bdia.nrw_Menschen: Katja Hermann

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In loser Reihenfolge stellen wir unter dieser Rubrik Innenarchitekt*innen vor, deren Vita jeweils belegen kann, wie vielfältig und spannend unser Beruf ist.

Katharina Hermann aus Münster im Interview: „Entwerfen im Raum“

Aufgewachsen in Riga und Münster studierte Katharina Hermann nach einer Lehre bis 2008 in Detmold Innenarchitektur. Seit 2014 ist Sie selbständig tätig.

Erinnern Sie sich noch an Ihre Motivation, warum Sie Innenarchitektin werden wollten?

Schon früh habe ich mich aktiv an der Gestaltung „meiner“ Räume beteiligt. Vom Kinder- und Jugendzimmer bis zur ersten Wohnung: Immer musste ich für mich die Raumzusammenhänge neu gestalten und bekam so schon früh ein Gefühl für Strukturen, Farben und Formen im Raum.

Der kreative Prozess des Entwerfens im Raum begeistert mich bis heute.

Was hat Sie in Bezug auf die Innenarchitektur besonders geprägt?

Bei dieser Frage denke ich weniger an bekannte Kolleginnen und Kollegen der Innenarchitektur als vielmehr an die Farben, Strukturen, Materialien und Düfte meiner Heimat in Riga und die vielen neuen Eindrücke, die ich auf Reisen gewonnen habe und immer wieder gewinne. Diese Eindrücke sind der Fundus aus dem ich beruflich schöpfe.

2014 gründeten Sie mit Anne Gerling das Büro KAI Raumdesign in Münster. Welche Projekte bearbeiten Sie in Ihrem Büro?

Hospitality – all die Projekte, wo die Gastfreundschaft zu Hause ist, also z.B. Ferienimmobilien, Cafés, Restaurants…

Was fasziniert Sie bei Ihrer Arbeit besonders?

An der Innenarchitektur faszinieren mich vor allem die vielen Möglichkeiten, die ein Raum mit sich bringt. Ich liebe es im Bestand zu arbeiten. Innerhalb dieser gegebenen Voraussetzungen das Beste aus dem Grundriss zu holen, das fasziniert mich. Mit unterschiedlichsten Materialien, Farben und Licht dem Raum eine neue Atmosphäre und Charakter zu geben, um ihn so zu einem besonderen Ort zu machen, darum ringen wir für unsere Bauherren.

Welche Rolle spielen für Sie, mit Ihrem noch jungen Büro, die Mitgliedschaften in der Architektenkammer oder im bdia?

In der ersten Zeit der Selbständigkeit konnte ich noch nicht Mitglied der Kammer werden. In dieser Phase hat uns der bdia oft helfen können. Wir fanden kompetente Ansprechpartner, die uns passgenaue Hilfestellungen zu unseren Fragen (Angebotsstellung, Kunde zahlt nicht, Fragen zur HOAI,…) geben konnten.

Darüber hinaus ist es mein Ziel, Mitglied der Kammer zu werden, damit ich den Titel Innenarchitektin tragen und somit die Außendarstellung des Büros aufwerten kann. Außerdem schätze ich das Netzwerk und die Fachberatung der Kammer.

Vielen Dank Frau Hermann. Wir sind sicher, dass Sie mit Ihrem beruflichen Engagement ihr Büro KAI weiter nach vorne bringen werden und freuen uns schon darauf, Sie bald als neues Kammermitglied begrüßen zu dürfen.

Foto: Katharina Hermann
Fotocredit: KAI Raumdesign