bdia ausgezeichnet! Bachelor für Eva Henle: „Phase 2“

Bachelorarbeit SS 2019 an der Akademie der Bildenden Künste München
Betreuung: Prof ‘in. Katja Knaus, Prof. Gregor Eichinger, Prof ‘in. Carmen Greutmann und Prof. Urs Greutmann



Bachelorarbeit SS 2019 an der Akademie der Bildenden Künste München
Phase 2

Etwa 70km nordöstlich von Nairobi entsteht vor ca. zehn Jahren eine Behindertenwerkstatt, ein Pilotprojekt in Afrika, das ich selbst für einige Monate als Mitarbeiterin kennen lernen durfte. Auf dem Campus leben und arbeiten Menschen mit verschiedenen körperlichen und geistigen Einschränkungen in Metall- und Holzwerkstätten. Jetzt soll ein Raum für öffentliche Veranstaltungen und interne Gruppenversammlungen entstehen.

Der Entwurf basiert auf der Prämisse, in den eigenen Werkstätten herstellbar zu sein. Ein Stahlskelettbau, der durch seinen modularen Aufbau einen hohen Vorfertigungsgrad sowie eine geringe Fehleranfälligkeit erreicht. Das zweischalige Wellblechdach wird den klimatischen Bedingungen gerecht: Die täglichen, starken Regenfälle werden abgehalten, gleichzeitig wird der Raum natürlich belüftet und hält die Hitze ab. Durch die wechselnde Beplankung der Fachungen entsteht die Zonierung des Raums, sowohl von außen als auch innen. Nachhaltigkeit steht hier im Sinne des vor Ort verfügbaren Know-Hows und der langfristigen Wirkung des Projekts, funktional in seiner Nutzung und als Aushängeschild für die Leistungen der Werkstätten. Eva Henle


Die Bewertung der Abschlussarbeiten erfolgte am 18.07.2019.
Jury: Rainer Hilf | Ehrenpräsident bdia, Annette Brunner | bdia Vorsitzende LV Bayern, Bernhard Rückert | bdia-Mitglied Dachau, Jana Thiemann | Preisträgerin Vorjahr, Jack Lam | Preisträger Vorjahr

Jurybegründung: Das brandaktuelle Thema der Architekur in ärmeren Ländern: Gesellschaftsorte – kultureller Hintergrund – im direkten örtlichen Raum – mit Manpower vor Ort zu ermöglichen.
Die Jury würdigt eine Arbeit, die von allen Seiten durchdacht und entwickelt wurde. Das Baumaterial ist das hiesige, die Fertigung kann vor Ortm in gemeinsamer Arbeit erstellt werden. Die Architektur fügt sich nahtlos in das gemeinschaftliche Leben ein.