Aktuelles

Das BDIA-Blog

23. Mai 2017

Innenarchitektur und Lichtplanung – Planung, Vergütung und Haftung, am 10. November 2017 in Berlin

„Aspekte für Honorare von Innenraum- und Lichtplanungen
mit und ohne HOAI – Vergütungs- und Haftungsfragen
bei der Innenarchitektur sowie aktuelle Rechtsprechungen“

ABSTRACT

Für Planer, Auftraggeber, Bauherrn und Anwender steht in der täglichen Praxis immer wieder die Frage, wie Risiken bei der Innenraum- und Lichtplanung möglichst minimiert werden können.
Zur Beantwortung dieser Frage bedarf es einer Betrachtung nicht nur von gestalterischen und technischen Aspekten, sondern vor allem auch solchen der vertraglichen und rechtlichen Hintergründe, aus denen sich immer auch Antworten auf Haftungsfragen ableiten lassen.
Zunächst geht es auch um Begriffsdefinitionen. Nur wenn allen klar ist,
was gemeint ist und Planer und Auftraggeber darin übereinstimmen, sind Leistungen einvernehmlich vereinbart.
Ohne ein Grundverständnis für die Planungs- und Honorarpraxis im Allgemeinen und die Systematik der Leistungsphasen der HOAI im Speziellen können in Deutschland Raum-, Licht- und Beleuchtungsplanungen für Kunst- und Tageslicht im Innenbereich nicht angemessen bewertet, gewichtet, „behaftet“ und vergütet werden.
Anders als die Berufsbezeichnung „Innenarchitekt“ und „Architekt“ gibt es keine geschützte Berufsbezeichnung für „Lichtplaner“. Das Seminar versteht sich auch als ein Plädoyer für den/ die „Lichtplanenden“, unabhängig davon, ob die Planung tendenziell zunächst in der „technischen Ecke“ oder der „gestalterischen Ecke“ beginnt oder ihren Schwerpunkt bei emotionalen, nichtvisuellen oder „anderen“ Wirkungen des Lichtes haben soll.

Inhalte im Überblick

  • Leistungen für Innenräume, Lichtplanung und Beleuchtungsplanung
  • Objektplaner für Innenräume im Kontext von gestaltendem und technischem Licht
  • Das natürliche Licht im Kontext von Tageslicht-, Raum- und Ausbauplanungen
  • Abgrenzung des klassischen Lichtplaners zum Objektplaner (Innenarchitekt) zum Fachplaner (Elektroplaner)
  • Raum- und Lichtplanung mit separierbaren und abgegrenzten Einzelleistungen
  • Abgrenzungen der Vergütung von Raum-, Licht- und Beleuchtungsplanungen
  • Möglichkeiten der Risikominimierung bei Angeboten, Verträgen und Abrechnungen.
  • Haupt- und Nebenpflichten als Haftungsfallen bei Raum- und Lichtplanungen
  • Probleme mit Erwartungshaltungen wie bspw. „Rundum Sorglospaket“
  • Haftungsrisiken im System der Raum- und Lichtplanungen und deren Teilleistungen
  • Vergaberechtsreform mit neuen Vergabeverordnung(en) und anstehende Reform des Bau- und Architektenvertragsrecht – Bedeutung für den Innenarchitekten bei Ausschreibungen

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23. Mai 2017

bdia ausgezeichnet! Bachelor für Magdalena Bauernfeind „Scheunenschlafen“

Hochschule Rosenheim: Der Rundgang erfolgte am 10. Juli mit der Sichtung von 22 Bachelorarbeiten im Studiengang Innenarchitektur des SS 2015. Jury: Innenarchitektin Claudia Schütz, Vizepräsidentin bdia, Innenarchitekt Jürgen Bahls, Vorsitzender bdia Bayern, Innenarchitektin Veronika Kammerer, bdia Bayern, Innenarchitekt Matthias Kopielski, bdia Bayern, Antonia Halm, Harald Hochwimmer, Ausgezeichnete des Vorjahres. Weiterlesen »

Kategorie: BDIAusgezeichnet!
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12. Mai 2017

bdia Handbuch Innenarchitektur 2017/18 erschienen!

Aktuelle Innenarchitektur-Trends

Das bdia Handbuch Innenarchitektur 2017/18 präsentiert die aktuellen Trends und das hohe Gestaltungniveau der Innenarchitektur in Deutschland. Von Szene-Gastronomie, den neuesten Hotels, den innovativsten Gewerbekonzepten bis hin zu herausragenden öffentlichen Bauaufgaben werden alle Branchen abgebildet. Der Adressteil der bdia Mitglieder und Förderpartner, sortiert nach Bundesländern, rundet das Handbuch ab und macht es zu einem unverzichtbaren Nachschlagewerk für Innenarchitekten, Studierende und alle, die sich über innovative und kreative Innenraumgestaltung informieren möchten.

Wohnen im Fokus

Besonderes Highlight in dieser Ausgabe sind zahlreiche besondere Wohnprojekte. Alle Beiträge werden ausführlich mit beschreibendem Text, Bildern und Plänen vorgestellt. Die Fachbeiträge widmen sich in diesem Jahr der Frage nach authentischem Design mit rohen und haptisch spannenden Materialien. Im Detail:

  • „Bauherrenwunsch – was kann das sein?“ von Jürgen Otte Dipl.-Ing. (FH) Innenarchitekt bdia, AKNW
  • „Hinter den schönen Schein geblickt“ von Rainer Kriesche-Radtke Dipl.-Ing. Innenarchitekt bdia
  • „Der schöne Schein“ von Julia Schneider Dipl.-Ing. (FH) Innenarchitektin bdia

Erscheinungsdatum: 12.05.2017
Ausstattung: Broschiert
Kosten: 29.95,- Euro
Seitenanzahl: 224
ISBN: 978-3-7667-2262-1

Eine druckfähige Datei des Covers senden wir gerne zu. Kontakt: Cathrin Urbanek unter urbanek@bdia.de.

Das Buch ist erschienen im Callwey-Verlag.

 

11. Mai 2017

bdia anerkannt!: Bachelor für Lukas Jaeschke: „Hausbootmodell – Tandem“

Bachelorarbeit SS 2016 an der Hochschule HAWK Hildesheim
Betreuung: Prof. Dipl.-Ing. Josef Strasser, Prof. Dipl.-Ing. Günter Weber

„Hausbootmodell – Tandem“

Idee

Die Idee dieser Hausbootkonzeption besteht auf Grundsätzen der Nachhaltigkeit und Ökonomie.
Kerngedanken waren eine sinnvolle Nutzung der zur Verfügung stehenden Materialien, eine gute Erweiterungsmöglichkeit, eine einfache Reproduktion und eine klare räumliche Struktur oder Vernetzung, bei der möglichst viele Menschen eingebunden werden können. Die Bewohner sollen von der Gemeinschaft profitieren und Erholung und Entschleunigung vom Alltag erfahren.
Das Konzept soll stadtnah, mit guter infrastruktureller Anbindung, realisiert werden.

Zielgruppe

  • Vorrangig 30 – 55 Jahre
  • Paare ohne kleine Kinder
  • Wassersportbegeisterte
  • Menschen, die sich nach Entschleunigung des Alltags sehnen

Grundkonzept

  • Steganlage
  • Ein Stegsystem – viele Hausboote.

Vorteile sind:

  • weniger Anschlusskosten für den Einzelnen
  • bessere Ökonomie in der Herstellung und Verwaltung
  • Stabilisierung des einzelnen Hausboots

Jedes Hausboot besitzt die gleiche Grundfläche. Daraus ergibt sich neben der kostengünstigeren Produktion vor allem auch die Möglichkeit, den Liegeplatz zu wechseln. Die Liegeplätze sind jeweils durch zwei Dalben gesichert, an denen das Hausboot angeschlossen wird.

Schwankende Wasserstände stellen kein Problem dar. Das Boot lässt sich weiterhin vertikal bewegen, allerdings werden die Schwankungen bei Wellengang durch die diagonale Anordnung der Dalben (siehe Grundriss) bereits stark reduziert.

Eine Besonderheit beim Konzept „TANDEM“:

Die Nachbarschaft gibt halt!
Je zwei Boote werden zusätzlich (zu den Dalben) miteinander verbunden. Seekrank wird hier niemand! Schwankungen sollten auch bei stärkerem Wellengang nicht mehr als störend empfunden werden.
Von der gemeinschaftlich genutzten Steganlage verlaufen Leitungen für Strom, Gas, Zu- und Abwasser zu jedem Hausboot.
Strom wird zudem über die Photovoltaikanlage auf den Dächern gewonnen und kann gegebenenfalls sogar rückgeführt werden. Die Fassade des Hausbootes besteht zu großen Teilen aus Beton, Alu und Glas.

Raumbildung und Grundrisse

Eher untypisch für Hausboote besitzt das „TANDEM“ drei Geschosse.

Das Untergeschoss wird gebildet durch eine schalenförmig gegossene Betonform und liegt etwa zur Hälfte unter dem Wasserspiegel. Ein Glasband ringsum sorgt für ausreichend Tageslicht in allen Räumen (Bad, Arbeiten/Gäste, Schlafen). Das Erdgeschoss liegt somit etwas über dem Wasserspiegel und mit dem Steg (bis zur Haustür) auf einer Ebene. Hier befinden sich ein WC neben dem Eingang, ein Hauswirtschaftsraum, eine Küche sowie ein Essbereich. Zwei teilgewendelte Treppen verbinden die Etagen miteinander. Von der Küche aus erschließt sich folglich das Obergeschoss mit einem großzügig geschnittenen Wohnbereich. Hier gibt es zwei verschiedene Raumversionen.

Während die erste Variante für zwei Personen ausgerichtet ist und mit zwei Terrassen besticht, bietet die zweite Version einen Raum mehr an, der als Arbeitsraum genutzt werden kann. Der als „Arbeiten/Gäste“ bezeichnete Raum im Untergeschoss kann dadurch von einer dritten Person bewohnt werden.

Im Allgemeinen sind alle Räume so verordnet, dass sich die verschiedenen Blick- und Sonnenstandqualitäten positiv auf die Räume auswirken. Gleichzeitig wurde viel Wert auf eine sinnvolle Raumfolge gelegt. Unnötig lange Wege werden somit vermieden.

Jurybegründung: Die Jury möchte den Entwurf eines Hausbootes im Hamburger Hafen mit einer Anerkennung prämieren. Vor allem die Originalität und Darstellung der Arbeit in Form von Zeichnungen und im Modell hat die Jury besonders beeindruckt, sodass sie an dieser stelle eine besondere Anerkennung aussprechen möchte.

11. Mai 2017

„Farbentwicklung und Farbkultur“ am 21./22. Juni 2017

bdia Förderkreismitglied Caparol lädt ein nach Ober-Ramstadt: Anreise am 21. Juni nach Frankfurt zu einem gemeinsamen Abendessen, am 22. Juni ganztägiger Workshop als Fortbildungsveranstaltung.

Wir nehmen Sie mit auf eine Reise in die Entwicklungsgeschichte der Wandfarben, zeigen, wie sich der Werkstoff über Generationen hinweg entwickelt hat, welche Rolle Farbe in unserer Wohnkultur spielt und worauf es bei der Auswahl des richtigen Materials ankommt.

Die Anreise nach Frankfurt erfolgt auf eigene Kosten. Caparol lädt ein zur Übernachtung, zu Transfers und Mahlzeiten. Der Workshop ist ebenso kostenfrei. Die Anerkennung als Fortbildung ist bei den Architektenkammern Hessen und Nordrhein-Westfalen beantragt.

Die Plätze sind begrenzt. Wir bitten um Anmeldung unter info@bdia.de.

Programm:

Mittwoch, 21.06.2017:

Individuelle Anreise nach Frankfurt
19:00 -22:00 Uhr: Dinner im Maxie Eisen in Frankfurt mit Annika Murjahn
Übernachtung in Frankfurt

Donnerstag, 22.06.2017:

8:30 – 9:15 Uhr: Bustransfer vom Hotel nach Ober-Ramstadt

9:30 – 10:15 Uhr: Margit Vollmert, Leiterin des FarbdesignStudios: Entdecken der Caparol Materialwelt

10:15 – 10:45 Uhr: Dr. Thomas Brenner, Leitung Competence Center Farben und Putze, DAW-Gruppe: Eine Reise in die Entwicklungsgeschichte der Wandfarbe. Wie hat sich der Werkstoff über Generationen hinweg entwickelt? Worauf kommt es bei der Auswahl des passenden Materials an?

10:45 – 11:00 Uhr: Kaffeepause

11.00 – 11:45 Uhr: Jeanette Kehrein, Produktmanagerin CAPAROL ICONS: Farbe in Verbindung mit ikonischen Phänomenen unserer Kultur CAPAROL ICONS – 120 Farbikonen

11:45 – 12.30 Uhr: Simone Ferrari, Innenarchitektin bdia: Interaction of Color – Farbwirkung und Kombination mit CAPAROL ICONS

12:30 – 13:30 Uhr: Mittagsimbiss

13:30– 14:15 Uhr: Prof. Uwe Fischer, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart: Connect. Alles ist miteinander verbunden. Zusammenhänge in der Gestaltungspraxis erkennen und bearbeiten.

14:15 – 14:30 Uhr: Kaffeepause

14:30 – 15:15 Uhr: Axel Völcker, Teamleiter Digitales Marketing: Color Digital. Neue Möglichkeiten der Farbgestaltung mit Apps, VR, Material-DB & Co.

15:15 – 16:00 Uhr: Christian Denz – Key Account Manager Hotels: Farbgestaltung in der Hotellerie – Aktuelle Trends in der Nutzung einzelner Hotelbereiche und deren Auswirkungen auf die Gestaltung

16:00 Uhr: Verabschiedung

16:00 Uhr-17:00Uhr optional: Werksführung durch Produktion und Neubauder DAW

 

 

5. Mai 2017

bdia annerkannt: Master für Thyra Nettler: „Die Conti“ Umnutzungskonzept für die ehemalige Continental Fabrik

Masterarbeit SS 2016 an der Hochschule HAWK Hildesheim
Betreuung: Prof. Günter Lois Weber, Prof. Josef Strasser

„Die Conti“ Umnutzungskonzept für die ehemalige Continental Fabrik inLinden-Limmer, Hannover

Die ehemalige Fabrik der Continental AG befindet sich auf dem Gelände der zukünftigen Wasserstadt Limmer. Das umgestaltete Gebäude befindet sich in zentraler Lage auf dem Gelände. Das Ziel des Nutzungskonzeptes ist es, die Fabrik als Bindeglied zwischen der neu geplanten Wasserstadt Limmer und den älteren Teilen Lindens, zu einem lebendigen Stadtteil zu machen.
Ein Abschnitt der ehemaligen Fabrik auf dem Continental Gelände bietet die Grundlage des Entwurfes. Von 1943 bis 1945 wurden in der Fabrik Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge eingesetzt. Zudem wurde ein KZ-Außenlager auf dem Gelände eingerichtet. Deshalb ist mein Ziel, eine Gedenkstätte mit Dokumentationszentrum zu entwickeln, die dem Thema angemessen erscheint. In den anderen Gebäudeabschnitten befinden sich Gastronomie und Einzelhandel, sowie Wohnraum.

Gedenkstätte mit Dokumentationszentrum
Zeitlos, schlicht und zurückhaltend sind Oberbegriffe, mit Hilfe derer ich den Innenraum des Dokumentationszentrums gestaltet habe. Um den Innenraum zu unterteilen, habe ich die Schräge der Straße aufgenommen, die neben der Gedenkstätte verläuft. Zu dieser schrägen Linie habe ich noch eine entgegengesetzte Linie entwickelt. Sie kommt aus der Richtung, in der das Licht in das Gebäude eindringt. Mithilfe dieser zwei Linien habe ich ein Raster für die verschiedenen Flächen entwickelt. Deshalb ist der Ausstellungsraum in verschieden große Teile untergliedert. Es ist wichtig, dass das Raster sich den Inhalten unterordnet. Deswegen werden die Wände auf dem Raster immer wieder durch Durchgänge unterbrochen. So entstehen Räume für unterschiedliche Themen, Durch- und Einblicke und die Wegeführung werden interessanter.
Der Raum gliedert sich in einen breiten Gang, in dem sich die allgemeinen Informationen befinden. Dieser Gang verläuft blitzförmig durch das Gebäude, durch diesen Verlauf entstehen rechts und links Räume mit unterschiedlichen Themenbereichen. Außerdem wird durch diese Form der Weg immer wieder umgeleitet und man blickt nicht durch das gesamte Stockwerk.

Restaurant und Café
Das Restaurant und Café „Birdie“ bietet regionale Speisen an. Zu jeder Tageszeit gibt es eine Auswahl an vegetarischen und veganen Gerichten. Das Restaurant ist in drei Teile gegliedert. Der vordere rechte Teil ist der Cafébereich. Der Restaurantbereich auf der linken Seite bietet verschiedene Tischgrößen. Im hinteren Bereich des Restaurants sind die Herren- und Damentoiletten. Passend zu den regionalen Gerichten ist das Restaurant mit Materialien, Farben und Mustern aus der Region gestaltet. Zu den Vögeln, die auf die Wände gemalt sind, gehören Rotkehlchen und Meisen.

Wohnungen
Mehr Wohnraum schaffen gehört zu den Zielen der hannoverschen Stadtentwicklung. Da die Wasserstadt Limmer sich zukünftig zu einem lebendigen Quartier entwickeln soll, ist Wohnen dafür ein unverzichtbarer Baustein. Was in Hannover fehlt, sind Loftwohnungen. Hierfür bietet sich die ehemalige Fabrik an. Um bei einer Gebäudetiefe von 14 m noch qualitätsvolle Wohnungen zu ermöglichen, werden zwei Geschosse verbunden und ein Luftraum geschaffen. Dadurch entstehen spannende Raumsequenzen, die den Wohnungen einen zusätzlichen Reiz geben.
Die Wohnungen sind mit denselben Gestaltungslinien wie die anderen Bereiche des Gebäudes entworfen. Die entstandenen Wohnungen haben unten einen großen offenen Bereich, der für einen Loftcharakter sorgt. Dies wird noch einmal durch einen Luftraum vor den Fenstern verstärkt. Der Luftraum sorgt zusätzlich dafür, dass Tageslicht möglichst weit in den Raum einstrahlen kann. Thyra Nettler

Jurybegründung: Dieser Entwurf setzt sich mit der Revitalisierung des Conti Geländes in Hannover Linden auseinander. Neben einem Restaurant soll ebenso eine Gedengstätte ihren Platz in dem Gebäude finden. Diese Idee wollte die Jury nicht ungeachtet lassen und mit einer Anerkennung prämieren.

5. Mai 2017

bdia ausgezeichnet! Bachelor für Jannik Naumann „Auf den Spuren der Monorail“

Bachelorarbeit SS 2016 an der Hochschule HAWK Hildesheim
Betreuung: Prof. Dipl. Ing. Günter Lois Weber, Prof. Dr.-Ing. Paul W. Schmits

Auf den Spuren der Monorail – Umnutzung der Sydney Monorail Stationen zu einem zusammengehörigen Restaurantverbund

Der Stadtteil Darling Harbour, im Herzen der Großstadtmetropole Sydney, befindet sich seit den 60er Jahren im Wandel. Der ehemalige Handelshafen der Stadt war nach mehr als 150 Jahren industrieller Nutzung so stark verkommen, dass die Stadt Sydney eine Umstrukturierung und Umgestaltung dieses Areals in die Wege leitete. Ab diesem Zeitpunkt entwickelt sich Darling Harbour stetig weiter und ist schon heute eines der größten Freizeit- und Erholungsgebiete der Stadt. Hotels, Restaurants, Shoppingpassagen, Entertaimentangebote und das große Convention and Exhibition Center haben sich hier niedergelassen.

Über den Dächern des Stadtteils sind außerdem noch drei der damals insgesamt acht Stationen der Sydney Monorail zufinden. Sie stehen seit 2013 leer und blicken in eine ungewisse Zukunft.

Dieser spannende Ort hat mich dazu inspiriert, mich in meiner Bachelor Thesis, mit der Gestaltung eines Restaurantverbundes in den leerstehenden Stationen der Sydney Monorail in Darling Harbour, Australien zu beschäftigen.

So kam schnell die Idee, mit einem besonderem Restaurantkonzept die drei Stationen wieder zu verbinden und sie zu einer Einheit werden zu lassen. Es sind drei Restaurants entstanden, die als eine Einheit gesehen, oder getrennt voneinander genutzt werden können.

Angefangen bei der Convention Station findet der Gast ein Angebot an Appetizer, Aperitifs und anderen Kleinigkeiten vor. So kann der Gast sich auf eine kulinarische Reise durch den Stadtteil einstimmen. Die Harbourside Station wird zur Main Station und bietet eine internationale Küche. Der Hauptgang kann bei einer atemberaubenden Aussicht über den Hafen genossen werden. Abgerundet wird die Reise in der ehemaligen Darling Park Station, in der sich nun eine Bar befindet. In der von Hochhäusern umringten Station hat der Gast die Möglichkeit bei einem Getränk die Reise revue passieren und die Atmosphäre der Großstadt auf sich wirken zu lassen.

In der Umnutzung werden die Stationen zu einem Rückzugsort vom Trubel des Hafens und lautem Leben in der Großstadt. Das Thema Hafen und Schifffahrt wird leise aufgegriffen und schlägt so eine Brücke zur Historie des Stadtteils.  Um die Verbindung der Stationen wieder herzustellen, ist das Farb- und Materialkonzept in jeder der drei Stationen gleich. Lediglich die Gewichtung der Materialien und Farben variiert. Im Fokus der Gestaltung von jeder Station steht der Blick und die Aussicht nach draußen. Die großen Fensterfronten in den Bahnröhren prägen den Innenraum und schaffen so die Verbindung nach draußen. In der Convention Station hat das gemütliche Beisammensein Vorrang. Kleine Sitzkuben sorgen für eine introvertierte Atmosphäre und entsprechende Leuchten auf den Tischen schaffen kleine Lichtinseln. Eine offene Küche lässt Einblicke in die Abläufe der Köche zu. Die Harbourside Station bekommt eine zweite Etage. Diese ist nur für Personal gedacht und beinhaltet die Küche. Diese ist das neue Hauptmerkmal und schon von weitem, als ein leuchtender Kubus, sichtbar. In der Darling Park Station dreht sich alles um die Bar, die im Mittelpunkt des Geschehens steht. Geschwärzter Stahl wie im Schiffsbau, kleine goldene Highlights wie auf einem Kreuzfahrtschiff und Beton bilden die Grundmaterialien der Gestaltung.

Das entstehende High-End Restaurant spricht die vorhandene Zielgruppe an und lockt ebenso zusätzliches Publikum aus den nahegelegenen Hochhäusern im CBD. Es ist ein interessantes Konzept für ein Restaurantverbund in ebenso reizvollen Gebäuden und in einer besonderen Umgebung entstanden. Jannik Naumann

Jurybegründung: Diese Arbeit beinhaltet die Umnutzung von drei stillgelegten Monorailstationen im australischen Sydney. Die Idee, die ehemalige Station zu einem Rwestaurantverbund umzunutzen, hielt die Jury für besonders gelungen. Ein großer Wert wurde auf die Visualisierung und Lichtplanung gelegt, was die Jury lobend erwähnen möchte. Die Zusammenstellung der Materialien unterstreichen den besonderen Charakter des Entwurfs.

5. Mai 2017

Innenarchitektur studieren an der BAU International Berlin University of Applied Sciences

Studiengang Interior Design / Faculty of Design  

Hier finden Sie Informationen zu den folgenden Punkten:

Studienabschluss Bachelor of Arts Innenarchitektur /  Studium und Architektenkammern 

 

Studienabschluss Bachelor of Arts

  • Anzahl Studierende: ca.100
  • Anzahl Lehrende: 5 Professoren, 6 Lehrbeauftragte
  • Regelstudienzeit: 6 Semester
  • Sprache: Englisch
  • Praktikum: Fachpraktikum 10 Wochen
  • Studienbeginn: Wintersemester
  • Studiengebühren: 3600 Euro pro Semester
  • Bewerbungsfrist  »
  • Bewerbung und Zulassung:
    • Abitur, Fachabitur oder eine äquivalente Hochschulzugangsberechtigung
    • Nachweis über Englischkenntnisse
    • Portfolio
    • Interview

Studium und Architektenkammern:

Tipp vom bdia:
Bevor Sie sich für einen Studiengang an einer Hochschule entscheiden, sollten Sie sich unbedingt vergewissern, ob der Studiengang von Ihrer Architektenkammer anerkannt wird. Architektenkammern sind von Hochschulen unabhängig.
Nur wer in die Architektenkammer aufgenommen wird, kann sich „Innenarchitektin“ oder „Innenarchitekt“ nennen. Diese Berufsbezeichungen sind nämlich gesetzlich geschützt.
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1. Mai 2017

Nach dem Studienabschluss… : Editorial von Vera Schmitz, bdia Präsidentin

bdia Praesidentin Vera Schmitz_2015

Vera Schmitz, bdia Präsidentin

Editorial Heft 5/2017

 

Liebe Leser und Leserinnen,

wissen Sie noch, wie das eigentlich war, das erste Jahr nach dem Studienabschluss?

Die erste Festanstellung in einem Büro warf viele Fragen auf: War die eigene Gehaltsvorstellung marktüblich – oder hat man sich unter Wert angeboten? Ist der Arbeitsvertrag korrekt? Bin ich die einzige Innenarchitektin im Kollegenkreis?

Besonders aufregend war natürlich das erste „eigene“ Projekt. Was auf dem Papier und am Rechner entstanden war, wurde tatsächlich gebaut! Und auf der Baustelle mussten jede Menge Detailausführungen geklärt werden. Ausschreibungstexte mussten verfasst, Angebote eingeholt werden, Kosten kontrolliert werden – alles neue Aufgabenbereiche, ebenso wie Auftragsvergaben Vertragsverhandlungen. Echtes Neuland im Vergleich zum Studienalltag!

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Kategorie: Publikationen
Schlagwörter:
1. Mai 2017

bdia im Gespräch mit… Sabine Keggenhoff, Arnsberg

 

 

Was raten Sie Ihren Absolventen an der PBSA Düsseldorf, wenn sie ihren Abschluss in der Tasche haben?

Ich rate meinen Masterabsolventen, dass sie so schnell wie möglich in den beruflichen Alltag einsteigen, um ‚schlussendlich’ Praxiserfahrung zu erlangen. Den Bachelorstudierenden, kann ich zwischen den Studiengängen gleiches ans Herzen legen – liegt doch in der Kürze und Struktur des Studiums, der Formation von Basiswissen und Werkzeug, doch wenig Möglichkeit ergänzend noch ein praxisorientiertes Arbeiten zu vermitteln.

Was beschäftigt die Studenten am meisten?

Ich habe das Gefühl, dass die Studierenden viel Zeit und Energie damit verbringen, dass sie neben dem eigentlichen Studium sich selbst finden wollen und müssen, das richtige Maß an persönlichem Ansatz und gestalterische Aussagen entwickeln. Dabei gilt es eine gewisse Pragmatik zu erlernen, die nicht direkt erschütterbar ist, sich auf dem Prüfstand beweisen kann und den Nutzen des eigenen Vorgehens erkennen lässt.

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