bdia ausgezeichnet! Master für Vera Velkova „Ulm 95“

Bachelorarbeit SS 19 an der Hochschule PBSA Düsseldorf
Betreuung: Prof. Martin Klein-Wiele, Prof´in. Judith Reitz

Die denkmalgeschützten Herbertz-Häuser entstanden 1832, durch den Architekten Adolph von Vogendes und den Auftraggebern Balthasar, Jakob und Joseph Herbertz, am historischen Marktplatz in Krefeld – Uerdingen. Sie bilden einen Hausriegel der sich aus drei Häusern zusammensetzt und im Stil des Klassizismus erbaut wurde.

Das rechte Herbetzhaus wird zur Zeit nur zum Teil genutzt, hierfür soll eine Planung eines Quartierzentrums das Haus neu beleben. Durch eine genauere Untersuchung wird die Fassade wieder auf seinen Ursprung zurückgeführt – klassizistische Architektur.
Der architektonische Stil des Hauses wird nicht nur außen an der Gebäudehülle sichtbar, sondern auch im Inneren des Hauses. Man kann hier von einer Zeitreise in Symbiose mit einer Wiederbelebung sprechen. Dem Herbertzhaus wird neues Leben geschenkt.
Nutzung, Funktion und Gestaltung des ‚HAUS DER MUßE’ sind von großer Bedeutung. Die räumliche Aufteilung des Hauses erfolgt auf Basis der aus dem Klassizismus stammenden Themen wie Kunst (EG: Kunstschule), Literatur (1.OG: Bibliothek, Lesesaal) und Musik (2.OG: Musikschule). Die für den Klassizismus typischen vorhanden Gestaltungselemente im Haus wurden restauriert und in Anlehnung dazu mit neuen Materialien ergänzt (Bodenbeläge, Fenster, Türen, Wand- und Deckengestaltung). Die farbliche Gestaltung der Innenräume führt auf den Vorreiter des Klassizismus, der Antike zurück. Dort sind Farben aus der Natur bekannt: u.a. Gelb: Sonne (EG); Blau: Wasser (1.OG); Grün: Natur (2.OG).
Drei Funktionen auf drei Etagen: man kann von einem Akkord sprechen.
Dieser soll Alt und Jung verbinden und im Einklang miteinander stehen.
Das Haus lädt zum Müßiggang ein und wird zum ‚HAUS DER MUßE‘.
Alina Mohns


Jury: Barbara Eitner | Innenarchitektin bdia, Tanja Klang | Innenarchitektin bdia, Birte Riepenhausen | Innenarchitektin bdia, Manuel Klein | Innenarchitekt bdia, Christoph Laubuhr und Nadja Jung | bdia ausgezeichnete im Vorjahr

Jurybegründung: Alina Mohns´ „Haus der Muße“ kombiniert gekonnt Historisches mit Neuem und überzeugt durch ein schlüssiges Gesamtkonzept, das sensibel mit dem Bestand umgeht und eine starke gestalterische Tiefe aufweist. Sie beschreibt es selbst als „Zeitreise in Symbiose mit einer Wiederbelebung.“
Es hätte es auch „Haus der Muse“ heißen können.