Kandidaturen zur Wahl des bdia Präsidiums 2019

Am 30. November 2019 wird auf der Bundesmitgliederversammlung in Weimar das bdia Präsidium regulär nach vier Jahren neu gewählt.

Bis zu vier Wochen vor der BMV ist die Anmeldung einer Kandidatur möglich. Die Frist hierfür ist der 1. November 2019. Erfolgt die Anmeldung der Kandidatur nach dieser Vier-Wochen-Frist, ist diese laut Satzung nur zuzulassen, wenn die Mitgliederversammlung dies vorher beschließt.

Kandidieren Sie! Weitere Informationen gibt es » hier 


Drei Kandiat*innen stellen sich hier vor:

Kandidatur Pia Döll als Präsidentin


Statement:
Spannend sind für mich die Themen rund um unsere Berufspolitik. Wo stehen wir als Innenarchitekt*innen? Wie können wir unsere Leistungen fair und auskömmlich abrechnen? Wie halten wir Anschluss an die neuen Technologien? Wie verändert sich unser Berufsbild? Wo wollen wir tatsächlich hin?

Gerade jetzt gibt es in unserem Berufsfeld große Themen, bei denen wir Innenarchitekt*innen uns rechtzeitig einbringen müssen, um unsere berufliche Zukunft zu sichern.
Der bdia als einziger Berufsverband für Innenarchitekt*innen ist aufgrund kontinuierlicher und kompetenter Arbeit ein verlässlicher Ansprechpartner für viele Organisationen und Verbände, um unsere Meinung zu hören und die Sichtweise der Innenarchitekt*innen in Ihren Arbeitsgruppen einzubringen.

Wir als bdia vertreten die Innenarchitekt*innen als kleine Fachrichtung in den Architektenkammern und Verbänden und sorgen dafür, dass unser Beruf weiterhin gefördert und gehört wird. In den Kammern sind es nur ca. fünf Prozent Innenarchitektur, beim bdia sind es 100 Prozent Innenarchitektur.

Ein großer Teil unserer beruflichen Tätigkeit besteht aus Teamarbeit. Nur mit effektiver Teamarbeit im Präsidium des bdia, in der demokratischen Zusammenarbeit mit den Landesverbänden, bringen wir unseren Berufsstand voran. Dazu gehört auch das Stärken jedes Einzelnen und der weitere Ausbau vieler bereits bestehender Netzwerke.
Wir alle arbeiten ehrenamtlich für unseren Berufsverband, weil wir von der Sache und der Notwendigkeit überzeugt sind. Ich möchte mit Spaß und Freude dabei sein.
Dann, so denke ich, sind wir gemeinsam am effektivsten. Nur so kann es uns gelingen, frischen Wind für die Zukunft unserer Arbeit zu erhalten und neue Aktive aus der nächsten Generation der Innenarchitekt*innen zu gewinnen.

Innenarchitektur betrifft als Lebensumfeld alle Menschen. Architektur/Innenarchitektur ist nicht exklusiv, sondern inklusiv. Wir Innenarchitekten haben eine Verantwortung für die gesellschaftliche Entwicklung. Beim Einrichten von zum Beispiel Schulen, Kindertagesstätten, Seniorenanlagen, Flüchtlingsunterkünften sowie Wohn- und Geschäftsgebäuden üben wir Einfluss auf die Nutzer und die Gesellschaft aus. Dessen müssen wir uns noch mehr bewusstwerden und selbstbewusst unsere Rechte einfordern.

Der bdia hat in den letzten Jahren bereits viel erreicht.
Ich freue mich auf die Herausforderung, uns mit dem bdia weiter voran zu bringen und die Themen der Zukunft anzupacken.

Zur Person:

  • nach kaufmännischer Ausbildung Abschluss an der Hochschule Darmstadt als Dipl.-Ing. (FH) am Fachbereich Architektur, Studiengang Innenarchitektur. Anschließend Mitarbeiterin in Ladenbauunternehmen und Architektur- / Innenarchitekturbüros
  • Sachverständige für Honorare von Architekten-/Innenarchitektenleistungen
  • Gutachterin zur Akkreditierung von Studiengängen der Innenarchitektur national und international für die Akkreditierungsagenturen
  • Auslandsaufenthalte in London und Singapur
  • 2013/2014 Ausbildung Sachverständige für Honorare von Architektenleistungen
  • seit 2001 selbständige Innenarchitektin in Frankfurt/Main
  • Mitglied im bdia seit 1989

Ehrenamtliches Engagement:

  • seit 2015 Vizepräsidentin im bdia
  • in dieser Funktion auch Delegierte im ECIA (European Council of Interior Architects), AHO (Verbände und Kammern der Ingenieure und Architekten für die Honorarordnung e.V.) und ASAP (Akkreditierungsverbund für Studiengänge der Architektur und Planung)
  • Vorstandsmitglied im ASAP und Sprecherin des Ausschuss Innenarchitektur
  • Mitarbeit in der Fachkommission „Objektplanung Gebäude und Innenräume“ des AHO
  • seit 2005 Mitglied der Vertreterverssammlung der AKH (Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen) und dort Mitglied verschiedener Arbeitsgruppen

Kandidatur Johann Haidn als Vizepräsident und Schatzmeister


Statement:
Ziele und Programm:
Die Erwartungen an einen lebendigen Berufsverband sind vielfältig. Unser Ziel muss es sein, den Mehrwert des bdia für uns Mitglieder erlebbar zu machen. Relevanz, Nachhaltigkeit, zunehmende Komplexität, professioneller Anspruch, vielfältige Aktivitäten sind verbunden mit steigenden Aufwänden und stehen zum Teil im Widerspruch zu begrenzten Ressourcen. Statt exklusiven Events und kostenlosen ABOs benötigen wir greifende und inhaltliche Argumente auf der Basis gemeinsamer Werte, welche die Mitgliedschaft im bdia begründen.

Ein neues Präsidium muss sich folgende Fragen stellen:
Wie können wirtschaftliche Strukturen ehrenamtliches Engagement der Mitglieder besser bündeln und unterstützen?
Wie drückt ein Verband Wertschätzung für geleistete ehrenamtliche Arbeit aus?
Wie können alle Mitglieder den bdia als Bühne nutzen?
Was macht ein Verband für junge Mitglieder interessant und was ist notwendig um Bindungen zu festigen und die Relevanz berufspolitischer Positionen zu verdeutlichen?

Es gibt nicht die eine Antwort auf diese Fragen. Zeitgemäße, transparente und neue Arbeitsweisen müssen ehrenamtliche Aktivitäten unterstützen, auch wenn sich einzelne Aufgaben vom Ehrenamt ins Hauptamt verschieben. Der bdia ist ein Verband – nur gemeinsam und mit Freude können anspruchsvolle Ziele erreicht werden.

″WERTE KANN MAN NUR DURCH VERÄNDERUNG BEWAHREN″ (Richard Löwenthal)

Ziel ist es nicht den Status Quo zu verwalten, sondern Zukunft und Umbrüche aktiv zu gestalten. Es wird bessere geben. Mit fundiertem wirtschaftlichem Know-how: Experten, Funktionäre, Repräsentanten. Bisher versuchte ich authentisch, selbstbewusst und ausgleichend zu handeln. Dazu braucht es Offenheit und Aufrichtigkeit – neue Fragen kommen dazu – nur durch zuhören, nachfragen und lernen können Positionen gefestigt und Lösungen in größeren Zusammenhängen und Abhängigkeiten gemeinsam entwickelt werden. Bei dieser Wahl geht es um Ihr Vertrauen. Mein Angebot ist es, mit meiner Erfahrung aus meinem täglichen beruflichen und ehrenamtlichen Tun, mit Mut, Respekt und Maß, diesen Prozess im Präsidium als Schatzmeister, bisher mit Vetorecht und zukünftig nach neuer Satzung mit vollem Stimmrecht, weiter zu begleiten und notwendige Entscheidungen verantwortlich mitzutragen.

Zur Person:

  • Dipl.-Ing. (FH) Johann Haidn, Berufsausbildung als Schreiner, Innenarchitekturstudium an der FH Coburg
  • angestellter Innenarchitekt bdia im Facility Management der ERGO Group AG in München

Ehrenamtliches Engagement:

  • seit 2008 Schatzmeister bdia
  • seit 2010 Ehrenamtlicher Richter am Berufsgericht für Architekten beim Landgericht München I
  • seit 2016 stellvertretendes Mitglied im Landesausschuss der Bayerischen Architektenversorgung
  • Mitglied der Projektgruppe: Nachwuchsförderung bei der bayerischen Architektenkammer (BYAK) – Strategien für die Nachwuchsförderung, um die Beitragsstruktur und Mitgliederentwicklung zu sichern und berechtigte Ansprüche der jüngeren Generationen zu benennen und ausgleichend zu berücksichtigen

Kandidatur Matthias Franz als Vizepräsident – Vorschlag BuRa


Statement:
Von den Mitgliedern des Bundesrates wurde ich für das Amt des Vizepräsidenten als Vertreter im Präsidium vorgeschlagen. Für dieses Vertrauen bedanke ich mich nochmals an dieser Stelle. Die primären Aufgaben, wie Öffentlichkeitsarbeit, Mitgliederwerbung, Berufspolitik (Bauvorlageberechtigung etc.) gilt es kontinuierlich weiter zu bearbeiten.
Und sie müssen den sich ständig verändernden Umständen immer wieder angepasst werden. Dies geschieht in Teamarbeit, in der unterschiedliche Aufgaben von verschiedenen ehrenamtlichen Mitgliedern und in der Geschäftsstelle bewältigt werden.

Das neu zu wählende Präsidium wird wieder eine Zufallsgemeinschaft sein, deren Mitglieder die Zusammenarbeit neu erlernen müssen. In diesem Team werde ich mich für die Verbindung der vielfältigen Aufgaben einsetzen: Die Informationen und Anliegen der Mitglieder, in den Landesverbänden, über den Bundesrat in das Präsidium tragen, sehe ich als einen wesentlichen Schwerpunkt dieser Arbeit. Es gibt viel zu tun – packen wir’s an!

Zur Person:

  • Geschäftsführender Gesellschafter von Greiner+Franz.Innenarchitekten, Eching bei München
  • berufstätig seit 1987, selbstständig tätig seit 2001
  • Studium der Innenarchitektur an der FH Kaiserslautern 1981-87, Abschluss als Dipl.-Designer Innenarchitektur

Ehrenamtliches Engagement:

  • Mitglied im bdia
  • stellvertretender Vorsitzender im Landesverband Bayern, Kassenführung seit 2010
  • seit 2011 Mitglied der Arbeitsgruppe Aus- und Fortbildung der BYAK (Bayerische Architektenkammer)
  • seit 2019 Ehrenamtlicher Richter des Landesberufsgerichts für Architekten beim Bayerischen Obersten Landgericht