Aktuelles

20. September 2017

bdia anerkannt! Master für Kristina Herrmann: „Klang der Materie – Ausstellung zum Thema Materialbewusstsein“

Masterarbeit SS 2017 an der Hochschule Detmold
Betreuung: Prof. Ulrich Nether, Prof. Jörg Kiefel

Klang der Materie – Ausstellung zum Thema Materialbewusstsein

Der Mensch ist umgeben von Materie. Der Mensch selbst ist Materie.
Diese Arbeit ist eine theoretische und künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Materialbewusstsein im Wohnraum.

Materie wird Material und das Material benötigt der Mensch um seine Umwelt so zu gestalten, dass er sich wohl fühlt. Doch mit was für einer Materialität fühlt er sich wohl? Gerade in Bezug auf seine pri­vate Wohnumgebung. Welche Bedürfnisse hat der Mensch an Materialität im Wohnbe­reich? Es ist wohl gewiss, dass der Mensch sich seine Umwelt formt und seine Identität dadurch ausdrückt. Aber nimmt der Mensch die Materialien auch wirklich noch als das wahr was sie sind?

Basierend auf dieser theoretischen Arbeit entsteht die narrative Ausstellung „Der Klang der Materie“. In dieser Ausstellung sind Gedanken Exponate zu sehen, die das Thema Materialbewusstsein auf unterschiedliche Weise aufgreifen und dadurch den Besucher auf anschauliche Art zum Nachdenken anregen soll. Kristina Herrmann

Die Bewertung  der Abschlussarbeiten erfolgte am 21. Juli 2017. Jury: Jutta Hillen |Innenarchitektin bdia, Vorstandsmitglied NRW, Karin Friedrich-Wellmann | Innenarchitektin bdia, Lina Kufahl | Ausgezeichnete Wintersemester 2016/17

Jurybegründung: Die Arbeit von Kristina Herrmann beeindruckt durch die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema ‚Materialbewusstsein’ in der heutigen Gesellschaft. Die Ausstellung ist in Dialogform gehalten, das Außen und das Innen von Alltagsgegenständen werden gekonnt und teilweise humorvoll gegenübergestellt, verglichen und mit gesellschaftlichen Werten in Verbindung gebracht. Mit großem Tiefsinn und einem phantasievollen und sehr ästhetischen Ausstellungsdesign ist diese Arbeit von besonders hoher Entwurfsqualität geprägt.
Eine Arbeit, die begeistert und berührt.

12. September 2017

bdia ausgezeichnet! Bachelor für Rhea Adaimi: „The GLASS HOUSE“

Bachelorarbeit SS 2017 an der Hochschule Detmold
Betreuung: Prof. Dipl.-Ing. Carsten Wiewiorra, Dipl.-Ing. Christian Schulze

The GLASS HOUSE

Inspiration

Mit 14 Jahren habe ich mit meinen Eltern eine Glasbläserei besucht.
Es war in Saida, im Süd- Libanon, weit von Beirut entfernt. Hier waren wir in einem Gebiet des Libanons, das wir nicht so gut kannten und wir mussten mehrmals fragen, um das Glasatelier zu finden. Endlich kamen wir an und konnten das Atelier besuchen, um zu erfahren, wie die wunderschönen Gläser, Kannen und Schalen entstehen. Scheinbar mühelos blies der Bläser in sein Rohr und kreierte die wunderbarsten Gebilde.
Für die neuen Formen wurde altes Glass geschmolzen als Voraussetzung für eine neue Farbigkeit. Der Arbeitsraum war dunkel und die Wände schwarz verrußt. In der Mitte stand ein vier Meter langer Brennofen, an dem gearbeitet wurde. Wir konnten zusehen, wie aus einer glühend heißen Masse langsam schöne organische Formen entstanden. Die mundgeblasenen Elemente setzten durch ihre Schönheit und Transparenz einen großen Kontrast zu dem dunklen Raum.
Schon aus dem 13. Jahrhundert kennen wir Gläser, die im östlichen Mittelmeerraum entstanden. Dieses handwerkliche Wissen der Glasbläserei wurde über hunderte von Generationen weitergegeben. Leider hat die Glasblaserei im Vorderen Orient und im Libanon nicht mehr die Bedeutung, die sie einmal hatte. Durch die wiederholten Kriege mussten die Glasbläsereien schließen.
Da ich diese Tradition so faszinierend finde, wollte ich in meiner These einen Weg finden, dieses  Brauchtum wieder zum Leben zu erwecken, in dem ich das traditionelle mit dem Modernen verbinde. Mein Ziel war es ein raumliches Konzept zu entwickeln was  Menschen die Lust gibt diese Kunst entdecken zu wollen.

Konzept

Der erste Schritt bestand darin, das Atelier zugänglicher zu machen.
Deshalb habe ich nach einer neuen Lage gesucht, die noch im Umkreis der Hauptstadt liegt und sich zusätzlich in einem ruhigen Umfeld befindet.
Das neue Gebäude ist ein circa 100 Jahre alter Tierstall mit Kreuzgewölbe, an dem später ein moderneres Obergeschoss zugefügt wurde um als Wohnung zu dienen. Schon das Gebäude symbolisierte für mich das Wiederaufleben von etwas Altem.
Das Atelier soll für den Besucher ein Ort zum Entspannen sein, an dem man mit Familie und Freunde die alte Tradition wieder neu entdecken kann.
Für die Handwerker sollte das Atelier mit mehr Licht zum Arbeiten, mit mehr Platz und Freiraum zum bewegen und mehr Stauraum zum unterbringen von Werkzeugen, Materialien und weiteres ausgestattet sein.
Zusammengefasst sollte es ein Ort sein, wo Handwerker und Besucher aufeinander treffen und wo die Möglichkeit besteht, dass der Arbeiter über die Arbeitsweise Auskunft gibt. Aus dieser Überlegung heraus habe ich das Gebäude in drei Zonen eingeteilt: das Arbeiten, das Kaufen und das Ausruhen (Atelier, Shop, Cafe). Diese drei Zonen soll der Besucher nacheinander durchlaufen.
Als Erstes durch das Atelier im Obergeschoss. Hier tritt er direkt mit der Glasbläserei in Kontakt, wo er den Handwerkern bei ihrer Arbeit zusehen und mit ihnen sprechen kann. Durch eine Stufe sind Besucher und Arbeiter voneinander getrennt, können jedoch zusehen
Danach geht der Besucher die Treppen hinunter durch den Shop, wo er die Glaselemente, die er zuvor noch im Atelier gesehen hatte, wiederfinden und kaufen kann.
Zuletzt geht er durch den gewölbten Teil des Gebäudes, wo er sich im kühlen Raum auf den verschiedenen Sitzelementen ausruhen, Kaffee von der Theke holen oder einfach die sonnige Terrasse genießen kann.
Im Außenbereich befinden sichTreppen und eine lange Rampe, die den Besucher wieder zum  Ausganspunkt zurück bringen. Der Besucher ist somit einen Rundgang durchgelaufen.

Materialen

Als Materialien habe ich helle Farben gewählt, die die Transparenz der Glaselemente hervorheben. Da Glas ein Rohmaterial ist, habe ich mich für hellen Estrich und hellen Beton entschieden, da diese ebenso rohe Materialien sind.
Glas wird schon seit hunderten von Jahren verwendet, ebenso wie Terrazzo-Böden, die es schon seit der römischen und griechischen Antike gibt. Daher habe ich im Untergeschoss einen hellen Terrazzo-Boden und einen etwas dunkleren Terrazzo für einige Sitzelementen verlegt. Die zufällige Verteilung der Terrazzosteinchen ist genauso einzigartig wie die mundgeblasenen Glaselemente. Diese Böden fallen nie gleich aus und sind immer individuell verschieden, genauso wie die Glaselemente.
Da Beton und Terrazzo kalte Materialien sind, habe ich zusätzlich Sitzelemente aus Holz entworfen, die die Atmosphäre gemütlicher machen.

Formen

Geblasenes Glas hat eine sehr organische Form mit vielen Rundungen. Im Atelier habe ich diese Form aufgenommen, indem der Boden genauso wie das Glas „aufgeblasen“ ist. Die unterschiedlichen Bodenhöhen wechseln in weichen Wellen und erschaffen eine Trennung zwischen Besucher und Handweker.
Halbkreise, die an hochgestellte Bögen erinnern, geben den Arbeitsbereichen eine gewisse Räumlichkeit. Diese hochgekippten Bögen kann man im Erdgeschoss nochmal wiederfinden, nämlich da, wo sie eine der zwei Sitzbänke und die Fensterfassade umgibt, sowie in der gewölbten Mauerdecke.
Um diesen Rundungen einen Konstrast zu geben, gibt es ein paar gerade Elemente, wie beispielsweise die Theke, die den ganzen Raum durchschneidet.
Die Sitzelemente sind tief und breit, fast auf Bodenhöhe mit Kissen, welche an die orientalische Art zu sitzen erinnern.

Zusammenfassung

In meinem Projekt habe ich versucht, die Tradition mit der Moderne zu kombinieren: das Arbeiten mit dem Entspannen, das Orientalische mit dem Europäischen. Durch Materialien und Formen wollte ich eine ruhige Atmosphäre erzeugen, die die Schönheit des Glases zur Wirkung   bringt. Für mich war es wichtig einen Weg zu finden, die Neugierde der neuen Generationen für das traditionelle Glasblasen zu erwecken, indem ich es in einen moderneren Kontext gesetzt habe.
Ich würde mich freuen, wenn diese Tradition in den orientalischen Ländern wieder ins Leben gerufen würde und habe in meiner These versucht zu zeigen wie man durch Innenarchitektur dieses Ziel erreichen könnte. Rhea Adaimi

Die Bewertung  der Abschlussarbeiten erfolgte am 21. Juli 2017. Jury: Jutta Hillen |Innenarchitektin bdia, Vorstandsmitglied NRW, Karin Friedrich-Wellmann | Innenarchitektin bdia, Lina Kufahl | Ausgezeichnete Wintersemester 2016/17

Jurybegründung: Rhea Adaimi schafft in ihrer Arbeit einen Ort, der eine beeindruckende Kombination aus traditioneller orientalischer und moderner westlicher Architektur bietet. Während Gäste Einblicke in die geschichtsträchtige Technik des Glasblasens erhalten, laden Café und Shop zu Entspannung und Erwerb ein. Die Arbeit überzeugt durch ihre konzeptionelle Tiefe, die ästhetische Darstellung, die klare Formsprache und nicht zuletzt durch die besondere Eigenständigkeit der Entwurfsidee.

5. September 2017

bdia anerkannt! Master für Jane Frenzel: „Symposiarch“

Masterarbeit SS 2017 an der AdbK München

Symposiarch

Ein Symposiarch, war jene Person, welche während eines Symposions, einer frühen Form des Zusammentreffens der alten Griechen, darauf Acht gab, dass die Geselligkeit, die Leichtigkeit des Miteinanders und die Freude an der Kommunikation mit den Tischgenossen nicht schwindet.
Eben jene Funktion übernimmt der vorzustellende Tisch selbst.
Dem Konzept dieses Esstisches liegt die Idee zugrunde, in inszenatorischer und experimenteller Weise eine zunehmende Intimität innerhalb der Tischgesellschaft zu erzeugen.
Die Basis dafür schafft die runde Tischform. Hier werden sichtbare Hierarchien aufgehoben – alle sind sich gleich und gleich nah.
Der Tisch ist größenvariabel und wird nach Ende eines jeden Menüganges ringweise verkleinert. Die Tischgesellschaft wird so schrittweise näher zueinander geführt. Jenes Prinzip wird durch ein begleitendes Geschirrset unterstützt; beim einzelnen Teller für jeden beginnend, über einen Teller für zwei, hin zu einer gemeinsamen Dessertplatte für alle.
Ein intensives und kommunikatives Miteinander entsteht. Jane Frenzel

Die Bewertung  der Abschlussarbeiten erfolgte am 07. Juli 2017.

Begründung: Ein Esstisch, bei dem man sich mit fortschreitender Dauer des Abends immer näher kommt. Ein variabler Tisch, der sich ringweise verkleinern lässt. Diesen Ringen ist je nach Menüfolge speziell gestaltetes Geschirr zugeordnet, das in den Ringfugen geführt wird. Der Tisch wird zum Kommunikationsmittel. Die Idee lässt viel Raum für ein intensives, geselliges Miteinander. Die innovative Ausführung macht dieses Erlebnis auch möglich.

 

4. September 2017

bdia ausgezeichnet! Master für Aline Lefarth: „Koepchenwerk – Umgestaltung des denkmalgeschützten Pumpenspeicherkraftwerks am Hangsteysee“

Masterarbeit SS 2017 an der Hochschule Detmold
Betreuung: Prof. Dipl.- Ing. Iris Baum, Prof. Michel Melenhorst

Das Koepchenwerk – Eine neue Nutzung für das Pumpspeicherkraftwerk in Herdecke am Hengsteysee

Das Koepchenwerk ist eines der ersten verwirklichten Pumpspeicher- kraftwerke in Deutschland.
Das neue Nutzungskonzept für das denkmalgeschützte Gebäude beinhaltet einen Erlebnispfad, der dem Besucher die Geschichte und die Funktionsweise des Pumpspeicherkraftwerks auf spezielle Weise näherbringt.
Außerdem integriert es Übernachtungsmöglichkeiten für Fahrradfahrer, Wanderer und Industrietouristen. Sowohl der Besucher als auch der Hotel- gast erlebt das Gebäude am besten, indem er sich auf den Weg begibt.
Der Weg führt über insgesamt 5 Ebenen durch das gesamte Gebäude entlang der imposanten Maschinen. So eröffnet er dem Besucher verschiedene Blickwinkel in die alte Maschinenhalle.
Entlang dieses Weges entstehen unterschiedliche Einbuchtungen, die zum Verweilen und Innehalten einladen. Auf diesen Einbuchtungen befinden sich große Wassertropfen, die scheinbar von der Decke herunter tropfen.
Man kann in sie hineinkriechen, sich hineinlegen und setzen und sich auf verschiedenen Höhen über den Maschinen hängen lassen. Aline Lefarth

Die Bewertung  der Abschlussarbeiten erfolgte am 21. Juli 2017. Jury: Jutta Hillen |Innenarchitektin bdia, Vorstandsmitglied NRW, Karin Friedrich-Wellmann | Innenarchitektin bdia, Lina Kufahl | Ausgezeichnete Wintersemester 2016/17

Jurybegründung: Die Idee von Aline Lefarth, im denkmalgeschützten Pumpenspeicherkraftwerk am Hengsteysee, einen Erlebnispfad und einen Hotelbetrieb zu installieren, überzeugt mit einem mutigen und innovativen Konzept und einer originellen Raumwirkung.
Wasser und Elektrizität werden zum Leitmotiv für den Entwurf. So findet der Besucher in der ehemaligen Maschinenhalle große Wassertropfen als hängende Sitzgelegenheiten aus Drahtgeflecht in unterschiedlichen Höhen vor, um aus unterschiedlichen Blickwinkeln den Raum zu erleben, Leuchten erinnern an Tropfen, deren kreuzende Kabel an Strommasten. Für Fahrradtouristen werden doppelstöckige Nester zum zu Hause auf Zeit.
Die überzeugende Entwurfsidee, der zielgerichtete und bedachte Umgang mit Materialien und Formen sowie die Funktionalität zeichnen diese Arbeit aus. Die ansprechende Art der Präsentation weckt zusätzlich die Lust auf diesen Ort.

29. August 2017

bdia ausgezeichnet! Master für Franziska Heller: „Bar Code“

Masterarbeit SS 2017 an der HS RheinMain Wiesbaden
Betreuung: Prof. Uwe Münzing

Bar Code – Codierung der verschiedenen Bartypen und Entwicklung typologischer Konzepte unter dem Aspekt Corporate

Die Idee dieser Arbeit entstand aus folgendem Gedanken heraus:
Bar ist nicht gleich Bar.
Jede Bareinrichtung sendet einen eigenen Code aus. In analytischer Vorarbeit, entstand eine Codierung verschiedener Bars in Form von grafischen und sehr prägnanten Darstellungen. Diese Analyse wurde schließlich auf einen Entwurf der Bartypen American Bar und Tagesbar übertragen.
Hier spielt das Glas, welches man in der Hand hält und über welches man den Geschmack aufnimmt, eine große Rolle. Es wurde eine neue Markenwelt für die Glas- und Porzellanmanufaktur Rosenthal entwickelt.
Beide Bars befinden sich auf der selben Ladenfläche, werden jedoch im Raum durch eine raumübergreifende, skulpturale Gitterstruktur klar gegliedert.
In der Tagesbar nimmt man Platz an der langen Tafel und in der American Bar genießt man seinen Cocktail in einer intimen und verborgenen Atmosphäre. Franziska Heller

Die Bewertung  der Abschlussarbeiten erfolgte am 19. Juli 2017. Jury: Simone Ferrari | Innenarchitektin BDIA,
Dieter Schmidt | Innenarchitekt BDIA, Schmidt Holzinger & Stephan Herold | Dipl.-Ing. (FH) Innenarchitektur, orthentisch /Hästens, Wiesbaden

Jurybegründung: Überzeugt hat die Jury der räumlich klar gegliederte Entwurf, dem eine raumgreifende Gitterstruktur skulpturale Form gibt und dem ein kontrastreiches, spannendes Materialkonzept atmosphärische Dichte verleiht”. Besonders herausheben möchte die Jury die grafisch bildliche und sehr prägnante Darstellung der Analyse.

29. August 2017

bdia anerkannt! Bachelor für Svetlana Grünenwald: „IVISION Sneakerstore“

Bachelorarbeit SS 2017 an der HS RheinMain Wiesbaden

IVISION Sneakerstore

Bei der Gestaltung des Store wird besonderer Wert auf eine möglichst stressfreie Atmosphäre sowohl für die Kunden als auch für die Mitarbeiter gelegt. Auf überflüssige Ausschmückungen und Details wird deshalb konsequent verzichtet. So soll das Design intuitive Abläufe fördern, so dass sich die Kunden weitgehend auch ohne Hinweise zurechtfinden können.

Die Ausstattung des Store soll die minimalistische und schlichte Ästhetik der Marke aufgreifen und reflektieren, indem sie auf klare Formensprache, Funktionalität und Reduktion setzt.

Dies überträgt sich auch auf die Material- und Farbwahl. Es kommen nur wenige Materialien und ruhige, weiß-graue, Farbakzente zum Einsatz. Auf diese Weise soll eine saubere und luftige Atmosphäre entstehen, durch die der Schuh in den Mittelpunkt gerückt wird.

Die Produktpräsentation findet auf eigens entworfenen Sockeln statt. Das Raster, in dem sie aufgestellt sind, bildet eine Grundlage für die Ausrichtung und die Ausstattung der übrigen Bereiche.

Die Bewertung  der Abschlussarbeiten erfolgte am 19. Juli 2017. Jury: Simone Ferrari | Innenarchitektin BDIA,
Dieter Schmidt | Innenarchitekt BDIA, Schmidt Holzinger und Stephan Herold | Dipl.-Ing. (FH) Innenarchitektur, orthentisch / Hästens Wiesbaden

Jurybegründung: Die Idee der Warenpräsentation wird weitergeführt in der Typografie und im Produktdesign. Die Präsentation ist von der Darstellung her sehr ästhetisch.

28. August 2017

bdia ausgezeichnet! Bachelor für Juliana Aalderink: „ivision sneakers“

Bachelorarbeit SS 2017 an der HS RheinMain Wiesbaden

ivision sneakers

Für die fiktionale Marke ivision habe ich ein gesamtheitliches Retaildesign erarbeitet, das sich auf den Verkauf von Sneakern innerhalb einer raumerlebenden Bewegung spezialisiert.
Ziel war es, den Fokus auf das Produkt und das pure Raumerlebnis zu setzen und dabei die Ausblendung der alltäglichen medialen Überreizung. Statt Touchscreens stimulieren die haptische Qualität der monolithischen Rohspan-Raumhülle und die illusionshafte Präsenz der schwebenden Warenpräsentation, anlehnend an die Straßenkunst des shoefiti, die Wahrnehmung.
Im Hintergrund des Shops befindet sich die multifunktionale Kasse, bestehend aus einem flexiblen Stecksystem von Kuben, die auch die Wartelounge bilden.
Davor kreieren zwei raumhohe, gegenüberliegende Spiegel einen unendlichen Lichttunnel, in dem die Sneaker scheinbar bis ins Unendliche weiterfliegen. Der Kunde findet sich mitten in diesem Moment wieder und wird mitgerissen, während sich die Bewegung von der Straße aus in den Fluss des Verkehrs integriert. Juliana Aalderink

Die Bewertung  der Abschlussarbeiten erfolgte am 19. Juli 2017. Jury: Simone Ferrari | Innenarchitektin BDIA,
Dieter Schmidt, | Innenarchitekt BDIA, Schmidt Holzinger & Stephan Herold | Dipl.-Ing. (FH) Innenarchitektur, orthentisch/ Hästens, Wiesbaden

Jurybegründung: Das Konzept ist sehr konsequent ausgearbeitet.
Die Lichtinstallation stellt die Dynamik des Themas Bewegung gut dar.
Mit wenigen Gesten wird die gesamte Aufgabenstellung transportiert. Sowohl die Präsentation als auch die Inszenierung und deren Umsetzung hat die Jury beeindruckt.

28. August 2017

bdia ausgezeichnet! Master für Janina Schuldt: „Phänomenologie dunkler Räume“

Masterarbeit SS 2017 an der Hochschule Rosenheim
Betreuung: Frau Prof. Karin Sander, Herr Prof. Mathias Wambsganß

Phänomenologie dunkler Räume

Oftmals haben Finsternis, aber auch Übergangserscheinungen wie Nebel, Dämmerung und Schatten einen geheimnisvollen Charakter – teils verunsichernd, teils bergend. Diese Atmosphären des Dunklen sprechen unser Empfinden in besonderer Weise an.

Dem Entwurf liegt der Gedanke des klassischen Raum-in-Raum Konzepts zugrunde. In die Hülle des Stalls wird eine monolithische Betonskulptur integriert. Dabei wird versucht die ursprüngliche Struktur weitestgehend zu erhalten. Die Konstruktionsbalken der früheren Zwischendecke durchdringen die massiven Wände des Neubaus und verankern diesen mit dem Bestand. Das äußere Erscheinungsbild bleibt bis auf die Addition einer schlichten, mit Stahlwangen eingefassten Außentreppe unangetastet.
Das introvertierte Wohnen im kontemplativ gehaltenen EG strahlt Geborgenheit und Schutz aus. Man fühlt sich wie ein Wesen, das sich wohlig in seine Höhle zum Ausruhen zurückzieht. Das großflächig verglaste OG öffnet sich zu einem Luftraum, der sich über beide Geschosse erstreckt. Durch das spärlich einfallende Tageslicht werden die sonst nur ergänzend wirkenden Sinne angesprochen. Janina Schuldt

Die Bewertung der Abschlussarbeiten erfolgte am 12. Juli 2017.
Jury: Claudia Schütz | Vizepräsidentin bdia, Dorothee Maier | Vorstand bdia LV Bayern, Tina Gratzfeld | Mitglied bdia Beirat LV Bayern, Matthias Kopielski | Mitglied bdia Beirat LV Bayern, Merle Neumann und Christian Sedlmeier |  Sieger bdia ausgezeichnet! 2016

Jurybegründung: Das überraschende Element in dieser Arbeit ist im Grunde die Kraft des Lichtes  – obwohl es (fast) fehlt.
Die Reduktion des Lichtes als Entwurfsgedanke verfolgt einen philosophischen Ansatz: Er befasst sich mit der Atmosphäre derDunkelheit im Raum und generiert damit eine sehr intensive Raumwahrnehmung. Minimales Licht hebt den schlichten Raum auf eine kontemplative, fast spirituelle Ebene. Die sehr überzeugende Präsentation visualisiert eben dieses besondere Raumgefühl.

28. August 2017

bdia ausgezeichnet! Master für Lisa Kentner: „Ora @Labora – Co-working im alten Kloster“

Masterrarbeit SS 2017 an der Hochschule Düsseldorf
Betreuung: Prof. Wendland

Ora @Labora – Co-working im alten Kloster

Ganz dem Klosterkredo „ora et labora“ (lat. „bete und arbeite“) entsprechend sollen in dem ehemaligen Kloster (aus dem Jahre 1893)
Co-Working Arbeitsplätze entstehen.
Im Sinne des gemeinschaftlichen Klosterlebens, können sich Selbständige oder kleine Büros Arbeitsplätze anmieten. Geboten wird ihnen eine einzigartige Atmosphäre und die Möglichkeit, sich mit anderen auszutauschen und sich gegenseitig zu unterstützen.
Mit „Ora @ Labora“ soll ein Co-Working Konzept entstehen, das die Geschichte des Ortes berücksichtigt und den Geist des alten Klosters bewahrt. Die Gestaltung ist daher bewusst zurückhaltend und soll eine gewisse klösterliche Ruhe ausstrahlen, die den alten Bestand aufwertet und ihn mit modernen Elementen kombiniert. Der neue Anbau ist eine Reminiszenz an die ehemalige Klosterkapelle, deren Fassadenansicht sich im Beton wiederfindet.
Dem ehemaligen Kloster entsprechend, sind Orte des Rückzugs für konzentriertes Arbeiten, aber auch Gemeinschaftszonen zum Austausch, sowie Bereiche für Konferenzen und kreative Ideenfindung geschaffen worden. Lisa Kentner

Die Bewertung  der Abschlussarbeiten erfolgte am 12. Juli 2017. Jury: Barbara Eitner | Innenarchitektin bdia, Birte Riepenhausen | Innenarchitektin bdia, Birgit Schwarzkopf | Innenarchitektin bdia, Kevin Gratza | Ausgezeichneter Wintersemester 2016/17

Jurybegründung: Der „leise“ Entwurf wird dem bearbeiteten Objekt „Kloster“ durch einen zurückhaltenden Umgang mit Material und Formensprache gerecht. Der an das Vorderhaus anschließende Kapellenneubau zitiert die ehemalige Kapelle auf reduzierter Grundstücksgröße, zur Erkennbarkeit wird ein Ausschnitt der alten Fassadenansicht auf die neue appliziert.
In beiden Gebäudeteilen entstehen Innenräume mit hoher Qualität bei unterschiedlicher Funktion.

24. August 2017

bdia ausgezeichnet! Master für Katharina Witez: „Neugestaltung des Werksgebäudes der Firma Graef“

Masterrarbeit SS 2017 an der Hochschule Düsseldorf
Betreuung: Prof. Korschildgen

Neugestaltung des Werksgebäudes der Firma Graef

Das ab dem Jahr 1920 erbaute Werksgebäude der Traditionsfirma Gebr. Graef GmbH & Co. KG im sauerländischen  Arnsberg-Neheim soll reaktiviert werden.
Das Gebäude soll der Öffentlichkeit die Firmengeschichte, sowie die gegenwärtige Entwicklung erlebbar machen, Einblicke gewähren und die Firma als innovatives Familienunternehmen repräsentieren.

Konzept:
Das sukzessiv erbaute Produktionsgebäude gliedert sich in 3 Baukörper, denen gemäß des Entstehungsprozesses eines Produktes die Funktionen Innovation, Produktion und Präsentation /Verkauf zugeordnet sind.
Die alte Gebäudestruktur wird mit Durchblicken und -gängen durchbrochen und ermöglicht eine gezielte, kurzwegige und produktive Interaktion der verschiedenen Arbeitsbereiche.
Modulare, bewegliche Boxen ermöglichen zudem unterschiedliche Arbeitsumgebungen und  Rückzugsmöglichkeiten.
In der Schnittmenge des zwei- und dreigeschossigen Baukörpers ver- schmelzen Produktion und Präsentation zu einem öffentlichen Outlet-Café. Katharina Witez

Die Bewertung der Abschlussarbeiten erfolgte am 12. Juli 2017. Jury: Barbara Eitner | Innenarchitektin bdia, Birte Riepenhausen | Innenarchitektin bdia, Birgit Schwarzkopf | Innenarchitektin bdia, Kevin Gratza | Ausgezeichneter Wintersemester 2016/17

Jurybegründung:
Die Arbeit besticht durch ihre Komplexität bei gleichzeitig guter Lesbarkeit.
Dies betrifft sowohl die Raumstruktur mit der überzeugenden An- und Zuordnung der verschiedenen Funktionsbereiche, als auch die innere Ausgestaltung der einzelnen Module mit hohem Detaillierungsgrad.
Erkennbar wird die Identifizierung mit der Aufgabe und die Freude am Entwerfen.

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