bdia anerkannt! Master für Anna Witte: "Erlebnisgastronomie Hochgenuss“

bdia anerkannt! Master für Anna Witte: „Erlebnisgastronomie Hochgenuss“

Masterarbeit WS 2017/18 an der PBSA Düsseldorf
Betreuer: Prof. Reitz / Prof. Robert Niess

Masterarbeit WS 2017/18 an der PBSA Düsseldorf

Erlebnisgastronomie „Hochgenuss“

Bei dem Wasserturm an der Freckenhorster Straße in Warendorf handelt es sich um einen in großen, stereometrischen Formen emporwachsenden, konstruktivistischen Zweckbau aus schalungsrauem Sichtbeton, der 1934 errichtet worden ist.
Das neue, zeitgemäße Konzept des Restaurants „Hochgenuss“ stellt in Form einer Erlebnisgastronomie eine Umnutzung dar, die dem massiven Gebäude neues Leben einhaucht und dennoch die Hülle mit seiner eigenen architektonischen Sprache respektierend erhält und achtsam mit der Bedeutung als technisches Baudenkmal und dem architekturgeschichtlichen Hintergrund des Bestandes umgeht.
Zu jeder Zeit war die Wasserversorgung Grundlage aller zivilisatorischen und kulturellen Entwicklungen: Wasser als Voraussetzung für das Leben und elementares Grundbedürfnis des Menschen.
Genau hier setzt das Konzept an.
Es entsteht ein Ort der Besinnung auf die körperlichen Grundbedürfnisse – Trinken und Essen in Form von gesunder Ernährung. In der heutigen schnelllebigen und reizüberfluteten Zeit ist ein Gegentrend gesunder und nachhaltiger Lebensweise verstärkt erkennbar. In der Masse der Produkte wird Qualität statt Quantität geschätzt und gefordert. Selberkochen wird vielfach zum Luxus, da oft die Zeit fehlt.
Das Prinzip der Wasserversorgungstechnik – der Transport sauberen Trinkwassers vom Wasserturm zu den einzelnen Haushalten – bleibt für die meisten Nutzer weitgehend unsichtbar. Die Frischwasserversorgung wird in der Gesellschaft als selbstverständlich angesehen. Ebenso verhält es sich in einem klassischen Restaurantbetrieb: Dem Gast wird eine fertig angerichtete Speise serviert ohne genauere Kenntnisse über die Zubereitung, die Zusammensetzung oder die Herkunft der einzelnen Zutaten zu haben.
„Hochgenuss“ spielt mit dessen Umkehrung und setzt auf Nachvollziehbarkeit und Verständnis in der Herstellung der Speisen und Getränke.
Durch ein luftiges, weites, innenarchitektonisches Raumkonzept wird die Nahrungskette für den Kunden transparent und die Trennung von Zubereitung und Verzehr, sowie von Koch und Gast, ansatzweise aufgehoben. Die flexible Nutzbarkeit für kulinarische Veranstaltungen aller Art lassen den Wasserturm zu einem Ausflugsziel für Gruppenaktivitäten und Feierlichkeiten werden, sowie Anlaufstelle für qualitätsbewusste Konsumenten, die eine handwerkliche Herstellung wertschätzen.
Die konsequente Konstruktion und Formgebung, sowie die Beschränkung auf das absolut notwendige Maß und die klare Linienführung sind prägend für die Architektur des Wasserturms. Der neue Entwurf setzt darauf an im Innenraum einen Kontrast zu schaffen und sich mit einer kantenlosen Formsprache und zirkularen Raumelementen von der Orthogonalität des Bestandes abzusetzen.
Um eine wirtschaftliche Nutzung zu ermöglichen werden die alten Wasserbauleitungen im Treppenhaus demontiert, sodass ein Aufzug eingebaut werden kann. Der einnehmende Wasserbehälter wird partiell erhalten und sein Volumen geschnitten, sodass die ursprüngliche Funktion als Wasserturm erkennbar bleibt, aber dennoch unerwartete, neue Räumlichkeiten entstehen.
Die massiven Betonwände und der Boden des Wasserbehälters, die durch den Querschnitt deutlich sichtbar werden, lassen nachempfinden welches Gewicht, Volumen und welche Kraft das hier in der Vergangenheit gespeicherte Wasser aufbrachte.
Im Herzstück des Turmes, dem Wasserbehälter befindet sich nun die Showküche, die rundum Einblicke zulässt und von jedem Besucher passiert wird. Durch den horizontalen Schnitt des Tanks ergibt sich eine Tribünenatmosphäre, die dem Kochen seine Bedeutung zuspricht.
Die darüberliegenden, runden Ebenen und Treppenläufe sind so konzipiert, dass sie die äußere, imaginäre Kontur des alten Wasserbehälters nie überschreiten und so seine Ausmaße ablesbar bleiben. Die versetzten Geschosse und eine einseitig laufende Brüstung lassen im Turmkopf eine fließende, weiche Raumskulptur entstehen, die sich deutlich vom Bestand absetzt und sich dennoch durch ihren Bezug auf den alten Wasserbehälter harmonisch in die Architektur einfügt.
Hat man die 17 Höhenmeter und 84 Treppenstufen im engen Schaft hinter sich gebracht, verspürt man durch die Offenheit des Innenraumkonzepts eine unerwartet Weite. Folgt man der Bewegung erlebt man spannende Blickbeziehungen und gelangt auf die Getränkeebene mit einer Bar im Mittelpunkt.
Die Speiseebene, letztes und höchstes Geschoss, profitiert von dem Ausblick und lädt den Besucher ein in gemütlichen Sitznischen in Ruhe Kulinarik mit allen Sinnen zu genießen.
Vollstahlrohre, mit gebürsteten Messing ummantelt, betonen die vertikale Ausrichtung im Raum und stehen in Analogie zu Wasserleitungen als Sinnbild der Wasserversorgungstechnik. Abgehängt von einem Stahlring, der im Dachbereich an den vier vertikal verlaufenden tragenden Betonscheiben befestigt ist, bilden sie nicht nur die Konstruktion, sondern fungieren zugleich als innenliegende Brüstung und dienen durch ergänzende Fachböden bspw. der Präsentation von Manufakturwaren. Im Dachbereich des Turmkopfes unterstreicht eine Gitterkonstruktion die diagonale Ausrichtung der Betonscheiben und spiegelt die Kontur des alten Wasserbehälters. Von hier sind die Pendelleuchte „Wireflow“ von vibia in unterschiedlichen Höhen abgehangen und lassen den dunklen Turmkopf in einem Lichtermeer erstrahlen.

Das Hauptaugenmerk bei dieser Arbeit lag darauf durch eine innenarchitektonische Lösung im Turmkopf aus Altem und Neuem ein gemeinsames ganzes zu bilden und durch eine bewusste Steuerung der Wahrnehmung des Vorhandenen, ein in machen Augen, als Abrissobjekt bezeichneten Zweckbau neu erfahrbar zu machen. Um den Entwurf ganzheitlich abzuschließen wurde jedoch auch die umliegende, zur Verfügung stehende Grundstücksfläche mit einbezogen.
Die Formsprache des neuen Innenraumkonzeptes weitet sich auch auf die Gestaltung der Außengastronomie und der umgebenden Grundstücksfläche vor dem Turm aus.
Zutaten wie Gemüse und Kräuter werden hier in Metall Cubes angepflanzt und direkt aus dem eigenen Garten in der Küche verwendet. Drei reduzierte Neubauten mit unterschiedlichen Fassadengestaltungen, die sich bewusst dem Turm unterordnen, bieten Platz für direkte Warenanlieferung und zusätzlichen Lagerraum, sowie einen Getränke- und Speiseausschank und Toilettenanlagen. Durch die Gestaltung des Außenraumes entsteht ein Innenhofcharakter vor dem Wasserturm, der durch eine flexible Bestuhlung saisonal unterschiedlichste Veranstaltungsangebote zulässt.  Anna Witte


Die Bewertung der Abschlussarbeiten erfolgte am 13.02.2018  Jury: Jutta Hillen, Birte Riepenhausen, Barbara Eitner und die Ausgezeichneten aus dem letzten Semester, Lisa Kentner und Katharina Witez

Jurybegründung: Der Entwurf mit dem Thema „Erlebnisgastronomie“ in einem ehemaligen Wasserturm von 1934 besticht durch seine konzeptstarke skulpturale Anmutung zum Leitmotiv „Wasser“ und die sinnlich stimmige Materialwahl. Formen und Materialien stellen gekonnt den historischen Bezug zu den 30er Jahren her und passen dennoch exakt in die Gegenwart.


bdia anerkannt! Master für Jana Stumpe: "KiTa Leuchtkäfer"

bdia anerkannt! Master für Jana Stumpe: „KiTa Leuchtkäfer“

Masterarbeit WS 2017/18 an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe; Detmold
Betreuer: Prof. i. V. Constantin von der Mülbe., Janine Tüchsen

Masterarbeit WS 2017/18 an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe; Detmold

KiTa Leuchtkäfer

Das neue Konzept für die KiTa St. Heinrich in Sende ist von dem Bilderbuch „Leuchtkäferchen“ von Max Bollinger inspiriert. Die neue Innenarchitektur ist partizipativ mit Kindern, Erziehern und Eltern der KiTa entstanden. Ziel des Entwurfs ist eine Umwelt, die die Phantasie der Kinder fördert und zur spielenden Entwicklung anregt. Wichtig ist die Integration der bestehenden Kneipp-Praxis, die besonderen Augenmerk auf die ganzheitliche Gesundheit und sinnliche Erfahrung legt. Der Grundriss trennt die intimen Gruppenräume von dem halböffentlichen und belebten Eingangsbereich. Die Zonen der Räume sind nach Spielplätzen der Leuchtkäfergeschichte oder von den Kindern eigens erdachten Orten konzipiert. Neu hinzu kommt eine U3-Gruppe. Im „Schilfgras“ kann man sich wie unter einer Weide zurückziehen und unbemerkt die anderen Kinder beobachten. Die „Farnwiese“ ist ein Podest mit einer Duftbarriere aus echten Pflanzen, das sich etwa zum Spielen in einer Kleingruppe oder Düfte erraten eignet. Am großen Fenster gibt es einen Forschertisch, an dem sich zum Beispiel Erde und Regenwürmer untersuchen lassen.

Den architektonischen Mittelpunkt des Gebäudes bildet eine Leuchtkäfer-Bewegungstreppe auf der „Gewitterwiese“. Die Treppe mit vier Podesten bietet zu jedem Treppenstufenabschnitt eine alternative Erschließungsmöglichkeit. Über Rutschen, Rampen und Netze können sich die Kinder viele Ausblicke erklettern. An den Podesten wölben sich dichroitische Fenster nach außen. Sie bilden Nischen, durch die sich von innen Passanten beobachten lassen. Gleichzeitig bekommt die KiTa durch den Anbau eine neue Ausstrahlung. Die Konstruktion lässt eine Vielzahl an Interpretationen und Nutzungsmöglichkeiten offen. Um die Leuchtkäfertreppe herum gruppieren sich verschiedene Bereiche zur Stärkung der Kneipp-Praktik.

In der KiTa können durchweg Zusammenhänge und Kontraste zwischen Farben und Haptiken entdeckt und kategorisiert werden. Das Materialkonzept erstreckt sich bis nach draußen, sodass die Kinder ihren Inspirationen über Hausgrenzen hinweg folgen und ein Bewusstsein für Materialität entwickeln können. Die Dimensionen passen sich an Kinderproportionen an. So kommt die Architektur auf die Kinder zu und lädt dazu ein, täglich neu zu entdecken. Jana Stumpe

 


Die Bewertung der Abschlussarbeiten erfolgte am 15.02.2018 Jury: Karin Friedrich-Wellmann, Manfred Haverkamp, Aline Lefarth, Kristina Herrmann, Jutta Hillen

Jurybegründung: Das Bilderbuch ‚Leuchtkäferchen’ von Max Bollinger stand Pate für dieses außergewöhnliche und farbenfrohe Raumkonzept. Die einzelnen Räume und Bereiche sind sehr abwechslungsreich bunt in Farb- und Formensprache gestaltet. Die Atmosphäre ist kreativ, wild und fröhlich anregend. Wie der Leuchtkäfer auf seinem Flug die unterschiedlichsten Eindrücke einsammelt, sind die Räume jeder für sich ein eigenes Erlebnis.
Der konzeptionelle Ansatz, die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema ‚Kinderwelt’ und die mutige und kreative Anmutung sind überzeugend.
Eine spannende KiTa für kleine Entdecker.


bdia ausgezeichnet! Master für Hanh Minh Duong: "olde munte - Bar & Barschule"

bdia ausgezeichnet! Master für Hanh Minh Duong: „olde munte – Bar & Barschule“

Masterarbeit WS 2017/18 an der Hochschule Wismar
Betreuer: Prof. Gerd Baron, Prof. Achim Hack

Masterarbeit WS 2017/18 an der Hochschule Wismar

 

olde munte – Bar & Barschule
Neues Nutzungs- und Gestaltungskonzept für ein denkmalgeschütztes Reihenhaus in der Altstadt Wismar.

Das Wohn- und Geschäftshaus Krämerstraße 13. wurde vermutlich schon im 14. Jahrhundert als Stadtmünzhaus errichtet und noch bis 1541 ‚olde munte‘, die alte Münze, erwähnt. Trotz mehrerer Umplanungen steht das im Herzen der Wismarer Altstadt liegende Denkmalgebäude in den letzten vier Jahrzehnten fast immer leer.Die Cocktailbar mit Barschulbetrieb soll das historische Reihenhaus wiederbeleben und der Kneipenlandschaft der Altstadt neue Impulse geben. Ein Grundkriterium des Entwurfs ist es, den denkmalsgeschützten Bau so weit wie möglichzu erhalten und mit angemessenen Elementen zu ergänzen.

Das Vorhaben ist für zwei Geschosse des Hauses angedacht, seperat von dem Hauptbetrieb im Erdgeschoss kann die Kellerbar für private oder geschlossene Veranstaltungen genutzt werden.

Die Raumgliederung wurde von den Längsachsen des architektonischen Grundrisses geprägt. Längliche Einrichtungskomponenten veredeln den ursprünglichen Raumeindruck, definieren und verbinden zugleich verschiedene Aufenthaltsbereiche. Durch indirekte Lichtbänder im Erdgeschoss und Wandleuchten im Untergeschoss wird das Designkonzept stark betont. Akzentuiertes Licht auf die Ausstellungsflächen und Mixstationen erzeugt ein dramatisches visuelles Ambiente und komplettiert die gesamte Lichtgestaltung. Die gestalterische Konzeption des jeweiligen Geschosses unterscheidet sich durch die Materialwahl, wodurch andere charakteristische Raumstimmungen erschaffen werden. Kupfer ist der beliebste Baustoff von Destillationsanlage. Hier verbindet es die zwei Wirtsräume als das gemeinsame akzentuelle Material,welches sowohl zu dem modernen Design als auch zu der herkömmlichen Architektur brillant kompatibel ist. Hanh Minh Duong



bdia anerkannt! Master für Sophia Marie Schöttner: "Klub der Kulinäre"

bdia anerkannt! Master für Sophia Marie Schöttner: „Klub der Kulinäre“

Masterarbeit WS 2017/18 an der Hochschule Wismar
Betreuer: Prof. Achim Hack, Prof. Gerd Baron

Masterarbeit WS 2017/18 an der Hochschule Wismar

Klub der Kulinäre

Im „Klub der Kulinäre“ dreht sich alles rund um das Thema Food. Hierbei geht es um ein Klubhaus, in dem Leute mit gleichen Interessensgebieten einen Zufluchtsort finden können. Es ist ein Ort der Inspiration, des Wissens, der Beratung und des Erlebnisses.

Als geeignetes Objekt entschied ich mich für ein Gebäude mit Berliner Altbaucharme. Es handelt sich hierbei um das ehemalige Kaufhaus Jandorf, auch „Warenhaus am Weinberg“ genannt, in Berlin Mitte. Seit bereits zwei Jahrzehnten ist dieses unbenutzt, trotz des unglaublichen, einmaligen Potentials. Während meiner Masterthesis habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, die Architektur und Raumsprache dieses denkwürdigen Gebäudes zu respektieren und die Schönheit der Räumlichkeiten zur Geltung zu bringen. Innerhalb meiner Masterthesis bin ich gezielt besonders auf die Konzepte und Thematiken im Erdgeschoss, sowie den ersten beiden Stockwerken eingegangen, welche diverse Shopelemente, sowie Cafe’s, Bars und Restaurants beinhalten.  Sophia Schöttner



bdia ausgezeichnet! Bachelor für Enya M. Rosing: "Book Corner"

bdia ausgezeichnet! Bachelor für Enya M. Rosing: „Book Corner“

Bachelorarbeit WS 2017/18 an der Hochschule Wismar
Betreuer: Prof. Michael Rudnik

Bachelorarbeit WS 2017/18 an der Hochschule Wismar

book corner
Entwurf eines Buchladens unter Berücksichtigung eines selbstgewählten „add-ons“, welches neuere digitale Möglichkeiten berücksichtigt.

Diese kleine Buchhandlung in der Wismarer Altstadt wird durch ein flexibles Möbelsystem, welches einfach verschoben werden kann belebt. Gedacht ist dieses Konzept um einen aktiven und immer wieder neuen Verkaufsraum möglich zu machen, die Kunden neugierig zu machen und zu begeistern.

So können Veranstaltungen, wie Lesungen oder Buchclubs stattfinden, Filme gezeigt werden oder was der Inhaber auch immer möglich machen möchte. Wie wäre es im Dezember mit einer kleinen täglichen Geschichte, welche wie ein Adventskalender gestaltet wird um den Einkaufsstreß zu vergessen? Oder einer kleinen Sitzecke, wo der Kunde durch einen gezeigten Buchtrailer zu einem ganz neuen Buch inspiriert wird? Für diese Flexibilität gibt es drei verschiedene Elemente. Zum einen die Korpusmöbel welche immer im Raum stehen und für Präsentationen und Sitzflächen genutzt werden können und zum anderen gibt es Bücherregale, welche die Korpusmöbel ergänzen und einzelne Bereiche zu schaffen oder zusätzliche Fläche zum Unterbringen von Büchern ermöglichen. Diese Möbel werden auf das Raster der weißen Fugen und dunklen Fliesen gestellt, welche somit als Schablone fungieren. Als drittes gibt es zusätzliche Bücherflächen an den Wandregalen ohne vertikale Trennungen, so gehen Fantasy-Geschichten nahtlos in Historische oder Science- Fiction Literatur über.

Die Regale beinhalten Aussparungen, in die sich die Regalmöbel einpassen, die nicht gebraucht werden oder im leeren Zustand bieten diese Aussparungen ein Highlight im Regal, wo Bücher mit dem Cover präsentiert werden. Die linke Wand ist eine Aktionswand, an der die Bücher frontal präsentiert werden mit besonderen Eigenschaften. Hier stehen Bestseller oder Neuerscheinungen, oder vielleicht mal etwas anderes, wie Bücher nur in der Farbe blau, oder eingepackte Bücher, wo man sich vom Cover überraschen lässt. So kann der Raum mit diesen drei Elementen jedes Mal neu erscheinen und andere Highlights bieten.

Zusätzlich kann im Sommer der ebenerdige Gartenbereich zusätzlich als Verkaufs- und Leseraum genutzt werden. Hier können größere Veranstaltung bei gutem Wetter stattfinden, wie z.B. etwas ganz anderes wie Live-Musik, vielleicht ist auch eine Kooperation mit einem der umliegenden Cafés möglich. Denkbar ist dabei der Wechsel der Situationen im Buchladen saisonal, d.h. vierteljährlich, oder alle halbe Jahr. Dafür müssen die Mitarbeiter mit ihrer eigenen Kreativität mit eingebunden werden und es kann jederzeit leicht Einfluss
auf ein spannendes Sortiment genommen werden. Enya M. Rosing



bdia ausgezeichnet! Bachelor für Vanessa Klein: "GeheimnisCremerei"

bdia ausgezeichnet! Bachelor für Vanessa Klein: „GeheimnisCremerei“

Bachelorarbeit WS 2017/18 an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe; Detmold
Betreuer: Prof. Frank Nickerl, Christian Schulze

Bachelorarbeit WS 2017/18 an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe; Detmold

GeheinnisCremerei – Entwurf eines Shopdesigns für Naturkosmetik

In jüngster Zeit ist zu beobachten, dass der Konsument wieder vermehrt nach Herkunft und Inhaltsstoffen der gekauften Produkte fragt. Daran anknüpfend verbindet die GeheimnisCremerei Verkauf, Herstellung und Informationen rund um die angebotenen Produkte.
Hier kann der Kunde die Kette Rohstoff – Herstellung – Produkt direkt erleben und nachvollziehen. Einzelne Hauskonstruktionen aus farbigem Stahl definieren den Verkaufsbereich und orientieren sich an der vorhandenen Gebäudestruktur des ehemaligen Gewächshauses einer Gärtnerei. Die jeweiligen Farbtöne beschreiben die unterschiedlichen Funktionsbereiche im Shop. Leicht transluzente Stoffrollos bieten Intimität, immer wieder neue Sichtachsen, unterstützen das Geheimnisvolle und schützen vor Sonneneinstrahlung. Im Spannungsfeld von künstlich geschaffenem und sich in reine Natur auflösendem Raum, eröffnet sich so ein einzigartiges Kauferlebnis, bei dem man die Seele baumeln lassen kann. Vanessa Klein


Die Bewertung der Abschlussarbeiten erfolgte am 15.02.2018 Jury: Karin Friedrich-Wellmann, Manfred Haverkamp, Aline Lefarth, Kristina Herrmann, Jutta Hillen

Jurybegründung: Die GeheimnisCremerei ist der Entwurf für eine außergewöhnliche Shoppingidee.
Ein ehemaliges gläsernes Gewächshaus wird in eine Markthalle für Naturkosmetik umgewandelt. Hier kann der Kunde die Herstellung der Naturkosmetik von der Herkunft der Rohstoffe bis zum fertigen Produkt erleben und entspannt geniessen. Die gläserne Architektur nimmt Bezug auf die Transparenz der Produktionskette, die umgebende Natur ist Teil des Raumerlebnisses und stellt einen direkten Produktbezug her. Das Innenraumkonzept ist funktional durchdacht und hat Entwicklungspotenzial.
Ein spannendes Shopkonzept mit Mehrwert!


bdia ausgezeichnet! Master für Amelie Peters: "waldkind"

bdia ausgezeichnet! Master für Amelie Peters: „waldkind“

Masterarbeit WS 2017/18 an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe; Detmold
Betreuer: Prof. Iris Baum, Prof. Sascha Homburg

Masterarbeit WS 2017/18 an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe; Detmold

waldkind – Konzeptionierung und Entwurf einer Kindertagesstätte

Ein Kindergarten mitten in der Stadt. Für Stadtkinder. Doch hier können sie zeitweise auch „Waldkinder“ sein.
Kinder, die die Welt durch Bewegen, Entdecken und Ausprobieren kennenlernen. Die die Möglichkeit erhalten, ihre eigene kleine Welt in einer so großen Umgebung ein wenig leichter zu verstehen. Indem die Stadt einmal ein wenig ausgeschlossen wird.
Natürliche Materialien und eine reduzierte Farbigkeit bis auf einzelne Akzente lädt dazu ein, die Mannigfaltigkeit und Buntheit der Kinder und Spielsachen aufzunehmen. Durch eine horizontale Dreiteilung der Wände entstehen Sitzbänke, Fensternischen und Stauräume und die Blickhöhe wird auf Kindesaugenniveau gesenkt. In einer Umgebung von Jackenzapfen und Kleidernestern, einer Waldlichtung und Schlafhütten, einer Baumschaukel und einem Gemüsebeet, einem Höhlenbaum und Dachnestern mit Blick in den Himmel, kann die Fantasie ihren ganz besonderen Lauf nehmen. Als Waldkind.
Amelie Peters


Die Bewertung der Abschlussarbeiten erfolgte am 15.02.2018 Jury: Karin Friedrich-Wellmann, Manfred Haverkamp, Aline Lefarth, Kristina Herrmann, Jutta Hillen

Jurybegründung: Dem Thema ‚Wald’ ist der Entwurf dieser außergewöhnlichen Kindertagesstätte gewidmet, mit der Absicht, aus Stadtkindern Waldkinder werden zu lassen. Der behutsame Materialeinsatz ist konsequent natürlich und ruhig gehalten und von subtiler Wirkung. Ahornholz wird mit einzelnen Farbakzenten kombiniert. Die Formensprache ist besonders ästhetisch, eigenwillig und einfühlsam auf den speziellen Anspruch der kleinen Nutzer abgestimmt. Insgesamt zeichnet diese Arbeit eine außergewöhnliche ästhetische Qualität, ein sensibler und sehr kreativer Umgang mit den Thema ‚Kind’ aus. Eine wunderschöne KiTa- nicht nur für Architektenkinder!


bdia ausgezeichnet! Master für Victoria Janczewski: "Waldsiedlung"

bdia ausgezeichnet! Master für Victoria Janczewski: „Waldsiedlung“

Masterarbeit WS 2017/18 an der HAWK Hildesheim
Betreuer:  Prof. Patrick Pütz, Prof. Günter Lois Weber

Masterarbeit WS 2017/18 an der HAWK Hildesheim

Waldsiedlung – ein Businesshotel der anderen Art – Umnutzung des ehemals finnischen Pavillons (Expo 2000)

Willkommen in Hannover! Einer der Messestädte Deutschlands.

Gesucht wird Raum zum Ruhen und Arbeiten.
Das auf die konkretisierte Zielgruppe, der Business-Reisenden, zugeschnittene Konzept verbindet diese Attribute.
Ein Ort für Co-Working, Tagung, Entspannung und Privatsphäre.
Das Konzept des Hotels „Waldsiedlung“ arbeitet mit dem Bestandsgebäude, schafft interessante Blickachsen und durchbricht feste Strukturen.

Die Verbindungselemente wie Brücken und Treppen geben den Rhythmus des neu gestalteten Grundrisses vor.
Die 24 Wohnkojen und der Barbereich ragen zum Teil in das Waldinnere und schaffen dadurch eine außergewöhnliche Atmosphäre mit Kontakt zur Natur.
Diese ausschließlich privat genutzten Kojen bieten trotz der sehr kleinen Grundfläche von ca. 9 m2 komfortablen Raum auf Zeit. Drumherum entsteht „Raum zum Arbeiten“ mit verschiedenen Bereichen und unterschiedlichen Qualitäten. Victoria Janczewski


Die Bewertung der Abschlussarbeiten erfolgte am 12.01.2018. Jury: Michael Jülke, Arnold Derks, Imke Ottmanns, Kristina Kasube

Jurybegründung: Die Idee der Umnutzung eines ehemaligen Pavillons zu einem Businesshotel ist überzeugend umgesetzt worden. Die Detaillierung des Konzepts wurde durch die sehr strukturierte Präsentation vermittelt. Das vorliegende Modell und die ausgearbeiteten Bilder bieten einem die Möglichkeit, sich in die Idee und den Raum hineinzuversetzen.
Der hohe grafische Anspruch überzeugte sofort, sodass man sehr gerne in die Tiefen des Konzeptes eintauchen wollte. Die Idee fördert in gewisser Form die Interdisziplinarität, sodass sich die Jury erlaubt hat, einen zusätzlichen Punkt zu vergeben.


bdia ausgezeichnet! Bachelor für Ann-Katrin Bernhard: „125 KUBIKMETER“

bdia ausgezeichnet! Bachelor für Ann-Katrin Bernhard: „125 KUBIKMETER“

Bachelorarbeit WS 2017/18 an der Hochschule Trier
Betreuung: Prof. Ingo Krapf

bdia ausgezeichnet! Bachelor für Ann-Katrin Bernhard
Bachelorarbeit WS 2017/18 an der Hochschule Trier

„125 KUBIKMETER“ – Floating Room Competition

„125 Kubikmeter“ ist eine kompakte Wohneinheit auf dem Wasser, die Platz für eine vierköpfige Familie bietet.
Designt, um sich autark auf dem Wasser zu bewegen, besitzt die Wohneinheit eine Wärmepumpe, mechanische Belüftung und eine Fußbodenheizung auf einer Grundfläche von nur 6 x 6 Metern.
Schon von Weitem fallen die großen Fensteröffnungen der Wohneinheit auf. Die Idee war, die Fenster optimal nach dem Sonnenstand auszurichten. Die fast 40 m2 großen festverglasten Scheiben sorgen für hohe solare Einträge. Die große Schiebetür im Erdgeschoss öffnet das Gebäude nach außen.
Die schrägen Innenwände und die konisch zulaufenden Fensterbereiche in Kombination mit den großen Glasflächen verleihen dem kleinen Haus eine unerwartete Großzügigkeit. Der Verzicht auf einen Windfang lässt den Effekt einer großen Eingangshalle entstehen. Die Materialkombination aus Lochblechgitter und Oberlicht im Treppenraum zaubern bei Sonnenlicht Lichtspiele auf Wand und Boden.
Ein erhöhter Bodenaufbau trennt den Eingangsbereich vom Wohnbereich. Von dort durchläuft man das Erdgeschoß im Rundlauf. Im ganzen Erdgeschoß gibt es keine Türen, die schräg gestellten Innen- und Außenwände leiten den Blick durch die Wohneinheit. An der schmalsten Stelle ist der Durchgang nur 0,75 cm breit. Die Räume wirken jedoch alles andere als beengt. Sie öffnen sich durch die großen, bodentiefen Fenster nach außen und holen so die Landschaft ins Innere.
Die privaten Räume liegen im Obergeschoss und sind über den Treppenraum im Wohnzimmer zu erreichen. Auch hier bieten die bodentiefe Fensterfronten einen Panoramblick auf die Umgebung.
Um die gewonnene Großzügigkeit der Wohneinheit nicht zu beeinträchtigen, ist ein Möbelsystem in die Außenwand integriert. Es sorgt in allen Räumen für nötigen Stauraum und bildet zusätzlich exibel nutz- bare Möbel, wie z.B. den Tisch im Essbereich und das Einbausystem in beiden Schlafzimmern.
Bei der Materialwahl wurde in Konstruktion sowie im Innenausbau überwiegend auf Holz gesetzt. Die Front des Möbelsystems besteht aus heller Weißtanne, ebenso wie der Parkett im Erd- und Obergeschoss. Die warm gräuliche Wandfarbe und das gleichfarbige Lochblech stehen in harmonischen Kontrast. Die restlichen Materialien sind in hellen, natürlichen Tönen und Texturen gehalten, um der Wohneinheit einen hellen und offenen Charakter zu geben. Ann-Katrin Bernhard


Die Bewertung der Abschlussarbeiten erfolgte am 26.01.2018. Jury: Daniela Sachs Rollman | Innenarchitektin_Vorsitzende SRP, Pierre Grün | Innenarchitekt_Vorstandsmitglied SRP, Sabine Waschbüsch | Innenarchitektin AKS, bdia


bdia ausgezeichnet! Master für Jennifer Monakow: "Rheinisches Industriebahn Museum Köln e.V"

bdia ausgezeichnet! Master für Jennifer Monakow:  „Rheinisches Industriebahn Museum Köln e.V“

Masterarbeit WS 2017/18 an der PBSA Düsseldor
Betreuung: Prof. Reiz

Masterarbeit WS 2017/18 an der PBSA Düsseldorf

Rheinisches Industriebahn Museum Köln e.V

Neues Ausstellungs- und Innenarchitekturkonzept für das ehemalige Bahnbetriebswerk

Seit 1996 steht das ehemalige Bahnbetriebswerk Köln Nippes unter Denkmalschutz. Im Bahnbetriebswerk wurden seinerzeit Lokomotiven gewartet und repariert.
Zurzeit mietet das Rheinische Industriebahn Museum zwei der Hallen an und stellt dort seine Fahrzeuge aus.
Der Verein ist durch die begrenzte Anzahl Vereinsmitgliedern mit dem Museum überfordert und die derzeitige Ausstellung folgt keinem sichtbaren Konzept. Dieses Problem wollte ich angehen und durch Ordnung und Reduktion ein Ausstellungskonzept entwickeln das sich auf das Wesentliche reduziert. Der zu entwickelnde Entwurf sollte sich adaptiv auf die Bestandsarchitektur setzten und nur das Nötigste soll ergänzt werden um dem Bestand und seiner Geschichte seine Authentizität nicht zu rauben.

Bis auf notwendige baukonstruktive Maßnahmen um das Gebäude in Stand zu setzen wird der Bestand architektonisch nicht verändert. Die 5000qm große Lokhalle sollte als Ausstellungsraum für die Fahrzeuge des RIM dienen. Die ehemalige Betriebswerkstatt dient dem Museum im Rahmen des neuen Konzeptes als Entree und Ausstellungshalle für temporär erworbene Kunstwerke.
Von der Empfangshalle aus sind das neue Museumscafé sowie die Lokhalle zu begehen. Die gesammelten Bahnschilder des Museums finden als Wandcollage Platz auf der sieben Meter hohen, weiß geschlämmten Backsteinwand gegenüber vom Eingang des Cafés.
Als raumtrennende Elemente kommt hier Streckmetall zum Einsatz. Im Entree kommen sie als Ausstellungs- objektträger zum Einsatz. Im Café ist der Fußboden mit einer Folierung ausgestattet die den offiziellen Gleisanschlussplan des Bahnbetriebswerkes an das öffentliche Gleisnetzt zeigt.
Die Züge werden in der Lokhalle entlang einer Sinuskurve platziert.Diese Anordnung hat den Vorteil, dass ein spannender Blick beim betreten der Halle entsteht. Dadurch wird der Vergleich und die Beobachtung der Entwicklung zwischen den einzelnen Fahrzeugtypen möglich. Ein weiteres Problem in der Bahnausstellung ist es überhaupt einen Überblick zu bekommen. Um die Loks betreten zu können und den Innenraum zu betrachten entwickelte ich ein System aus Stegen und Rampen. Die Rampen führen neben den Zügen her, über sie hinweg, durch sie hindurch und unter ihnen her. Durch das Rampensystem wird der Besucher einerseits chronologisch durch die Ausstellung geführt, hat aber auch die Möglichkeit Abkürzungen zu wählen um sein persönliches Interessengebiet zu besuchen. Gestalterisch sollen die Stege an alte Bahngleise erinnern. Die Konstruktion besteht aus Stahlträgern, die mit altem Gleisschwellenholz beplankt werden.
Als Absturzsicherung dient ein schwarzes Drahtseilgitter, welches zwischen Handlauf und Geländer Pfosten gespannt wird. Dieses ermöglicht große Transparenz bei geringem Materialgewicht. Jennifer Monakow


Die Bewertung der Abschlussarbeiten erfolgte am 13.02.2018. Jury: Jutta Hillen, Birte Riepenhausen, Barbara Eitner, Lisa Kentner und Katharina Witez | bdia ausgezeichnet SS 2017

Jurybegründung: Die Umnutzung des ehemaligen Bahnbetriebswerkes zu einem Industriebahnmuseum überzeugte durch ein konsequent geradliniges und sensibles Umgehen mit dem denkmalgeschützten Bestand. Ein klarer Fokus wurde auf die Exponate gesetzt, der das System aus Stegen und Rampen um und durch die Lokomotiven logisch herleitet. Auch der sensible Umgang mit den verwendeten Materialien und die detaillierte Darstellung lassen eine fundierte Auseinandersetzung mit dem Thema durch und durch erkennen.