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bdia ausgezeichnet! Master für Elisabeth Memmer "Naturhotel Reißlerhof"

bdia ausgezeichnet! Master für Elisabeth Memmer „Naturhotel Reißlerhof“

Masterarbeit WS 2017/18 an der Hochschule Kaiserslautern
Betreuung:

bdia ausgezeichnet! Master für Elisabeth Memmer „Naturhotel Reißlerhof“
Masterarbeit WS 2017/18 an der Hochschule Kaiserslautern

Als das Dorf Ludwigswinkel in der Südwestpfalz 1783 durch Landgraf Ludwig IX. gegründet wurde, geschah das nur, weil es bereits einen Hof in dem von Wäldern umsäumten Tal gab: den Reißlerhof. Dieser war erst Bauernhof, später Forsthaus, nun steht er größtenteils leer und zerfällt. Das Hotel soll Menschen in Kontakt mit der Natur, mit anderen Menschen und mit sich selbst bringen.
Es soll ein Konzept entstehen, das den Bestand würdigt und ihn in die heutige Zeit versetzt. Die Zwischenwände im Wohnteil werden entfernt. Die tragenden Querwände, die eine regelmäßige Struktur aufweisen werden durch das Weglassen der Zwischenwände und Schließen von Öffnungen stärker herausgearbeitet. Um die denkmalgeschützte Straßenansicht weitestgehend zu erhalten und um mehr Abstand zwischen Hotelzimmer und Restaurant bzw. Weg zu erhalten, wurde direkt hinter die Fassade der Gang platziert. Dieser Gang bildet eine Verbindungsachse vom einen Ende des Hauses bis zum anderen. Im Obergeschoss gibt es ebenfalls einen solchen verbindenden Gang, der in einer Flucht die verschiedenen Ebenen durch Brücken und Treppen miteinander verbindet.
Die Brücken überspannen die raumhohen Gemeinschaftsräume Kaminzimmer und Frühstücksraum und verbinden den mittigen Verteiler mit dem Kursraum und den Hotelzimmern. Von den Brücken aus entsteht eine uneingeschränkte Sicht auf das Dachgebälk aus ungewohnter Perspektive. Die Wände der Kursräume sind zwischen den Achsen des Gebälks angeordnet, so dass das System des Dachstuhls erlebbar wird.
In der ehemaligen Remise kommt das „Wald & Wild“, ein Restaurant, das Produkte aus der Region verarbeitet und bekannte Leibspeisen neu interpretiert. Highlight hier ist der Kaminplatz, der zwei Stufen tiefer als der Boden liegt und wo man das offene Feuer unmittelbar beobachten kann. Elisabeth Memmer


Die Bewertung der Abschlussarbeiten erfolgte am 26.01.2018. Jury: Daniela Sachs Rollman | Innenarchitektin, Vorsitzende bdia Rheinlandpfalz/Saarland, Pierre Grün | Innenarchitekt, Vorstandsmitglied bdia Rheinlandpfalz/Saarland, Sabine Waschbüsch | Innenarchitektin, bdia, Architektenkammer Saarland

Jurybegründung: Intelligente Objektauswahl, gut proportionierte Grundrisse, sensible Eingriffe in die Fas mit zeigemäßen Elementen, sehr ansprechende Darstellung, gut durchdachtes Nutzungskonzept.


Light + Building | Guided Tours | 20. + 21. + 22. März

bdia - Guided Tours auf der Light + Building

Genießen Sie eine Auswahl von Highlights mit diesem geführten Messerundgang!

Im Rahmen des Veranstaltungstriples von innenarchitektur offen | luminale | light+building organisiert der bdia Hessen für interessierte Innen-/Architekten, Planer und Bauherren Messerundgänge in Frankfurt auf der light+building 2018. Bei der Fülle der Aussteller werden Sie die ausgesuchte  Präsentation von spannenden Herstellern und deren Innovationen zu schätzen wissen. Die Teilnahme ist kostenlos und beinhaltet ein Messeticket.

# Tour 1: Monika Slomski am Dienstag, 20. März | Start 11:00 Uhr, Outlook Lounge Halle 4.2 Foyer

# Tour 2: Kerstin Baumann am Mittwoch, 21. März | Start 13:00 Uhr, Outlook Lounge Halle 4.2 Foyer

# Tour 3: Ingo Haerlin am Donnerstag, 22. März | Start 11:00 Uhr, Outlook Lounge Halle 4.2 Foyer

 

» zur Onlineanmeldung

» zum Formular für Faxanmeldung

» Guided Tours Programm.pdf


INNENarchitekturOFFEN 2018 - SAVE THE DATE! 23. März

INNENarchitekturOFFEN 2018 im Institut für Stadtgeschichte im Karmeliterkloster

keine Zukunft ohne Vergangenheit! / no future without history!

Auch dieses Jahr ergreifen wir vom bdia Hessen wieder die Chance uns und unseren Berufsstand bei der Biennale INNENarchitektur OFFEN zu präsentieren. Wir hessischen Büros haben es in den letzten Veranstaltungen in dieser Reihe immer wieder geschafft, uns selbst zu übertreffen und im bdia bundesweit ein Ausrufezeichen zu setzen. Unser Event zu iaOFFEN war mit tollen Vorträgen in schönen Locations wiederholt ein Highlight und hat auch bei den Partnern von Industrie und Handel für Aufmerksamkeit gesorgt, weshalb wir uns mittlerweile über Topsponsoren freuen dürfen.

Zur Luminale entstanden gemeinsam mit dem Institut für Stadtgeschichte und der Hochschule Darmstadt inspirierende Lichtinstallationen die Kreuzgang, Klostergarten und Refektorium in ausdrucksstarke Lichtbilder verwandeln. No future without history ist das Leitthema welches der bdia Hessen als Lichtkunstprojekt direkt auf der Fassade aufgreift und in eine spannende Animation verwandelt.

Nach der großen Anerkennung vor zwei Jahren laden die hessischen bdia-Büros Sie am 23. März ab 16:30 Uhr ins Karmeliterkloster zur Finissage der Luminale und INNNENarchitektur OFFEN ein. Inmitten der Lichtinstallation Licht ohne Ende im Refektorium haben Sie die Möglichkeit bei Livemusik und mit Getränken bei den einladenden bdia-Büros hinter die Kulissen von Design und Planung zu blicken, tolle Gespräche zu führen und zu Networken.

Ein absolutes Highlight bilden die zwei Vorträge. Dr.-Ing. Karsten Tichelmann referiert zu dem brandaktuellen Thema über Wohnraumpotentiale durch Dachaufstockung und Dipl. Ing. Martin Goldhammer gibt Ihnen spannende Einblicke zum Henninger Turm als Emotionales Denkmal.

Der Eintritt ist für jeden Interessierten frei.

Lassen Sie sich diese einzigartige Chance nicht entgehen! Jetzt heißt es einfach nur noch: DABEI SEIN!

Hier geht es zu

» iaOFFEN 2018 Einladung

» iaOFFEN 2018 Programm

 


Das Projekt wird unterstützt von:



 

 



 

 

 

 

 

 

 


Lichtkunst im Karmeliterkloster | Luminale 18. März - 23. März

INNENarchitekturOFFEN 2018 @Luminale

Lichtkunstprojekte im Karmeliterkloster

"Das Lichtfestival Luminale findet seit 2002 alle zwei Jahre in Frankfurt und Offenbach statt. Als Biennale für Lichtkunst und Stadtgestaltung bringt sie die Straßen, Plätze und Häuser der Stadt zum Leuchten." - Luminale 2018

Auch dieses Mal ist der bdia-Hessen zusammen mit dem Institut für Stadtgeschichte Teil dieser fabelhaften Veranstaltung und des LightWalks. Während dieser Zeit erleuchten Lichtkunstprojekte des bdia und der Hochschule Darmstadt das historische Gebäude des Karmeliterklosters.

Die Zukunft vor Augen, schafft die Vergangenheit Erinnerungen. Erinnerungen erschaffen Lebensräume.  Dieses Thema lag dem bdia Hessen sehr am Herzen, und er machte es sich zur Aufgabe, dies in dem Lichtkunstprojekt keine Zukunft ohne Vergangenheit darzustellen. Mit Projektionen historischer Bilder Frankfurts und Zitaten, die zum Denken anregen, wird die Fassade des Karmeliterklosters zum Leben erweckt. Dynamische Bilder verknüpfen die Geschichte mit der Gegenwart und erschaffen eine völlig neue Anmutung, in der unsere Zukunft und die Vergangenheit miteinander in Einklang stehen.

Mit einfachen, aber äußerst wirkungsvollen Mitteln rücken die Studenten der Hochschule Darmstadt mit dem Projekt Licht ohne Ende das Refektorium in einen völlig neuen Fokus. Durch Lichtbänder und mittels eines optischen Kniffs werden die 5 Sandsteinsäulen illuminiert und bis in die Unendlichkeit verlängerten. In mitten diesen großartigen Ambiente wird am 23. März auch die Finissage INNENarchitektur OFFEN 2018 stattfinden.

Das Projekt im Rhythmus der Geschichte verwandelt den Kreuzgang in eine künstlerische Szenarie zu der Entwicklung Frankfurts. Im Nordflügel lässt sich das Wachstum der Stadt vom Mittelalter bis in die Gegenwart in einer effektvollen Inszenierung erleben: Hinterleuchtete Pläne mit der Stadtsilhouette werfen ihre Schatten auf den Boden des Kreuzganges, sodass die Entwicklung der Stadtgestalt in der historischen Reihung auf einen Blick nachvollziehbar wird. Die sparsame Inszenierung des Ostflügels hingegen konzentriert die Wahrnehmung auf den Kontrast zwischen dem historischen Kreuzgang und den Skyscrapers, die sich hinter dem Kloster erheben. Beleuchtete Gazevorhänge rhythmisieren den Raum im Südflügel und mit ihren bogenförmigen Ausschnitten zum Durchschreiten greifen sie die mittelalterliche Fensterform auf. Das Projekt Hortus conclusus illuminatus bereitet der imposanten Magnolie eine illuminierte, stimmungsvolle Bühne und setzt den Garten des Karmeliterklosters in ein völlig neues Licht.

 Hier geht es zur:

» offiziellen Luminale Website

 


Das Projekt wird unterstützt von:



 

 




 

 

 


bdia anerkannt! Bachelor für Angelina van Zwamen: "Wohnwelten"

bdia anerkannt! Bachelor für Angelina van Zwamen: „Wohnwelten“

Bachelorarbeit WS 2017/18 an der HS Kaiserslautern
Betreuer: Prof. Rutrecht

Bachelorarbeit WS 2017/18 an der HS Kaiserslautern

Wohnwelten

EIMSBÜTTEL
Ein Gründerzeithaus in Eimsbüttel soll verschiedenen Formen des Zusammenlebens Raum geben.
In das fünfgeschossige Wohnhaus sollen drei Gestaltungskonzepte für ein beispielgebendes Zusammenleben Einzug erhalten.
Eimsbüttel ist ein sehr beliebter Stadtteil Hamburgs, der schöne Altbauten mit vielen Grünflächen und gelebter Stadtkultur kombiniert. Grün, lebendig, lebensfroh. Es wimmelt nur so von kleinen hübschen Lädchen, in denen der Kuchen oftmals noch selbstgemacht ist. Das Viertel bietet eine Vielzahl an Restaurants, zwei Theater, einen Jazz-Club und zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten.
Das Straßenbild wird von prächtigen Gründerzeit- und Rotklinkerhäusern geprägt. Vor allem zieht es Studenten, junge Menschen und Familien in das bunte Viertel. Es ist kein Ausgehkiez und Touristen verirren sich eher selten dorthin, aber es gilt als ruhig und bodenständig und erhält wohl deswegen seinen besonderen Charme.
Mit vielen Parkanlagen, einer durchmischten Bevölkerung und einem angenehmen Miteinander bietet es ein perfektes Umfeld für eine Vielzahl von Menschen.
Neben dem gestalterischen Aspekt, lag mir viel daran den sozialen Standpunkt nicht gänzlich außer Acht zu lassen. In dem Bestreben sich den verschiedensten Bedürfnissen anzunehmen, entstanden drei unterschiedliche Entwurfsgedanken.
Neben einem Zweitwohnsitz für einen Professor und dem Konzept für betreutes Wohnen entstand ein Planprojekt zugeschnitten für zwei alleinerziehende Mütter.
Natürliche, unaufdringliche, robuste Materialien und Farben stehen im Vordergrund der Konzeptionen. Unterstrichen wird dieser Entwurfsgrundsatz durch klare, stringente Formen und Körper, die eine harmonische Gesamtkomposition ergeben.

ZWEITWOHNSITZ
Da Aufgrund der Wohnungsknappheit die Mietpreise pro Quadratmeter steigen war es eines meiner Ziele eine Wohnung zu entwerfen, die mit möglichst wenig Raum auskommt, ohne das auf gewisse Annehmlichkeiten verzichtet werden muss. Es soll den Ansprüchen eines Professors gerecht werden, der unter der Woche an der Uni in Hamburg Zahnmedizin lehrt, das Wochenende jedoch in der Heimat verbringt. Es wäre also auch eine zeitweise Vermietung als Ferienappartement denkbar. Die Wohnung ist unterteilt in verschiedene Wohnzonen. In jeder Zone wird der Wohnraum durch das Wandelement bedient. Die Ausnahme hiervon bildet das Badezimmer, welches als eingestellter Körper die Gliederung des Lebensraumes um die Mitte herumführt.

DIE MAMA-WG
Als alleinerziehende Mutter eine Wohnung zu unterhalten ist nicht leicht, deswegen sollen sich in diesem Wohnkonzept zwei Mütter gegenseitig unterstützen.
Nicht nur, dass so der Haushalt zu zweit geführt werde kann, man kann sich auch in Sachen Kinderbetreuung Arbeit und Freizeit miteinander arrangieren und so zusammen eine angenehmere Alltagsroutine entwickeln, als es alleine möglich wäre.
Im Erdgeschoss wird das Raumthema geprägt von der eingestellten Box, die alle Nutzräume einfasst und den voranstehenden, senkrechten Eichenlamellen, die diese zusätzlich abgrenzen. Der entstandene Allraum unterstützt eine Kombination aus Wohnen und Spielen. Hier findet das gemeinsame Leben der Bewohner statt.
Über die versteckt gelegene Treppe gelangt man in das Obergeschoss, in dem die Rückzugsräume der Kinder, sowie die Schlafzimmer der Mütter verortet sind. Hier setzen sich die Gestaltungsmerkmale aus dem gemeinschaftlichen Bereich fort.
Losgelöst von der Box dient die senkrecht gestellte Eichenlamelle auch in zwei der vier Schlafzimmer als gestalterisches Element. Mit einer ähnlichen Bedeutung wie bereits im Erdgeschoss trennt sie auch hier die verschiedenen Bereiche der Räume voneinander ab.
Das Wandelement im Schlafzimmer vereint Ankleide, Schminktisch und Arbeitsplatz in einer zurückhaltenden, geradlinigen Regalkonstruktion, welche in einer Sitzbank endet.
Das Fenster ermöglicht Blickbezüge in den darunter liegenden Eingangsbereich, sowie in das zweite Schlafzimmer.
Im Kinderzimmer wird der Schrank und der Schlafbereich in einem schlichten Möbel zusammengefasst, sodass möglichst viel Platz zum Spielen und zur freien Gestaltung genutzt werden kann.
In abgewandelter Form findet sich auch die eingestellte Box in den Raumkonzepten des Obergeschosses wieder. Statt des Nutzraums umschließt ein farbiger Akzent hier den Schlafbereich der Zimmer und hebt ihn damit vom Rest des Raumes ab.
Das Schlafen und der Stauraum wurde auch in dem zweiten Kinderzimmer kombiniert, um eine möglichst große Spielfläche zu schaffen.
Die farbige Wand wird zusätzlich durch eine Akzentbeleuchtung in Szene gesetzt.
Im Schlafzimmer bildet der Anstrich einen abschließenden Ruheraum. Arbeiten und Ankleiden werden dadurch vom Schlafbereich abgetrennt. Es entsteht ein „Raum im Raum-Gefühl“.

BETREUTES WOHNEN
Menschen, die aufgrund von Behinderung nicht alleine leben können, bekommen durch betreutes Wohnen die Gelegenheit in einer Wohngemeinschaft zusammen mit den Mitbewohnern den Alltag zu meistern.
Zusätzlich kann diese WG, je nach Bedarf, von einem ausgebildeten Betreuer unterstützt werden. In diesem Fall lebt der Betreuer ein Stockwerk höher im selben Haus. Über einen Steg hat er direkten Zugang zu der Wohngruppe.
Die Wohnung ist klar unterteilt in Gemeinschaftsbereich und private Räume.
Die Verkehrsfläche wird durch den Luftraum vorgegeben, der dem Raum einen hallenartigen Charakter gibt. Unterhalb der Galerie liegen die gemeinschaftlichen Wohnräume. Über einen Flur gelangt man zu den privaten Zimmern der Bewohner. Um die Trennung dieser beiden Zonen hervorzuheben, ist dieser Teil der Wohnung auch über einen separaten Eingang erreichbar. Es ist also eine bewusste Entscheidung, die man beim Betreten der Wohnung trifft, in welchen der beiden Bereiche man eintritt. Die jeweiligen Zimmer sind schlicht und puristisch ausgestattet und bieten bis zu sechs Personen Platz. Klare, regelmäßige Formen und Materialien verleihen den Räumen eine elegante, zurückhaltende Ästhetik. Die Privaträume bieten, zusätzlich zu einem gemeinsamen Arbeitsbereich im Obergeschoss, zurückgezogene Arbeitsmöglichkeiten, so dass sich jeder Bewohner ganz nach Belieben zusammen in der Gruppe oder allein für sich entfalten kann. Dieser Arbeitsraum ist es auch, der die Verbindung zwischen Betreuer und Betreuten bildet.
Trotz der Nähe zueinander wird ein gewisser Abstand gewahrt und es wird verhindert, dass Grenzen verschwimmen und sich ein einziger Wohnkomplex entwickelt.

GEMEINSCHAFTSRAUM
Neben der Wohnraumgestaltung der verschiedenen Hausbewohner war es mir sehr wichtig einen Gemeinschaftsraum zu konzipieren. Die Teeküche soll neben dem Garten als zusätzlicher Kontaktpunkt aller Bewohner dienen. Angewandt als Möbelfront und Bodenbelag prägt auch hier das Eichenholz das Raumgefühl.

FASSADE
Im Gegensatz zur denkmalgeschützten Außenfassade des Hauses ist die Fassade zum Innenhof hin frei gestaltbar. Im Erdgeschoss richten sich die Fensteröffnungen nach dem vorliegendem Raumkonzept. In allen weiteren Stockwerken bezieht sich die Ausrichtung der Öffnungen auf die Fenstern der straßensichtigen Fassade. Betont wird dies durch die vorgesetzte Holzfassade im Erdgeschoss.
Zusätzlich zu den Zugängen der Erdgeschosswohnungen zum Garten, gibt es einen weiteren Zugang für alle Anwohner über das Treppenhaus. So wird der Garten zu einem weiteren Gemeinschaftsraum der Nachbarn. Angelina van Zwamen


Die Bewertung der Abschlussarbeiten erfolgte am 25.01.2018. Jury: Daniela Sachs Rollman | Innenarchitektin, Vorsitzende Saarland/Pfalz; Pierre Grün | Innenarchitekt, Vorstandsmitglied Saarland/Pfalz;  Sabine Waschbüsch | Innenarchitektin bdia, AKS

Jurybegründung: In einem Gründerzeithaus sollten auf 5 Stockwerken 3 Wohnkonzepte entwickelt werden.
Klassisch harmonische Materialwahl, klare übersichtliche Grundrisse, Einsatz von verbindenden Gestaltungs- elementen, ansprechende Darstellung.


bdia anerkannt! Bachelor für Nadine Keller "Gläserner Pavillon Trier"

bdia anerkannt! Bachelor für Nadine Keller „Gläserner Pavillon Trier“

Bachelorarbeit WS 2017/18 an der Hochschule Trier
Betreuung: Prof. Ingo Krapf, Prof. Wolfgang Strobl

bdia anerkannt! Bachelor für Nadine Keller
Bachelorarbeit WS 2017/18 an der Hochschule Trier

„Gläserner Pavillon Trier“

„Bauen im Bestand“ ist neben Nachhaltigkeit eines der zentralen Bauthemen der Gegenwart und sicherlich auch der Zukunft. Während vor Jahren die Neubaugebiete nur so aus dem Boden schossen, verfallen die stadtbild- prägenden Werke zunehmend.Inzwischen ist es engagierten Innenarchitekten, Architekten und Denkmalpflegern zuzuschreiben, dass die Neu-Nutzung von Bestandsbauten viel mehr als nur ein finanzieller Kompromiss ist.
Da liegt es nahe, dass schon heute die Hälfte aller Bauleistungen in bestehenden Gebäuden erbracht wird.

Mein Entwurf beschäftigt sich mit dem aktuell leerstehenden gläsernen Pavillon in Trier.
In den 50er Jahren entstand mit dem einfachen Pavillon ein Bautyp, dessen architektonisches Erscheinungsbild geprägt war von großer Leichtigkeit und Transparenz. Funktional-ökonomische Grundrisse, sparsamer Umgang mit Baustoffen unter Anwendung rationeller Konstruktions- und Baumethoden zeigen die traditionelle Verbundenheit mit Merkmalen des neuen Bauens. In diesem Zusammenhang ist das beschriebene Gebäude eine Besonderheit.
Erst auf den zweiten Blick offenbart es seine zeitversetzte Entstehungsgeschichte. Das Sockelgeschoss entsteht 1933 und weist ein betont sachliches Erscheinungsbild auf. 1956 wird das Gebäude aufgestockt und erhält mit dem gläsernen Pavillon seine endgültige Gestalt.

Kern meiner Ausarbeitung ist es, Energieeffizienz, Sicherheit und Barrierefreiheit unter den Aspekten und Interessen der Denkmalpflege zu erschaffen damit eine öffentliche Nutzung ermöglicht wird. Dabei konzentrierte ich mich auf die Hervorhebung der zeitlichen Entstehung und versetzte das Erdgeschoss in den ursprünglichen Zustand der 30er Jahre.
Im Obergeschoss, dem gläsernen Pavillon, wurde die einfachverglaste Fassade durch Isolierglas getauscht.
Durch den Einsatz von filigranen Klemmprofilen mit den originalen Blenden der 50er Jahren bleibt die Gestalt unverändert. Nach diesen und weiteren Eingriffen am Objekt entstand eine Nutzung bei der es im Erdgeschoss ein Café mit Außenbereich gibt. Aufzug, Fluchtweg sowie Sanitär- und Sozialräume wurden in einen Anbau ausgegliedert, der zu einer Denkmalzone gehört. Zum Obergeschoss gelangt man über eine original erhaltene Terrazzotreppe zu weiteren Sitzmöglichkeiten und einer Ausstellungsfläche. Mit dieser Nutzung wurde dem Ort ein Teil seiner Vergangenheit zurückgegeben. Darüber hinaus bietet nicht nur der Pavillon Ausstellungsstücke zum Betrachten an – sondern er wird selber zu einem Museum zeitversetzter Architektur. Nadine Keller



Bezahlbarer Wohnraum für alle! Editorial von Vera Schmitz, bdia Präsidentin

bdia Praesidentin Vera Schmitz_2015
Vera Schmitz, bdia Präsidentin

 

Editorial Heft 1_2 / 2018

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Städte schrumpfen oder sie platzen aus allen Nähten, ein für Deutschland und Europa typisches Szenario. An der Qualität des vorhandenen Wohnraums lässt sich viel über den Zustand einer Gesellschaft ablesen.  Bezahlbar muss er sein und bleiben, dies ist ein wesentliches Kriterium für Stabilität und Gerechtigkeit. Die Politik ist in der Pflicht, dafür sinnvolle Rahmenbedingungen zu schaffen.
Die planerische Herangehensweise mit dem größten Potenzial hinsichtlich Nachhaltigkeit und Akzeptanz stellt die Aufwertung und Umnutzung bestehender baulicher Strukturen dar. Innenarchitektinnen und Innenarchitekten sind die richtigen Partner für Modernisierung und Sanierung.
Durch intelligente Planung kann die Neuversiegelung von Flächen verhindert und Bestand erhalten werden. So entsteht echter Mehrwert für alle.

Ihre Vera Schmitz,
Präsidentin bdia


3 Fragen an... Birgit von Moltke, bdia Bayern

Birgitvon Moltke, bdia Bayern

 

  1. Bezahlbarer Wohnraums für alle: Wo liegen die meisten Potenziale?
    In der optimalen Nutzung von bestehenden Gebäuden und Sonderbauten mit intelligenten und kreativen Lösungen.
  2. Wo können sich Innenarchitekten noch mehr einbringen?
    Bei der eigenständigen Teilnahme an Bewerbungen für den Umbau, Sanierung und Umnutzung von bestehenden Gebäuden.
  3. Was muss die Politik verbessern? 
    Die schnellere Bereitstellung von bestehenden Gebäuden mit der Bereitschaft zur Nutzungsänderung. Außerdem die Öffnung der Teilnahmeverfahren für Innenarchitekturbüros für die Sanierung- und Umbauprojekten bei den öffentlichen Vergabestellen.

Wohnraum schaffen, Bestand nutzen. Mit Innenarchitekten

Wohnraum schaffen, Bestand nutzen. Mit Innenarchitekten.

Die Bundesmitgliederversammlung, das höchste Organ unseres Verbandes bdia bund deutscher innenarchitekten hat im November die „Berliner Erklärung zur Schaffung von Wohnraum“ verabschiedet. Innenarchitektinnen und Innenarchitekten leisten einen wichtigen Beitrag zu dieser gesellschaftlichen Herausforderung.

Der hohe Bedarf an Wohnraum, insbesondere an bezahlbarem Wohnraum, muss durch eine nachhaltige und ausgewogene Wohnungsbaupolitik gedeckt werden, die die richtigen Anreize setzt. Die Umnutzung und Erweiterung von Bestandsgebäuden muss ein wesentlicher Bestandteil einer erfolgreichen, nachhaltigen Strategie sein. Innenarchitektinnen und Innenarchitekten sind die Experten für Bauen im Bestand.

In nachhaltige Lebenswelten investieren.
Durch die verstärkte Einbeziehung von Bestandsgebäuden in die Wohnungsbaupolitik ist es besser möglich, generationsübergreifende, integrative und nachhaltige Lebenswelten zu schaffen.

Intelligente Lösungen für bezahlbaren Wohnraum realisieren.
Guter und bezahlbarer Wohnraum muss den Bedürfnissen aller Bewohner gerecht werden. Die Gestaltung komplexer Räume und die Fokussierung auf die Bedürfnisse der Nutzer ist die Kernkompetenz von Innenarchitektinnen und Innenarchitekten. Sie erreichen optimale Ergebnisse innerhalb eines Budgets. Das ist besonders im bezahlbaren Wohnungsbau von großer Bedeutung.

 Der neu zu schaffende Wohnraum muss gefördert werden durch:

  1. Die schnelle Bereitstellung von öffentlichen Grundstücken durch die öffentliche Hand mittels einer Vergabe, die sich nicht am Höchstpreis, sondern am gesellschaftlichen Wert der künftigen Nutzung orientiert. Erbpacht stellt eine wichtige Alternative zum Verkauf dar, um Bauland günstig zu Verfügung zu stellen.
  2. Die Aufstellung von Bebauungsplänen mit Förderkontingenten für preisgebundene Wohnungen.
  3. Die Vereinfachung und Vereinheitlichung des föderalen Bauordnungsrechts.
  4. Die Erhöhung der steuerlichen Normalabschreibung von 2 auf 3 Prozent sowie die Einführung einer zeitlich befristeten und räumlich begrenzten Sonderabschreibung als Anreiz für den Neubau bezahlbarer Mietwohnungen in Kombination mit einer Mietobergrenze.

Zahlreiche Anforderungen an neu zu schaffenden Wohnraum umsetzen.

  1. Innenentwicklung vor Außenentwicklung: Ressourcen werden durch die Auswahl nachhaltiger Materialien und durch räumliche Verdichtung geschont. Der neue Baugebietstyp „Urbane Gebiete“ ist ein erster richtiger Schritt. Kommunen müssen rechtliche Spielräume in der Genehmigungspraxis nutzen. Die Genehmigung von Aufstockungen und Dachausbauten ist hierfür ein gutes Beispiel. Ungewöhnliche Orte müssen nutzbar werden.
  2. Klimaneutrale Gebäude: Um im Jahr 2050 einen klimaneutralen Gebäudebestand zu haben, bedarf es einer abgestimmten Gesetzgebung und zielgerichteten Förderung. Geeignete KfW-Förderprogramme für energieeffizientes Bauen und Sanieren sowie Abschreibungs-möglichkeiten bilden dabei eine wichtige Grundlage. Durch gute Beratung und Planung können ökonomische und ökologische Aspekte in Übereinstimmung gebracht werden.
  3. Inklusion: Barrierefreiheit muss im Wohnraum, im Gebäude und im Quartier von Anfang an im Planungsprozess berücksichtigt werden.
  4. Normen und Standards: Normen und Standards müssen auf ihre Kosten-Nutzen-Wirkung und daraufhin überprüft werden, ob sie planerische Freiheiten und kreative Problemlösungen ausreichend berücksichtigen.

Wohnraum muss allen Wohn- und Lebensformen gerecht werden und wandlungsfähig sein.
Dem Bedürfnis nach Individualität, Funktionalität und Sicherheit muss ebenso Rechnung getragen werden wie den sozialen Bedürfnissen.

Innenarchitektinnen und Innenarchitekten sind spezialisierte Gestalter und Planer für Innenräume und das direkte Umfeld, im Bestand und im Neubau. Sie sind Experten für die Entwicklung von Raumstrukturen und Funktionsoptimierung in allen gesellschaftlichen Bereichen.

 

 


reminder save the date! MCBW Opening by MUCBOOK feat. bdia am 3. März 2018 in München

MCBW Opening by MUCBOOK feat. bdia

Wir feiern Design und möchten Sie einladen mitzufeiern!
Am Samstag den 3. März 2018, zum Startschuss der Munich Creative Business Week 2018, veranstaltet das Stadtmagazin MUCBOOK im einzigartigen Popup-Hotel THE LOVELACE ein All-Area-Event zur branchenübergreifenden Vernetzung der Kreativ-Szene.
Der bdia präsentiert sich als Partner der Creative Crossover-Party und mit einer von Le Corbusier-inspirierten Farbwelt im Foyer des THE LOVELACE. Wir freuen uns mit Ihnen vergnügt in die MCBW zu starten sowie viele andere kreative und bunte Geister kennen zu lernen!

Beginn des Spektakels ist um 19 Uhr. Tickets an der Abendkasse oder online hier. Jetzt schnell Tickets sichern!
Der Event findet im Rahmen des Bloggermarkets statt, der als Festival der digitalen Bohème in einer Ausstellung die Münchner Bloggerszene versammelt.

3.3.18 | 19.00 Uhr | The Lovelace | Kardinal-Faulhaber-Strasse 1 | 80333 München

Jeder der 11 Kreativbereiche hat einen Button. Hier im Preview Architektur, Design und Musik.