bdia.nrw_Thema: Bauhausjahr 2019 – Eine Lehre für die InnenArchitektur fortschreiben?

Die industrielle Revolution im 19. Jahrhundert und die beginnenden Möglichkeiten der industriellen, seriellen Fertigung beflügelten zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Vordenker Gropius zu der Vision von einer „Reform der künstlerischen Arbeit“. Einer Arbeit die ansetzte bei der Gestaltung unterschiedlicher Produkte der Wohnungseinrichtung und sich verstand als eine Disziplin, die vom Kleinen ins Große und von innen nach außen denkt. Als ein Beleg dafür kann der Satz im Gründungsmanifest des Bauhauses verstanden werden: „Das Endziel aller bildnerischen Tätigkeit ist der Bau!“

Die nächste technische Revolution rollt bereits seit einigen Jahren auf uns zu und fordert auch uns heraus, aktuelle Antworten auf die Frage nach der heute zeitgemäßen Gestaltung zu suchen, die uns die technischen Neuerungen ermöglichen. Die digitale Revolution unserer Tage verändert unsere Möglichkeiten auf die sozialen und technischen Herausforderungen zu antworten. Es eröffnen sich für uns neue Spielräume, die wir mit Mut, Zuversicht und Engagement für eine Gesellschaft nutzen können, die weiter auf Teilhabe und solidarisches Handeln setzt. Unsere Aufgabe bleibt die sensible Gestaltung von hochwertigen Designs und sinnlich erfahrbarer Lebenswelten, die dann noch für alle gesellschaftlichen Schichten zugänglich bleiben müssen. Das wäre was, was wir vom Bauhaus lernen können, bevor wir weiße Kuben mit ausladenden Betonrähmen weiter durch deklinieren.

Der bdia wird sich im „Bauhausjahr 2019“ der Raumgestaltung von innen nach außen widmen und im November in Weimar seine Bundesmitgliederversammlung abhalten. Sie sind bereits jetzt herzlich eingeladen mit dabei zu sein!

Wir wünschen einen schwungvollen Start ins neue Jahr.