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28. August 2017

bdia ausgezeichnet! Master für Janina Schuldt: „Phänomenologie dunkler Räume“

Masterarbeit SS 2017 an der Hochschule Rosenheim
Betreuung: Frau Prof. Karin Sander, Herr Prof. Mathias Wambsganß

Phänomenologie dunkler Räume

Oftmals haben Finsternis, aber auch Übergangserscheinungen wie Nebel, Dämmerung und Schatten einen geheimnisvollen Charakter – teils verunsichernd, teils bergend. Diese Atmosphären des Dunklen sprechen unser Empfinden in besonderer Weise an.

Dem Entwurf liegt der Gedanke des klassischen Raum-in-Raum Konzepts zugrunde. In die Hülle des Stalls wird eine monolithische Betonskulptur integriert. Dabei wird versucht die ursprüngliche Struktur weitestgehend zu erhalten. Die Konstruktionsbalken der früheren Zwischendecke durchdringen die massiven Wände des Neubaus und verankern diesen mit dem Bestand. Das äußere Erscheinungsbild bleibt bis auf die Addition einer schlichten, mit Stahlwangen eingefassten Außentreppe unangetastet.
Das introvertierte Wohnen im kontemplativ gehaltenen EG strahlt Geborgenheit und Schutz aus. Man fühlt sich wie ein Wesen, das sich wohlig in seine Höhle zum Ausruhen zurückzieht. Das großflächig verglaste OG öffnet sich zu einem Luftraum, der sich über beide Geschosse erstreckt. Durch das spärlich einfallende Tageslicht werden die sonst nur ergänzend wirkenden Sinne angesprochen. Janina Schuldt

Die Bewertung der Abschlussarbeiten erfolgte am 12. Juli 2017.
Jury: Claudia Schütz | Vizepräsidentin bdia, Dorothee Maier | Vorstand bdia LV Bayern, Tina Gratzfeld | Mitglied bdia Beirat LV Bayern, Matthias Kopielski | Mitglied bdia Beirat LV Bayern, Merle Neumann und Christian Sedlmeier |  Sieger bdia ausgezeichnet! 2016

Jurybegründung: Das überraschende Element in dieser Arbeit ist im Grunde die Kraft des Lichtes  – obwohl es (fast) fehlt.
Die Reduktion des Lichtes als Entwurfsgedanke verfolgt einen philosophischen Ansatz: Er befasst sich mit der Atmosphäre derDunkelheit im Raum und generiert damit eine sehr intensive Raumwahrnehmung. Minimales Licht hebt den schlichten Raum auf eine kontemplative, fast spirituelle Ebene. Die sehr überzeugende Präsentation visualisiert eben dieses besondere Raumgefühl.

Was ist Ihre Meinung dazu?