Aktuelles

Das bdia-Blog

25. Januar 2017

bdia ausgezeichnet! Bachelor für Nina Serwein „Umgestaltung der Pförtnerhäuser des Pfaffgeländes“

Bachelorarbeit SS 2016 an der Hochschule Kaiserslautern
Betreuung: Prof. Werner Glas

Umgestaltung der Pförtnerhäuser des Pfaffgeländes

Im Rahmen der Bachelor-Arbeit fiel die Entscheidung auf die Umgestaltung der Pförtnerhäuser des Pfaff Geländes in Kaiserslautern.
In der öffentlichen Debatte und Presse wird schon lange nach einer Lösung für die vielen leer stehenden Gebäude gesucht. Man ist auf der Suche nach neuen Investoren, um das Quartier wieder zum Leben zu erwecken.

Die Idee hinter dem 1952 erbauten Gebäude-Komplex wird vorerst zur Bürofläche für die PEG und zur Ausstellungshalle für ansässige Künstler. Die architektonische Idee hinter dem Konzept der neu gestalteten Pfaff Pförtnerhäuser sowie dem angrenzenden Hinterhaus ist der Wunsch nach einer hellen und offenen Arbeitsatmosphäre mit einem modernen, neuen Raumcharakter. Im Fokus steht das Anlocken von neuen Investoren, die durch die Renovierung sehen sollen, was man alles aus den vorhandenen Gebäuden auf dem Pfaff Gelände machen kann. Egal ob Arbeitnehmer, Führungskräfte, Besucher oder zukünftige Investoren, alle sollen sich im Bürokomplex der PEG wohl fühlen, nach dem Motto „Pfaff Rewind“, welches sich an die Vergangenheit anlehnt, denn auch schon damals war die Firma Pfaff ein angesehener und gern aufgesuchter Arbeitgeber.

Das Raumkonzept verfolgt eine schematische Klarheit und die Reduzierung auf übersichtliche und einfache Grundstrukturen. Durch die schlichte und einfache Formsprache entstand ein leichter, heller, offener und transparenter Stil, welcher sich durch den kompletten Entwurf zieht. Ziel bei der Entwicklung des Grundrisses war es daher, eine Arbeitsumgebung zu schaffen, die einerseits die Zusammenarbeit und die Kommunikation untereinander unterstützt, aber andererseits auch ein konzentriertes Büroumfeld bietet. Somit entstanden zwei Arten von Büroräumlichkeiten: zwei Einzelbüros, wo das Thema Konzentration im Fokus steht und ein Gruppen- / Kommunikativ-Büro, wo drei Person ihren Platz finden. Die Büroräumlichkeiten sind durch Glaswände voneinander und vom Rest des Raumes abgetrennt. Der Einsatz von Glaswänden und Türen verleiht dem Innenraum einen offenen und transparenten Stil. Dieser Ansatz vereint sozusagen alle Räumlichkeiten, also Büroräume, Empfang, Konferenzraum und Chefbüro miteinander und des Weiteren bringt er mehr Tageslicht und Komfort hinein. Im Gebäude befinden sich mehrere Highlights: zum Einen, ein in der Wand integrierter Pfaff-Schriftzug, als Erinnerung an die Ursprünglichkeit und den Geber der Räumlichkeit und zum Anderen ein eingestellter Kubus, die sogenannte Multi-Box: Rundum läuft eine Holzpaneele aus hellem Eichenholz. Die Türen wurden somit perfekt ummantelt und machen es auf den ersten Blick nicht möglich, zu erkennen, dass Räumlichkeiten integriert wurden. Nina Serwein

Die Bewertung der Bachelor- und Masterarbeiten erfolgte am 7. Juli 2016. Jury: bdia Innenarchitektin und bdia Vizepräsidentin Pia A. Döll sowie bdia Innenarchitekt Pierre Gruen.

Jurybegründung: Der klare Entwurf bietet spannende, räumliche Lösungen für ein wichtiges, identitätsstiftendes Gebäude der Stadt. Die neue Infrastruktur der Boxen verbindet die Räume überzeugend miteinander, auch die Materialien sind klug ausgewählt. Die neuen flexibel nutzbaren Arbeitsräume stellen ein zeitgemäßes Angebot dar – eine insgesamt sehr gelungene Arbeit.

Was ist Ihre Meinung dazu?