Innenarchitektur studieren – und wie Innenarchitekt werden?

Sie möchten Innenarchitektur studieren, um als Innenarchitektin oder Innenarchitekt arbeiten zu können. Bevor Sie sich für einen Studiengang an einer Hochschule entscheiden, sollten Sie sich vergewissern, ob der Studiengang von einer Architektenkammer anerkannt wird. Architektenkammern sind Körperschaften des öffentlichen Rechts und die für unsere Berufsverwaltung zuständige Institution. Architektenkammern sind von Hochschulen unabhängig.

Die entscheidende Frage: Kammereintrag ja oder nein?

Nur wer in die Architektenkammer aufgenommen wird, kann sich Innenarchitektin oder Innenarchitekt nennen. Für diese Aufnahme, also die „Eintragung in die Liste der Innenarchitekten“, gibt es festgelegte Kriterien. Und nur mit diesem Eintrag dürfen Sie sich „Innenarchitekt“ oder „Innenarchitektin“ nennen. Wenn Sie kein Mitglied in der Architektenkammer werden oder werden können, dann hat das erhebliche Auswirkungen auf Ihr Berufsleben. Sie sind dann nicht „bauvorlageberechtigt“ und können keine Baugenehmigungen beantragen.

Altersicherung ist wichtig, von Anfang an

Ein weiteres Beispiel ist die Alterssicherung, ein Thema, das für die meisten Berufsanfänger verständlicherweise noch sehr weit weg ist. Doch es ist sehr empfehlenswert, sich bereits in jungen Jahren dir richtigen Entscheidungen zur Alterssicherung zu treffen. Alle eingetragenen Mitglieder einer Architektenkammer können ihre Alterssicherung über die Versorgungswerke der Architektenkammern aufbauen – und nicht über die allgemeine Rentenversicherung. Bislang bedeutet das, mehr Geld im Alter zur Verfügung zu haben. Weitere Informationen, finden Sie zum Beispiel hier (http://www.abv.de/berufsstaendische-versorgungswerke.html).

Bachelor oder Master?

Für eine ausreichende Vorbereitung auf den Beruf empfiehlt es sich nach dem Bachelor, einen Master zu machen. Erfahrene Büroinhaber berichten uns immer wieder, dass sich Absolventen bewerben, die noch nicht ausreichend ausgebildet sind. Die Grundlagen für ein erfolgreiches Berufsleben schaffen Sie auch, indem Sie sich Zeit für eine gute Ausbildung lassen. 3 Jahre reichen unserer Ansicht nach hierfür nicht aus. Wir empfehlen, dass Sie mindestens 4 Jahre studieren, am besten aber 5 (Kombination aus Bachelor und Master).

16 Bundesländer – viele Unterschiede

In den meisten Bundesländern müssen Sie mindestens 4 Jahre studiert haben, um in die jeweilige Architektenkammer aufgenommen zu werden. In einigen reichen auch schon 3 Jahre Studium aus. Hinzu kommt immer eine Berufspraxiszeit von 2 Jahren. Die Zugehörigkeit in eine bestimmte Architektenkammer richtet sich übrigens in der Regel nach Ihrem Wohnsitz. Alle Architektenkammern sind offen für Ihre Fragen – informieren Sie sich also rechtzeitig. »www.architektenkammer.de

Der Teufel steckt im Detail!

Aufgepasst! Alles was möglich ist führt nicht unbedingt zum Ziel. Achten Sie darauf, dass Ihr Bachelor und Master gut aufeinander abgestimmt sind. Sobald sie Studiengänge kombinieren, sollten Sie sich vergewissern, ob sie mit der Kombination in Ihre Architektenkammer aufgenommen werden können. Versuchen Sie sich immer wieder vor Augen zu führen, was Sie mit dem Studium erreichen wollen.

Sollten Sie Fragen haben bezüglich Ihrer Studienpläne und einer Eintragung in die Architektenkammer haben, die auf unserer Webseite nicht beantwortet werden, dann empfehlen wir Ihnen, sich direkt Sie bei der Architektenkammer in Ihrem Bundesland nachfragen. Wir helfen Ihnen aber natürlich auch gerne weiter.