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3. Februar 2015

BDIA im Gespräch mit… Aimo Aimo von aimoplus, Hamburg

Aimo Aimo_AIT_2_AusschnittVerraten Sie uns das Geheimnis Ihres Namens?
Das Geheimnis, wie ich aus dem Bergischen Land zu diesem finnischen Namen komme, haben meine Eltern für sich behalten. Zur Bedeutung gibt es zwei Versionen, entweder aus dem Hebräischen („den der Herr besitzt“) oder aus dem Finnischen („gut, ausgezeichnet, tüchtig“). Ob eines zu mir passt?

Welche Begriffe prägen Ihre Arbeit am stärksten?
Für mich ist das Thema Verantwortung besonders bedeutsam. Es geht nicht nur um Bauqualität und Kostensicherheit, sondern vor allem um gestalterische Qualität. Zeitgemäß und doch zeitlos zu sein. Ich glaube an den großen Einfluss von (Innen-)Architektur auf Menschen, ganz nach unserer Maxime „First we shape our buildings and then our buildings shape us.“ (Winston Churchill)

Ist Innenarchitektur komplexer geworden?
Ob Komplexität gestiegen ist, wage ich zu bezweifeln. Denn wo manches komplexer geworden ist, haben wir heute auch mehr Möglichkeiten wie durch CAD, durch Recherche im Internet oder über mobile Erreichbarkeit…Technologien vereinfachen Prozesse auch.

Was können Innenarchitekten von anderen Disziplinen lernen?
Alle können immer von allen lernen. Selbstkritische Reflexion und Offenheit gegenüber Inspirationen – egal aus welcher Richtung – ist für mich eine grundsätzliche Lebenshaltung.

Wer hat Sie als Vorbild inspiriert?
Hervé Guibert hat geschrieben „Als ich klein war, schaute ich in den Himmel, streckte ihm meine Faust entgegen und sagte: Ich bin dagegen! Heute schaue ich in den Himmel und sage mir: Wie schön!“ Noch immer bin ich kritisch, hinterfrage vieles – aber nicht mehr so rebellisch wie früher. Aber wenn mich etwas beeindruckt hat, dann die Filmarchitektur der frühen James-Bond-Filme.

Welche Aufgabe hat Sie zuletzt begeistert?
Ich lebe sehr im Jetzt – entsprechend ist das aktuelle Projekt immer das wichtigste. Dabei geht es vor allem um eine gute Zusammenarbeit mit Kunden oder Kollegen.

Welchen Ort haben Sie im letzten Jahr für sich entdeckt?
Wir durften schon viele internationale Projekte an großartigen Orten wie Nizza, Stockholm oder Kapstadt umsetzen. Aber besonders ist London für mich: unglaublich bunt, lebendig und tolerant.

Warum engagieren Sie sich als Mitglied im BDIA?
Grundsätzlich finde ich es wichtig, dass man etwas an die Gesellschaft zurückgibt. Und ich bin dankbar für viele Chancen und Optionen, die den erst Erfolg möglich gemacht haben.

Aimo Aimo ist Innenarchitekt und seit 2014 Mitglied im BDIA.
»www.aimoplus.de

Erschienen in der AIT 1/2 2015

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