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Das BDIA-Blog

22. Februar 2017

BDIAusgezeichnet! Master für Alexandra Zawada „Kulturgut Homburg – Museum für Stadtgeschichte und Moderne Kunst“

Masterorarbeit WS 2016/17 an der Hochschule Kaiserslautern
Betreuung: Prof. Dipl. Ing. Werner Glas

Kulturgut Homburg – Museum für Stadtgeschichte und Moderne Kunst

Am Rande des historischen Marktplatzes in Homburg (Saar), am Fuße des Schlossbergs, steht die gesicherte Ruine einer ehemaligen Franziskanerkirche.
Als schlichte Einraumkirche für den Bettelorden errichtet, ging sie im Jahr 1860 in den Besitz der jüdischen Gemeinschaft als Synagoge über. Nachdem das Gebäude in der Reichspogromnacht geschändet wurde, überließ man es der Verwitterung.
Das „KULTURGUT Homburg“ soll die alten Gemäuer rekonstruieren und als Museum für Stadtgeschichte und moderne Kunst dienen. Eine dreigeteilte Nutzung geht auf die Bedürfnisse der Stadt ein: eine Dauerausstellung für die Siebenpfeifferstiftung und eine Ausstellung über das Gebäude selbst, behandeln die wechselhafte und bedeutungsvolle Geschichte des Ortes. Im rekonstruierten Teil werden eine Wechselausstellung für moderne Kunst und Workshopräume angeboten.
Der zurückhaltende Neubau ergänzt die historischen Formen der gefallenen Ruine und begegnet ihr mit dem Respekt, den sie verdient.  Das Ausstellungskonzept und die Materialität sind so reduziert gehalten, dass der sakrale Raum in seiner Ganzheit erlebbar und der historische Kontext begreifbar wird. Alexandra Zawada

Die Bewertung  der Abschlussarbeiten erfolgte am 20. Januar 2017. Jury:
BDIA AKS Innenarchitektin Simone Waschbüsch; Pierre Grün, BDIA Innenarchitekt und Vorstandsmitglied BDIA Saarland/Rheinland-Pfalz

Jurybegründung:  sensibler Umgang mit historischer Bausubstanz, überzeugendes Gesamtkonzept, kraftvolle und gleichzeitig feine Anmutung des Ergänzungsbaus aus Beton, ausgezeichnete Detailtiefe im Innenausbau.

21. Februar 2017

BDIAusgezeichnet! Master für Frank Raab „Dokumentationszentrum Obersalzberg“

Masterarbeit WS 2016/17 an der Hochschule Trier
Betreuung: Prof. Wolfgang Strobl, Prof. Ingo Krapf

Dokumentationszentrum Obersalzberg

„Die Dokumentation Obersalzberg neu gedacht.“ setzt sich mit dem Thema Museum und Ausstellungsgestaltung auseinander und basiert auf einer Wettbewerbsausschreibung zur Neugestaltung der Dokumentation Obersalzberg aus dem Jahr 2014.

In der Analyse wird eine Auswahl von drei sehr unterschiedlichen Dokumentations- zentren, die sich jeweils an Täterorten befinden, hinsichtlich der Kriterien Gebäude, Materialien und Farbe, Orientierungssystem, Ausstellungsgestaltung sowie dem visuellen Erscheinungsbild anhand einer jeweils vor Ort entstandenen Foto- dokumentation untersucht.

Auf der Grundlage dieser Untersuchung beschäftigt sich die Arbeit mit dem architektonischen Neuentwurf eines Museumsgebäudes für die Ausstellung am Obersalzberg unter besonderer Berücksichtigung der geographischen Lage und dem besonderen thematischen Anspruch, sowie dem Entwurf eines überarbeiteten grafischen Konzeptes und eines Orientierungssystems für das Gebäude.

Für die Gestaltung des Museumsgebäudes waren zwei wesentliche Punkte ausschlaggebend: Zum einen die landschaftliche Situation, zum anderen die negative Vergangenheit des Ortes. Als einer der wenigen reinen Täterorte des National- sozialismus ist hier besondere Sensibilität gefragt, denn es gilt gerade hier ganz besonders, einen Denkmalcharakter zu vermeiden. So wurde nicht versucht, auf die historische Architektur der Nationalsozialisten Bezug zu nehmen, vielmehr lag das Augenmerk darauf, einen zeitgemäßen, funktionalen und vollständig barrierefrei erschlossenen Museumsbau zu planen, der sich, teils ins Erdreich eingebaut, in die Umgebung einfügt, durch die großflächige Glasfassade aber dennoch auf sich aufmerksam macht.

Für die Planung der dreiteiligen Dauerausstellung wurde ein zeitgemäßes Konzept unter Berücksichtigung thematischer Besonderheiten erarbeitet.
Der erste Teil befasst sich mit der historischen Vergangenheit des Obersalzbergs und der Leitfigur Adolf Hitler. Er klärt auf, deckt auf und dekonstruiert das trügerische Scheinbild der heilen Bergwelt. Für die Ausstellungsgestaltung wurde das den Standort umgebende Bergpanorama polygonal abstrahiert in die Ausstellungsarchitektur übertragen.

Die Gestaltung des zweiten Teils mit dem Schwerpunkt Szenografie behandelt den Nationalsozialismus mit besonderem Fokus auf dem Völkermord. Dazu wird innerhalb der Ausstellung der direkte Blick an einen „Ort des Grauens“ konstruiert, der Besucher soll bewusst mit dem Schrecken konfrontiert und zum Nachdenken angeregt werden.

Im dritten Ausstellungsteil liegt der Schwerpunkt auf der Ausstellungsgrafik. Ein sich durch den Raum windender Zeitstrahl gibt eine chronologische Übersicht über den Zweiten Weltkrieg und schließt dabei auch den Widerstand und die Außenpolitik in den zeitlichen Zusammenhang ein.

Zuletzt setzt sich die Arbeit mit einem Konzept für den Umgang mit dem ehemaligen Berghofgelände auseinander. Frank Raab

Die Bewertung  der Abschlussarbeiten erfolgte am 26. Januar 2017. Jury: Daniela Sachs Rollmann, BDIA Innenarchitektin und Vorsitzende BDIA Saarland/Rheinland-Pfalz; Pierre Grün, BDIA Innenarchitekt und Vorstandsmitglied BDIA Saarland/Rheinland-Pfalz

Jurybegründung:  Die Arbeit besticht mit ihrer adäquaten Innenraumgestaltung, mit sensibler und zurückhaltenden Materialwahl Beton, Holz, dunkle Böden und Stahlgewebe sehr gut gelöst. Flächenbündig eingelassene großformatige Fotodokumente und die Raumgliederung durch ein dem Bergrelief nachempfundenen Ausstellungswandsystem gliedern den Raum und führen durch die Ausstellung. Der respektvolle Umgang mit den Zeitdokumenten und die didaktische Aufbereitung erlaubt eine differenzierte Auseinandersetzung.

21. Februar 2017

BDIAnerkennung! Master für Kerstin Plass „Mikroappartements – Wohnen auf wenig Raum“

Masterarbeit WS 2016/17 an der Hochschule Kaiserslautern
Betreuung: Prof. Dipl. Ing. Gregor Rutrecht, Prof. Dipl. Ing. Werner Glas

Mikroappartements – Wohnen auf wenig Raum

„Lütte Bütt“

Das Hamburger Backsteingebäude liegt im Herzen von St. Pauli und bietet eine Heimat für insgesamt 89 Bewohner.  Ziel ist es, ein Zuhause für all diejenigen zu schaffen, die aus diversen Gründen ihre Heimat Hamburg verlassen müssten und so aus ihrem sozialen Umfeld herausgerissen und entwurzelt werden.
Die Single-, Doppel- und Dreier Appartements kombinieren ein Leben in der Gemeinschaft mit großzügigen Möglichkeiten für eine individuelle Entfaltung. Optisch getrennte Privat- und Multifunktionsräume schaffen Raum für Kommunikation und Gemeinschaft, aber erlauben ebenso den Rückzug für ein Gefühl der Intimität und Abgrenzung.
Die gemeinschaftlich genutzten Räume, wie Küche und Wohnzimmer, zeichnen sich durch eine multifunktionale Flä­chennutzung aus. Sichtbare und kaum sichtbare Elemente lassen sich herausklappen, wieder verstauen oder ausfahren. Dabei entscheidet die Lebens- gewohnheit jedes einzelnen Bewohners, ob ein Teil zur Dauernutzung gebraucht wird, oder nur temporär zum Vorschein tritt. Kleine Fenster­nischen auf der gegenüberliegenden Seite des Eingangsbereiches lenken den Blick nach drau­ßen in den öffentlichen Flurbereich und nehmen Bezug zum angrenzenden Nachbarn. Die erhöht liegenden Privaträume als fester Rückzugsort lassen sich über Rollläden komplett abschotten und schaffen auf diese Weise eine Atmosphäre der Ruhe und Zurückgezogenheit trotz des geringen Wohnraumes. Schlafen, Arbeiten und Entspannen sind mithilfe des hochfahrbaren Bet­tes kein Problem. Diverse Gemeinschaftsräume schaffen gemeinsame Erinnerungen und binden den Bewohner emotional an das Haus und seine Bewohner.
Das Projekt „Lütte Bütt“ wird durch eine lokal an­sässige Organisation unterstützt, die den Bewoh­nern bei Fragen und Problemen zur Seite steht. Kerstin Plass

Die Bewertung  der Abschlussarbeiten erfolgte am 20. Januar 2017. Jury:
BDIA AKS Innenarchitektin Simone Waschbüsch; Pierre Grün, BDIA Innenarchitekt und Vorstandsmitglied BDIA Saarland/Rheinland-Pfalz

Jurybegründung:  klare Grundrissstruktur, aktuelles Thema, multifunktionale Flächennutzung, gut durchdachte und detaillierte Planung der Einzelzellen, atmosphärisch schöne Darstellung.

21. Februar 2017

BDIAusgezeichnet! Bachelor für Stephanie Köbele“Gastro+ KIVI – Veganes Café mit Gärtnerei“

Bachelorarbeit WS 2016/17 an der Hochschule Kaiserslautern
Betreuung: Vertr. Prof. Dipl.-Ing. Susanne Heyl

Gastro+ KIVI – Veganes Café mit Gärtnerei

Vegan leben beinhaltet längst mehr, als nur die reine Ernährungskomponente. Vielmehr handelt es sich dabei um eine ganzheitliche Lebenseinstellung, bei der vor allem das Umweltbewusstsein, sowie die Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen. Diese Philosophie soll durch das neue Café „KIVI“ mit integrierter Gärtnerei Einzug in die Innenstadt Kaiserslauterns finden.

Für diese grüne Oase wird das bisher aufgegliederte Eckgebäude der Richard-Wagner-Straße umfassend saniert und wieder zu einer Funktionseinheit zusammengeführt.
Die Verbindung zwischen Gastronomie und Natur sowie das Zusammenspiel von Innen und Außen gelten als Hauptbestandteil der Arbeit. Dahingehend befinden sich nicht nur in der Gärtnerei, sondern auch im „KIVI“ selbst zahlreiche, integrierte Grünflächen, wodurch die Natur als Bestandteil des Gebäudes und der Gastronomie erlebbar wird.

Das Zusammenspiel von Kommunikation in einem natürlichen Umfeld gilt dabei als Gestaltungsschwerpunkt und wird durch einen sich öffnenden, lichtdurchfluteten Raumcharakter gefördert. Die individuell geplanten Sitzsituationen, die jeweils auf die vielfältigen Bereiche des Cafés angepasst werden, basieren auf dem Wunsch, den Austausch unter den Gästen sowie ein kommunikatives Miteinander zu fördern.
Dazu wird der offene Gastronomiebereich in drei Zonen aufgeteilt, welcher sich über zwei Geschosse erstreckt. Das Erdgeschoss, welches neben der Küche auch einen kleinen, gemütlichen Cafébereich mit Barsituation beinhaltet, ist vor allem auf Kurzbesucher und Kaffeegäste ausgelegt. Das weitläufige Obergeschoss dient als großzügiger Café- und Restaurantbereich. Einen besonderen Höhepunkt bietet ein kleiner, begrünter Innenhof, welcher wiederum den Bezug von Innen- und Außenraum in einer besonderen Form zusammenführt. Stephanie Köbele

Die Bewertung  der Abschlussarbeiten erfolgte am 20. Januar 2017. Jury:
BDIA AKS Innenarchitektin Simone Waschbüsch; Pierre Grün, BDIA Innenarchitekt und Vorstandsmitglied BDIA Saarland/Rheinland-Pfalz

Jurybegründung:  stimmiges Gesamtkonzept, ganzheitlicher Ansatz, feine Anmutung, sensible Materialauswahl mit überzeugender
Materialcollage, grüne Oase im städtischen Umfeld durch integrierte Grünflächen, überzeugendes Zusammenspiel von innen und außen.

20. Februar 2017

BDIAusgezeichnet! Master für Sina Rocktäschel „Alsterlust – Hanseatisch Baden“

Masterarbeit WS 2016/17 an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe Detmold
Betreuung: Prof. Dipl.-Ing. Carsten Wiewiorra, Prof. Dipl.- Ing. Carmen Munoz de Frank

Alsterlust – Hanseatisch Baden

Die Hamburger Alster, einst wichtiger Wirtschafts- und Verkehrsknotenpunkt, gilt heute vielmehr als Wahrzeichen der hanseatischen Metropole und als touristischer Anlaufpunkt. Gerade in den Sommermonaten fragt man sich jedoch, warum zumeist nur noch die Besucher Hamburgs die besondere Nähe zum Wasser der Stadt genießen. Für die Hamburger selbst scheint das Kanalsystem in den vergangenen Jahren aus dem Fokus gerückt zu sein. Auch der Gedanke, einer kostenlos nutzbaren und jederzeit zugänglichen Möglichkeit zum Schwimmen und Baden scheint längst vergessen und das trotz aus- schließlich drei vorhandenen Freibädern und nur wenigen anderen „Erfrischungen“ für die rund 1,5 Millionen Einwohner der Stadt.

Das Konzept „Alsterlust“ möchte genau dies ändern und das Gewässer als kostbare, innerstädtische Ressource wieder in das Bewusstsein der Bevölkerung rücken.
Entwickelt wurde ein für Jeden zugängliches Angebot, welches den Kanal – für die Menschen neu erfahrbar – in einen ganz eigenen öffentlichen Stadtraum verwandelt.
Es entsteht ein bezirksübergreifendes Netzwerk aus Orten der Begegnung und stadtbildenden Plätzen des Verweilens. Ein stadtüberspannendes System aus drei größeren, zentral gelegenen Badestellen – den Alsterhäfen und dazwischenliegenden Kleinstegen – den Ankern. Dieses soll den Einwohnern der Hansestadt ermöglichen, das Gewässer für sich zurückzugewinnen und das Schwimmen im Kanal wieder zur Selbstverständlichkeit werden zu lassen.

An den Stegen der „Alsterlust“ kommen dabei alle Hamburger zusammen und nutzen gemeinsam die neue Infrastruktur. Somit werden diese nicht nur im Sommer zum Treffpunkt von Schwimmern und Badenden, Paddlern, Ruderern und Spaziergängern. Im Winter nutzt das Konzept die Möglichkeiten des Gewässers zudem voll aus und lädt alle zum temporären Wintermarkt an den drei Alsterhäfen ein. Bei diesem kurzzeitigen Event werden die Dockmodule der Anker ganz einfach zum Verkaufsbüdchen umfunktioniert und locken somit auch bei kalten Temperaturen an die Ufer des Gewässers.

Alsterlust: Das bedeutet, sich das Wasser wieder zu eigen zu machen. Seine vielen Möglichkeiten wieder voll auszukosten und somit die Lebensqualität aller zu bereichern. Lust auf Alster bekommen durch die Freude am Miteinander und am gemeinsamen Badespaß. Lust auf Alster durch Freiheit und Flexibilität am Gewässer. Alsterlust eben.
Sina Rocktäschel

Die Bewertung der Abschlussarbeiten erfolgte am 31. Januar 2017. Jury:Karin Friedrich-Wellmann, Innenarchitektin BDIA, Jutta Hillen, Innenarchitektin BDIA, Vorstandsmitglied NRW, Kerstin Geppert, Innenarchitektin BDIA, Sophie Homrighausen, Ausgezeichnete Sommersemester 2016, Wibke Bruners, Ausgezeichnete Sommersemester 2016, Kathrin Manert, Ausgezeichnete Sommersemester 2016, Edgar Hildebrand, Ausgezeichneter Sommersemester 2016

Jurybegründung:  Die Arbeit besticht durch eine außergewöhnliche Konzeption, Ausarbeitung, Graphik und Präsentation. Sina Rocktäschel ´s Entwurf umfasst das GANZE, d. h. das Logo, das Detail, den Innen- und Außenraum, den Landschaftsbereich und den öffentlichen Stadtraum. Es entsteht ein Netzwerk aus Orten der Begegnung mit Wasser als Freizeitelement. Ein stadtüberspannendes System aus drei größeren, zentral gelegenen Badestellen und dazwischen liegenden Kleinstegen, den Ankern, machen den Hamburger wieder Lust auf ihre Alster. Es wurde ein „Modul“ entwickelt, was auch an anderen Standorten verankert werden kann. Dabei denkt die Entwurfsverfasserin nicht nur an die Sommermonate, sondern berücksichtigt in ihrem Konzept auch die kalte Jahreszeit mit einer interessanten Idee und Nutzung. Eine Arbeit, die im besonderen Maße heraussticht und die gesamte Jury begeistert hat.

20. Februar 2017

BDIAusgezeichnet! Bachelor für Ines Baumann „DA_HOsTEL – ein Hostel für Darmstadt“

Bachelorarbeit WS 2016/17 an der Hochschule Darmstadt
Betreuung: Prof.

DA_HOsTEL – ein Hostel für Darmstadt

Zwischen der Landwehrstraße, der Rößlerstraße und der Kirschenallee in Darmstadt liegt das Gelände der ehemaligen MODAAG Motorenfabrik Darmstadt, dessen ursprüngliche Nutzung jedoch aufgegeben wurde. Die ab 1923 gebaute Fabrikhalle dient heute als Boulder- und Eventhalle. Der rückwärtige Teil des Geländes beherbergt einige Ateliers, unter anderem jenes von Vera Röhm. Das ehemalige Verwaltungsgebäude erstreckt sich vor Kopf einer weiteren großen Halle entlang der Landwehrstraße. Viele verschiedene Parteien, kleinere bis mittelgroße Firmen und Betriebe, teilen sich die dort entstandenen Büroflächen. In Zukunft soll das Areal einen neuen Nutzungsschwerpunkt erfahren: Es soll zu einem Kreativviertel werden, wie es die Umbauten der Boulderhalle Darmstadt und der Motorenfabrik Event-Location, welche Anfang 2017 eröffnet, bereits ahnen lassen.

Unter diesem Aspekt bestand die Aufgabe des Bachelorabschlussmoduls im Winter- semester 2016/2017 darin, ein Hostel für Darmstadt in das ehemalige Verwaltungsgebäude zu planen. Neues Publikum, neue Einflüsse und neue Inspirationen sollen das Kreativviertel entdecken und entstehen lassen. Zudem fehlt es Darmstadt an attraktiven Übernachtungs- möglichkeiten, abgesehen von Tagungshotels oder einer Jugendherberge.
Die Verbindungsmöglichkeiten zum öffentlichen Verkehrsnetz sind gegeben. Auch der Bahnhof mit Fernverkehr, die Autobahn oder die Innenstadt sind von der Landwehrstraße 75 aus optimal zu erreichen.

Der Aspekt des urbanen Gärtnerns bereichert das Hostel insofern, dass es das Kreativviertel als solches ergänzt und zudem Einheimischen etwas zu bieten hat.
Hier soll innerstädtisch von Anwohnern und von Hostelgästen Blumen gepflanzt, Gemüse und Kräuter angebaut werden. Denn viele Bewohner einer Stadt besitzen keinen Garten oder Außenbereich zuhause und viele Hostelgäste sind junge Rucksacktouristen, welche mit sozialem Aspekt reisen. Das bedeutet, sie wollen Kultur, Land und Leute kennen lernen. Das geht nur im Austausch mit den Menschen vor Ort. Im Außenbereich sind gestaffelte Hochbeete geplant, die zum Gärtnern und zur Entstehung einer „Oase“ neben den städtischen Straßen dienen.
Eine Terrasse samt Sitzstufe verbindet den bepflanzten Bereich auf der gesamten Längsseite mit den Eingangsbereichen ins Innere.

Das Gebäude an sich wird optisch von einem anthrazitfarbenen Riegel durchstoßen.
Er enthält die längste tragende Wand (welche im Bestand längs mittig durch das Gebäude verläuft), den dadurch entstehenden Flur und Funktionen, wie zum Beispiel die vertikale Erschließung, den Thekenbereich für das Barpersonal, Stauraum (auch für die mobilen Wandelemente) und die Präsentationsfläche des Shops. Im Obergeschoss umfasst der Riegel die Toilettenräume der Schlafsäle. Auf der Westseite des Gebäudes ragt der Riegel fünf Meter aus der Fassade des Bestandsgebäudes heraus. Hier befindet sich der Haupteingang des Hostels mit dessen Rezeption. Man wird durch die neue räumliche Situation ins Innere geleitet und eingefangen.  Die beiden weiteren Zugänge über die Terrasse führen in den Aufenthaltsbereich des Hostels oder in den Barbereich. Der innere Übergang zwischen diesen beiden Nutzungen ist fließend. Er kann flexibel geöffnet oder geschlossen werden. Im Obergeschoss sind Schlafmöglichkeiten für 50 Personen, in Form von Doppelzimmern, 4er – 6er und 8er Schlafsälen, geplant. Desweiteren ist eine Bibliothek samt Booksharing in einem ruhigen Aufenthaltsraum zu finden. Ein Doppelzimmer in Aufzugsnähe ist barrierefrei gestaltet. Das Thema des „bed and gardening Hostel Darmstadt“ ist der stete Kontrast zwischen den Materialien des Riegels und der Aufenthaltsräume  und die Verbindung zwischen Innenraum Hostel und Außenraum Stadt durch eine private Oase. Ein Treffpunkt der Kulturen, Generationen und Inspirationen.
Ines Baumann

Die Bewertung der Bachelor- und Masterarbeiten erfolgte am 26. Januar 2017. Die Jury bestand aus: Simone Ferrari, BDIA Innenarchitektin; Ingo Haerlin, BDIA Innenarchitek und Dieter Schmidt, BDIA Innenarchitekt.

Jurybegründung:  Durchgängigkeit und Konsequenz des räumlichen Konzeptes bis hin zur Logoentwicklung, klare Zonierung und Gliederung der Funktionsbereiche, der Erschließung und der öffentlichen Bereiche, zentrale Entwurfsidee ist ein „Rückgrat“, das Erschließung und Belichtung beinhaltet. Sensibler Umgang mit dem Bestand. Insgesamt kreative Herangehensweise mit großer räumlicher Qualität, feinsinnige, ausgewogene Materialkollage und klare Plangrafik:
Eine konsequente, zurückhaltende Umsetzung der klaren Entwurfsidee.

20. Februar 2017

BDIAnerkennung! Bachelor für Franziska Sponer „DA_Hostel – ein Hostel für Darmstadt“

Bachelorarbeit WS 2016/17 an der Hochschule Darmstadt
Betreuung: Prof. Dipl.-Ing. Anke Mensing

DA_Hostel – ein Hostel für Darmstadt

Ort
Auf dem Firmengelände der ehemaligen Motorenfabrik Darmstadt entsteht ein modernes und kommunikatives Viertel. Als Ergänzung zu bereits bestehenden Angeboten wird das ehemalige Verwaltungsgebäude der Fabrik zu einem Hostel umgebaut.
Durch Kooperationen mit ansässigen Künstlern und entstehenden Eventlocations soll das Viertel belebt und von neuen Einflüssen der Besucher geprägt werden. Hierdurch entsteht ein kreatives Netzwerk, welches sowohl den Darmstädtern als auch den Reisenden neue kulturelle Angebote und Möglichkeiten beschert.

Zielgruppe
In diesem Kontext verbindet das DA_HOSTEL die Ansprüche klassischer Backpacker mit den gehobenen Erwartungen der neuen Generation Individualreisender, auch Flashpacker genannt. Es bietet sowohl einfache Mehrbettzimmer in verschiedenen Größen als auch komfortable Doppelzimmer mit eigenem Bad.
Diese Kombination macht das DA_HOSTEL für eine breite Zielgruppe attraktiv und fördert die Wirtschaftlichkeit.
Außerdem bietet das DA_HOSTEL vielfältige Funktionen, welche sowohl für den Tag als auch für die Abendgestaltung genutzt werden können: Fahrradverleih, Shop, Bar und Veranstaltungsbereiche, sowie kommunikative und ruhige Bereiche.

Konzept
VERKNÜPFUNG_VERBINDUNG_VERWEBUNG
Die konzeptionelle Idee des DA_HOSTELs wird im Raum- und Erschließungskonzept aufgegriffen: Die einzelnen Funktionsbereiche sind horizontal und vertikal einander zugeordnet und verweben sich durch den zentralen, linearen Flurbereich. Es entsteht ein fließender Übergang zwischen öffentlichen und privaten Bereichen, der die kommunikative und lockere Atmosphäre fördert und Raum für Begegnungen schafft.
Maßgeblich für den Entwurf ist ein raumbildendes Stahlgerüst, welches sich über das gesamte Gebäude erstreckt, die einzelnen Bereiche miteinander verknüpft und vielfältige Funktionen in sich vereint.
Im vorderen Gebäudeteil ergibt sich die Rasterung der einzelnen Zimmer durch die Anordnung der Fenster des Bestandsgebäudes. Oberlichter und Glaskuben belichten die hinteren Bereiche. Die bereits vorhandenen Strukturen des Gebäudes wurden nach Möglichkeit erhalten und in das neue Konzept integriert.
Die gewählten Materialien nehmen Bezug auf die ehemalige Nutzung des Gebäudes und unterstreichen den industriellen Charakter. Franziska Sponer

Die Bewertung der Bachelor- und Masterarbeiten erfolgte am 26. Januar 2017. Die Jury bestand aus: Simone Ferrari, BDIA Innenarchitektin; Ingo Haerlin, BDIA Innenarchitek und Dieter Schmidt, BDIA Innenarchitekt.

Jurybegründung:
– Herausragende Plangrafik
– Stimmungsvolle, perspektivische Darstellung
– Konsequenz der Entwurfsstruktur – Key visual der Gitterstruktur zieht sich von der raumgebenden Struktur durch bis hin zur losen Möblierung
– Verschiedene vertikale Bezüge

15. Februar 2017

BDIA Seminar Pressearbeit für Innenarchitekten – kostengünstig und zeitsparend am 18. Mai 2017 in Köln

Pressearbeit für Innenarchitekten – kostengünstig und zeitsparend

Kleine und mittlere Büros tun sich oft schwer damit, aktiv Pressearbeit zu betreiben und selbst Informationen an Journalisten zu senden.
Häufig überwiegen die Bedenken – und die Unsicherheit über das Wie, Wer und Wo.
Dabei hilft es bei der Auftragsakquise, wenn eigene Projekte in den Medien auftauchen. Dieses Tagesseminar zeigt: Der Aufwand dafür bleibt überschaubar – wenn man es clever anstellt. Denn dank des Internets können heutzutage selbst kleine und mittlere Büros mit ihrer Pressearbeit Journalisten auf sich aufmerksam machen. Wie das geht, zeigt das Seminar anhand von anschaulichen Praxisbeispielen und konkreten Übungen – so dass am Ende des Tages alle Teilnehmer in der Lage sind, z. B. ein jüngst fertiggestelltes Projekt über mehr Kanäle als nur die eigene Büro-Website zu kommunizieren.

Ziele des Seminars

  • Die Teilnehmer wissen, was Pressearbeit genau ist und was man als kleines und mittleres Architekturbüro damit erreichen kann.
  • Sie können einschätzen, wie viel Zeit dafür im Alltagsgeschäft notwendig ist und welche Themen sich für Pressekampagnen eignen.
  • Neben den bekannten Fachzeitschriften und großen Tageszeitungen kennen sie geeignete weitere On- und Offline-Medien für ihre Informationen.
  • Sie wissen, wie man einen Presseverteiler aufbaut und pflegt. Zudem kennen Sie ihre Verpflichtungen in Bezug auf das Urheberrecht.

Vermittelte Kompetenzen

Im Seminar erwerben die Teilnehmer diese praktischen Handlungskompetenzen:

  • Sie können eine Pressemitteilung formulieren und wissen, welches weitere Material sie in welcher Form zusätzlich zum Text den Journalisten mitliefern sollten.
  • Sie wissen, wie sie dieses Paket am besten mit Hilfe des Internets verbreiten.
  • Sie kennen die wichtigsten Regeln, wie sie ihre Büro-Web- site journalistenfreundlich gestalten und wie sie auf Presseanfragen reagieren sollten.

Referenten:
Barbara Hallmann, Dipl.-Ing. Eric Sturm

Datum und Zeiten:
18. Mai 2017
9.30 bis 17.30 Uhr

Veranstaltungsort:
Bene Showroom
Habsburgerring 2
50674 Köln

Veranstalter:
BDIA Bund Deutscher Innenarchitekten e.V.
Köpenicker Str. 48/49
10179 Berlin

Kosten:
167,85.-  für BDIA-Mitglieder
217,85.- für Gäste
Im Preis enthalten sind Seminarunterlagen, Getränke und Mittagsimbiss.

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Teilnehmer/in

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Teilnahmebedingungen

Bei schriftlicher Abmeldung ab 14 Tage vor Seminarbeginn fällt eine Stornogebühr von 50 % des Teilnahmebeitrages an. Bei Abmeldung drei Tage vor Seminarbeginn oder später und bei Nichterscheinen des Teilnehmers wird die volle Gebühr fällig. Alternativ kann ein Ersatzteilnehmer benannt werden. Sollte das Seminar vom Veranstalter aus wichtigem Grund (z. B. Erkrankung des Referenten) abgesagt werden müssen (auch kurzfristig), wird die volle Gebühr zurückgezahlt. Weitere Ansprüche können nicht geltend gemacht werden.

Das Seminar findet nur statt, wenn sich mindestens 12 Personen anmelden. Die Rechnung wird ca. zwei Wochen vor Seminarbeginn versendet. Nach Durchführung des Seminars erhalten die Teilnehmer eine Teilnahmebestätigung.

Hiermit melde ich mich verbindlich für das o. g. Seminar an. Die Teilnahmegebühr überweise ich nach Erhalt der Rechnung. Die Stornobedingungen habe ich zur Kenntnis genommen.

9. Februar 2017

Wahlprüfsteine der planenden Berufe in Deutschland zur Bundestagswahl 2017

Architekten und Ingenieure schaffen mit ihren Planungsleistungen die Grundlage für die auch international anerkannte hohe Qualität deutscher Bauten und Bauwerke. Zur Sicherstellung dieser Planungsqualität und zur Bewältigung der immensen Bau-Aufgaben der nächsten Jahre müssen politische Weichenstellungen erfolgen. Dazu legen die Berufsverbände der planenden Berufe den Politikern aller etablierten Parteien ihre gemeinsam formulierten Wahlprüfsteine vor und bitten diese um Beantwortung unserer Fragen. Die Antworten werden im Sommer 2017 auf unserer Website in zusammengefasster Form zugänglich gemacht.

»  DIe Wahlprüfsteine 2017 als PDF Datei

Kategorie: Der Beruf
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