bdia.nrw_Durchblick: Neue Informationspflicht für selbstständige Innenarchitekten/Innen

Für selbstständige Innenarchitekten/Innen gilt ab dem 01. Februar 2017 eine neue Informationspflicht gegenüber privaten Bauherren (Verbrauchern). Sie ergibt sich aus der Erweiterung des Verbraucherstreitbeilegungsgesetzes (VSBG) zur Förderung der außergerichtlichen Streitbeilegung.

  1. Allgemeine Informationspflicht (abhängig von Bürogröße): 

Auf der Homepage und in den AGBs muss zukünftig angegeben werden, ob die Bereitschaft besteht, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen (§ 36 Abs. 1 Nr. 1 VSBG). Im Falle der Bereitschaft muss ebenfalls die Webseite und Adresse der zuständigen Stelle hingewiesen werden.

Unser Rat zur Vermeidung von kostenintensiven Abmahnungen: 
Da bislang keine Verbraucherschlichtungsstelle existiert, die auf die Fragestellungen des Architekturrechtes spezialisiert ist, empfiehlt es sich zu erklären, dass keine Bereitschaft zur Teilnahme an einem solchen Verfahren besteht. Es kann jedoch darauf hingewiesen werden, dass die Bereitschaft besteht an einem Verfahren der Schlichtungsstelle der AKNW teilzunehmen.

  1. Informationspflicht im Streitfall (unabhängig von der Bürogröße):

Bei bestehenden Streitigkeiten muss schriftlich (z.B. per Mail) auf die zuständige Verbraucherschlichtungsstelle hingewiesen werden. Darüber hinaus muss auch hier angegeben werden, ob die Bereitschaft besteht, sich an einem Verfahren vor dieser Stelle zu beteiligen.

Hier finden Sie den entsprechenden Praxishinweis der AKNW mit umfangreichen Informationen.