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23. April 2015

BDIAusgezeichnet! Master für Katharina Woll “Friedhof im Hochbunker” und BDIAnerkannt! Master für Aline Schäfer „Die Ästhetik der Nachbarschaft“ und Lisa Müller/Franziska Schmidt „Homelab“

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Pierre Grün (stellvert. Vorsitzender BDIA Landesvernand Rheinland-Pfalz/Saar; Timo Fott, BDIAusgezeichnet! des Vorjahres, Daniela Sachs Rollmann, Vorsitzende BDIA Landesvernand Rheinland-Pfalz/Saar

Hochschule Mainz: Die Bewertung erfolgte am 15. Januar 2015 im Rahmen eines Rundgangs zur Sichtung der 18 Master-Arbeiten des Studiengangs Innenarchitektur im WS 2014/15. Thema der Masterklasse war „Kommunikation im Raum“. Jury: Daniela Sachs Rollmann, BDIA Vorsitzende Saarland/Rheinland-Pfalz, BDIA Innenarchitekten Prof. Jens Wendland und Pierre Grün, Birgit Brüggen, Leiterin Zentrum für Baukultur, Mainz.

BDIAusgezeichnet! Master für Katharina Woll „Ein Friedhof im Hochbunker“

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Modell Hochbunker im Querschnitt

Grundriss Katahrina Woll_Friedhof Hochbunker

Grundriss Urnenreihe mit Erinnerungsräumen

In vielen deutschen Großstädten stehen Bunker als Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg. Ihre zentrale Lage als ehemaliger Schutzbunker überzeugt, diesen Bunkern eine neue Aufgabe zu geben: Verstorbenen das letzte Obdach in unserer Mitte. Man betritt den massiven Bunker ebenerdig. Es ist ein Ort fern von Raum und Zeit, man kann die Welt für einen kurzen Augenblick anhalten und der Toten gedenken, ihnen näher sein. Zwischen mächtigen Betonwänden gelangt man über eine weiße Gitterrosttreppe nach oben. Durch eine Öffnung in der Decke zeigen sich Himmel, Wind und Wetter. Im ersten Stockwerk beginnen die Urnengräber, welche bis unter die Decke rei­chen, unterbrochen von Erinnerungsräu­men, die auf einzelnen Stockwerken in die Stadt kra­gen als Verbindung zur Außenwelt. (Betreuung: Prof. Gerhard Kalhöfer)

Jurybegündung: Trotz Sichtbeton und Stahl wird durch den Einsatz von hinterleuchtetem transluzenten Beton eine sehr warme beschützende Atmosphäre geschaffen. Die angebauten Erinnerungsboxen mit ihrer Holzvertäfelung gewähren Trost. Die Verbindung über die Öffnung des Daches zum Himmel durchflutet den Raum mit Tageslicht. Die offene weiße Gitterträgerdecke verbindet die Etagen, ohne den Blick zu behindern.

BDIAnerkannt! Master für Aline Schäfer „Die Ästhetik der Nachbarschaft“

5Jurybegründung: Das Berufsfeld der Innenarchitekten unterliegt starkem Wandel, die Ausbildung reagiert darauf indem Arbeiten die im weitesten Sinne mit Kommunikation im Raum zu tun haben bearbeitet werden können. Diese Arbeit ist grafisch sehr gut gestaltet und wendet sich mit Humor dem Thema Nachbarschaft zu.

BDIAnerkannt! Master für Lisa Müller und Franziska Schmidt „Homelab“

Homelab_Schmidt+Müller-13Jurybegründung: Hier wurde sehr kontrovers diskutiert, letztendlich erfolgte eine Anerkennung, weil diese Arbeit zeigt, dass Innenarchitekten sich Gedanken zu aktuellen Fragestellungen machen. Die Arbeit ist grafisch hervorragend, didaktisch logisch und die gut gestaltete Präsentation könnte direkt als Messestand Verwendung finden. »Mueller und Schmidt: Masterthesis Homelab

Kategorie: BDIAusgezeichnet!
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