Am 18. August 2026 wurde im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung in Berlin die Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse für die innenarchitektonische Neugestaltung des repräsentativen Bereichs von Schloss Bellevue eröffnet.
Für uns als bdia ist dieser Wettbewerb ein wichtiges Zeichen: Innenarchitektur ist ein wesentlicher Bestandteil des Bauens im Bestand – und sie verdient auch in öffentlichen Bauaufgaben die Aufmerksamkeit und den Stellenwert, den sie für die Qualität unserer Räume hat. Die Neugestaltung des Bundespräsidialamts hat daher besondere Strahlkraft.
Als Vorsitzender des Preisgerichts hat unser Präsident Prof. Carsten Wiewiorra die Ergebnisse vorgestellt und die ausgezeichneten Arbeiten gewürdigt. Den 1. Preis erhielt HENN mit bdia Innenarchitektin Katrin Jacobs, die gemeinsam mit Martin Henn und Anna Ćwik für den Entwurf verantwortlich ist. Der 2. Preis ging an bfs d Stefan Flachsbarth Michael Schultz. Anerkennungen erhielten Nidus Studio und Henning Larsen mit der bdia Innenarchitektin Angelika Donhauser. Wir gratulieren!
Insgesamt hatten sich 76 Büros beworben, 11 Teams reichten schließlich einen Wettbewerbsbeitrag ein. Die Jury überzeugte insbesondere die sensible Haltung gegenüber dem historischen Bestand. Die Entwürfe setzen auf behutsame Eingriffe, verbinden historische und zeitgenössische Elemente und entwickeln die repräsentativen Räume von Schloss Bellevue mit großer gestalterischer Präzision weiter.
Besonders schön war es, zahlreiche Preisträgerinnen und Preisträger persönlich vor Ort begrüßen zu können und gemeinsam auf die Ergebnisse dieses anspruchsvollen Wettbewerbs zu schauen.
Die Ausstellung ist noch bis zum 2. September 2026 im Ernst-Reuter-Haus, Straße des 17. Juni 112 in Berlin, zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Ein Wettbewerb wie dieser zeigt: Gute Innenarchitektur beginnt nicht erst bei der Möblierung. Sie ist Teil der Bauaufgabe – und gerade beim Bauen im Bestand unverzichtbar.