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29. Juli 2014

BDIA im Gespräch mit… Axel Hedemann, Schiffs- und Yachtwerft Abeking & Rasmussen

WebPortrait_AHedemann_Foto Rolf Kauke_MindenSie sind nicht in einem klassischen Innenarchitekturbüro tätig?
Ich arbeite im Bereich der Konstruktion und Innenausstattung für die Schiffs- und Yachtwerft Abeking & Rasmussen. Für Schiffstypen wie Yachten und kommerzielle Schiffe koordinieren wir die komplette Innenarchitektur, auch in Kooperation mit namhaften externen Designern.

Innenarchitekt und angestellt: ein empfehlenswertes Modell?
Aber natürlich! Wir sind Spezialisten für ein sehr komplexes Thema und gerade in größeren Unternehmen macht es Spaß auch mit anderen Fachgruppen zusammen zu arbeiten. Abhängig von der Größe des Unternehmens gib es unterschiedliche Aufgabengebiete und die Möglichkeit sich weiter zu qualifizieren.

Wie unterscheiden sich Ihre Aufgaben von Ihren nicht verkammerten KollegInnen?
Wir haben keine Berührungspunkte mit dem klassischen Baurecht. Für den Schiffbau gibt es eigene Regeln. In meiner Abteilung sind wir zwei verkammerte Innenarchitekten und für Projektleitung im Teilbereich Innenausstattung verantwortlich.

Wichtigstes Mitarbeiter-Thema?
Kommunikation! Missverständnisse können schnell entstehen zwischen Mitarbeiter und Vorgesetzten oder zwischen Kunden und Auftragnehmer. Stetige Verbesserung ist immer aktuell!

Was können Innenarchitekturbüros von anderen Unternehmen lernen?
Viele Innenarchitekturbüros in Deutschland scheinen sehr fixiert auf das Baugewerbe. Sie sollten viel selbstbewusster sein und sich auch in anderen Branchen engagieren. Innenräume gibt es auch z.B. im Fahrzeug- oder Flugzeugbau.

Wer hat Sie als Vorbild inspiriert?
Frank Lloyd Wright hat mich schon seit dem Studium inspiriert und fasziniert.

Welche Aufgabe hat Sie zuletzt begeistert?
Die Arbeit an unserer letzten Yacht mit einer Länge von 81 Metern. Die Zusammenarbeit mit dem Designbüro Terence Disdale in London war großartig und reich an Erfahrungen.

Warum engagieren Sie sich als Mitglied im BDIA?
Es ist wichtig, einen gut funktionierenden Verband zu haben, der die speziellen Interessen der Innenarchitekten im Land und natürlich im Ausland vertritt. Gleichzeitig kann und sollte der BDIA auch das umfassende Berufsbild des Innenarchitekten der Öffentlichkeit und den Unternehmen vermitteln.

Axel Hedemann ist Innenarchitekt und seit 1995 Mitglied im BDIA
Foto: Rolf Kauke
Erschienen AIT 7/8 2014

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