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21. Februar 2017

bdia anerkennung! Master für Kerstin Plass „Mikroappartements – Wohnen auf wenig Raum“

Masterarbeit WS 2016/17 an der Hochschule Kaiserslautern
Betreuung: Prof. Dipl. Ing. Gregor Rutrecht, Prof. Dipl. Ing. Werner Glas

Mikroappartements – Wohnen auf wenig Raum

„Lütte Bütt“

Das Hamburger Backsteingebäude liegt im Herzen von St. Pauli und bietet eine Heimat für insgesamt 89 Bewohner.  Ziel ist es, ein Zuhause für all diejenigen zu schaffen, die aus diversen Gründen ihre Heimat Hamburg verlassen müssten und so aus ihrem sozialen Umfeld herausgerissen und entwurzelt werden.
Die Single-, Doppel- und Dreier Appartements kombinieren ein Leben in der Gemeinschaft mit großzügigen Möglichkeiten für eine individuelle Entfaltung. Optisch getrennte Privat- und Multifunktionsräume schaffen Raum für Kommunikation und Gemeinschaft, aber erlauben ebenso den Rückzug für ein Gefühl der Intimität und Abgrenzung.
Die gemeinschaftlich genutzten Räume, wie Küche und Wohnzimmer, zeichnen sich durch eine multifunktionale Flä­chennutzung aus. Sichtbare und kaum sichtbare Elemente lassen sich herausklappen, wieder verstauen oder ausfahren. Dabei entscheidet die Lebens- gewohnheit jedes einzelnen Bewohners, ob ein Teil zur Dauernutzung gebraucht wird, oder nur temporär zum Vorschein tritt. Kleine Fenster­nischen auf der gegenüberliegenden Seite des Eingangsbereiches lenken den Blick nach drau­ßen in den öffentlichen Flurbereich und nehmen Bezug zum angrenzenden Nachbarn. Die erhöht liegenden Privaträume als fester Rückzugsort lassen sich über Rollläden komplett abschotten und schaffen auf diese Weise eine Atmosphäre der Ruhe und Zurückgezogenheit trotz des geringen Wohnraumes. Schlafen, Arbeiten und Entspannen sind mithilfe des hochfahrbaren Bet­tes kein Problem. Diverse Gemeinschaftsräume schaffen gemeinsame Erinnerungen und binden den Bewohner emotional an das Haus und seine Bewohner.
Das Projekt „Lütte Bütt“ wird durch eine lokal an­sässige Organisation unterstützt, die den Bewoh­nern bei Fragen und Problemen zur Seite steht. Kerstin Plass

Die Bewertung  der Abschlussarbeiten erfolgte am 20. Januar 2017. Jury:
bdia AKS Innenarchitektin Simone Waschbüsch; Pierre Grün, bdia Innenarchitekt und Vorstandsmitglied bdia Saarland/Rheinland-Pfalz

Jurybegründung:  klare Grundrissstruktur, aktuelles Thema, multifunktionale Flächennutzung, gut durchdachte und detaillierte Planung der Einzelzellen, atmosphärisch schöne Darstellung.

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