bdia Hochschultag

Der bdia bund deutscher innenarchitekten fordert im Rahmen des bdia Hochschultages für seinen Nachwuchs:

Eintragungsvoraussetzung schaffen!

Vor dem Bologna-Prozess wurden Studieninhalte durch den Gesetzgeber in einem Rahmen vorgegeben, der gewährleistet hat, dass ein Absolvent eines Studiums der Innenarchitektur eintragungsfähig war.

Diese Festlegung ist durch den Bologna-Prozess weggefallen. Da sich Studienanfänger häufig nicht selbstständig mit der Frage der Eintragungsfähigkeit beschäftigen, appelliert der bdia an die Vertreter der Hochschulen hier für Aufklärung zu sorgen. Kammern und Verbände registrieren vermehrt Studenten, die trotz Studiums nicht eintragungsfähig sind. Diese Studenten beklagen die mangelnde Aufklärung durch Hochschulen, Kammern und Verbände.

Wir müssen für Studenten gemeinsam Verantwortung übernehmen und sie intensiver betreuen. Studenten der Fachrichtung Innenarchitektur sind die zukünftigen  Innenarchitektinnen und Innenarchitekten!

Probleme bei der Eintragung stellen sich insbesondere bei:

  • der Studiendauer:

Die Gesamtstudiendauer sollte 8 Semester nicht unterschreiten, da andernfalls die Eintragungsfähigkeit im gesamten Bundesgebiet nicht gewährleistet ist.

  • nicht-konsekutiven Studiengängen:

Wird der Bachelor und Master jeweils in einer anderen Fachrichtung absolviert, dann sind die Eintragungsvoraussetzungen oft nicht erfüllt.

  • den Inhalten der Studiengänge:

Studiengänge sind häufig schon nicht mehr auf eine mögliche Eintragungsfähigkeit ausgerichtet.

Mindeststudiendauer 8 Semester!

6-semestrige Studiengänge führen nicht zu einer ausreichenden Qualifizierung der Absolventen zum Innenarchitekten. Dieses Defizit muss im Falle einer Anstellung durch die Büroinhaber kompensiert werden, indem er in eine grundsätzliche fachliche Ausbildung seines Mitarbeiters investiert. Hierdurch findet eine nicht zu rechtfertigende Verlagerung von Ausbildungskosten des Staates an private Unternehmen statt.

Innenarchitekten in die Lehre!

Lehrstühle der Innenarchitektur werden häufig nicht an Innenarchitekten vergeben. Die Auswirkungen auf die Lehre der Innenarchitektur wird hierbei, nach Ansicht des BDIA, nicht ausreichend berücksichtigt.

Wir möchten eine Diskussion anregen um die Position von Innenarchitekten in der Lehre zu stärken. Es stellt sich die Frage, wie sich die Besetzungen entsprechend beeinflussen lassen und wie Innenarchitekten an die Übernahme einer Lehrtätigkeit herangeführt werden können.

11. Dezemebr 2014