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30. Januar 2017

bdia ausgezeichnet! Bachelor für Jumana al Moyed „Flagshipstore Converse in Berlin“

Bachelorarbeit WS 2015/16 an der Hochschule Darmstadt
Betreuung Prof. Carsten Gerhards

Flagshipstore Converse in Berlin

Der zu entwerfende Converse Laden befindet sich im Herzen von Berlin in einem alten Parkhaus. Das neunstöckige Gebäude liegt an der Kreuzung Dorotheenstraße, Plankstraße, parallel zur stark besuchten Einkaufsstraße Berlin Friedrichstraße und unweit von vielen Sehenswürdigkeiten und Menschenmassen. Da der ursprüngliche Haupteingang des Parkhauses in einer Hintereinfahrt liegt, wurde der Ladeneingang zur Kreuzung Dorotheenstraße, Plankstraße verlegt.

Das Gebäude ist in Splitlevel aufgeteilt. Aus diesem Grund liegt das Untergeschoss einen Meter unter der Geländeoberkante auf der Haupterschließungsseite. Um den Eingang wieder auf einer Höhe mit dem hinteren Bereich des Parkhauses zu bringen, würde der Boden an dieser Stelle erhöht werden. So ergibt sich ein Pfad der geradewegs durch den Verkaufs- und Präsenationsbereich leitet.  Im Kontrast zum kalten, massiven Bestand soll der Ausbau eine gewisse Leichtigkeit und Wärme ausstrahlen. Dies wird durch die Anwendung von Holz und geschwungenen Wegen zur Aufbrechung des strengen Stützenrasters erreicht.

Ein Steg vom Eingang schnürt sich über verschiedene Niveaus zu einer Schrankinsel mit Anprobemöglichkeiten. Von dort aus gelangt man auf die bestehende Parkhausrampe, die als Sitzfläche für Vorführungen auf einer Leinwand dienen kann, ins Obergeschoss. Zusätzliche Sitzbänke, inspiriert von der klassischen Basketball Sitzbank, bieten eine weitere Möglichkeit Produkte auszustellen. Im Obergeschoss befindet sich eine Getränkebar mit einer Lounge, die wegen der niedrigen Raumhöhen aus tieferem Sitzmobiliar ausgestattet ist.  Vom Obergeschoss aus sieht man die von der Berliner Mauer inspirierten Stahlbetonwände, die über zwei Ebenen reichen und die Stadt in den Store einbinden sollen.

Eine Treppe auf dieser Galerie führt ins Untergeschoss, welches eine große Freifläche für Events und Veranstaltungen bietet. Zudem ist hier eine Kreativbar vorhanden, an der man seine Schuhe selbst entwerfen kann. Eine zweite Podestebene kann als Veranstaltungs- bühne für z.B Converse Musikevents oder  Meet and Greet‘s mit Athleten genutzt werden. Da der Innenraum sehr lebendig ist, wurde bei der Gestaltung der Fassade darauf geachtet, dass sie sehr schlicht und minimal bleibt und doch die Marke Converse wiederspiegelt.
Alle Regale im Innenraum dienen gleichzeitig als Schaufenster. Jumana al Moyed

Die Bewertung von 17 Bachelor- und 3 Masterarbeiten erfolgte am 28. Januar 2016. Teilnehmer der Jury waren: Prof. Anke Mensing, Landesvorsitzende bdia Rheinland-Pfalz/Saarland und Innenarchitektin Daniela Sachs Rollmann, Innenarchitekt Pierre Grün, bdia Vizepräsidentin und Innenarchitektin Pia A. Döll sowie die Preisträgerin des Vorjahres Katharina Jungfleisch.

Jurybegründung: Reminiszenz an die Stadt Berlin. Deren Geschichte aus Mauer, Trennung, Bunker und Graffiti wird neu interpretiert und in Szene gesetzt. Dem relativ kühlem und rauem Ambiente aus Beton und Stahl, steht als Kontrast die fließende Erschließung des Verkaufsbereichs aus Parkettboden und Holzsystemmöbeln entgegen. Dadurch entsteht eine klare und nachvollziehbare Trennung der Funktionsbereiche, in denen Marke und Produkt erlebbar werden.

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