bdia_Einblick: Interview mit bdia Präsidentin Vera Schmitz

Vera Schmitz, Innenarchitektin aus Oberhausen, ist seit zwei Amtszeiten Präsidentin des bdia bund deutscher innenarchitekten. Nach acht Jahren legt Sie nun das Amt nieder. Am 30.11.2019 wird in Weimar Ihr*e Nachfolger*in gewählt.

Welche Aufgaben hatten Sie als Präsidentin des bdia?

Oh, dass sind sehr viele unterschiedliche Tätigkeiten gewesen. Es waren unter anderem koordinierende, steuernde, repräsentative und auch strategische Tätigkeiten.

Wie viel Zeit haben Sie in Ihr Amt investiert?

Es war viel Zeit, ich möchte die Stunden nicht nennen, die hohe Anzahl würde ein falsches Bild auf dieses Ehrenamt legen. Ich hatte mir für meine Amtszeit, der Situation geschuldet, viel vorgenommen was üblicherweise nicht zum typischen Aufgabenfeld einer Präsidentin gehört. Hier sei der Umzug der Geschäftsstelle von Bonn nach Berlin genannt, die Neubesetzung und Einarbeitung der hauptamtlichen Mitarbeiter und die Neuaufstellung des bdia, die Neugestaltung der Verbandsatzung bis hin zur Entwicklung von neuen bdia-Preisformaten.

Aus welcher Motivation heraus haben Sie damals kandidiert?

Ich war mit vielen Entwicklungen im Verband in der Vergangenheit nicht wirklich glücklich und ich habe damals sogar meine Mitgliedschaft in Frage gestellt. Es war mir wichtig, dass sich was konkret verändert und verbessert, aber wenn sich was ändern soll braucht es auch Menschen die sich dafür einsetzen. Das ist in einem Verband über das Ehrenamt möglich, das war meine Motivation, warum ich als Präsidentin kandidiert habe.

Welche Ziele wollten Sie erreichen?

Ich wollte erreichen, dass der bdia auf dem berufspolitschen Parkett in Berlin wahrgenommen wird, dass wir als der Verband der Innenarchitekt*innen unser Alleinstellungsmerkmal behalten und wir zeitgemäßer auftreten und kommunizieren.

Welche Ziele haben Sie davon umgesetzt und was haben Sie darüber hinaus erreicht?

Ich kann mit Stolz behaupten, dass die Ziele in den 8 Jahren meiner Amtszeit als Präsidentin erreicht wurden und darüber hinaus der bdia neue Formate für seine Mitglieder anbietet wie z.B. die Preise „bdia ausgezeichnet“ oder „bdia ausgesucht“ oder auch der „bdia atlas“, dass die Satzung überarbeitet und verabschiedet wurde, dass das Beitragssystem angepasst wurde, und zudem die Zahl der Förderkreismitglieder nahezu um 70 % zugenommen hat, um nur einige Punkte zu benennen.

Gibt es etwas, das Sie den Kandidat*innen mit auf den Weg geben möchten?

Die Liebe zum Beruf, Selbstbewusstsein und Ausdauer.

Wen braucht der bdia im Präsidium – was sollte die Kandidat*innen auszeichnen, was sollten sie mitbringen, was sollte sie interessieren?

Na ja, berufpolitische Themen sollten ihr/ihm nicht fremd sein, auch ein Blick in die Satzung könnte nicht schaden, auf jeden Fall ist eine gewisse Selbstlosigkeit von Nöten, denn jedes Präsidiumsmitglied vertritt die Interessen aller Mitglieder und aller Länder.

Welches war das denkwürdigste Erlebnis während Ihrer Zeit als Präsidentin?

Das war die Eröffnungsfeier in den neuen Räumen der Bundesgeschäftsstelle in Berlin.

Was haben Sie aus diesem Amt persönlich für sich mitgenommen?

Ich weiß nun, wie frau die Geschäftsführung eines Berufsverbandes händelt und, dass berufspolitische Veränderungen nicht von heute auf morgen umsetzbar sind.

Wenn auch Sie Ihren Beruf lieben, sich berufspolitisch einsetzen möchten, kandidieren Sie! Ihre Bewerbung können Sie noch bis zum 01.11.2019 per Mail an pr@bdia.de einreichen.