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bdia.nrw_Thema: Stundensätze anpassen und HOAI schriftlich vereinbaren

Wir Innenarchitekt*innen haben es uns auf die Fahnen geschrieben:

Wir passen regelmäßig unsere Stundensätze an und bleiben auch nach dem EuGH-Urteil dabei, dass wir die HOAI schriftlich mit unseren Bauherren vereinbaren. Der Wegfall der Höchstgrenzen gibt uns den Spielraum, bei anspruchsvollen Projekten auch mehr in den Vertrag hinein zu schreiben, als bisher.

Sich regelmäßig über den Wert der eigenen Schaffenskraft Gedanken zu machen, steht auch uns Innenarchitektinnen und Innenarchitekten gut an. Wir stellen fest, dass auch in unserem Bereich der Arbeitstakt deutlich angezogen hat und die damit verbundene Verantwortung gestiegen ist. Auf der anderen Seite stehen wir in Bezug auf unsere Dokumentationspflicht, zum Beispiel bei der Kosten- und Termintreue oder der Führung der Bautagebücher, unter größer werdendem Druck, damit wir nicht im Nachhinein in Anspruch genommen werden können. Für all das und besonders für unsere kreativen Leistungen der Raumgestaltung müssen wir es uns wert sein, regelmäßig unsere Honorare auf den Prüfstand zu stellen.

Eine teilweise Anpassung der HOAI erfolgt mit steigenden Produktionskosten unserer Projekte. Die Anpassung der Zeithonorare müssen wir selbst im Auge haben. Ob es 5,00 €, 10,00 € oder 20,00 € sind, hängt von unserem Büro-Stundensatz ab. Dass wir das jährlich überprüfen und die Anpassung auch vornehmen, sind wir uns und unseren angestellten Innenarchitektinnen und Innenarchitekten Wert und schuldig.

Ihr Jürgen Otte (Vorsitzender bdia nrw)