Aktuelles

Das bdia-Blog

12. Juni 2017

„Der Innenarchitektenvertrag 2018“ am 30. November + 1. Dezember 2017 in Karben

Auswirkungen auf die Leistungen und Pflichten der Innenarchitekten und des dafür zu zahlenden Honorars

Am 28.4.2017 ist das Gesetz zur Reform der Bauvertragsrecht veröffentlich worden, auch den Architekten- und Ingenieurvertrag als eigenständigen Vertrag regelt. Das Gesetz tritt am 01.01.2018 in Kraft. Damit ist zum ersten Mal seit 118 Jahren der Architekten- und Ingenieurvertrag im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt. Innenarchitekten, Ingenieure und Architekten müssen sich daher auf die Neuerungen einstellen.

Zum Beispiel besteht nun die Möglichkeit, nach der Vorlage eines Entwurfs von beiden Seiten eine Kündigung des Vertrages auszusprechen, ohne dass nicht erbrachte Leistungen des Innenarchitekten bezahlt werden müssen. Weiterhin hat der Bauherr das Recht, unter bestimmen Voraussetzungen einseitig Änderungen der Planung zu verlangen. Geregelt sind außerdem noch Teilabnahme, Kündigung aus wichtigem Grund und Schriftform der Kündigung. Als Grundlage für die Vergütung gilt weiterhin die HOAI. Die Referenten werden die Einzelheiten des neuen Innenarchitektenvertragsrechts praxisnah aus Innenarchitektensicht und aus juristischer Sicht darlegen.

Gliederung:

Innenarchitektenvertrag

  1. Grundlegendes zum neuen Innenarchitektenvertrag
  2. Inhalt des Vertrages
  3. Sonderkündigungsrecht im Entwurfsstadium
  4. Kündigung mit und ohne Grund
  5. Abrechnung der erbrachten Leistung
  6. Anordnung von Planungsänderungen durch den Bauherrn
  7. Vergütungsanpassung bei Anordnungen
  8. Einstweilige Verfügung bei Streitigkeiten über Anordnung oder Vergütungsanpassung
  9. Abnahme und Teilabnahme
  10. Zustandsfeststellung bei Verweigerung der Abnahme
  11. Prüfbare Abrechnung der Innenarchitektenleistung
  12. Gesamtschuldnerische Haftung mit den bauausführenden Unternehmen
  13. Sicherungsrechte und Sicherheiten des Innenarchitekten

Honorar des Innenarchitekten

  1. Grundlagen der Honorarberechnung nach der HOAI
  2. Darlegung der verschiedenen Objekte wie Gebäude und Innenräume
  3. Ermittlung der korrekten Honorarzone
  4. Ermittlung der anrechenbaren Kosten nach DIN 276
  5. Berechnung der mitzuverarbeitenden Bausubstanz
  6. Umbau- und Modernisierungszuschlag
  7. Pauschal- und Zeithonorar
  8. Nachtragsforderungen bei Planungsänderungen und zusätzlichen Planungsaufträgen
  9. Abschlagsrechnung und Schlussrechnung
  10. Verjährung des Honoraranspruches

Während des Seminars werden Übungen angeboten, bei welchen die Teilnehmer unter Anleitung einen Innenarchitektenvertrag entwerfen, anrechenbare Kosten und eine Honorarzone ermitteln können sowie die Erstellung einer prüfbaren Abschlags- und Schlussrechnung lernen.

Weiterlesen »

8. Juni 2017

FINEST INTERIOR AWARD: private und : contract 2017 – Bewerbungsphase gestartet!

Mit dem FINEST INTERIOR AWARD wird die Arbeit von Architekten, Innenarchitekten, Interior Designern und feinen Einrichtern in Europa im Einklang mit einer hochkarätig besetzten Ehren-Jury und zusammen mit Institutionen, Verbänden und exklusiven Markenpartnern gewürdigt. BDIA Präsidentin Vera Schmitz ist erneut Mitglied der Ehrenjury. Weiterlesen »

1. Juni 2017

Das neue Erscheinungsbild des bdia: Editorial von Vera Schmitz, bdia Präsidentin

bdia Praesidentin Vera Schmitz_2015

Vera Schmitz, bdia Präsidentin

Editorial Heft 6/2017

 

 

 

 

 

 

Liebe Leser und Leserinnen,

Fällt Ihnen etwas auf? Ganz neue Seiten sehen Sie hier:
unsere bdia Nachrichten in neuem Look.
Einen hochspannenden Prozess im Land des Corporate Designs haben wir hinter uns. Jeder Erneuerungsprozess sollte mit einer kritischen Selbstschau beginnen und im bestmöglichen Ergebnis münden, als Startschuss für eine neue Zeitrechnung.
In den fünfziger Jahren wurde der bdia gegründet, hat sich in den letzten Jahrzehnten als wichtigster Verband für die Innenarchitektur etabliert und nun gilt es, die Zukunft zu erobern.
Gut aufgestellt fühlen wir uns, aktiv, lebendig und kämpferisch.
Wir sind die professionelle Plattform für Fachwissen, Kommunikation und Erfahrungsaustausch mit einem unverwechselbaren Profil:
für die Innenarchitektur.
Lesen Sie hier unsere Geschichte der gestalterischen Erneuerung.

Ihre Vera Schmitz,
Präsidentin bdia.

Kategorie: Publikationen
Schlagwörter:
1. Juni 2017

Die Ecken besetzen – von innen heraus!

Wenn ein Verband sich entschließt, sein Erscheinungsbild zu überarbeiten, sollten alle Beteiligten erst einmal tief durchatmen. Und Geduld mitbringen. Oder? Die berühmt-berüchtigten Verbandsgremien haben sich in unserem Fall als entscheidungsfreudige und konstruktive Arbeitsgruppe entpuppt, die sich dem Universum von Grafik, Schrift, Farben und Logo gestellt hat.

Unsere Zeit ist geprägt von der Schnittmenge analoger Vergangenheit und digitaler Zukunft. Nicht nur für junge Kolleginnen und Kollegen und unseren Nachwuchs sind mediale Vielfalt und Schnelligkeit täglich Brot.
Aus Papierschichten sind Layer geworden, die Inhalte einer ganzen Bibliothek per Smartphone mit einem Fingertip erreichbar. Auch wir als Verband sind Teil dieser beschleunigten, hochvernetzten Welt, in der Informationen rasend schnell ausgetauscht und bearbeitet werden wollen.
Wir möchten uns selbstbewusst darin präsentieren und mit unserer Arbeit gesehen und erkannt werden. Generationsübergreifend. Lebendig, frisch und voller Tatendrang, denn so fühlen wir uns.

Denn wir können unsere Themen noch erfolgreicher kommunizieren, wenn unser Erscheinungsbild überzeugend und zeitgemäß ist.

Die richtigen Köpfe finden

Eine Erneuerung unseres grafischen Erscheinungsbildes war überfällig und wurde auf der letzten Bundesmitgliederversammlung 2015 in Düsseldorf beschlossen. Mit diesem klaren Auftrag haben wir uns auf die Suche gemacht nach klugen Köpfen, die uns dabei unterstützen sollten.
Die Köpfe hinter neuen, mutigen und überraschenden Ideen bleiben viel zu oft unbekannt, treten zurück hinter dem Kunden, dem Auftraggeber.
Wie bei einem Eisberg liegt der kreative und organisatorische Prozess, die Auseinandersetzung, die komplexe Entwicklungsarbeit im Verborgenen.
Wir Innenarchitektinnen und Innenarchitekten kennen dieses Phänomen. Von der Selbstverständlichkeit eines Autors auf dem Buchcover sind wir weit entfernt.

Wie möchten wir sein?

Aber von vorn:
Im Frühjahr vergangenen Jahres gründeten wir mit dem Präsidium des bdia die Arbeitsgruppe „Neues Corporate Design“. In zwei grundlegenden Workshops wurde kritisch Selbstschau betrieben.
Wie wollen wir sein? Wo möchten wir hin? Wen möchten wir erreichen?
Und vor allem: wie können wir zeitgemäß, selbstbewusst und attraktiv unseren kreativen Berufsstand vertreten? Im Anschluss an die Workshops wurde eine ausführliche Beschreibung aller Anforderungen erarbeitet, Grafikagenturen ausgewählt und davon fünf Büros aus ganz Deutschland final zum Pitch eingeladen. Deren vielseitige Präsentationen haben uns in die Welt der visuellen Kommunikation entführt, die wiederum ganz eigene Gesetzmäßigkeiten offenbart, deren Prinzipien uns Gestaltern aber doch vertraut sind. Durch die Vorschläge der Agenturen und deren Außenwahrnehmung auf uns haben wir sehr viel gelernt: Wie wir als Berufsverband unsere Seriosität und Verlässlichkeit als politischer Partner verdeutlichen und wie wir gleichzeitig die Kreativität derer, die wir vertreten, sichtbar machen können. Wie einfach und wie komplex ein Logo sein muss, wie wir spielerisch und gleichzeitig ernst sein können.

Ein Logo mit Überraschungen

Im Vorschlag der Agentur Sonnenstaub aus Berlin konnten wir unsere Ziele und Wünsche wiederfinden. Und sind glücklich, diesen endlich auch auf diesen Seiten monatlich in der AIT zeigen zu dürfen.
Am Ende eines einjährigen und intensiven Prozesses haben wir einen neuen, aufregenden und frischen Look. Mit kräftigen Farben (jenseits des Architektenregenbogens), mit einem markanten Logo (das noch einiges an Überraschungen parat hält), mit einer klaren Schrift und lebendigen Collagen. Unser neues Signet besetzt alle Ecken – von innen heraus.
Eine herrliche Perspektive für uns Innenarchitektinnen und Innenarchitekten!

 
Sie interessieren sich für eine Mitgliedschaft?

Der bdia bund deutscher innenarchitekten steht allen eingetragenen Innenarchitektinnen und Innenarchitekten offen. Und allen, die es werden wollen, also Absolventen vor Kammereintrag und Studierende.
Wir freuen uns über Ihren Anruf oder Ihre E-Mail!

www.bdia.de

Kategorie: Publikationen
Schlagwörter:
1. Juni 2017

3 Fragen an… Andreas Nikolaus Börn, bdia Küste

Andreas Nikolaus Börn, bdia Küste

 

 

 

 

 

 

Als Mitglied der Arbeitsgruppe haben Sie den Prozess „Neues Erscheinungsbild bdia“ mitbegleitet.

1. Wie war die Zusammenarbeit?

Die Zusammenarbeit in der Arbeitsgruppe war sehr konstruktiv, kritisch und demokratisch, Einwände diskutiert und einvernehmlich akzeptiert. Wir als Innenarchitekten sind es aus unserer täglichen Praxis gewohnt, mit verschiedenen Meinungen und Positionen umzugehen.

2. Was war für Sie am Prozess besonders interessant?

Nach der Erarbeitung des Briefings und der Festlegung der wichtigsten Parameter war es natürlich besonders spannend zu sehen, was die ausgewählten Agenturen präsentierten. Interessant waren die – entwurflich und inhaltlich – sehr unterschiedlichen Präsentationen. Das von uns ausgewählte Ergebnis wurde dem Bundesrat vorgestellt – und begeistert aufgenommen. Ein bewegender Moment

3. Warum werden Präsentation und Erscheinungsbild immer wichtiger? 

Neben komprimierten Inhalten sind es die visuellen Eindrücke, die uns entscheidende Botschaften senden. Ein zeitgemäßes Erscheinungsbild ist für einen Verband unabdingbar! Um neue Zielgruppen zu erreichen und die Präsenz in der Öffentlichkeit zu stärken muss die visuelle Botschaft attraktiv und glaubwürdig sein.

Kategorie: Publikationen
Schlagwörter:
23. Mai 2017

bdia ausgezeichnet! Bachelor für Magdalena Bauernfeind „Scheunenschlafen“

Hochschule Rosenheim: Der Rundgang erfolgte am 10. Juli mit der Sichtung von 22 Bachelorarbeiten im Studiengang Innenarchitektur des SS 2015. Jury: Innenarchitektin Claudia Schütz, Vizepräsidentin bdia, Innenarchitekt Jürgen Bahls, Vorsitzender bdia Bayern, Innenarchitektin Veronika Kammerer, bdia Bayern, Innenarchitekt Matthias Kopielski, bdia Bayern, Antonia Halm, Harald Hochwimmer, Ausgezeichnete des Vorjahres. Weiterlesen »

Kategorie: BDIAusgezeichnet!
Schlagwörter:
12. Mai 2017

bdia Handbuch Innenarchitektur 2017/18 erschienen!

Aktuelle Innenarchitektur-Trends

Das bdia Handbuch Innenarchitektur 2017/18 präsentiert die aktuellen Trends und das hohe Gestaltungniveau der Innenarchitektur in Deutschland. Von Szene-Gastronomie, den neuesten Hotels, den innovativsten Gewerbekonzepten bis hin zu herausragenden öffentlichen Bauaufgaben werden alle Branchen abgebildet. Der Adressteil der bdia Mitglieder und Förderpartner, sortiert nach Bundesländern, rundet das Handbuch ab und macht es zu einem unverzichtbaren Nachschlagewerk für Innenarchitekten, Studierende und alle, die sich über innovative und kreative Innenraumgestaltung informieren möchten.

Wohnen im Fokus

Besonderes Highlight in dieser Ausgabe sind zahlreiche besondere Wohnprojekte. Alle Beiträge werden ausführlich mit beschreibendem Text, Bildern und Plänen vorgestellt. Die Fachbeiträge widmen sich in diesem Jahr der Frage nach authentischem Design mit rohen und haptisch spannenden Materialien. Im Detail:

  • „Bauherrenwunsch – was kann das sein?“ von Jürgen Otte Dipl.-Ing. (FH) Innenarchitekt bdia, AKNW
  • „Hinter den schönen Schein geblickt“ von Rainer Kriesche-Radtke Dipl.-Ing. Innenarchitekt bdia
  • „Der schöne Schein“ von Julia Schneider Dipl.-Ing. (FH) Innenarchitektin bdia

Erscheinungsdatum: 12.05.2017
Ausstattung: Broschiert
Kosten: 29.95,- Euro
Seitenanzahl: 224
ISBN: 978-3-7667-2262-1

Eine druckfähige Datei des Covers senden wir gerne zu. Kontakt: Cathrin Urbanek unter urbanek@bdia.de.

Das Buch ist erschienen im Callwey-Verlag.

 

11. Mai 2017

bdia anerkannt!: Bachelor für Lukas Jaeschke: „Hausbootmodell – Tandem“

Bachelorarbeit SS 2016 an der Hochschule HAWK Hildesheim
Betreuung: Prof. Dipl.-Ing. Josef Strasser, Prof. Dipl.-Ing. Günter Weber

„Hausbootmodell – Tandem“

Idee

Die Idee dieser Hausbootkonzeption besteht auf Grundsätzen der Nachhaltigkeit und Ökonomie.
Kerngedanken waren eine sinnvolle Nutzung der zur Verfügung stehenden Materialien, eine gute Erweiterungsmöglichkeit, eine einfache Reproduktion und eine klare räumliche Struktur oder Vernetzung, bei der möglichst viele Menschen eingebunden werden können. Die Bewohner sollen von der Gemeinschaft profitieren und Erholung und Entschleunigung vom Alltag erfahren.
Das Konzept soll stadtnah, mit guter infrastruktureller Anbindung, realisiert werden.

Zielgruppe

  • Vorrangig 30 – 55 Jahre
  • Paare ohne kleine Kinder
  • Wassersportbegeisterte
  • Menschen, die sich nach Entschleunigung des Alltags sehnen

Grundkonzept

  • Steganlage
  • Ein Stegsystem – viele Hausboote.

Vorteile sind:

  • weniger Anschlusskosten für den Einzelnen
  • bessere Ökonomie in der Herstellung und Verwaltung
  • Stabilisierung des einzelnen Hausboots

Jedes Hausboot besitzt die gleiche Grundfläche. Daraus ergibt sich neben der kostengünstigeren Produktion vor allem auch die Möglichkeit, den Liegeplatz zu wechseln. Die Liegeplätze sind jeweils durch zwei Dalben gesichert, an denen das Hausboot angeschlossen wird.

Schwankende Wasserstände stellen kein Problem dar. Das Boot lässt sich weiterhin vertikal bewegen, allerdings werden die Schwankungen bei Wellengang durch die diagonale Anordnung der Dalben (siehe Grundriss) bereits stark reduziert.

Eine Besonderheit beim Konzept „TANDEM“:

Die Nachbarschaft gibt halt!
Je zwei Boote werden zusätzlich (zu den Dalben) miteinander verbunden. Seekrank wird hier niemand! Schwankungen sollten auch bei stärkerem Wellengang nicht mehr als störend empfunden werden.
Von der gemeinschaftlich genutzten Steganlage verlaufen Leitungen für Strom, Gas, Zu- und Abwasser zu jedem Hausboot.
Strom wird zudem über die Photovoltaikanlage auf den Dächern gewonnen und kann gegebenenfalls sogar rückgeführt werden. Die Fassade des Hausbootes besteht zu großen Teilen aus Beton, Alu und Glas.

Raumbildung und Grundrisse

Eher untypisch für Hausboote besitzt das „TANDEM“ drei Geschosse.

Das Untergeschoss wird gebildet durch eine schalenförmig gegossene Betonform und liegt etwa zur Hälfte unter dem Wasserspiegel. Ein Glasband ringsum sorgt für ausreichend Tageslicht in allen Räumen (Bad, Arbeiten/Gäste, Schlafen). Das Erdgeschoss liegt somit etwas über dem Wasserspiegel und mit dem Steg (bis zur Haustür) auf einer Ebene. Hier befinden sich ein WC neben dem Eingang, ein Hauswirtschaftsraum, eine Küche sowie ein Essbereich. Zwei teilgewendelte Treppen verbinden die Etagen miteinander. Von der Küche aus erschließt sich folglich das Obergeschoss mit einem großzügig geschnittenen Wohnbereich. Hier gibt es zwei verschiedene Raumversionen.

Während die erste Variante für zwei Personen ausgerichtet ist und mit zwei Terrassen besticht, bietet die zweite Version einen Raum mehr an, der als Arbeitsraum genutzt werden kann. Der als „Arbeiten/Gäste“ bezeichnete Raum im Untergeschoss kann dadurch von einer dritten Person bewohnt werden.

Im Allgemeinen sind alle Räume so verordnet, dass sich die verschiedenen Blick- und Sonnenstandqualitäten positiv auf die Räume auswirken. Gleichzeitig wurde viel Wert auf eine sinnvolle Raumfolge gelegt. Unnötig lange Wege werden somit vermieden.

Jurybegründung: Die Jury möchte den Entwurf eines Hausbootes im Hamburger Hafen mit einer Anerkennung prämieren. Vor allem die Originalität und Darstellung der Arbeit in Form von Zeichnungen und im Modell hat die Jury besonders beeindruckt, sodass sie an dieser stelle eine besondere Anerkennung aussprechen möchte.

11. Mai 2017

„Farbentwicklung und Farbkultur“ am 21./22. Juni 2017

bdia Förderkreismitglied Caparol lädt ein nach Ober-Ramstadt: Anreise am 21. Juni nach Frankfurt zu einem gemeinsamen Abendessen, am 22. Juni ganztägiger Workshop als Fortbildungsveranstaltung.

Wir nehmen Sie mit auf eine Reise in die Entwicklungsgeschichte der Wandfarben, zeigen, wie sich der Werkstoff über Generationen hinweg entwickelt hat, welche Rolle Farbe in unserer Wohnkultur spielt und worauf es bei der Auswahl des richtigen Materials ankommt.

Die Anreise nach Frankfurt erfolgt auf eigene Kosten. Caparol lädt ein zur Übernachtung, zu Transfers und Mahlzeiten. Der Workshop ist ebenso kostenfrei. Die Anerkennung als Fortbildung ist bei den Architektenkammern Hessen und Nordrhein-Westfalen beantragt.

Die Plätze sind begrenzt. Wir bitten um Anmeldung unter info@bdia.de.

Programm:

Mittwoch, 21.06.2017:

Individuelle Anreise nach Frankfurt
19:00 -22:00 Uhr: Dinner im Maxie Eisen in Frankfurt mit Annika Murjahn
Übernachtung in Frankfurt

Donnerstag, 22.06.2017:

8:30 – 9:15 Uhr: Bustransfer vom Hotel nach Ober-Ramstadt

9:30 – 10:15 Uhr: Margit Vollmert, Leiterin des FarbdesignStudios: Entdecken der Caparol Materialwelt

10:15 – 10:45 Uhr: Dr. Thomas Brenner, Leitung Competence Center Farben und Putze, DAW-Gruppe: Eine Reise in die Entwicklungsgeschichte der Wandfarbe. Wie hat sich der Werkstoff über Generationen hinweg entwickelt? Worauf kommt es bei der Auswahl des passenden Materials an?

10:45 – 11:00 Uhr: Kaffeepause

11.00 – 11:45 Uhr: Jeanette Kehrein, Produktmanagerin CAPAROL ICONS: Farbe in Verbindung mit ikonischen Phänomenen unserer Kultur CAPAROL ICONS – 120 Farbikonen

11:45 – 12.30 Uhr: Simone Ferrari, Innenarchitektin bdia: Interaction of Color – Farbwirkung und Kombination mit CAPAROL ICONS

12:30 – 13:30 Uhr: Mittagsimbiss

13:30– 14:15 Uhr: Prof. Uwe Fischer, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart: Connect. Alles ist miteinander verbunden. Zusammenhänge in der Gestaltungspraxis erkennen und bearbeiten.

14:15 – 14:30 Uhr: Kaffeepause

14:30 – 15:15 Uhr: Axel Völcker, Teamleiter Digitales Marketing: Color Digital. Neue Möglichkeiten der Farbgestaltung mit Apps, VR, Material-DB & Co.

15:15 – 16:00 Uhr: Christian Denz – Key Account Manager Hotels: Farbgestaltung in der Hotellerie – Aktuelle Trends in der Nutzung einzelner Hotelbereiche und deren Auswirkungen auf die Gestaltung

16:00 Uhr: Verabschiedung

16:00 Uhr-17:00Uhr optional: Werksführung durch Produktion und Neubauder DAW

 

 

5. Mai 2017

bdia annerkannt: Master für Thyra Nettler: „Die Conti“ Umnutzungskonzept für die ehemalige Continental Fabrik

Masterarbeit SS 2016 an der Hochschule HAWK Hildesheim
Betreuung: Prof. Günter Lois Weber, Prof. Josef Strasser

„Die Conti“ Umnutzungskonzept für die ehemalige Continental Fabrik inLinden-Limmer, Hannover

Die ehemalige Fabrik der Continental AG befindet sich auf dem Gelände der zukünftigen Wasserstadt Limmer. Das umgestaltete Gebäude befindet sich in zentraler Lage auf dem Gelände. Das Ziel des Nutzungskonzeptes ist es, die Fabrik als Bindeglied zwischen der neu geplanten Wasserstadt Limmer und den älteren Teilen Lindens, zu einem lebendigen Stadtteil zu machen.
Ein Abschnitt der ehemaligen Fabrik auf dem Continental Gelände bietet die Grundlage des Entwurfes. Von 1943 bis 1945 wurden in der Fabrik Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge eingesetzt. Zudem wurde ein KZ-Außenlager auf dem Gelände eingerichtet. Deshalb ist mein Ziel, eine Gedenkstätte mit Dokumentationszentrum zu entwickeln, die dem Thema angemessen erscheint. In den anderen Gebäudeabschnitten befinden sich Gastronomie und Einzelhandel, sowie Wohnraum.

Gedenkstätte mit Dokumentationszentrum
Zeitlos, schlicht und zurückhaltend sind Oberbegriffe, mit Hilfe derer ich den Innenraum des Dokumentationszentrums gestaltet habe. Um den Innenraum zu unterteilen, habe ich die Schräge der Straße aufgenommen, die neben der Gedenkstätte verläuft. Zu dieser schrägen Linie habe ich noch eine entgegengesetzte Linie entwickelt. Sie kommt aus der Richtung, in der das Licht in das Gebäude eindringt. Mithilfe dieser zwei Linien habe ich ein Raster für die verschiedenen Flächen entwickelt. Deshalb ist der Ausstellungsraum in verschieden große Teile untergliedert. Es ist wichtig, dass das Raster sich den Inhalten unterordnet. Deswegen werden die Wände auf dem Raster immer wieder durch Durchgänge unterbrochen. So entstehen Räume für unterschiedliche Themen, Durch- und Einblicke und die Wegeführung werden interessanter.
Der Raum gliedert sich in einen breiten Gang, in dem sich die allgemeinen Informationen befinden. Dieser Gang verläuft blitzförmig durch das Gebäude, durch diesen Verlauf entstehen rechts und links Räume mit unterschiedlichen Themenbereichen. Außerdem wird durch diese Form der Weg immer wieder umgeleitet und man blickt nicht durch das gesamte Stockwerk.

Restaurant und Café
Das Restaurant und Café „Birdie“ bietet regionale Speisen an. Zu jeder Tageszeit gibt es eine Auswahl an vegetarischen und veganen Gerichten. Das Restaurant ist in drei Teile gegliedert. Der vordere rechte Teil ist der Cafébereich. Der Restaurantbereich auf der linken Seite bietet verschiedene Tischgrößen. Im hinteren Bereich des Restaurants sind die Herren- und Damentoiletten. Passend zu den regionalen Gerichten ist das Restaurant mit Materialien, Farben und Mustern aus der Region gestaltet. Zu den Vögeln, die auf die Wände gemalt sind, gehören Rotkehlchen und Meisen.

Wohnungen
Mehr Wohnraum schaffen gehört zu den Zielen der hannoverschen Stadtentwicklung. Da die Wasserstadt Limmer sich zukünftig zu einem lebendigen Quartier entwickeln soll, ist Wohnen dafür ein unverzichtbarer Baustein. Was in Hannover fehlt, sind Loftwohnungen. Hierfür bietet sich die ehemalige Fabrik an. Um bei einer Gebäudetiefe von 14 m noch qualitätsvolle Wohnungen zu ermöglichen, werden zwei Geschosse verbunden und ein Luftraum geschaffen. Dadurch entstehen spannende Raumsequenzen, die den Wohnungen einen zusätzlichen Reiz geben.
Die Wohnungen sind mit denselben Gestaltungslinien wie die anderen Bereiche des Gebäudes entworfen. Die entstandenen Wohnungen haben unten einen großen offenen Bereich, der für einen Loftcharakter sorgt. Dies wird noch einmal durch einen Luftraum vor den Fenstern verstärkt. Der Luftraum sorgt zusätzlich dafür, dass Tageslicht möglichst weit in den Raum einstrahlen kann. Thyra Nettler

Jurybegründung: Dieser Entwurf setzt sich mit der Revitalisierung des Conti Geländes in Hannover Linden auseinander. Neben einem Restaurant soll ebenso eine Gedengstätte ihren Platz in dem Gebäude finden. Diese Idee wollte die Jury nicht ungeachtet lassen und mit einer Anerkennung prämieren.

Seite 1 von 5012345...102030...Letzte »