bdia ausgezeichnet! Bachelor für Anika Ebeler: „Haus für Industriekultur Darmstadt“

Bachelorarbeit WS 2020/21 an der Hochschule Trier
Betreuung: Prof. Marcus Kaiser



Haus für Industriekultur – Konnex

Das in Darmstadt angesiedelte „Haus für Industriekultur“ wird zu einem Ort, welcher soziales mit künstlerischem vereinigt.
Bezogen wird sich im Bereich des künstlerischen auf die bereits vorhandene Ausstellung zum Themenbereich Druckkunst, welche im Zuge des Entwurfes im EG und im 1.OG revitalisiert wird. Gestalterisch wird hierbei mit einem Mineralwerkstoff gearbeitet, welcher sich von der Decke aus in den Raum hinein entwickelt. Hiermit wird die vorhandene Konstruktion des Gebäudes unterstrichen.

Den sozialen Aspekt stellt eine stationäre Jugendhilfe dar.
Da es in Darmstadt eine aufsteigende Tendenz von außerhaus betreuten Jugendlichen gibt, müssen Räumlichkeiten für diese Zielgruppe kreiert werden. Das Haus für Industriekultur bietet sich hierfür durch die Größe der einzelnen Etagen sowie die Lage im Bereich der sozialen Stadt an.
Gegliedert sind die Jugendetagen (2.&3.OG) in einen funktionalen Bereich, welcher sich in der nördlichen Gebäudehälfte ansiedelt und einen intimeren Schlaf- und Arbeitsbereich im südlichen Teil. In dem südlichen Bereich bilden zweigeschossige Schlafkuben den wichtigsten Ausarbeitungspunkt. Hierbei wird auf langlebige Materialien und Konstruktionen geachtet. Auch die Thematik der Individualisierung in einer institutionellen Unterbringung wird im Schlafraum durch großflächige, gepolsterte Pinnwände bedacht. Das Weiteren wird das vorhandene Treppenhaus im Norden, welche als Zugang zu den Jugendetagen dient, als eine Graffiti-Leinwand genutzt. Durch eine eigens hierfür geplante Konstruktion, können einzelne Paneele abgehangen, von den Jugendlichen besprayt und wieder aufgehangen werden. Hierdurch kann eine starke, individuelle Außenrepräsentation erzeugt werden.
Anika Ebeler


Jury: (folgt)

Jurybegründung: Das Gebäude liegt im Fördergebiet „Soziale Stadt PaMo“ (Darmstadt Pallaswiesenviertel/Mornewegviertel). Es gibt Förderungen, die größtenteils noch nicht abgerufen sind > Chance auf Realisierbarkeit einer Nutzung mit sozialem Aspekt. Als Raumteiler und Wandverkleidung fungierende perforierte Bleche erinnern an die historischen Matrizen.