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14. Juni 2016

bdia im Gespräch mit… Christina Biasi-von Berg, Meran/Italien

Christina Biasi-vom Berg, Meran/Italien

Wie lebt und arbeitet es sich in Südtirol?

Ich lebe und arbeite gerne in Südtirol. Da es das Berufsbild des Innenarchitekten in Italien nicht wie in Deutschland gibt, habe ich meine Tätigkeit zwischen den Bereichen Architektur und Design selbst definiert. Das war einerseits eine Herausforderung aber gleichzeitig auch ein gewisse Freiheit.

Fühlen Sie sich als deutsche Innenarchitektin?

Ich fühle mich als deutschsprachige Innenarchitektin in Europa, da ich täglich in mindestens drei Ländern telefoniere und agiere. Ich lebe und arbeite in einem Gebiet, welches in kurzer Distanz verschiedene Sprachen und Kulturen vereint. Das macht die Arbeit spannend und abwechslungsreich und lässt keine Möglichkeit zu unflexiblem Denken und Handeln. Die gleiche Offenheit und unkomplizierte Haltung wünsche ich mir für Gesamteuropa.

Was können Sie von italienischen Kollegen lernen?

Die perfekte Inszenierung.

Und was können italienische Kollegen von Ihnen lernen?

Das umfassende Denken in der Innenarchitektur: das Planen von Innen heraus, welches aber Außen auch sichtbar wird.

Wer hat Sie als Vorbild inspiriert?

Meine Vorbilder sind oft Freunde oder kreative Menschen in meiner Umgebung, die oft ohne spezifische Vorbildung sehr ausdrucksvolle Räume gestalten. Das bewegt mich dann wieder dazu, intuitiver an Planungen heranzugehen.

Welche Aufgabe hat Sie zuletzt begeistert?

Der Entwurf eines Markstandes.

Und welches Thema bereitet Ihnen im Moment Kopfzerbrechen?

Wieder mal wie ich die Umsetzung geltender Vorschriften, wie z.B. Brandschutz, am besten so verstecken kann, dass sie das Raumerlebnis nicht zu sehr stört.

Welchen Ort haben Sie in diesem Jahr für sich entdeckt?

Ich war vor kurzem in Wien. Dort hat mich die Zeitlosigkeit und Ausstrahlung einiger mehr als 100 Jahre alter Innenräume fasziniert, zum Beispiel die Loos-Bar, Lobby vom Hotel Sacher).

Warum engagieren Sie sich als Mitglied im BDIA?

Ein wichtiges Ziel ist es, die Chancengleichheit der innenarchitektonischen Ausbildung zu fördern und einen Austausch zwischen europäischen Innenarchitekten zu ermöglichen.

Christiane Biasi-von Berg ist Innenarchitektin und seit 1997 Mitglied im BDIA.

Was ist Ihre Meinung dazu?