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25. Januar 2017

bdia ausgezeichnet! Bachelor für Lena Wischmann „Netzwerk“

Bachelorarbeit SS 2016 an der Hochschule Darmstadt
Betreuung: Prof. H.A. Raiser

Netzwerk

„Zeichen setzen.
Immer mehr Menschen machen sich auf den Weg Richtung Europa – Richtung Deutschland, auf der Suche nach Sicherheit, Geborgenheit und einem menschenwürdigen Leben. In dieser unruhigen Zeit ist es umso wichtiger, diesen Menschen ein neues Heimatgefühl zu geben und behutsam eine Inklusion zu schaffen.
Hierfür galt es, ein Flüchtlings- und Inklusionsressort in Gießen zu planen.
Das Gebäude liegt in der siebtgrößten Stadt Hessens, im Industriegebiet der Weststadt.
Es wurde zwischen 1908 und 1912 als Schlachthof gebaut und bis 2013 von der Firma E. Färber GmbH & Co. KG betrieben. Im Anschluss daran folgte der Lehrstand.
Mit dem Umbau des alten Schlachthofes soll nun auf ca.5000 qm ein innovatives Gemeinschaftswohnen und kreatives Miteinander entstehen.
Im Ostflügel des ehem. Schlachthofes soll das Wohnen für Flüchtlinge, ein Kleider- tauschmarkt eine „Kunsthandwerkstatt“ und ein Veranstaltungsraum entstehen.
Die Verbindung zum Westflügel stellt eine zentrierte Markthalle mit täglich wechselndem, internationalem Angebot auf wandelbaren Marktständen dar, mit wegweisendem Wasserbecken, welches zur Freiheits- und Privatsphäre der Flüchtlinge beiträgt.
Im Westflügel treffen sich Menschen aus aller Welt im Hostel, welches durch den Café- und Barbereich, sowie einen integrierten Co-Working Bereich abgerundet wird.

Die Bestandsmaterialien aus Beton/Estrich, Mauerwerk, und die Tragwerke aus schwarzem Stahl werden mit natürlichen Materialien (Altholz, Seekiefer, Leinen, Messing) und Farbgebungen kombiniert, durch die indirekte Beleuchtung in Szene gesetzt und einzelne Elemente durch Spot-Beleuchtung hervorgehoben.
Durch das „NETZWERK“ und die umfangreichen Raumangebote werden Hoffnungen – Zukunft – Verbindungen von Mensch, Kultur und Sprache geschaffen.
Es entsteht so ein vielseitiges Angebot für alle Alters- und Zielgruppen in Form von Events (Konzerten, Ausstellungen diverser Art) und Bildungsmöglichkeiten (Seminare, Kurse etc.).
Ein Netzwerk entsteht. Lena Wischmann

Die Bewertung von 15 Master- und 14 Bachelorarbeiten erfolgte am 7. Juli 2016.
Jury: Pia A. Döll, bdia Vizepräsidentin und Innenarchitektin; Stefan Knut Bauer, stellvertretender Vorsitzender bdia Hessen und Innenarchitekt sowie Dominique Fritsches, Ausgezeichnete des Vorjahres.

Jurybegründung: Mit dem Netzwerk an der Lahn wird ein Ort geschaffen, welcher sich zur Stadt und deren Bevölkerung öffnet. Das Konzept würdigt das bestehende Gebäude und setzt gleichzeitig moderne Akzente. Sensible Materialcollage und stimmiges Modell ergänzen die sehr gute Gesamtleistung.

Was ist Ihre Meinung dazu?