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27. April 2016

bdia im Gespräch mit… Jeanette Seltmann, Chemnitz

portrait_jeanette_seltmannSie haben 1988 das Diplom an der Bauhaus Universität Weimar gemacht. Ihr erster Job?

Direkt nach dem Studium habe ich beim VEB Innenprojekt Halle, Außenstelle Karl- Marx- Stadt gearbeitet. Ich war dort bis 1990 als Innenarchitektin tätig.

Die wichtigste Erkenntnis aus Ihrer Ausbildung?

Mein Studium an der Bauhausuniversität Weimar war eine sehr schöne, interessante Zeit, die mein Leben in jeder Hinsicht geprägt hat. Dazu gehört neben der großen Lust an Kreativität auch die Erkenntnis, dass gute Architektur mehr als 8 Stunden Arbeit am Tag erfordert. Und: Architektur und Innenarchitektur kann man nicht trennen.

Wie haben Sie den 9. November 1989 und die Tage danach erlebt?

Die Nachricht vom „Mauerfall“ habe durch die „Tagesschau“ erhalten. Richtig realisiert hat man es erst in den darauffolgenden Tagen. Ein weiteres wundervolles Ereignis: am 13. November 1989 wurde mein Sohn geboren.

Wann hatten Sie die ersten Kontakte zum BDIA?

Ich besitze noch die „Vorläufige Mitgliedskarte – Nr. 104“ vom 10.09.1990, also müssen 1990 die ersten Kontakte geknüpft worden sein.

Wer hat Sie als Vorbild inspiriert?

Die großen Bauhausmeister Walter Gropius, Le Corbusier und natürlich Mies van der Rohe, die wichtigsten Vertreter der Moderne und Großmeister der Proportionen, die mit ihrer zeitlosen, unaufgeregten Formensprache die Gebäude auch zur Natur öffneten.

Welche Aufgabe hat Sie zuletzt begeistert?

Jedes Bauobjekt begeistert. Erst ist die neue Bauaufgabe fremd, aber je tiefer man in die Aufgabe eindringt und Lösungen sucht, desto mehr baut man Beziehungen auf, begeistert sich und kann am Ende manchmal nicht mehr loslassen.

Welchen Ort haben Sie im Letzten Jahr für sich entdeckt?

Kopenhagen! Eine grüne, entspannte Stadt mit pulsierendem Leben, hervorragender neuer Architektur, unaufgeregtem jungem Design und super freundlichen Menschen.

Warum engagieren Sie sich als Mitglied im BDIA?

Die Vertretung unserer Interessen ist wichtig, ebenso die Unterstützung bei konkreten Problemen. Und der Erfahrungsaustausch mit Kollegen ist unverzichtbar.

Jeanette Seltmann ist Innenarchitektin und seit 1991 Mitglied im BDIA, Landesverband Sachsen/Sachsen-Anhalt.

Erschienen in der AIT 4/2016

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