CLAUDIA MILLER

2002 gründete Claudia Miller gemeinsam mit Hannes Bäuerle das Planungsbüro LINIE ZWEII, das sie seit 2006 als alleinige Inhaberin führt. Von 2012 bis 2019 war sie als Lehrbeauftragte an der Hochschule für Technik Stuttgart tätig – zunächst im Masterstudiengang International Master of Interior-Architectural Design, wo sie im Sommersemester 2015 den Lehrstuhl von Prof. Diane Ziegler vertrat, sowie anschließend im Bachelorstudiengang Innenarchitektur. Seit 2019 ist sie als Referentin der Materialakademie MAAKA und der Material Bank tätig.
Workshop „Patina (Material)“
CLAUDIA TIESLER

Claudia Tiesler ist Architektin und Architektur Media Managerin. 2022 gründete sie studio quiet loud. Die Hamburger Agentur berät Gestalter*innen der gebauten Welt in strategischer Kommunikation. Mit ihrem Start-up archibird.de etabliert sie einen digitalen PR-Service, der klassische Pressearbeit für kleinere Büros zugänglich macht. Claudia Tiesler verfügt über 20 Jahre Erfahrung in der Architekturkommunikation. Sie war unter anderem bei Léon Wohlhage Wernik Architekten und DGI Bauwerk tätig. Internationale Erfahrung mit öffentlichkeitswirksamen Großprojekten erlangte sie in zwölf Jahren bei gmp · von Gerkan, Marg und Partner, wo sie fünf Jahre lang die Leitung Presse & Social Media verantwortete. Zudem lehrte sie Interkulturelle Kommunikation im Masterstudiengang „Architektur Media Management” (AMM) in Bochum.
Workshop „Wie gelingt Öffentlichkeitsarbeit im Projektalltag?“
Die Bauvorlageberechtigung für Innenarchitekt*innen
Als Berufsverband für alle Innenarchitekt*innen sorgen wir dafür, dass das Thema Bauvorlage immer wieder zur Debatte steht. Wir setzen uns stets für die etwa 6.000 Innenarchitekt*innen in den Länderarchitektenkammern ein, die in ihrer Berufspraxis ähnlichen Hürden gegenüberstehen.
Warum? In den 16 Bundesländern ist das Bauordnungsrecht in den jeweiligen Landesbauordnungen unterschiedlich geregelt und Bauanträge werden ungleich beschieden. Trotz klarer Benennung unserer Berufsaufgaben in der Musterbauordnung führt dies dazu, dass Innenarchitekt*innen mancherorts vieles dürfen, in anderen hingegen schon die geringfügigsten Umbauten nicht genehmigt werden.
Um große Veränderungen umzusetzen, braucht es die Stimmen vieler. Deshalb fordern wir auch die Kammermitglieder, die nicht Teil des bdia sind, auf, sich für die Bauvorlage für Innenarchitekt*innen in ihren Länderkammern einzusetzen. Auch die Mitglieder des Ausschusses Innenarchitektur in der Bundesarchitektenkammer spielen eine wichtige Rolle für die Argumentation. Dort vertreten wir mit Nachdruck unser Anliegen auf Bundesebene, um auf die Kammern einzuwirken.
Im Moment erleben wir eine große Dynamik in den Architektenkammern der Länder. Die Bauvorlage ist ein Thema, das Kammermitglieder spaltet und eint. Berechtigterweise fordern Mitglieder ihre Kammer auf, zu agieren und als Fürsprecher*innen gegenüber der Politik aufzutreten, um die rechtlichen Hürden ihrer Berufspraxis zu mindern.
Unser Kompetenzteam Bauvorlageberechtigung
Wir kommen nur voran, wenn wir alle an einem Strang ziehen. Um uns als handlungsfähige Gruppe auf politischer und rechtlicher Ebene besser zu positionieren und die Interessen der Innenarchitektenschaft in diesem entscheidenden Bereich wirkungsvoll zu vertreten, möchten wir nun ein Meinungsbild einfangen. Was ist den Kolleg*innen wichtig? Was sollte sich ändern?
So hat das Kompetenzteam Bauvorlageberechtigung um bdia Vizepräsidenten Johann Haidn – Tillman Fischbach, Kristina Kasubke, Simone Jüschke, Natascha Ninic, Andrea Rausch und Annette Brunner – eine Umfrage zur Bauvorlageberechtigung ins Leben gerufen und bittet alle, sich zu beteiligen: bdia Mitglieder und Innenarchitekt*innen in den Kammern, Absolvent*innen und Studierende. Nur mit euren Stimmen sind wir in der Lage, Positionen zu entwickeln, argumentativ und effektiv auf aktuelle Entwicklungen zu reagieren und gleichzeitig langfristige Strategien zu erarbeiten, die sich an euren Bedürfnissen und eurer Berufspraxis orientieren.
Mach mit, denn deine Perspektive ist wertvoll!
Die großen Unterschiede in Bezug auf die Bauvorlageberichtigung für Innenarchitekt*innen kann zu Unsicherheiten im Berufsalltag führen. Mit unserer Umfrage wollen wir erfragen, wie die Situation wirklich aussieht – aus deiner Sicht, aus der Praxis, im Alltag.
Deine Antworten helfen uns, die aktuelle Lage besser zu verstehen und gezielt für Verbesserungen einzutreten. Gemeinsam können wir etwas bewegen – für mehr Klarheit, mehr Eigenverantwortung und bessere Rahmenbedingungen für unseren Berufsstand.
Die Beantwortung wird dich nicht mehr als 5 Minuten kosten, ist für uns jedoch ein wichtiger Beitrag, um berufspolitisch argumentieren zu können.
Vielen Dank für deine Stimme!
Die Umfrage läuft vom 1. September bis zum 15. Oktober.
Zum Projekterfolg mit dem Trio der Architekturdisziplinen
Endlich gute Nachrichten: zwei Wettbewerbe, die von höchster räumlich-gestalterischer Qualität und einer längst überfälligen Strategie zeugen. Und die Lippische Provinz als Vorreiter!? Die Alte Hansestadt Lemgo zeigte, wie es gelingen kann. Zwei Wettbewerbe für Grundschulen wurden in diesem Jahr verpflichtend nicht nur als Tandem, sondern als Dreierteam aus Hochbau-, Landschaft- und Innenarchitektur ausgeschrieben.
Ein Beitrag von Prof. Carsten Wiewiorra (zuerst erschienen in der AIT 10/2025)
Es gibt Wettbewerbe, die mehr sind als die Suche nach der besten Lösung. Sie sind ein Signal an die Branche, an die Auslober und an die Gesellschaft. Die jüngsten Schulbauwettbewerbsverfahren in der Alten Hansestadt Lemgo waren solche Signale. Bundesweit werden noch viel zu selten Planungsleistungen in Vergabeverfahren getrennt oder als Tandem ausgeschrieben. Hier wurden nicht nur Hochbau- und Landschaftsarchitekt*innen eingeladen, sondern ausdrücklich auch Innenarchitekt*innen – gleichberechtigt im Planungsteam. Auf der Suche nach der gestalterisch und pädagogisch besten Lösung wurde der Innenraum als bedeutender Faktor erkannt und in den Fokus gerückt.
Es macht unbedingt Sinn, die Innenarchitektur bei öffentlichen Vergabeverfahren oder Wettbewerben miteinzubeziehen, insbesondere um die Bauaufgaben der Zukunft zu lösen: das Bauen im Bestand, welches innovative und zukunftsorientierte Nutzungs- und Raumkonzepte, sensiblen Umgang mit dem Bestand und dezidiertes Materialwissen erfordert. Nicht zuletzt ist es die Innenarchitektur, die die Menschen und ihre Bedürfnisse ins Zentrum der Planung und Gestaltung stellt, sozusagen conditio sine qua non für Gebäude, in denen unsere Kinder so viel Zeit verbringen. Dass Innenräume wirken – und zwar im Zusammenspiel mit der Gebäudehülle und Struktur und der umgebenden Landschaft – hat man in Lemgo erkannt.
Grundschulen Lemgo-West und Kirchheide
Die Aufgabe beider Realisierungswettbewerbe umfasste die Sanierung und Erweiterung oder alternativ den Neubau der Gebäude. Der aktuelle Bestand der städtischen Grundschule Lemgo-West in Lieme und der Grundschule in Kirchheide ist für die aktuelle Nutzung zu gering und entspricht nicht dem Bedarf: Es fehlen Fach- und Nebenräume und multifunktional nutzbare Gemeinschaftsflächen, in denen die Schulgemeinschaft zusammenkommen kann. Besonderer Fokus wurde weiterhin auf Nachhaltigkeit und Inklusion gelegt sowie hinsichtlich der Tatsache, dass sowohl Schüler*innen als auch das Schulpersonal immer mehr Zeit in den Räumlichkeiten und Außenflächen der Schule verbringen. Der Lern- und Ganztagsbereich soll in zwei sozialräumlichen Clustern transformiert werden.
Die interdisziplinären Teams standen nun vor der herausfordernden Aufgabe, eine Entscheidung darüber zu treffen, ob ein Neubau und die Sanierung des Bestandes angebrachter seien. Der große Vorteil der „Trios“ war es, dass sich jede Disziplin auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren konnte. Der Innenarchitektur oblag die Aufgabe, die Struktur des Hochbaus zu nutzen und unter Berücksichtigung des Bestandes die jetzige Flur- zu einer zukünftigen Clusterschule umzuorganisieren. Raum- und Materialqualität gehören unbedingt zu den pädagogischen Konzepten genauso wie Farbe und Tageslicht. Vielleicht war es dann auch kein Zufall, dass auffällig gute Lösungen gefunden wurden, die den Bestand erhalten sollten, und Einschränkungen aus dem Altbau räumlich interessante Kontexte ergeben haben.
Der 1. Preis im Wettbewerb Grundschule Lemgo-West ging an bdia Innenarchitektin Anna Caspar zusammen mit dem Architekturbüro Marocco GbR für einen kompakten, neu gebauten Schulbaukörper, der sich harmonisch in das Ortsbild einfügt. Holz als zentrales Material, multifunktionale Räume ohne klassische Flure und ein lebendiger Schulhof prägen den Entwurf des interdisziplinären Teams. Auch die Entwürfe unter Beteiligung der Büros von bdia Mitgliedern sollen nicht unerwähnt bleiben (siehe Abb.).
1. Preis Wettbewerb Grundschule Lemgo-West in Lieme
Innenarchitektur: Anna Caspar Innenarchitektin, Berlin, Anna Caspar
Architektur: Büro Marocco GbR, Berlin, Fabian Reinsch
Mitarbeit: Timo Büscher, Tammo Spindler, Maximilian Wichary
Visualisierung: Grauwald-Studio, Berlin
Modellbau: Henriquez Maquette, Berlin
Landschaftsarchitektur: nsp landschaftsarchitekten stadtplaner Part-GmbB schonhoff schadzek depenbrock, Hannover, Christoph Schonhoff
Mitarbeit: Patricia Sohn
Den 1. Preis im Wettbewerb Grundschule Kirchheide sicherte sich das interdisziplinäre Team aus dem Architekturbüro htarchitektur und null2elf Innenarchitekten. Ihr Entwurf überzeugte durch die gelungene und respektvolle Transformation des Bestandsgebäudes, das klug aufgestockt und räumlich neu gegliedert werden soll. Dabei sollen spannungsreiche Lernräume mit hoher Aufenthaltsqualität und ein klar strukturierter Schulhof entstehen. Weitere bdia Innenarchitekt*innen legten ebenfalls überzeugende Entwürfe vor (siehe Abb.).
1. Preis Wettbewerb Grundschule Kirchheide
Innenarchitektur: null2elf Innenarchitekten Düsseldorf, Barbara Eitner und Birte Riepenhausen
Architektur: htarchitekur Henrike Thiemann Architekten, Münster, Henrike Thiemann
Mitarbeit: Frederik Stockhausen, Alexa Lehmbrock, Anna Luisa Levermann, Maike Runde, Kristin Sievers, Nina van Schwartzenberg, Mario Chej-Goebel, Marco Lau, Linda Verlage
Schulbau: Axel Schwinde, Münster
Tragwerk/Holzbau: gwi ingenieure, Münster, Bodo Schwenken
Modellbau: Wolfgang Mosler, Herne
Landschaftsarchitektur: Müller Dams Landschaften, Mirja Müller Dahms
Mitarbeit: Rieke Ahaus
Oftmals bleibt bei Wettbewerben die Ausarbeitung der Innenräume unberücksichtigt, obwohl diese immanent wichtig ist, speziell im Kontext der Pädagogik und einer gesunden und motivierenden Bildung unserer Kinder. Daher sind diese zwei Auslobungen so bemerkenswert. Bei den Entwürfen spürte man auf besondere Weise, dass die Gestaltungsteams bei null gestartet sind. Im Zusammenspiel mit der Hochbauarchitektur sind dabei hochgradig interessante Innenräume mit durchdachten Materialkonzepten, Raumfolgen, Lichtführung und Möblierung entstanden. Eine Schule wird nicht allein durch ihre Raumkubatur und ihre Fassade zu einem guten Ort für Lernen und Weiterentwicklung, sondern durch das Zusammenspiel von Baukörper, Innenraum und Freifläche. Der Raum wird hier zum zusätzlichen Pädagogen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist auch die räumliche Nähe der Alten Hansestadt Lemgo und der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe, deren größter Fachbereich die Detmolder Schule für Gestaltung ist, die wiederum die größte Schule für Innenarchitektur in Deutschland darstellt und außerdem die einzige Hochschule ist, an der alle vier Disziplinen gelehrt werden. Viele Dinge kommen hier positiv zusammen. Nichtsdestotrotz sollten diese beiden Wettbewerbe als Best-Practice gesehen werden, wie man durch durchdachte Wettbewerbsverfahren Qualität für ein menschbezogenes Bauen und nachhaltige Baukultur gleichermaßen erreichen kann. Es zeigt uns, was möglich ist, wenn alle Disziplinen von Anfang an zusammenarbeiten.
Ein weiterer Realisierungswettbewerb aus diesem Jahr sollte ebenfalls genannt werden. Die Stadt Gevelsburg bei Wuppertal hatte die Aufgabe gesetzt, die leerstehenden Warenflächen des ehemaligen Rupprecht-Hauses so zu planen, dass das Gebäude in zentraler Lage als Begegnungsstätte mit kulturellen und sozialen Einrichtungen wie Musikschule und Stadtbücherei umgenutzt werden kann. Die Besonderheit bestand darin, dass der Bestand in Skelettbauweise unbedingt erhalten bleiben sollte. Innenarchitekturbüros konnten ihre Entwürfe hier eigenständig einreichen – ein absolutes Unikum in der aktuellen Wettbewerbslandschaft. Bedauerlicherweise wurden jedoch keine Innenarchitekt*innen gesetzt oder ausgelost. Die ausgewählten Entwürfe zeigten auch nicht, welche Pozentiale der Bestand hat. Der in großen Teilen unsensible Umgang mit der Substanz führte dazu, dass das Gebäude eher wie ein Neubau wirkt. Neubau als Optimum ist in den Köpfen der Hochbauarchitekt*innen noch stark verankert im Gegensatz zu den Innenarchitekt*innen, die schon immer in einer vorgegebenen Hülle abrieten.
Die Beteiligung an Wettbewerben bedeutet natürlich immer einen erheblichen Arbeitsaufwand für die teilnehmenden Büros. Die Fristen sind eng gestrickt und neben dem Alltagsgeschäft investiert man Zeit, Energie und Kreativität in eine Aufgabe, die einem noch nicht einmal eine Kompensation, geschweige denn einen Gewinn verspricht. Dennoch lohnt sich aus meiner Sicht die Investition: Jede erfolgreiche Beteiligung macht sichtbar, welchen Wert Innenarchitektur für die Baukultur hat. Und Sichtbarkeit schafft Akzeptanz, auch bei zukünftigen Auslobungen.
2. Preis Wettbewerb Grundschule Lemgo-West in Lieme
Innenarchitektur: baukind GmbH, Berlin, Nathalie Dziobek-Bepler, Andrea Rausch
Mitarbeit: Gil Ja Geiss
Architektur: DMSW Architekten Dahlhaus Müller Wehage Partnerschaft mbB, Berlin, Julia Dahlhaus, Michael Müller, Philipp Wehage
Mitarbeit: Jana Possehn, Mathis Winkels, Liza Shylichave
Modell: Monath + Menzel, Berlin
Tragwerk: Ifb – Michael Kühl, Berlin
Landschaftsarchitektur: Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden, Till Rehwaldt
Mitarbeit: Martin Mengs
3. Preis Wettbewerb Grundschule Lemgo-West in Lieme
Innenarchitektur: Büro Korb GmbH, Hamburg, Thomas Korb
Mitarbeit: Anne Pfisterer
Architektur: bof architekten bücking, ostrop, flemming partnerschaft mbb, Hamburg, Bert Bücking, Patrick Ostrop, Ole Flemming
Mitarbeit: Florian Hoch
Modellbau: Boje Modellbau, Norderstedt
Landschaftsarchitektur: Bruun & Möllers GmbH & Co.KG, Hamburg, Bertel Bruun, Moritz Möllers
Mitarbeit: Marcella Knaack
Entwässerung und Starkregenvorsorge: BWS GmbH, Hamburg
Wettbewerb Grundschule Kirchheide
Innenarchitektur: DÖLL Innenarchitekturbüro, Frankfurt am Main, Pia A. Döll
Architektur: hhs Planer + Architekten AG, Kassel, Andreas Wiege
Mitarbeitende: Franziska Schwarz, Andreas Schöner, Niklas Rieckmann, Ilka Berger, Linda Bi, Laura Festor, Friederike Huttary, Justin Koch
Landschaftsarchitektur: Schöne Aussichten Lanschaftsarchitektur, Martin Blank
Mitarbeiterin: Marina Decker
JULIA SICKERMANN

Julia Sickermann, Dipl.-Ing. (FH) für Innenarchitektur, ist Inhaberin der Designagentur Gallonska und seit rund 30 Jahren in der Innenarchitektur tätig. Sie hat sich auf nachhaltige Projektleitung und Entwurf spezialisiert und ihre Kompetenz durch eine Zertifizierung als Nachhaltigkeitsmanagerin vertieft. Zu ihren Kund*innen zählen namhafte Unternehmen wie Alnatura, Ritter Sport, dm, die Cradle2Cradle NGO und EWE. In ihrer Beratung unterstützt sie die Integration nachhaltiger Praktiken in Design- und Bauprozesse. Mit Sitz in Berlin arbeitet sie bundesweit und bringt ihre innovative, zukunftsorientierte Perspektive in unterschiedlichste Projekte ein. Ihr Leitgedanke ist es, ästhetisch überzeugende und zugleich umweltfreundliche Lösungen zu schaffen, die den Anforderungen der heutigen Zeit gerecht werden und einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leisten.
Workshop „Zirkuläres Bauen“
Walks & Talks
TIMO RIEKE

Timo Rieke ist ein Professor für Farbgestaltung an der Fakultät Gestaltung der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim. Er ist Vorstandsvorsitzender des Deutschen Farbenzentrum e.V. und Inhaber des visual haptics lab. Nach dem Studium arbeitete Timo Rieke in Wien an internationalen Projekten, Wettbewerben, Ausstellungen, der Visual Identity und Vorträgen für das Architekturbüro COOP HIMMELB(L)AU. Farbe im Spannungsfeld von Trendentwickung und -strategie, Gesellschaft, Individuum, Raum, Objekt, Haptik und Synästhetik ist sein Forschungsschwerpunkt. Er berät öffentliche und private Institutionen in der Entwicklung von Raum- und Produkt- und Flächengestaltungen und vermittelt sein Farbwissen in Workshops und Vorträgen. Seit 2018 entwirft und visualisiert Timo Rieke den jährlichen RAL COLOUR FEELING Report, den er als intuitives Farbgestaltungswerkzeug für Designer*innen und Architekt*innen konzipiert hat.
Seminar „Zirkuläre Lichtplanung und Farbwirkung
Im Workshop geht es um die Wirkung von Farbe in Bezug zu Raumfunktionen und kulturellen sowie emotionalen Kontexten. Wie können mit einer kleinen Farbpalette unterschiedlichste Atmosphären und Funktionen unterstützt werden?
GABRIELA HAUSER

Gabriela Hauser ist Diplom-Innenarchitektin, Co-Geschäftsführerin von buerohauser und Vizepräsidentin des bdia. Nach Stationen in New York und Berlin leitet sie seit 2010 das Büro in zweiter Generation. buerohauser steht für verantwortungsvolles Bauen mit Fokus auf Holzbau, interdisziplinäre Planung und soziale Nachhaltigkeit. Aktuelle Projekte umfassen u. a. eine DGNB-zertifizierte Kita, ein Wohnprojekt für Senior*innen und einen Mobility Hub. Seit 2023 hostet das Büro den Podcast neues bauen rund um Kulturwandel und Zukunftsfragen.
Spotlights
NICOLAS RAUCH

Nicolas Rauch studierte Szenografie und Ausstellungsdesign an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe und Art Science an der Royal Academy of Art in Den Haag. Bevor er im Jahr 2016 gemeinsam mit Mira Schröder ein Studio für Ausstellungsdesign gründete, arbeitete Rauch als Szenograf und Ausstellungsdesigner und lehrte 2021 sein Wissen an unterschiedlichen Universitäten. Seit 2023 ist er im Lehrgebiet Ausstellungsdesign im Fachbereich Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) tätig.
Workshop „AI and other ways to pray“
Coffee & Visions „Zukunft der Lehre – Realität der Praxis. Dialog zwischen Anspruch und Wirklichkeit“
Europaweit vernetzt: Mitgliederversammlung des ECIA (European Council of Interior Architects) 2025 in Wien
Vom 26. bis zum 28. September 2025 fand die jährliche Versammlung der Mitglieder des europäischen Dachverbandes ECIA in Wien statt. Für den bdia reisten Bundesgeschäftsführerin Mandy Heinrichson und bdia Innenarchitekt René Pier in die österreichische Hauptstadt, um Deutschland zu vertreten. Während der drei Tage wurden aktuelle Entwicklungen aus allen Mitgliedsländern diskutiert, Best-Practice-Beispiele ausgetauscht und neue Netzwerke aufgebaut. Ein Schwerpunkt lag auf der Wahl des neuen ECIA Vorstandes und der Definition strategischer Schwerpunkte für die kommenden Jahre.
Wir wünschen dem neuen ECIA Präsidenten Thomas Seifert (Belgien) viel Erfolg, Freude in der Zusammenarbeit im Vorstand und Energie für seine Amtszeit. Außerdem sind mit René Pier und Andoni Diaz (Spanien) zwei neue Mitglieder in den Vorstand des ECIA gewählt worden. Wir freuen uns sehr, dass René Pier künftig die Interessen der Innenarchitekt*innen in Deutschland auf europäischer Ebene vertritt. Gleichzeitig danken wir unserer Kollegin, bdia Innenarchitektin Sophie Green, die den Vorstand verlässt, herzlich für ihr herausragendes Engagement und ihre wertvolle Netzwerkarbeit in den vergangenen Jahren.
Der ECIA wächst weiter: Mit den Organisationen aus Bulgarien und Ungarn wurden 2025 zwei neue Mitglieder in den Dachverband aufgenommen.
Der ECIA ist der größte Dachverband der Innenarchitektur in Europa und vereint 24 nationale Gesellschaften mit insgesamt über 19.000 Mitgliedern. Die Mitgliederversammlung findet jedes Jahr in einem der Mitgliedsländer statt und wird von der jeweiligen nationalen Gesellschaft ausgerichtet. In diesem Jahr war der BÖIA (Bund Österreichischer Innenarchitekt*innen) Gastgeber. Im kommenden Jahr wird die Versammlung in Warschau stattfinden.
HEINZ JIROUT

Heinz Jirout ist Architekt und Stadtforscher und seit 2019 bei der Tempelhof Projekt GmbH als Denkmalkoordinator für die Koordination und Entwicklung der Denkmalprozesse am Flughafen Tempelhof verantwortlich. Neben einem Lehrauftrag an der Technischen Universität Berlin war der gebürtige Wiener Heinz Jirout an zahlreichen Berliner Denkmalprojekten wie Preußischer Landtag, Altes Stadthaus und Neues Museum sowie am GSW-Hochhaus beteiligt.
Workshop „Denkmal in der Reperaturgesellschaft?“
Heinz Jirout, der den Denkmalschutz am Flughafen verantwortet, wird uns von diesen Schichten und Geschichten des Großdenkmals Flughafen Tempelhof berichten und dabei die Frage aufwerfen, welche Aufgaben dem Denkmalschutz im Umgang mit historischem Bauerbe zukommen. Ebenso soll von der Herausforderung die Rede sein, diese Spuren der Geschichte zu erkennen und zu bewerten und im Zuge der Sanierung und Umnutzung zu erhalten und lesbar zu machen.
JOHANNA RYBAK

Johanna Rybak lebt und arbeitet in Düsseldorf. Sie ist Mitglied der Architektenkammer NRW und des bdia. Als angestellte Innenarchitektin spezialisierte sie sich auf zirkuläres Bauen in der Innenarchitektur – mit besonderem Fokus auf den verantwortungsvollen Umgang mit Bestandsgebäuden, die Wiederverwendung von Materialien und Möbeln sowie die Entwicklung kreislauffähiger Gestaltungskonzepte. Seit 2025 arbeitet sie freiberuflich und außerdem als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe.
In ihrer selbstständigen Arbeit plant sie Projekte wie Arztpraxen, Büro- und Coworkingräume, Einzelhandelsflächen sowie andere Bestandsobjekte. Dabei integriert sie Aspekte wie Biophilic Design, nachhaltige Materialauswahl, CO₂- Optimierung und ganzheitliche Licht- und Raumkonzepte, die Markenidentitäten stärken und langfristige Nutzungsqualität sichern.
An der TH OWL ist sie in einem Forschungsprojekt tätig, das sich mit zirkulärem Bauen und der Entwicklung sowie Anwendung von Bewertungsmethoden zur Kreislauffähigkeit in der Innenarchitektur beschäftigt. Ziel ist es, wissenschaftlich fundierte Werkzeuge zu schaffen, die Architekt:innen und Planer:innen bei der Umsetzung von Bauwende-Strategien im Innenraum unterstützen. Bereits seit ihrem Studium in Düsseldorf engagiert sie sich berufspolitisch und ist
Mitglied im Beirat des bdia NRW.
Ausbildung:
Bachelor (B.A.) in Architektur und Innenarchitektur (2013–2017) sowie Master
(M.A.) in Innenarchitektur (2017–2019) an der Hochschule Düsseldorf / Peter
Behrens School of Arts. Mitglied der Architektenkammer NRW seit 2022.
Seminar „Zirkuläre Planung im Bestand“
Freitag, 07.11.2025
14–18 Uhr
Guter Wohnraum statt "Bau-Turbo" um jeden Preis: Der bdia unterstützt die Forderungen der BAK und der Partnerverbände
„Vorfahrt für guten Wohnraum – bezahlbar, qualitätsvoll und klimaverträglich statt ‚Bau-Turbo‘ um jeden Preis“ fordern die Bundesarchitektenkammer, Architects for Future, die Deutsche Umwelthilfe sowie der Paritätische Gesamtverband in einem am 27. August 2025 veröffentlichten Forderungspapier im Vorfeld der am 10. September 2025 geplanten öffentlichen Anhörung im Bau-Ausschuss des Bundestages. Darin thematisieren die Unterzeichnenden die geplante Einführung des § 246e BauGB, umgangssprachlich als „Bau-Turbo“ bezeichnet. Das Ziel des Gesetzesentwurfes ist es, den Wohnungsbau angesichts der tiefgreifenden bundesweiten Wohnungskrise zu beschleunigen. Als Mittel sollen verkürzte Fristen, der Wegfall von Bebauungsplänen und die Verlagerung von Verantwortung auf Behörden und Planende eingesetzt werden. Kritische Stimmen sehen in dem Entwurf eine Aushebelung bewährter Planungsinstrumente und die Schaffung neuer rechtlicher, planerischer, sozialer und ökologischer Zielkonflikte und Risiken, die im Ergebnis weder „ausreichend schnell noch ausreichend bezahlbaren Wohnraum schaffen“.
Der bdia schließt sich den Forderungen der Stellungnahme an und unterstützt die im Forderungspapier genannten Vorschläge zur Nachbesserung, wie beispielsweise die beschränkende Regulation von Neubauten, die Begrenzung der Anwendung des § 246e auf den Innenbereich, die Stärkung von bezahlbarem Mietwohnungsbau und die verbindliche Beteiligung von Fachbehörden und Öffentlichkeit bei großen Wohnbaumaßnahmen. Des Weiteren wird eine zweite Novelle des BauBG gefordert, die auch die Integration der dreidimensionalen Neuen Leipzig-Charta, die gezielte Förderung von Innenentwicklung und der Schaffung eines „Umbaugesetzbuches“ umfassen soll.
„Kein Wohnungsbau um jeden Preis“ betonen die Unterzeichnenden und fordern stattdessen „rechtssichere, strategisch steuernde Instrumente, die sozial gerecht, ökologisch tragfähig und in der Planungspraxis umsetzbar und planerisch durchdacht sind.“ Um zukunftsorientiert zu bauen, dürfen weder gute Gestaltung noch Nachhaltigkeit gegenüber Bezahlbarkeit und Quantität leiden. Vielmehr sehen wir im Zusammenschluss mit den Unterstützenden die Chancen, die ein gesetzlicher Rahmen setzen könnte, der Umbau, Umnutzung und die Anpassung des Gebäudebestandes ermöglicht statt hemmt. Weiterhin sprechen wir uns für eine zeitnahe Novellierung des BauGB aus, mit einem „Fokus auf langfristige, rechtssichere und sozial gerechte Lösungen.“ Die Etablierung dieser Standards ist unabdingbar, wenn wir die Umbauwende effektiv vorantreiben wollen.
KOMPETENZTEAM NACHHALTIGKEIT UND BAUEN IM BESTAND
Workshop „Zirkuläres Bauen“
Herzlich willkommen zu unserem spannenden Workshop beim Innenarchitektur-Summit! Dieser Workshop wird vom Kompetenzteam Nachhaltigkeit und Bauen im Bestand in Zusammenarbeit mit Baukreisel durchgeführt.
Wir starten mit einem kurzen Input des Kompetenzteams, das seine Expert*innen und ihre wertvollen Erkenntnisse und Erfahrungen im Bereich nachhaltiges Bauen im Bestand vorstellen wird. Dabei werden wir auf die Herausforderungen und Chancen eingehen, die sich bei der Sanierung und Umnutzung bestehender Gebäude ergeben.
Im Anschluss habt ihr die Möglichkeit, aus 2-3 Vertiefungsthemen zu wählen, die in einem dynamischen Pecha Kucha-Format präsentiert werden. Dies ermöglicht euch, euch gezielt mit spezifischen Aspekten des Themas „Bauen im Bestand“ auseinanderzusetzen und neue Perspektiven zu gewinnen.
Den Abschluss des Workshops bildet eine offene Q&A-Runde, in der ihr eure Fragen an unsere Expert*innen richten können. Wir freuen uns auf einen inspirierenden Austausch und darauf, gemeinsam mit euch die Zukunft des Bauens im Bestand zu gestalten!
Vergaberechtsreform: Mittelstandsfreundliche Vergabe soll erhalten bleiben
Der bdia begrüßt den kürzlich vom Bundeskabinett beschlossenen Entwurf eines neuen Vergabebeschleunigungsgesetzes und schließt sich damit der Stellungnahme der Bundesarchitektenkammer an. Hintergrund des Beschlusses ist, ein einfacheres, flexibleres, schnelleres und digitaleres Vergaberecht zu schaffen, das dem Wirtschaftswachstum in der Bundesrepublik zuträgt. Denn öffentliche Aufträge in Milliardenhöhe sind ein erheblicher Wirtschaftsfaktor und setzen Investitionsanreize für Unternehmen. Der Gesetzesentwurf enthält zentrale Vorgaben aus dem Koalitionsvertrag und dem Sofortprogramm der Bundesregierung.
Insbesondere das Festhalten am allgemeinen Losgrundsatz ist als erfreulich zu bewerten. Durch den Erhalt dieses seit Jahrzehnten bewährten Gebots werden kleinere und mittelständische Planungsbüros weiterhin gestärkt. Für den bdia ist dies ein positives Signal, denn die Mehrheit der Innenarchitekt*innen arbeitet in diesen Bürostrukturen und hat ohnehin schon einen eingeschränkten Zugang zu öffentlichen Aufträgen.
Lose dürfen weiterhin nur aus wirtschaftlichen oder technischen Gründen gebündelt werden. Besonders große, eilbedürftige Infrastrukturprojekte aus Sondervermögen sind allerdings eine Ausnahme. Im November 2024 war das Fortbestehen dieses Grundsatzes durch den Beschluss des sog. Vergabetransformationspaketes und die Aufweichung der Regelungen dazu in den Zweifel geraten. Der bdia hatte seine Mitglieder dazu aufgerufen, sich an der Petition (#FaireVergabe) der Bundesarchitektenkammer für den Erhalt der mittelstandfreundlichen, losweisen Vergabe am Bau zu beteiligen. Der Kabinettsbeschluss ist damit mehr ein wichtiges Bekenntnis zur Stärkung kleinerer und mittlerer Unternehmen. Die Vergaberechtsreform ist nach aktuellen Einschätzungen noch für 2025 geplant.
Bonjour Paris: Besuch der Maison&Objet
Unsere Mitglieder hatten am 4. und 5. September die Gelegenheit, die französische Design- und Lifestyle-Messe Maison&Objet in Paris zu besuchen. bdia Innenarchitektinnen und Innenarchitekten wurden, bevor sie zum exklusiven Messerundgang aufbrachen, wieder von Paula Baúlde Portas, International Market Manager der Messe, begrüßt. Begleitet durch Eva Passmann und Yana Köpke von Promosalons durchstreifte die Gruppe die Installationen und begab sich auf Trend-Safari.
Am nächsten Tag wurde die Delegation eingeladen, sich das Hotel SO/ PARIS anzusehen, inklusive der Installation des Künstlers Ólafur Elíasson in der 16. Etage. Im Anschluss besuchte unsere Gruppe das Palais Royal im Rahmen der Paris Design Week sowie Ausstellungen.
„Am Freitag waren wir mit dem bdia zur Paris Design Week unterwegs und durften mehrere beeindruckende Führungen erleben. Startpunkt war das SO/ Hotel, wo wir sofort gespürt haben, was Pariser Innenarchitektur bedeutet: chic, elegant, voller Farben, Materialien und Stoffe – ein Zusammenspiel, bei dem Raum und Zeit beinahe verschmelzen. Auch die Besuche in den Showrooms von Pierre Augustin Rose, Anne Jacquemin und Philippe Hurel haben uns nachhaltig beeindruckt. Jeder Ort hatte seine ganz eigene Handschrift – von eleganten Möbel-Ikonen über raffinierte Stoffe bis hin zu detailverliebten Materialwelten. Design, Handwerk, Architektur und Networking verschmelzen in Paris miteinander!
Besonders wertvoll war für uns der Austausch mit den Kolleginnen innerhalb der Delegation. Es war großartig, aus Ulm dabei zu sein, für Baden-Württemberg die Flagge hochzuhalten und nebenbei auch für die Männerquote einzustehen. Wir wurden sehr offen aufgenommen, und das niederschwellige Angebot, mit anderen Innenarchitekt*innen in Kontakt zu kommen, hat sich wie immer als echter Mehrwert gezeigt. Wir sind sicher, dass die entstandenen Kontakte bleiben werden, und wünschen uns, dass der bdia auch in Zukunft viele solcher Exkursionen organisiert.“ – Jonathan Siegle & Christian Schweitzer (Studio Schweitzer & Siegle Innenarchitektur, Ulm)
Ein Highlight: die Ausstellung der Objekte der Rising Talent Awards, junge Designer*innen aus Deutschland, die am Abend ihre Awards erhielten. Als Messe mit rund 70.000 Besucher*innen bleibt die Maison&Objet weiterhin ein Magnet für Interior- und Designbegeisterte.
„Auf der Messe werden Trends unmittelbar spürbar. Die gemeinsame Zeit mit der bdia-Delegation ist bereichernd – durch inspirierende Eindrücke, den offenen Austausch mit Kolleg*innen und den Zugang zu Orten, die man sonst nicht unbedingt erlebt.“ – Angelika van Putten (Studio van Putten, Köln)
Zum Netzwerken und Kontakte Knüpfen, zum Entdecken, Staunen und Genießen ist für uns und euch die Maison&Objet mit jeder Ausgabe wieder ein einzigartiges Erlebnis.
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MONIKA LEPEL

Monika Lepel führt mit ihrem Mann Reinhard Lepel seit 1994 das Büro LEPEL & LEPEL für Architektur und Innenarchitektur in Köln. Nach ihrer Ausbildung an der Peter Behrens School of Architecture (PBSA) in Düsseldorf und der internationalen Sommerakademie in Salzburg war sie als Innenarchitektin bei KSP Köln tätig. Von 1992 bis 1996 unterrichtete sie Grundlagen der Gestaltung an der PBSA in Düsseldorf.
Die zentralen Themen ihrer Arbeit als Innenarchitektin sind das Büro der Zukunft, nachhaltiger Innenausbau sowie die gesunde Balance zwischen Nähe und Distanz, die sie regelmäßig als Speakerin in Vorträgen, Seminaren und Workshops vermittelt. Im Domestika Online-Kurs Grundlagen der Innenarchitektur: Plane kreative Arbeitsräume teilt sie ihr spezifisches Wissen als Workspace-Spezialistin.
Im Jahr 2020 war Monika Lepel mit ihrer Arbeit, der Gestaltung des Sakralraumes der Lutherkirche in Düsseldorf, als eine von acht ausgewählten (Innen-) Architektinnen Teil der Ausstellung „Frau Architekt. Seit über 100 Jahren: Frauen im Architekturberuf“ im Haus der Architekten in Düsseldorf.
Workshop „Denkmal in der Reperaturgesellschaft?“
SABINE KRUMREY

Sabine Krumrey studierte Innenarchitektur an der Fachhochschule Rosenheim. Nach verschiedenen Stationen in süddeutschen Innenarchitekturbüros arbeitete sie seit 1993 als selbstständige Innenarchitektin. Im Jahr 1999 gründete sie gemeinsam mit Susanne Brandherm das Büro brandherm + krumrey interior architecture in Köln. Seit dem Jahr 2000 leitet Sabine Krumrey den Hamburger Standort des Büros. Für ihre Arbeit wurde sie 2008 für den INsider Award nominiert. Außerdem ist sie Preisträgerin des Deutschen Innenarchitektur Preises 2019 vom Bund Deutscher Innenarchitektinnen und Innenarchitekten (bdia). Seit 2015 ist sie als Dozentin im Fachbereich Raumkonzepte und Design an der AMD Akademie Mode und Design in Hamburg tätig.
Workshop „Raum und Technik“
ANDREA RAUSCH

Andrea Rausch kommt gebürtig aus Süddeutschland, Freiburg im Breisgau. Nach dem Diplom-Studium der Innenarchitektur an der Hochschule Trier kam sie 2012 nach Berlin um das mit baukonstruktivem und technischem Fokus erlernte Wissen zu erproben und zu erweitern. Durch die Zusammenarbeit mit dem Berliner Architekten Rainer Maria Löneke sowie Deutschlands größtem überregionalen freigemeinnützigen Träger von Kindertageseinrichtungen, der FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH, kam sie schließlich zu Ihrem neuen Arbeitsschwerpunkt: Der Konzeptionierung von Neubau-, Umbau und Ausbaumaßnahmen speziell für Bildungsbauten sowie der Entwicklung neuer Gestaltungsansätze für eine pädagogische (Innen-)Architektur. Der interdisziplinäre Austausch mit den anderen an der Planung und Nutzung Beteiligten, sowie die gesellschaftliche Verantwortung für die Bauaufgaben der Bildungsarchitektur sind ihr dabei ein wichtiges Anliegen.
Sie ist stellvertretende Landesvorsitzende des bdia Berlin-Brandenburg (seit 2019) und war acht Jahre ehrenamtliches Mitglied der Vertreterversammlung und des Vorstands der Berliner Architektenkammer (2017 bis 2025) als Intressensvertreterin für die Fachrichtung Innenarchitektur. Seit 2023 arbeitet Sie in Festanstellung als Projektleitung bei baukind. Im Landesbeirat Schulbau vertritt sie die Architektenkammer Berlin seit 2021, zuletzt als stellvertretende Vorsitzende.
Spotlights
Coffee & Visions „Zukunft der Lehre – Realität der Praxis. Dialog zwischen Anspruch und Wirklichkeit“
HANNES BÄUERLE

Hannes Bäuerle ist als Dozent an mehreren Hochschulen und Bildungseinrichtungen tätig, hält als Fachreferent Impulsvorträge und ist Autor zahlreicher Fachbücher sowie als freier Journalist mit regelmäßigen Publikationen in Fachzeitschriften präsent.
Die Materialagentur raumprobe, dessen Gründer er ist, arbeitet im Bereich Materialberatung und ist die führende Institution mit Materialausstellung und Materialdatenbank für Architekten, Planer und Baugewerbe. In der Stuttgarter „Materialwelt“ können mehr als 50.000 Musterexponate sprichwörtlich begriffen werden.
Workshop „Patina (Material)“
Wettbewerb: 30 m³ Baukultur – Macht was draus!
2026 rückt die Bundesstiftung Baukultur das Thema Gestaltung in den Fokus.
Die Bundesstiftung Baukultur ruft Kreative dazu auf, innovative Projekte zur Gestaltung von 30 m³ einzureichen. Eingeladen sind Studierende, Azubis, Schülerinnen und Schüler sowie Universitäten, Hochschulen und Schulen aus verschiedenen Disziplinen.
Jede Errichtung, Nutzungsänderung und Abbruchmaßnahme von Gebäuden oder Gebäudeteilen bedarf einer baubehördlichen Genehmigung. Volumen mit weniger als 30 m³ aber sind laut jeweiliger Landesbauordnung in der Regel genehmigungsfrei – ein Gestaltungsraum voller Möglichkeiten. Aufenthaltsräume, Bushaltestellen, Fahrradgaragen und Abstellhäuschen – den Ideen sind nur räumliche Grenzen gesetzt: 30 m³ auf einer Grundstücksfläche von maximal 2 m x 5 m stehen zur Verfügung, um sie nachhaltig, kreativ und experimentell zu gestalten. 10 ausgewählte Projekte werden zum Konvent der Baukultur 2026 in Potsdam realisiert.
Gesucht sind Konzepte, die sowohl funktional als auch ästhetisch überzeugen und eine Lösung für alltägliche Räume bieten. Die Projekte sollen die Gestaltungsqualität und Ressourcenschonung im Blick behalten und nach dem Konvent sinnvoll weitergenutzt eine langfristige Wirkung entfalten. Ergreift gemeinsam mit anderen Visionärinnen und Visionären in interdisziplinären Teams mit Partnern und Initiativen die Chance, die Baukultur von morgen zu gestalten.
Was? 10 Projekte zur freien Gestaltung von bis zu 30 m³ Baukultur
Wer? Studierende, Azubis, Schüler, Universitäten, Hochschulen, Schulen gerne mit Partnern
Wann? Zum Konvent der Baukultur am 10. und 11. Juni 2026
Wo? Kulturquartier Schiffbauergasse in Potsdam
Jury
Die Jury tagt am 26. Januar 2026 in Berlin und setzt sich fachlich kompetent und interdisziplinär zusammen. Studierende Mitglieder aufgepasst: Ihr könnt Euch als Juror oder Jurorin auf zwei Plätze bewerben! Schreibt dafür eine Mail an netzwerk@foerderverein-baukultur.de und begründet kurz, warum Ihr der oder die Richtige seid.
Termine
- Idee online einreichen von Mittwoch, 1. Oktober 2025 bis Dienstag, 16. Dezember 2025
- Jurysitzung am Montag, 26. Januar 2026
- Bekanntgabe der Projektauswahl Anfang Februar 2026
- Aufbau am 8. und 9. Juni 2026 in Potsdam
- Richtfest am Dienstag, 9. Juni 2026 um 18 Uhr in Potsdam
- Aktionszeitraum Mittwoch, 10. und Donnerstag, 11. Juni 2026
- Abbau 11. Juni 2026 (ab Veranstaltungsende) bzw. 12. Juni 2026
- Nachnutzung unbedingt erwünscht!
Beitragsbild: Till Budde














































































