Das neue bdia Handbuch Innenarchitektur „UmBauwende“
Das Bauen im Bestand ist das Bauen von Morgen. Die Herausforderungen der Gegenwart erfordern, dass jetzt nachhaltige und kreative Lösungen gefunden werden, um die Lebensräume der Zukunft zu gestalten. Die Transformation bestehender Strukturen ist der Schlüssel dazu und Innenarchitekt*innen sind unverzichtbarer Teil dieser UmBauwende.
Das bdia Handbuch Innenarchitektur zeigt als „Visitenkarte“ des Berufsverbandes das umfangreiche Leistungsspektrum der Innenarchitektinnen und Innenarchitekten in Deutschland. Von Wohnbauten, Hospitality, Arbeitswelten, Bauten der Gesundheit bis hin zu öffentlichen Bauaufgaben umfasst das Buch die wichtigsten Planungsbereiche.
Jedes der 25 von einer Fachjury ausgewählten Projekte wird anschaulich in Bild und Text dargestellt. Vier von bdia Mitgliedern sowie bdia Präsident Carsten Wiewiorra verfasste Beiträge widmen sich in dieser Ausgabe dem Thema „UmBauwende“:
- Heiner Kolde: „Innenarchitektur im Wandel. Die UmBauwende als Schlüssel zur nachhaltigen Transformation von Arbeitswelten.“
- Veronika Kammerer: „Umbau auf dem Land – mit Innenarchitekt*innen. Eine Handlungsempfehlung.“
- Diana Wiedemann: „Baukultur und energetische Sanierung.“
- Carsten Wiewiorra: „Planebene Grün – neue Tools im Planungsalltag.“
„Das Bauen im Bestand ist die ureigenste Aufgabe der Innenarchitektinnen und Innenarchitekten. Die Projekte im Buch zeigen auf vielfältige Weise, wie wir Bestand ertüchtigen und damit die Umbauwende vorantreiben können und müssen,“ erklärt bdia Präsident und Juryvorsitzender Carsten Wiewiorra.
Die Jury:
- Prof. Carsten Wiewiorra, Präsident bdia, Architekt BDA und Innenarchitekt bdia (Juryvorsitz)
- Tina Freitag, verantwortliche Redakteurin Callwey Verlag
- Gerda Karal, Innenarchitektin bdia, LEPEL & LEPEL
- Natascha Ninic, Vizepräsidentin bdia 2023–2025, Innenarchitektin bdia
- Johanna Neves Pimenta, Chefredakteurin von md INTERIOR DESIGN ARCHITECTURE
- Prof. Karin Paula Sander, Architektin und Innenarchitektin, TH Rosenheim, Fakultät IAD

Die Jurysitzung fand am 08. November 2024 in Berlin statt.
Der bdia veröffentlicht das Handbuch Innenarchitektur jährlich und gibt den im Verband engagierten Mitgliedern eine Plattform, eigene Projekte zu präsentieren. Die Publikation erscheint im » Callwey Verlag.
Buchangaben:
bdia bund deutscher innenarchitektinnen und innenarchitekten e.V. (Hrsg.)
erscheint im Callwey Verlag
2025, 208 Seiten
Texte in deutsch und englisch
Format 23 x 24 cm. Klappenbroschur.
€ [D] 39,95; € [A] 41,10
ISBN 978-3-7667-2792-3
Interessierten Medien senden wir auf Anfrage gerne ein Rezensionsexemplar sowie Bildmaterial zu. Kontakt: pr(at)bdia.de
Ausstellung zum Buch
Mit den veröffentlichten Projekten findet – wie auch in den Jahren zuvor – eine Wanderausstellung statt. Mehr Informationen zur Ausstellung erhalten Sie » hier.
DENKMAL
KULTURAREAL SCHLITZ
Charlotte Greifenstein, Frank Dittel
Dittel Architekten, Stuttgart
Foto: Gordon Kölmel
Die denkmalgeschützte Auerhahn-Brauerei wurde aufwendig saniert, umgestaltet und zu neuem Leben erweckt. Aus dem ehemaligen Industriegebäude ist ein hochwertiger dritter Ort mit viel Atmosphäre entstanden, der als Kulturareal «Hahnekiez» einen Mehrwert für Einheimische wie Tourist*innen bieten wird.
STADTBIBLIOTHEK WALDSHUT
Prof. Martin Klein-Wiele
UKW Innenarchitekten, Krefeld
Foto: Jens Kirchner
Ein altes Kornhaus wurde in eine moderne Stadtbibliothek umgewandelt. Durch multifunktionale Einbauten, neue Wandöffnungen und eine kluge Anordnung der Medien an den Wänden wurden klare Blickachsen geschaffen und eine Großzügigkeit, die zuvor nicht gegeben war.
VILLA 1909
Irene Maier
innenarchitektur im2, Wiesbaden
Foto: Sandra Hauer
Der Sanierungsstau aus den 70er-Jahren und fünf Umbauphasen hinterließen Spuren im ganzen Gebäude. Durch wohlüberlegte Eingriffe wurden Grundrisse optimiert, ungenutzte Warmluftschächte, Fliesenschichten und unzählige Holzvertäfelungen im Dachboden entfernt, historische Böden freigelegt und saniert und das Gebäude mit wohngesunden Materialien wie Holzfaserdämmung, Lehmputz, Kalkputz und Leinölfarbe aufgewertet.
BÜRO MOLECULE
Britta Weißer
britta weißer innenarchitektin, Berlin
Foto: Martin Müller
Die denkmalgeschützte katholische Kirche St. Agnes, erbaut 1967 von Werner Düttmann, wurde 2012 von Lea und Johann König in Erbpacht übernommen. Der ehemalige Gemeindesaal dient nun als Unternehmenszentrale des Start-ups „molecule“, das dort seinen dezentralen Teams einen Identifikationsort bieten möchte. Das Design kombiniert hochwertige neue Produkte mit Vintage-Elementen, um ein einzigartiges Arbeitsumfeld zu kreieren.
ARBEITEN
HARDWARE ARBEITSPLÄTZE
Isabell Ehring,
freie Innenarchitektin
Foto: Philip Kottlorz
Für das Software-Unternehmen Vector Informatik GmbH entwarfen wir eine flexible Pilotfläche von 365 m², die neuen Maßstäbe für Industriearbeitsplätze setzt. Im Fokus stehen die Bedürfnisse der Mitarbeitenden. Diese werden mit speziell entwickelten Arbeitstischen, beweglichen Kommissionier-Wägen und einer monochromen Gestaltung erfüllt. Wegeleitsystem, Pausenraum und Schulungsbereich ergänzen die Fläche.
BEYOND SPACES
Angelika Donhauser
Henning Larsen, München
Foto: Phlip Kottlorz
Beyond Spaces – Plattform für Zusammenarbeit und Wissensaustausch. Die von einem charakteristischen skandinavischen Akzent geprägte Innenarchitektur dient als Modell für modernes und hybrides Arbeiten in einem kollaborativen und gesunden Umfeld.
ARBEITEN IM EHEMALIGEN SCHWIMMBAD
Johanna Rybak
urselmann interior
Foto: Magdalena Gruber
Arbeiten, Kochen und Zusammenkommen in einem ehemaligen Schwimmbad – das geht im Community Space des neueröffneten POHA House im Preuswald Aachen. Das rund 500 m² große Schwimmbad wurde aufwendig saniert und im Innenausbau mit rund 95 % ReUse- oder Cradle-to-Cradle-Materialien eingerichtet.
GASTRO
TRADITION BEWAHREN, ZUKUNFT GESTALTEN
Natalie Ziesemer, Annika Butting
buerohauser, Altensteig & Berlin
Foto: Marcus Wend
Natur, Wald und frisches Grün ist die Leitidee beim Umbau des Restaurants im Traditionshotel Erikson in Sindelfingen. Bogenelemente mit farblich abgesetzter Tiefenstaffelung, florale Motive und Holzlamellen strukturieren den Raum neu und interpretieren das Thema Wald auf zeitgemäße Weise.
RESTAURANT RARO IM MÜHLENHOF
Ingo Haerlin
DESIGN IN ARCHITEKTUR, Darmstadt
Foto: Lars Gruber
Mit der Gestaltung des Restaurants RARO im Mühlenhof wollten wir einen Ort schaffen, der nicht nur funktional ist, sondern auch die Sinne anspricht. Die Gäste sollen ab dem Moment des Ankommens ein ganzheitliches Erlebnis aus Genuss, Atmosphäre, Natur und Design erfahren.
HIGH QUALITY MEETS LOW BUDGET
Christine Gratzfeld
Gratzfeld Innenarchitektur, München
Foto: Robert Fischer
Der Charme der 60er-Jahre und einige wenige, aber hochwertig gestaltete Elemente geben dem luftig möblierten Tagescafé seinen unverwechselbaren Charakter. Der Raum spiegelt die Qualität des kulinarischen Angebots. „Less is more“ findet hier eine ganz eigene, neue Bedeutung.
SALZWASSER
Christiane Maucher
architektur + raum, Kempten
Foto: Rupp Hermann
Ein leerstehendes Ladenlokal hat einen neuen Pächter: Salvo hat ein Restaurant mit Frontcooking eröffnet. Beim Umbau der Räumlichkeiten stand das Freilegen und Bewahren im Vordergrund. Im Zentrum des nur 40 m² großen Raumes steht der multifunktionale Tresen.
WOHNEN
NEST 33
Elisabeth Müller
Elisabeth Müller Innen-Architektur, Berlin
Foto: Kfir Harbi
NEST 33 transformiert ein 33 m² Apartment in einen funktionalen und ästhetischen Wohnraum. Die Bauherrin wollte sich radikal auf das reduzieren, was sie wirklich braucht. Der Entwurf folgt dem Prinzip „Reduktion schafft Raum“ und setzt auf minimalistische Materialwahl sowie clevere Raumnutzung.
NEUER LOOK IN ALTEN MAUERN
Dorothee Maier
meierei Innenarchitetur / Design, München
Foto: Andreas Hoernisch
Kernsanierung 80er-Jahre – Neben der kompletten Fassadenerneuerung prägt innen eine moderne Treppe den neuen Look. Das Herzstück des Hauses ist die erweiterte Küche mit Essbereich und das angegliederte Wohnzimmer mit Kamin und Fensternische. Im OG sorgen offene Raumhöhen und hochwertige Materialien für Leichtigkeit.
WIEDERBELEBT
Peggy Kastl
Baustudio, Rostock
Foto: Stefanie Auer
Die Bauwende stellt bisherige Denkweisen infrage. Kreislaufwirtschaft, einst selbstverständlich, gewinnt neu an Bedeutung. Sanierungen und die Wiederbelebung alter Techniken lohnen sich trotz Aufwand – sie erfordern Mut, Wissen und Rückhalt.
HOUSE RA
Anna Caspar
StudioCape, Berlin
Foto: Hannes Caspar
Ein Einfamilienhaus am Berliner Stadtrand wurde für eine vierköpfige Familie umgebaut, um einen offenen, großzügigen Grundriss zu schaffen. Das Erdgeschoss vereint Wohnbereich, Küche und Gartenblick, das Obergeschoss dient als Arbeitsraum. Maßgefertigte Möbel und innovative Stauraumlösungen prägen das Interieur, das durch fugenlose Mikrozement-Wände und Holzböden in Eiche eine schlichte, helle Atmosphäre erhält.
H133
Flora Maria Immler
studio ukiyo, München
Foto: Gabriel Büchelmeier
Die ca. 160 m² Wohnfläche des Reihenmittelhauses (Baujahr 1992) wurde teils entkernt und im Japandi-Stil modernisiert. Dieser Stil vereint reduziertes Design, natürliche Materialien und dezente Farben. Japanische Details harmonieren mit klaren Linien. Geplant für eine vierköpfige Familie.
EINHAUS ADAPTION
Christian Spohn
crs.spn, Zweibrücken
Foto: Christian Spohn
Der Grundgedanke war die Realisierung eines Gebäudes in typischer Bauform der Großregion Saar-Lor-Lux. Der Grundriss gliedert sich in halböffentliche und private Bereiche. Die Garderobe in antikrosa zeigt sich als Kabinett des Quartiers. Das Deckenrelief versteht sich als Adaption früherer Stuckrosetten.
AUS ZWEI WIRD EINS
Lennart Efsing
redbeard interior GmbH, Düsseldorf
Foto: zvei_studios
Ein ehemalig zweigeteiltes Bauernhaus, geprägt durch eine Vielzahl kleiner enger Räume, besticht nun durch seine offene, lichtdurchflutete Raumstruktur, welche die Weite der umliegenden Natur aufnimmt und in Form von großflächigen Öffnungen ins Hausinnere trägt.
GESUNDHEIT
AUF DIE PLÄTZE, FERTIG, LOS
Lars-Erik Prokop
12:43 Architekten, Stuttgart
Foto: Markus Guhl
In der Kinderzahnarztpraxis Zahnliga wird mithilfe eines organisch geformten Mittelblocks und einer farbenfrohen Gestaltung subtil ein sportliches Thema vermittelt. Sanft geschwungene Rundungen und klar definierte Bereiche erschaffen eine positive Raumwirkung auf Augenhöhe der kleinen Patientinnen und Patienten.
FILU VETERINARY
Andrea Köhler
raumgestöber, München
Foto: Bianca Keck
Wohlfühlen und Entspannen trotz Zahnweh und Zecke. Das Start-up filu stellt Tierwohl und Mensch im Fokus. Die Münchner Praxis vereint effiziente Abläufe mit einem modernen, markentypischen Wohlfühlambiente. Sanfte Farben, Rundbögen und durchdachtes Design schaffen eine entspannte Atmosphäre für Mensch und Tier – sichtbar bis ins Detail.
GEWERBE
START-UP CAMPUS
Sabine Krumrey
brandherm + krumrey interior architecture, Standort Hamburg
Foto: Joachim Grothus
Welche räumliche Umgebung unterstützt die nächste Generation bei ihrer Arbeit? Diese Frage leitete die Gestaltung des Start-up Campus „garage 33“ in Paderborn. Auf dem ehemaligen Kasernen-Areal Barker entstand ein Center für Technologietransfer und Existenzgründung der Universität Paderborn mit diversen Arbeits- und Meetingflächen.
TANZSTUDIO MOOVE
Julia Schneider
iam interior.architects.munich, München
Foto: Chrissie Schaum van Royen
Für die Hip-Hop Tanzschule Moove-Academy schufen wir im Untergeschoss eines Münchner Einkaufszentrums auf ca. 215 m² neue Räume. Das Design verbindet Funktionalität und Ästhetik und erzeugt eine kraftvolle Anmutung von Raum und Bewegung, das die kreative Energie der Tänzer*innen unterstreicht und gleichzeitig ein cooles, modernes und inspirierendes Ambiente schafft. Das Zusammenspiel von Spiegeln und Silber betont den modernen, futuristischen Charakter des Raumes.
TEEKANNE
Heiner Kolde
bkp GmbH, Düsseldorf
Foto: Annika Feuss
Das Projekt optimiert Arbeitsabläufe durch eine Gestaltung, die exakt auf Qualitätssicherung und Produktentwicklung abgestimmt ist: Eine zentrale Spülküche sowie die Kombination von Probiertheke und Büro erleichtern Prozesse. Anforderungen an Blindverkostungen wurden in den Meetingräumen integriert.
KÖNIG FUSSBALL
Andrea Weitz
raumkontor Innenarchitektur, Düsseldorf
Foto: Lichtwert Zwei – Klinkhammer & Pauly Photography
Das Gestaltungskonzept der Fußballloge unterstützt die elektrisierende Atmosphäre des Ortes und leistet dadurch einen Beitrag zum legendären Flair des Stadions. Das Projekt zeigt, wie sich eine Eigenständigkeit der Atmosphäre und eine nachhaltige Materialauswahl verbinden lassen.
LONGLIST































































































