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2. September 2015

bdia im Gespräch mit… Yvonne Habermann, Hamburg

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Yvonne Habermann, Innenarchitekturinsel, Hamburg. Foto: Sebastian Schupfner

Woran denken Sie bei „Raumwahrnehmung“ als erstes? 
Den Raum mit allen Sinnen wahrnehmen, auch die unbewussten Dinge.

Entwerfen Sie auch für das Unterbewusstsein?
Auf jeden Fall sollte auch das Unterbewusstsein mit in die Entwürfe einbezogen werden. Das geht bereits bei der Wegführung los, bis hin zu Kaufanregungen im Ladenbau und Entspannung im Wellnessbereich.

Ist Raumwahrnehmung individuell – oder universell? 
Ich denke, es ist vor allem für jeden erlernbar, einen Raum „wahr“ zu nehmen. Dennoch ist es auch individuell, da wir geprägt sind durch die Mode und die Medien sowie unsere kulturelleren Hintergründe und unsere Charaktere.

Was fasziniert Sie an Feng Shui?
Mit der „Kunst des Möglichen“ ist Feng Shui für Alle und für alle Bereiche anwendbar. Sowohl in den Grundlagen, die wir z.B. schon bei der Beachtung der Laufwege anwenden, bis hin zu einer komplexen und vielschichtigen Analyse kann ich für jeden Kunden das Optimum in meine Entwürfe einbringen.

Wer hat Sie als Vorbild inspiriert?
Meine Nichte; mit ihrer Neugier, ihrer Toleranz und ihrer Selbstliebe ist sie mir ein großes Vorbild, immer darüber nachzudenken, was wir wirklich „brauchen“.

Welche Aufgabe hat Sie zuletzt begeistert?
Die aktuellen Projekte ziehen mich immer in ihren Bann. Derzeit die Modernisierung eines Bauernhauses, der Umbau eines Bürogebäudes mit sehr experimentierfreudigen Bauherren und der Dachgeschossausbau eines Mehrfamilienhauses. Meine Kollegin Frau Wrusch sagte mal: “Wir bauen Prototypen.“ Ich finde damit hat sie Recht und so ist es immer spannend sich auf jeden neuen Bauherren und ihre Projekte einzulassen.

Welcher Raum hat Sie nachhaltig geprägt?
Die achteckigen Innenräume von Monticello in Virginia/USA von Thomas Jefferson haben mich vor gut 25 Jahren so begeistert, dass ich Innenarchitektur studiert habe.

Warum engagieren Sie sich als Mitglied im BDIA?
Weil es wichtig ist, der Öffentlichkeit zu vermitteln, wobei Innenarchitekten als Dienstleister helfen können. Zudem benötigen wir eine starke Vertretung unseres Berufsstandes in Deutschland, Europa und der Welt. Und persönlich liebe ich den Austausch und das Netzwerken mit den Kollegen.

Yvonne Habermann ist Innenarchitektin und seit 2011 Mitglied im BDIA.
www.innenarchitekturinsel.de
Erschienen in der AIT 9/2015

 

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