximal 250 €
- Jährlicher Mitgliedsbeitrag für Freischaffende: maximal 340 €
Wir freuen uns über Ihre studentische Mitgliedschaft.
Der jährlicher Mitgliedsbeitrag für Studierende beträgt 55 €.
Beim Übergang in eine andere Beitragsgruppe werden zunächst Staffelbeiträge gewährt, die der Beitragsordnung entnommen werden können. Hierbei wird auf die finanzielle Belastung bei Berufseinstieg oder Kammerbeitritt Rücksicht genommen.
Jetzt Mitglied werden!
bdia Aufnahmeantrag Version 250404
Sie haben Fragen zur Mitgliedschaft?
Sprechen Sie uns an!
Margareta Bauer
Verbandsmanagemant, Mitglieder und Finanzen
T: +49 30 – 640 779 78 (Mo–Do)
bauer(at)bdia.de
Wo drückt der Schuh? Umfrage zu angestellten Innenarchitekt*innen
Vielfalt als Chance: Innenarchitekt*innen vor!
DEN „Angestellten“ und DEN „Freiberuflich Tätigen“ gibt es nicht. In der Vielfalt liegen die Chancen! Mit einer Umfrage zu angestellten Innenarchitekt*innen, die vom 21. Oktober bis 30. November 2019 lief, möchte der bdia den Fokus auf die angestellten Innenarchitektinnen und Innenarchitekten legen.
Wo drückt der Schuh bei angestellten Innenarchitekt*innen?
Welchen Herausforderungen und Möglichkeiten stellen sich angestellte Innenarchitekt*innen im Berufsalltag? Denn Interessen und berufspolitische Positionen dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Nur mit Ihnen zusammen können wir die Themen anpacken und uns bei den zuständigen Personen in Kammern, Behörden und Unternehmen Gehör verschaffen!
Die Teilnahme an der Umfrage war anonym und dauerte ca. 15 Minuten. Über die Ergebnisse werden wir nach der Auswertung berichten.
Einen ganz herzlichen Dank allen Teilnehmenden!!
Deutscher Innenarchitektur Preis 2019 - Verleihung
Innenräume in den Fokus!
Mehr Bühne ging nicht in diesem Jahr: Zum neunten Mal zeichnete der bdia bund deutscher innenarchitekten mit dem Deutschen Innenarchitektur Preis innovative Projekte der Innenarchitektur aus. Der Fokus lag dabei auf der einreichenden Innenarchitektin und dem Innenarchitekten. Gewürdigt wurden Innenarchitekt*innen, die für das Projekt maßgeblich verantwortlich und Entwurfsverfassende waren.
Aus 113 Einreichungen wählte die Expertenjury 27 Projekte aus, von denen vier! Preisträger im Rahmen des Deutschen Architektentags am Abend des 27. September 2019 im bbc Berlin vor rund 500 Gästen gekürt wurden.
Moderiert wurde die Preisverleihung von Petra Stephan, Chefredakteurin der AIT.
Alle 27 Innenarchitekt*innen sind mit ihren Projekten im Buch „deutscher innenarchitektur preis 2019“ (Callwey Verlag) dokumentiert.
Hier geht es zu den » Impressionen vom Abend der Preisverleihung
Hier finden Sie die » Pressemeldungen
und die » die 27 Ausgezeichneten
1. Preis: „K3 – CityPastoral“ von Sabine Keggenhoff
Das Projekt K3 – CityPastoral“ist mit dem 1. Preis des Deutschen Innenarchitektur Preises 2019 ausgezeichnet worden.
Ein autarker kirchlicher Raum, der als eine mögliche Antwort auf das Kommunikationsbedürfnis einer modernen Gesellschaft erfasst werden kann. Ziel ist es, niedrigschwellig einen Raum zu schaffen, den die Menschen als Anlaufpunkt wahrnehmen.
Aus der Laudatio:
„Das K3-City Pastoral steht exemplarisch dafür, was Innenarchitektur leisten kann. Durch das City Pastoral wird ein leerstehendes Gebäude zu neuem Leben erweckt und ein Erdgeschoss für eine öffentliche Innenraumnutzung in Wert gesetzt. Erdgeschossen als sozialen Orten und teil-öffentlichen Räumen kommt eine zunehmende Bedeutung für belebte Quartiere und Nachbarschaften zu. Schon Nolli hat in seinem berühmten Plan von Rom die Innenräume von Kirchen den öffentlichen Räumen zugeordnet.
Auf vorbildliche Weise wird beim CityPastoral die Schwelle zwischen Straße und Kirchenraum über eine funktionale Zonierung in Ankommens-, Begegnungs- und Rückzugsbereiche überspielt. Mit perfekt detaillierten und einladenden Holzeinbauten wird eine warme, ruhige und in Teilbereichen intime Atmosphäre geschaffen.
Neben dem gesellschaftlichen Anliegen der Erdgeschossnutzung und der Bestandaktivierung überzeugt allerdings am stärksten die konzeptionelle Unterstützung eines kirchlichen Begegnungs-, Kommunikations- und Andachtsorts neuen Typs. Die Innenarchitektur bildet nicht nur den Rahmen für gesellschaftlich gefragte, neue kirchliche Angebote, sondern wirkt direkt gemeinschafts- bzw. gemeindebildend. Der starke und vorbildlich umgesetzte Innenraumentwurf, der weit in die Nachbarschaft ausstrahlt, hat die Jury komplett überzeugt.“
Laudator: Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender Bundesstiftung Baukultur
Preisträgerin:
Sabine Keggenhoff, Prof. Dipl.-Ing. Innenarchitektin bdia, Architektin, studierte an der HS Detmold sowie der University of New South Wales. Büro: KEGGENHOFF | PARTNER. Fotografie: Constantin Meyer
2. Preis: „Simplicity Campus Oelde“ von Frank F. Drewes
Bauherrenwunsch war kein Verwaltungsgebäude im klassischen Sinn, sondern vielmehr ein Thinktank mit offener Atmosphäre. Zentral sind der Campusgedanke und die Mischung aus Arbeit und Erholung. Sichtbeton, verzinkter Stahl und ein anthrazitfarbener Strukturputz bestimmen die äußere Erscheinung der Architektur. Fenster aus geschwärztem Eichenholz bilden einen natürlichen Gegenpol und leiten in die Materialität der Innenräume über, wo Sichtestrichböden, Mobiliar aus Eiche und Akustikdecken (Holzwolleplatten) zum Einsatz kommen. Diverse Sitz- und Lounge-Bereiche schaffen wohnliche und kommunikative Zonen.
Preisträger:
Frank F. Drewes, Innenarchitekt, Diplom an der RWTH Aachen und Master of Architecture an der UC Berkeley, Kalifornien, USA. Büro: drewes + strenge architektenbda. Fotografie_Luc Zimmermann
2. Preis: „Wohnen im Rinderstall“ von Henrike Becker
Inmitten der Holsteinischen Schweiz, umgeben von Seen, wurde der scheunenartige Rinderstall von ca. 1920 schon etliche Jahre nicht mehr für die Viehwirtschaft genutzt. Ziel des Teilumbaus war es, eine moderne Wohnnutzung zu etablieren, die auf verschiedene Weise die und den Geist des alten Gemäuers einbezieht. Als Reminiszenz an den Stall wurden die bestehende Holztreppe und die alten Stalltüren aufgearbeitet und erhalten. Die unverputzte Innenwand aus Backstein wurde nur leicht geschlämmt und spielt eine zentrale Rolle im Raum. Sie integriert zum einen den Tunnelkamin und verbindet dadurch den Wohn- mit dem Klavier- und Essraum. Neben der Küche gelangt man ins Obergeschoss, dem ehemaligen Heuboden, der durch das Gebälk und die niedrigen Decken weiterhin spürbar bleibt. In diesem wohligen, geborgenen Raum mit tollem Ausblick sind die Funktionen Schlafen, Bad, Ankleide und Büro vereint.
Preisträgerin:
Henrike Becker, Dipl.-Ing. Innenarchitektin bdia studierte Innenarchitektur an der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur. Büro: Becker Innenarchitektur Architektur. Fotografie: Lisa Winter
3. Preis: „Blutspenderaum Universitätscampus“ von Sabine Krumrey
Wie werden Studierende zwischen Hörsaal und Mensa zum Blutspenden motiviert? Dies war die zentrale Frage bei der Gestaltung eines Blutspenderaums auf dem Campusgelände der Universität Hamburg. Die Antwort ist ein ungewöhnliches Interior Design, das mögliche Schwellenängste mit augenzwinkernder Coolness beseitigt. Die Herausforderung, mit einem kleinen Budget auf 70 Quadratmetern einen Blutspenderaum mit Empfangszone und zwei innenliegenden Untersuchungszimmern zu errichten, wurde mit kreativen Materialien und Gestaltungsformen wie lackierten Stahlpanzerrohren, Fliesenaufklebern und großformatigen Wandtypografien gemeistert. Seit der Eröffnung findet jeden Donnerstag mit großem Erfolg der „Bloody Thursday“ statt.
Preisträger:
Sabine Krumrey, Innenarchitektin bdia, studierte Innenarchitektur an der HS Rosenheim. Büro: brandherm + krumrey interior architecture. Fotografie: Joachim Grothus
Deutscher Innenarchitektur Preis – nur alle 4 Jahre
Mit dem DIAP zeichnet der bdia bund deutscher innenarchitekten innovative Projekte aus, die vorbildlich konzipiert, gestaltet und ausgeführt worden sind. Der Preis wird nur alle vier Jahre vergeben.
Anhand der ausgezeichneten Arbeiten soll gezeigt werden, welch wichtigen Beitrag Innenarchitektinnen und Innenarchitekten durch ihre Arbeit leisten. Sie sind die Experten für qualitätsvolle Planung und Gestaltung von Innenräumen.
Innenräume – ob privat oder öffentlich – sind ein wesentlicher Bestandteil unserer gebauten Umwelt. Ihnen kommt somit eine hohe Bedeutung für unser tägliches Leben zu.
Deutscher Architektentag 2019
Unter dem Motto „Relevanz – Räume prägen“ erwartete die Teilnehmer am 27. September 2019 ein Festival der Architektur und ein Tag voller Fortbildungspunkte, Preisverleihung und Party.
Der gesamte Berufsstand mit all seinen Fachrichtungen war aufgerufen, planerische und berufspolitische Perspektiven aktiv mitzugestalten und am DAT teilzunehmen.

TERMINE:
Preisverleihung: 27. September 2019 im Rahmen des Deutschen Architektentags 2019.
Ort: bcc Berlin
Uhrzeit: 18:30 bis ca. 19:40 Uhr
„Der Umbau im Bestand wird immer wichtiger, denn die Nachfrage nach Wohnraum oder Büroflächen – in der Stadt als auch auf dem Land – ist hoch. Es werden derzeit mehr Wohnungen genehmigt als tatsächlich fertig gestellt und die Baupreise liegen dazu auf Rekordhoch. Wir müssen uns daher auf den Bestand konzentrieren und ihn nach den Bedürfnissen der Menschen umbauen und gestalten – dafür sind Innenarchitekt*innen die Experten, wie unsere Preisträger mit ihren vielseitigen Arbeiten eindrucksvoll zeigen.“
bdia Präsidentin Vera Schmitz
HERZLICHEN DANK AN UNSERE PARTNER:
Messerundgang Maison & Objet Paris
Messerundgang Maison&Objet am 6. September 2019
Am Freitag, 6. September 2019 waren mit einer Gruppe Innenarchitekt*innen bdia auf der Messe Maison & Objet zu einem eintägigen Messeausflug in Paris.
Bereits 2016 gab es für bdia Mitglieder eine geführte Tour und daran anknüpfend nun in diesem Spätsommer eine Fortsetzung. Tolle Inspirationen, interessante Aussteller und jede Menge Spaß für unsere Gruppe – die riesigen Hallen auf dem Messegelände in Paris Villepinte steckten voller Kreativität.
Zeitgleich fand die Paris Design Week statt, so dass wir am Nachmittag verschiedene Ateliers und Stores im Pariser Viertel Marais besuchten. Im Designerladens Nedgis zeigte uns das Team außergewöhnliche Lampen und Beleuchtungsideen und im kleinen Pop-Up Store der École Estienne gleich nebenan beeindruckten die Ideen und Abschlussarbeiten der Studenten.
Der junge deutsche Designer Steven Wenzler zeigte seine flexiblen Spielmöbel, ein Prototyp zum Verstecken und „Bude bauen“. Mit dieser Idee gewann er einen Wettbewerb der Hotelkette Ibis Styles, die seinen Entwurf produzieren wird. Die junge Dänin Felicia Arvid Jaeger dagegen sucht noch für ihren Entwurf einer Couch eine Produktion. Anschließend ging es noch ins inspirierende Studio von red edition.
Am nächsten Tage fand auf der Messe ein internationales Verbändemeeting statt, bei dem der bdia teilnahm und unter anderem die Kolleginnen und Kollegen der französischen, britischen und indonesischen Partnerverbände kennenlernte. Ziel ist es, Netzwerke auszubauen und mögliche Kooperationen zu finden. Ein großer Dank allen Teilnehmenden sowie Eva Passmann, die für uns den Rundgang und das schöne Programm am Freitagnachmittag in Paris organsierte!
Wir freuen uns auf eine Fortsetzung in 2020!
Programm
Freitag, 6. September 2019
- 10:30 Uhr: Empfang auf der Messe mit Café und Croissants
- 11:30 Uhr: geführter Rundgang über die Messe
- 12:30 Uhr: Zeit zur freien Verfügung und gemeinsames Mittagessen
- 14:00 Uhr: Besuch verschiedener Ateliers und Stores im Rahmen der Paris Design Week
- gegen 17:00 Uhr Ausklang
Der Eintritt (Messetickets, gültig für mehrere Tage) sowie das Begleitprogramm waren für die Teilmehmer frei.
EuGH-Entscheidung zur HOAI - Positionspapier
Am 4. Juli 2019 hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) im HOAI-Vertragsverletzungsverfahren sein Urteil verkündet. Nach Auffassung des Gerichts sind die verbindlichen Mindest- und Höchstsätze der HOAI mit dem EU-Recht nicht vereinbar, da sie in unzulässiger Weise den freien Preiswettbewerb einschränken würden.
"Die Entscheidung, die verbindlichen Mindest- und Höchstsätze zu kippen, bedeutet für uns Innenarchitektinnen und Innenarchitekten, dass wir statt über Qualität nun viel stärker über den Preis verhandeln werden müssen. Wichtig ist aber auch, dass die HOAI als Instrument für gutes Planen und Bauen weiterhin Bestand hat: Die Leistungsbilder sowie die Honorartabellen bleiben erhalten. Der bdia wird sich weiter dafür einsetzen, dass Qualität entscheidet und sich gegen Preisdumping stark machen", so Vera Schmitz, Präsidentin des bdia bund deutscher innenarchitekten.
» Urteil des EuGH vom 04.07.19
Es gilt: Die HOAI ist nicht außer Kraft gesetzt, die Leistungsbilder und Honorartabellen als solche bleiben bestehen.
Berufspolitische Schlussfolgerungen - Positionspapier der Planerorganisationen
Die Planerorganisationen sprechen sich dafür aus, das EuGH-Urteil zweistufig umzusetzen:
- 1. Stufe: Anpassung der HOAI nach dem Modell der Steuerberatervergütungsverordnung (vorgesehene Honorare nach HOAI gelten nur dann nicht, wenn etwas anderes ausdrücklich vereinbart wird; ausdrücklicher Angemessenheitsvorbehalt; Regelsatz als Regelgebühr).
- 2. Stufe: Schaffen der formalen, berufspolitischen und politischen Rahmenbedingungen und Schließen der rechtlichen Lücken zur Herstellung von Kohärenz und damit zur Wiederherstellung der Verbindlichkeit der Mindestsätze. Ziel ist die stärkere Durchsetzung der vom EuGH anerkannten Notwendigkeit qualitätssichernder und verbraucherschützender Elemente bei Planungsleistungen.
» Positionspapier September 2019 (Download pdf.)
Hier haben wir Informationen der Bundesarchitektenkammer zusammengestellt:
Der EuGH hat lediglich festgestellt, dass das Verbot, die Mindest- und Höchstsätze der HOAI zu unter- beziehungsweise zu überschreiten, mit EU-Recht nicht vereinbar ist. Mehr nicht. Die HOAI an sich wird nicht beanstandet. Weder die Leistungsbilder noch die Honorartabellen als solche stehen zur Diskussion.
Im Gegenteil: Preisorientierungen beziehungsweise staatliche Richtpreise werden durchaus für sinnvoll gehalten. Aus EU-rechtlicher Sicht kann die HOAI somit im Grundsatz unverändert erhalten bleiben. Eine Modifikation ist ausschließlich dahingehend erforderlich, dass die Verpflichtung abgeschafft werden muss, Honorare zwischen den Mindest- und Höchstsätzen zu vereinbaren. Unterschreitungen, ebenso aber auch Überschreitungen, sind damit zukünftig zulässig.
Gelten die Mindest- und Höchstsätze ab sofort nicht mehr?
Aufgrund des EuGH-Urteils hat Deutschland die Pflicht, das Verbot der Unterschreitung der Mindestsätze beziehungsweise Überschreitung der Höchstsätze so schnell wie möglich aufzuheben. Üblicherweise kann dies bis zu einem Jahr dauern. Dies bedeutet aber keineswegs, dass bis dahin die Verbindlichkeit der HOAI-Mindest- und Höchstsätze weiterhin gilt. Solange ein vom EuGH für rechtswidrig erklärtes nationales Gesetz noch nicht aufgehoben ist, haben die Gerichte des betroffenen Staates gegebenenfalls die Pflicht, die Beachtung des EuGH-Urteils ihrerseits sicherzustellen.
Was ist bei zukünftigen Honorarvereinbarungen zu beachten?
Entscheidend ist vor allen Dingen, dass Sie eine Honorarvereinbarung treffen! Insoweit gilt nichts anderes als in der Vergangenheit. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass Sie sich für den Fall, dass eine solche Vereinbarung nicht getroffen wurde, im Nachhinein nicht mehr auf § 7 Abs. 5 HOAI, also die unwiderlegliche Vermutung, dass der Mindestsatz vereinbart wurde, berufen können.
Empfehlung
Schließen Sie frühzeitig schriftliche Verträge ab, in denen die Vergütungshöhe eindeutig geregelt ist. Hierbei können Sie auch weiterhin Bezug auf die HOAI nehmen, wobei Sie dann ausdrücklich festlegen sollten, ob die Mittel-, Höchst- oder Mindestsätze zugrunde gelegt werden. Nutzen Sie die aktualisierte Orientierungshilfe Ihrer Länderarchitektenkammer.
Wie geht es weiter?
Hauptziel ist es, die HOAI wie bisher als Rechtsverordnung zu erhalten, um sowohl Ihnen als auch den Auftraggebern den gewohnten und bewährten Rechtsrahmen zur Verfügung zu stellen. Nach intensiven Gesprächen hat die Bundesregierung dies zugesichert.
Als wesentliche Elemente einer modifizierten HOAI schlagen BAK, Bundesingenieurkammer und AHO (Ausschuss der Verbände und Kammern der Ingenieure und Architekten für die Honorarordnung e.V.) vor:
- Sofern nicht ausdrücklich eine andere Vereinbarung getroffen wird, wird vermutet, dass die Mittelsätze vereinbart sind.
- Sofern eine andere Vereinbarung getroffen wird, muss die Höhe der Vergütung nach Art und Umfang der Aufgabe sowie nach Leistung des Architekten angemessen sein.
» FAQs der Bundesarchitektenkammer
» PM AHO












































