bdia ausgezeichnet! Master für Martina Velmeden: “Stadthaus”

Masterarbeit WS 20/21 an der HS Darmstadt
Betreuung: Prof. Carsten Gerhards , Prof.‘in Anke Mensing
, Prof.‘in Sybille Maisch

STADTHAUS – EIN HAUS FÜR DARMSTADT
Für das Darmstädter Luisencenter soll ein Umnutzungs-, Städtebau-, Architektur- und Innenarchitekturkonzept entwickelt werden, das sich beispielhaft auf ähnliche, stadtraumprägende Immobilien mit hohem Leerstand übertragend lässt.

SITUATION
Wie lässt sich eine verödende Innenstadt neu beleben und krisenfest machen? Wie entsteht neues Miteinander, Raum für Wohnen, Arbeit und Freizeit?

KONZEPT UND ENTWURF
Das barrierefreie STADTHAUS soll mit 46 000 qm Nutzungsfläche Schlüsselraum für den Masterplan Darmstadt 2030+ und – auch an Sonntagen – der „3rd Place“ der Darmstädter sein.

Das STADTHAUS möchte Vertrautheit wecken: Der Haupteingang stellt die historische Platzsymmetrie wieder her. Die Durchlässigkeit der Kalksteinfassade und des Arkadengangs zum Stadtraum sowie die Hofbildung zur Adelungstraße und Abkopplung von Karstadt nehmen dem ehemaligen Baukörper die monolithische introvertierte Form. Das ermöglicht viel Tageslicht und völlig neue Raumqualitäten.

Die Besucher empfängt eine flexible Platzsitation mit zentraler Haupterschließung in einem von Tageslicht durchfluteten Luftraum. Dieser bietet Aufenthaltsmöglichkeiten wie Sitzplätze, Laptoptische und Leselounges mit Blickbezügen in das gesamte Gebäude.

Die vielfältigen Nutzungen sind meist konsumfrei und überlappen sich. Sie stärken regionale Identität und fördern generationsübergreifenden Austausch: Stadtinfo, Markthalle, Foodstände, Eventfläche, Stadtcafé & Stadtbar mit Aussenbereich, Stadtgarten, Raumangebot für Kreative, digitale Start-Ups, lokale Händler, Makerspace, Mediathek und Auditorium, Jugend- und Seniorenzentrum, Gemeinschaftswohnen für Stadtbesucher. Martina Velmeden


Jury (folgt):

Jurybegründung: Die Jury lobt das gut durchdachte und vielfältige Nutzungskonzept, dargestellt in fein ausgearbeiteten und gut gestalteten Plänen, unterstützt von einer ansprechenden Materialcollage und gelungenen Perspektiven. Die gefühlvolle Modernisierung der Fassade und das Eliminieren von störenden Gebäudeelementen, insbesondere die luftigen Arkadengänge, geben dem Gebäude einen zeitgenössischen Großstadtflair. Die klare Formensprache mündet in einer städtebaulich gelungenen Gebäudeöffnung, erzielt durch den bespielten Innenhof zur Fußgängerzone hin.