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1. Mai 2017

bdia im Gespräch mit… Sabine Keggenhoff, Arnsberg

 

 

Was raten Sie Ihren Absolventen an der PBSA Düsseldorf, wenn sie ihren Abschluss in der Tasche haben?

Ich rate meinen Masterabsolventen, dass sie so schnell wie möglich in den beruflichen Alltag einsteigen, um ‚schlussendlich’ Praxiserfahrung zu erlangen. Den Bachelorstudierenden, kann ich zwischen den Studiengängen gleiches ans Herzen legen – liegt doch in der Kürze und Struktur des Studiums, der Formation von Basiswissen und Werkzeug, doch wenig Möglichkeit ergänzend noch ein praxisorientiertes Arbeiten zu vermitteln.

Was beschäftigt die Studenten am meisten?

Ich habe das Gefühl, dass die Studierenden viel Zeit und Energie damit verbringen, dass sie neben dem eigentlichen Studium sich selbst finden wollen und müssen, das richtige Maß an persönlichem Ansatz und gestalterische Aussagen entwickeln. Dabei gilt es eine gewisse Pragmatik zu erlernen, die nicht direkt erschütterbar ist, sich auf dem Prüfstand beweisen kann und den Nutzen des eigenen Vorgehens erkennen lässt.

Welche Rolle spielt die spätere Berufspraxis in der Ausbildung an Ihrer Hochschule?

Das liegt in der Ausrichtung und dem didaktischen Ansatz der einzelnen Lehrperson. Oftmals ist es eine Entscheidung des individuellen Ansatzes, dabei interessen- und projektabhängig. Während ein Teil die Anwendbarkeit und den Praxisbezug fokussiert, arbeiten andere die gestalterische Haltung der Studierenden mit Fokus auf Idealismus heraus. Konzept, Theorie und Konsequenz sind bei beiden Ansätzen wichtige Basis.

Welche Aufgabe hat Sie zuletzt begeistert?

Das Guga S’Thebe Children’s Theatre Kapstadt in einem der ältesten Townships Südafrika, von internationalen und interdisziplinären Protagonisten (u.a. auch der PBSA unter der Leitung von Prof. Judith Reitz) gemeinsam geplant und umgesetzt. Anspruch des damit verknüpften Lehrkonzeptes ist es, den Studierenden ein Verständnis von Architektur als soziale Verantwortlichkeit zu vermitteln. Die Synergien und Perspektiven, die durch das gemeinsame Engagement entstanden sind, finde ich sehr bemerkenswert und motivierend.

Warum engagieren Sie sich als Mitglied im bdia?
Der BDIA, als fokussierte Interessenvertretung für uns deutsche Innenarchitekt*innen, schützt den Titel, erfasst unser Wissen, sorgt für Synergien, Austausch, führt Erfahrungen zusammen und bündelt dies für das (Berufs-)Bild, das in die Öffentlichkeit getragen wird. Dieses mitzugestalten und weiterzubringen ist mir wichtig.

Prof. Sabine Keggenhoff ist Innenarchitektin und seit 1994 Mitglied im bdia.

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