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13. August 2017

bdia anerkannt! Master für Julia Heger: „Marktplatz der Manufakturen, Berlin“

Masterarbeit SS 17 an der Hochschule Darmstadt
Betreuung: Prof. Carsten Gerhards

Marktplatz der Manufakturen, Berlin

Ort und Aufgabe
Das Straßenbahndepot in der Belziger Straße liegt im Stadtteil Schöneberg von Berlin. Die Aufgabe besteht darin, das kulturträchtige Gemäuer zu revitalisieren und in den Stadtteil zu integrieren. Die Firmen Welter und Burmester, welche sich der Herstellung von Gütern durch Handarbeit widmen, sollen in dem Gebäude, der Öffentlichkeit zugänglich, ihre neue Wirkungsfläche erhalten.

Nutzungskonzept
Immer mehr Unternehmen sind auf der Suche nach innovativen und ausgefallen Locations für ihre firmeninterne Arbeit die jedoch gleichzeitig die Arbeit nach außen zeigt. Außerdem sieht das Nutzungskonzept vor, einen gemeinschaftlichen Ort für kulturelle und nachbarschaftliche Veranstaltungen zu schaffen und somit eine Schnittstelle zwischen Anwohnern, Besucher, Firmen und deren Kunden zu etablieren.

Durch den Haupteingang kommend führt der lange Bartresen den Besucher in das Gebäude und steht für den regulären Betrieb zur Verfügung. Die große Freifläche des Veranstaltungsraumes, der durch separate Türen nach außen verbunden ist, kann flexibel bespielt werden. Das Innere des Gebäudes ist in fünf große Riegel geteilt, zwei Werkstatt-Riegel, zwei Büro-Riegel sowie ein Querriegel der Showroom, Präsentations- und Verkaufsfläche der Firma Welter und Burmester enthält. Die „Straßenbahnschienen“ welche eingelassene Lichtkanale im Boden sind, leiten den Besucher durch das komplette Gebäude sowie die wichtigen Anlaufstellen der Firmen.

Raumkonzept
Um den Raum zu zonieren und in seiner 5 Meter Höhe erlebbar und nutzbar zu machen, soll ein Raumkörper eingestellt werden, möglichst offen und durchlässig um das atmosphärische Gebäude ringsum spürbar zu lassen. In seiner Gestalt und Konstruktion stellt der Einbau eine Neuinterpretation der raumprägenden Elemente und Materialien wie die Stahlträger, Gitterfenster und Estrichflächen dar. Die wiederaufgegriffenen Gitterelemente verbinden die nützlichen Eigenschaften wie die Absturzsicherung sowie die Präsentation der Wandpaneele der Firma Welter. Um den Einbau mit dem Bestand zu verbinden wird das Mauerwerk der Bestandswände freigelegt und die Einbaustruktur monochrom an die schwarzen Stahlträger angepasst. Julia Heger

Die Bewertung  der Abschlussarbeiten erfolgte am 06. Juli 2017.

Jurybegründung: Die Stärke des Entwurfs liegt in der überzeugenden Verschmelzung von Ort und Funktion. Die subtile Wegeführung durch die beleuchteten Schienen leitet den Besucher gekonnt an den Arbeitsbereichen entlang. Die Lichtspuren betonen effektvoll den Mittelpunkt der gemeinsamen Ausstellungsfläche. Trotz der notwendigen Abtrennung der Werkstattbereiche verbleibt eine großzügige Offenheit und Transparenz.

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