Bundesmitgliederversammlung 2015 verabschiedet "Düsseldorfer Erklärung": Bestandsgebäude intelligent nutzen – für bezahlbaren Wohnraum!

Düsseldorf, den 31. 10. 2015 - Bezahlbarer Wohnraum für alle Lebensphasen ist ein Grundbedürfnis unserer Gesellschaft. Zusätzlich muss die große Zahl von Menschen, die als Flüchtlinge nach Deutschland kommen, in unserer gesellschaftlichen Mitte integriert werden. Ihre Unterbringung ist eine große Herausforderung, die aber gemeistert werden kann, wenn alle Potenziale ausgeschöpft werden.

Ein großes Potenzial bietet leerstehender Gebäudebestand in zentralen städtischen Lagen. Innenstädte verfügen über eine bestehende Infrastruktur. Außerdem bedeutet die Nutzung von Bestand auch den behutsamen Umgang mit vorhandenen Ressourcen bei gleichzeitiger Vermeidung von Flächenverbrauch und -versiegelung.

Der Neubau bezahlbarer Wohnungen ist eine berechtigte Forderung, jedoch stehen nur in Randlagen ausreichend Baufelder zur Verfügung. Der Bedarf an günstigem Wohnraum kann kurz- und mittelfristig nur durch Umbau und Umnutzung von leerstehendem Gebäudebestand in Ergänzung zum Neubau gedeckt werden. Zudem können Umbaumaßnahmen zeitlich schneller zu bewerkstelligen sein.

Wir Innenarchitektinnen und Innenarchitekten im BDIA Bund Deutscher Innenarchitekten fordern, dass das vorhandene Potenzial von Bestandsgebäuden durch intelligente Planungslösungen kurzfristig und sozial verträglich für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum genutzt wird.

Wir fordern, dass die politisch zugesicherten, zusätzlichen Mittel für den sozialen Wohnungsbau ebenso für den Umbau und die Umnutzungen von Bestandsimmobilien bereitgestellt werden. Planungsrechtliche Erleichterungen sind auch für diese Baumaßnahmen vom Gesetzgeber zu formulieren und festzuschreiben.

Wir Innenarchitektinnen und Innenarchitekten im BDIA können mit unserer Kompetenz für das Bauen im Bestand bundesweit einen Beitrag zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in den kommenden Jahren leisten. Wir können Umnutzungskonzepte für einen qualität-vollen und nachhaltigen Wohnraum entwickeln. Somit kann wertvoller Bestand erhalten und Baukultur vermittelt werden - ein Ansatz für Kommunikation und Integration.

» Duesseldorfer Erklärung der Bundesmitgliederversammlung BDIA Bund Deutscher Innenarchitekten 2015

» BDIA: Bundesmitgliederversammlung wählt neues Präsidium und verabschiedet "Düsseldorfer Erklärung"

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Bundesmitgliederversammlung wählt neues BDIA Präsidium in Düsseldorf

BDIA Praesidium_BMV Duesseldorf 2015_Foto Oliver EdelbruchMit großer Mehrheit wurde Innenarchitektin Vera Schmitz aus Oberhausen für eine zweite Amtszeit als Präsidentin des BDIA Bund Deutscher Innenarchitekten gewählt. Mit vielen Stimmen bestätigt wurde ebenso Vizepräsidentin Sylvia Leydecker, Innenarchitektin aus Köln. Innenarchitektin Pia A. Döll aus Frankfurt/Main wurde zum ersten Mal als Vizepräsidentin des BDIA von der Bundesmitgliederversammlung gewählt. Bereits am Vortag bestätigte der BDIA Bundesrat Claudia Schütz, Innenarchitektin aus Rosenheim als Vizepräsidentin. Johann Haidn, angestellter Innenarchitekt aus München ergänzt als BDIA Schatzmeister das Gremium.

von links nach rechts:  Vera Schmitz, BDIA Präsidentin; Claudia Schütz, Vizepräsidentin; Sylvia Leydecker, Pia A. Döll, Vizepräsidentin und Johann Haidn, Schatzmeister. Foto: Oliver Edelbruch

» Bundesmitgliederversammlung verabschiedet Düsseldorfer Erklärung

 


Innenarchitekten im neuen Vorstand des Bundesverband der Freien Berufe vertreten

BDIA Praesidentin Vera Schmitz_2015
Vera Schmitz, Präsidentin BDIA Bund Deutscher Innenarchitekten

Die Präsidentin des BDIA Bund Deutscher Innenarchitekten Vera Schmitz, Innenarchitektin aus Oberhausen, wurde heute in den neuen Vorstand des Bundesverband der Freien Berufe (BFB) gewählt. Der BFB hat mit der heutigen Wahl seines Präsidiums und seines Vorstandes einen erfolgreichen Erneuerungsprozess abgeschlossen. Weiterlesen


BDIA unterzeichnet Positionspapier zur Förderung der energetischen Gebäudesanierung

Der BDIA Bund Deutscher Innenarchitekten unterzeichnete im Juni 2015 das Positionspapier der Aktion "Impulse für den Wohnungsbau" zur Förderung der energetischen Gebäudesanierung. Das Papier fordert, steuerliche Anreize für die energetische Gebäudesanierung Weiterlesen


4. Außenwirtschaftstag 2015: Globale Herausforderungen – Lösungen aus Deutschland

4. Außenwirtschaftstag Architektur, Planen und Bauen am 28. Januar 2015 im Auswärtigen Amt. Der Bund Deutscher Innenarchitekten (BDIA) beteiligte sich als tragender Verband in Zusammenarbeit mit weiteren Verbänden zum zweiten Mal an dieser wichtigen Netzwerkerveranstaltung. Weiterlesen


BDIA Bundesmitgliederversammlung "Bewegte Räume" vom 13. bis 15. September 2013 in Hamburg

Über 120 Mitglieder trafen sich am Wochenende in Hamburg zur traditionell dreitägigen BDIA Bundesmitgliederversammlung. Herzstück des Wochenendes, das ganz im Zeichen aktueller Themen stand, war die eigentliche Bundesmitgliederversammlung am Samstag, den 14. September im historischen Hörsaal des Museums für Hamburgische Geschichte.Weiterlesen


BDIA Bundesmitgliederversammlung verabschiedet Hamburger Erklärung - Rechte klären, Wettbewerbe stärken, Studium verbessern!

Innenräume müssen immer höheren Anforderungen genügen – funktional, gestalterisch, klimatisch, lichttechnisch und akustisch. Dafür sind Innenarchitektinnen und Innenarchitekten da, doch an ihren Arbeits- und Ausbildungsbedingungen ist noch vieles zu verbessern. Dazu verabschiedete die Bundesmitgliederversammlung des BDIA Bund Deutscher Innenarchitekten e.V., das höchste Organ des Verbandes, am 14. September 2013 die „Hamburger Erklärung“ und richtet zentrale Forderungen zu Berufspraxis und Ausbildung an die Politik.

Hamburger Erklärung

Innenarchitektinnen und Innenarchitekten tragen entscheidend zur Qualität der gebauten Umwelt bei. Sie leisten als Spezialisten für Innenräume und für das Bauen im Bestand einen wesentlichen Beitrag zur Baukultur. Wir verbringen über 80% unseres Lebens in Innenräumen und unsere Gesellschaft benötigt in steigendem Maße differenzierte und funktionalisierte Innenräume. Durch Titelschutz und Eintragung in eine Kammer soll die verantwortungsvolle und optimale Umsetzung von Bauaufgaben aus dem Bereich Innenarchitektur für den Verbraucher gewährleistet bleiben.

1. Berufspraxis: Innenarchitektinnen und Innenarchitekten entwickeln, gestalten und realisieren hochqualifiziert bauliche und technische Lösungen aus der Perspektive des Menschen und Nutzers heraus. Der BDIA Bund Deutscher Innenarchitekten e.V. fordert:

Bauvorlageberechtigung konkretisieren!
Innenarchitektinnen und Innenarchitekten sind laut den 16 Landesbauordnungen zur Bauvorlage im Rahmen Ihrer Berufsaufgaben berechtigt. Inwieweit diese Bauvorlageberechtigungen Innenarchitektinnen und Innenarchitekten befugen und ihrem Aufgabenfeld entsprechen, ist in den meisten Bundesländern nicht oder unzureichend geregelt. Dies führt zu unterschiedlichen Auslegungen in den Bauämtern und zu Rechtsunsicherheit bei Planern und Bauherren.

Beteiligung von Innenarchitektinnen und Innenarchitekten an öffentlichen Wettbewerben und Vergaben!
Die Sanierung, Umnutzung und Aufwertung von Bestandsbauten nimmt in Deutschland zu. Der BDIA fordert die öffentlichen Bauherren auf, bei der Auslobung entsprechender Bauaufgaben Innenarchitektinnen und Innenarchitekten durch geeignete Teilnahmebedingungen gezielt einzubinden und somit Vorbildfunktion zu entfalten.

2. Ausbildung: Um die Kompetenz von Innenarchitektinnen und Innenarchitekten auch in Zukunft zu sichern, ist eine qualitätvolle und umfassende Hochschulausbildung unerlässlich. Der BDIA Bund Deutscher Innenarchitekten e.V. fordert:

Mindeststudiendauer 8 Semester! Keine Verlagerung von Ausbildungskosten!
6-semestrige Studiengänge führen nicht zu einer ausreichenden Qualifizierung von Absolventinnen und Absolventen der Fachrichtung Innenarchitektur. Dieses Defizit muss im Falle einer Anstellung durch die Büroinhaber kompensiert werden, indem diese in eine grundsätzliche fachliche Ausbildung ihrer Mitarbeiter investieren. Hierdurch findet eine nicht zu rechtfertigende Verlagerung von Ausbildungskosten des Staates an Büroinhaber statt. Gleichzeitig wird den jungen Absolventinnen und Absolventen der qualifizierte Marktzugang erschwert. Die steigende Komplexität im Berufsalltag kann nicht mit weniger Ausbildung kompensiert werden.

Eintragungsvoraussetzung für Studierende schaffen!
Kammern und Verbände registrieren vermehrt Absolventinnen und Absolventen, die mit ihrem Studium
nicht die akademischen Voraussetzungen mitbringen, um die Eintragungsfähigkeit für den Berufsstand erfüllen zu können. Der BDIA appelliert an die Vertreter der Hochschulen, Studierende in Kooperation mit den Verbänden über die angebotenen Bachelor- und Masterstudiengänge explizit vor dem Hintergrund einer zukünftigen Eintragungsvoraussetzung zu informieren.

Mehr Innenarchitektinnen und Innenarchitekten als Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer in die Lehre!
Lehrstühle der Fachbereiche Innenarchitektur werden häufig nicht mehr an Innenarchitektinnen und Innenarchitekten vergeben. Eine spezialisierende Lehre kann so nicht ausreichend umgesetzt werden. Innenarchitektinnen und Innenarchitekten müssen beim Auswahlprozess zur Besetzung von Lehrstühlen besonders berücksichtigt werden.

Die »Hamburger Erklaerung des BDIA - Rechte klaeren, Wettbewerbe staerken, Studium verbessern als pdf Datei


Büroeröffnungsfest - BDIA in Berlin!

Über 120 Gäste kamen am 3. Juli 2013 trotz Unwetterwarnung zum Sektempfang nach Feierabend in die Köpenicker Straße. Herr Ministerialdirektor Günther Hoffmann aus dem BMVBS hat in seiner Begrüßungsansprache die Wichtigkeit einer berufsständischen Vertretung in Berlin unterstrichen und den Entscheidern des BDIA zum erfolgreichen Umzug gratuliert.Weiterlesen