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19. Februar 2014

3. Außenwirtschaftstag Architektur, Planen und Bauen: „Deutsche Kompetenzen für wachsende Städte“ am 18. Februar 2014 in Berlin

  • 3. Außenwirtschaftstag 2014 im Auswärtigen Amt. Ministerialdirektor Dieter Haller, Auswärtiges Amt, Uwe Beckmeyer, Parlamentarischer Staatsekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Vera Schmitz, Präsidentin Bund Deutscher Innenarchitekten, Volker Cornelius, Präsident Verband Beratender Ingenieure, Barbara Ettinger-Brinckmann, Präsidentin Bundesarchitektenkammer, Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Ministerialdirigent Christian Berger, Auswärtiges Amt, Dr.-Ing Thomas Krause, Hauptverband Deutsche Bauindustrie, Heiner Farwick, Präsident Bund Deutscher Architekten, Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe, Holger Ziegeler, Auswärtiges Amt
  • 3. Außenwirtschaftstag: Eröffnungsrede von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier im Weltsaal des Auswärtigen Amts
  • 3. Aussenwirtschaftstag Architektur, Planen und Bauen 2014

Über 300 Teilnehmer besuchten am Dienstag, den 18. Februar 2014 den 3. Außenwirtschaftstag Architektur, Planen und Bauen: „Deutsche Kompetenzen für wachsende Städte“. In thematisch und geografisch konzipierten Workshops diskutierten Experten der Baubranche internationale Herausforderungen der weltweiten Urbanisierung. Veranstalter des branchenübergreifenden Formats ist das Auswärtige Amt. Der BDIA Bund Deutscher Innenarchitekten war zum ersten Mal als tragender Verband beteiligt.

3. Außenwirtschaftstag: Eröffnungsrede von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier im Weltsaal des Auswärtigen Amts

3. Außenwirtschaftstag: Eröffnungsrede von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier im Weltsaal des Auswärtigen Amts. Foto: Till Budde, BerlAußenminister Frank-Walter Steinmeier wies in seiner Eröffnungsrede auf die weltweit großen Chancen für deutsche Unternehmen hin. Deutschland ist überdurchschnittlich globalisiert und engagiert sich weltweit auch überdurchschnittlich für den Erhalt und für das Entstehen von freiheitlichen politischen Ordnungsgefügen. Denn stabile politische Rahmenbedingungen sind die Voraussetzung für erfolgreiche wirtschaftliche Aktivitäten. Über 250 Auslandsvertretungen und Botschaften stehen Vertretern der deutschen Wirtschaft nicht nur als Türöffner zur Verfügung, sondern begleiten Dienstleister und Unternehmen konkret in allen Phasen der Akquise, Planung und Ausführung mit ihren lokalen Kenntnissen und Netzwerken.

Die Konkurrenz schläft nicht
Urbanisierung ist eine hochkomplexe und vielschichtige Herausforderung für „Emerging Markets“ und deren Regierungen. Deutsche Mittelständler müssen sich innerhalb der Wertschöpfungskette organisieren, um Paketlösungen anbieten zu können. Im Ausland sind es vor allem die öffentlichen Auftraggeber, die großes Potenzial für deutsche Unternehmen darstellen. Die Konkurrenz internationaler Großunternehmen, die Komplettlösungen anbieten, ist ungebrochen groß. Deutsche Dienstleister und Unternehmen stehen hier vor der besonderen Herausforderung, ihre Leistungen und Kompetenzen so zu kommunizieren, dass deren kleine und damit flexiblere Struktur auch einen großen Vorteil für individuelle Lösungen darstellen kann. Eine besondere Affinität zum Zielmarkt ist dabei entscheidend, denn kulturelle Kompetenzen sind durch nichts zu ersetzen, der persönliche Kontakt zum Auftraggeber und Präsenz vor Ort oftmals spielentscheidend.

Innenarchitektur ist Teil der Wertschöpfungskette Bau
Urbanisierung braucht sicheren und bezahlbaren Wohnraum, gut erreichbare Arbeitsplätze, Erholungsräume ebenso wie eine zuverlässige Wasser- und Energieversorgung. Diese Bauaufgaben machen nicht vor Fassaden halt und betreffen natürlich auch die klassischen Bauaufgaben von Innenarchitektinnen und Innenarchitekten: Umbauen und Weiterbauen im urbanen Bestand – und der Kontext ist im 21. Jahrhundert international. BDIA Vizepräsidentin Sylvia Leydecker, 100 % interior, diskutierte im Workshop „Lebenswerte Stadt“, ob die europäische Stadt als Exportmodell funktioniert und welche Strukturen nötig sind für eine menschengerechte Umsetzung von Urbanisierung. Dabei wurde deutlich, dass deutsche Planungsinstrumente wie Bebauungspläne oder Quartiersmanagement international auf sehr großes Interesse stoßen als geeignete Voraussetzungen für nachhaltige Stadtplanung. Eine  Argumentation für konkrete Lösungen muss immer projektbezogen unter Berücksichtigung aller lokalen Aspekte aufgebaut sein, denn an einem Export langwieriger Prozesse ist kaum ein ausländischer Auftraggeber interessiert. BDIA Präsidentin Vera Schmitz betonte die Chance, die ein Austausch zum Beispiel über Best Practice Beispiele im Rahmen geeigneter Formate bieten kann. Innenarchitektinnen und Innenarchitekten benötigen als Klein- und Kleinstunternehmen konkrete Unterstützung bei möglichen Kooperationen und beim Wissenstransfer mit Kolleginnen und Kollegen.

Beispiel USA
Gerhard Landau von Landau Kindelbacher Architekten Innenarchitekten aus München berichtete im Workshop „USA“ von seinen amerikanischen Erfahrungen und bestätigte die Bedeutung persönlicher Kontakte und engagierter Präsenz vor Ort. Sein wirtschaftliches Interesse am US-amerikanischen Markt ist seit Jahren groß, trotz struktureller und politischer Schwierigkeiten. Und der wirtschaftliche Aufschwung verläuft nach wie vor sehr langsam. Dennoch rechnet sich der deutsche Planungsexport gute Chancen aus, denn der Bedarf an qualitätvollen öffentlichen Räumen und an energiesparenden baulichen Lösungen ist riesig – sowohl seitens staatlicher wie privater Auftraggeber. Mit dem geplanten Freihandelsabkommen könnten sich wesentliche Erleichterungen für Planer in Bezug auf Ausschreibungsverfahren und Planungsstandards ergeben.

Vernetzen Sie sich!
Wie können deutsche Dienstleister und Unternehmen ihre Exportstrategien optimieren? Wie können sie ihre Referenzen und Leistungen effizient und erfolgreich kommunizieren? Und wie transferiert man „German Qaulity“ griffig und unkompliziert in andere Märkte – und Kulturräume?

3. Außenwirtschaftstag 2014 im Auswärtigen Amt. Ministerialdirektor Dieter Haller, Auswärtiges Amt, Uwe Beckmeyer, Parlamentarischer Staatsekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Vera Schmitz, Präsidentin Bund Deutscher Innenarchitekten, Volker Cornelius, Präsident Verband Beratender Ingenieure, Barbara Ettinger-Brinckmann, Präsidentin Bundesarchitektenkammer, Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Ministerialdirigent Christian Berger, Auswärtiges Amt, Dr.-Ing Thomas Krause, Hauptverband Deutsche Bauindustrie, Heiner Farwick, Präsident Bund Deutscher Architekten, Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe, Holger Ziegeler, Auswärtiges Amt

3. Außenwirtschaftstag 2014 im Auswärtigen Amt. Ministerialdirektor Dieter Haller, Auswärtiges Amt, Uwe Beckmeyer, Parlamentarischer Staatsekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Vera Schmitz, Präsidentin Bund Deutscher Innenarchitekten, Volker Cornelius, Präsident Verband Beratender Ingenieure, Barbara Ettinger-Brinckmann, Präsidentin Bundesarchitektenkammer, Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Ministerialdirigent Christian Berger, Auswärtiges Amt, Dr.-Ing Thomas Krause, Hauptverband Deutsche Bauindustrie, Heiner Farwick, Präsident Bund Deutscher Architekten, Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe, Holger Ziegeler, Auswärtiges Amt. Foto: Till Budde, Berlin

Der Außenwirtschaftstag macht deutlich: Architekten, Innenarchitekten, Ingenieure und Fachplaner müssen Planungsallianzen schmieden, um voneinander zu lernen und international bestehen zu können. Verbände bieten Plattformen und Know-How für marktbezogene Netzwerke. Gemeinsam mit der Politik müssen intensiv geeignete Instrumente und Maßnahmen zur politischen Flankierung weiterentwickelt werden.
Cathrin Urbanek

Fotos: Till Budde, Berlin

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