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5. Mai 2017

bdia ausgezeichnet! Bachelor für Jannik Naumann „Auf den Spuren der Monorail“

Bachelorarbeit SS 2016 an der Hochschule HAWK Hildesheim
Betreuung: Prof. Dipl. Ing. Günter Lois Weber, Prof. Dr.-Ing. Paul W. Schmits

Auf den Spuren der Monorail – Umnutzung der Sydney Monorail Stationen zu einem zusammengehörigen Restaurantverbund

Der Stadtteil Darling Harbour, im Herzen der Großstadtmetropole Sydney, befindet sich seit den 60er Jahren im Wandel. Der ehemalige Handelshafen der Stadt war nach mehr als 150 Jahren industrieller Nutzung so stark verkommen, dass die Stadt Sydney eine Umstrukturierung und Umgestaltung dieses Areals in die Wege leitete. Ab diesem Zeitpunkt entwickelt sich Darling Harbour stetig weiter und ist schon heute eines der größten Freizeit- und Erholungsgebiete der Stadt. Hotels, Restaurants, Shoppingpassagen, Entertaimentangebote und das große Convention and Exhibition Center haben sich hier niedergelassen.

Über den Dächern des Stadtteils sind außerdem noch drei der damals insgesamt acht Stationen der Sydney Monorail zufinden. Sie stehen seit 2013 leer und blicken in eine ungewisse Zukunft.

Dieser spannende Ort hat mich dazu inspiriert, mich in meiner Bachelor Thesis, mit der Gestaltung eines Restaurantverbundes in den leerstehenden Stationen der Sydney Monorail in Darling Harbour, Australien zu beschäftigen.

So kam schnell die Idee, mit einem besonderem Restaurantkonzept die drei Stationen wieder zu verbinden und sie zu einer Einheit werden zu lassen. Es sind drei Restaurants entstanden, die als eine Einheit gesehen, oder getrennt voneinander genutzt werden können.

Angefangen bei der Convention Station findet der Gast ein Angebot an Appetizer, Aperitifs und anderen Kleinigkeiten vor. So kann der Gast sich auf eine kulinarische Reise durch den Stadtteil einstimmen. Die Harbourside Station wird zur Main Station und bietet eine internationale Küche. Der Hauptgang kann bei einer atemberaubenden Aussicht über den Hafen genossen werden. Abgerundet wird die Reise in der ehemaligen Darling Park Station, in der sich nun eine Bar befindet. In der von Hochhäusern umringten Station hat der Gast die Möglichkeit bei einem Getränk die Reise revue passieren und die Atmosphäre der Großstadt auf sich wirken zu lassen.

In der Umnutzung werden die Stationen zu einem Rückzugsort vom Trubel des Hafens und lautem Leben in der Großstadt. Das Thema Hafen und Schifffahrt wird leise aufgegriffen und schlägt so eine Brücke zur Historie des Stadtteils.  Um die Verbindung der Stationen wieder herzustellen, ist das Farb- und Materialkonzept in jeder der drei Stationen gleich. Lediglich die Gewichtung der Materialien und Farben variiert. Im Fokus der Gestaltung von jeder Station steht der Blick und die Aussicht nach draußen. Die großen Fensterfronten in den Bahnröhren prägen den Innenraum und schaffen so die Verbindung nach draußen. In der Convention Station hat das gemütliche Beisammensein Vorrang. Kleine Sitzkuben sorgen für eine introvertierte Atmosphäre und entsprechende Leuchten auf den Tischen schaffen kleine Lichtinseln. Eine offene Küche lässt Einblicke in die Abläufe der Köche zu. Die Harbourside Station bekommt eine zweite Etage. Diese ist nur für Personal gedacht und beinhaltet die Küche. Diese ist das neue Hauptmerkmal und schon von weitem, als ein leuchtender Kubus, sichtbar. In der Darling Park Station dreht sich alles um die Bar, die im Mittelpunkt des Geschehens steht. Geschwärzter Stahl wie im Schiffsbau, kleine goldene Highlights wie auf einem Kreuzfahrtschiff und Beton bilden die Grundmaterialien der Gestaltung.

Das entstehende High-End Restaurant spricht die vorhandene Zielgruppe an und lockt ebenso zusätzliches Publikum aus den nahegelegenen Hochhäusern im CBD. Es ist ein interessantes Konzept für ein Restaurantverbund in ebenso reizvollen Gebäuden und in einer besonderen Umgebung entstanden. Jannik Naumann

Jurybegründung: Diese Arbeit beinhaltet die Umnutzung von drei stillgelegten Monorailstationen im australischen Sydney. Die Idee, die ehemalige Station zu einem Rwestaurantverbund umzunutzen, hielt die Jury für besonders gelungen. Ein großer Wert wurde auf die Visualisierung und Lichtplanung gelegt, was die Jury lobend erwähnen möchte. Die Zusammenstellung der Materialien unterstreichen den besonderen Charakter des Entwurfs.

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