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18. März 2016

BDIAusgezeichnet! Bachelor für Dominique Fritsches „Flagshipstore Converse in Berlin“

Bachelorarbeit WS 2015/16 an der Hochschule Darmstadt
Betreuung Prof. Carsten Gerhards

Flagshipstore Converse in Berlin

Aufgabe war es, einen Flagshipstore für Converse in einem ehemaligen Parkhaus in Berlin zu entwerfen, als sogenannter Customer-Touchpoint, in dem das sinnliche Erlebnis im Vordergrund stehen sollte.

Die Erfolgsgeschichte von Converse begann auf dem Basketball-Court.
Vor über 100 Jahren gegründet, hat Converse bis heute über 600 Mio. Paar Chucks verkauft und dabei die Straßen erobert. Converse setzt sich für soziale Projekte ein, unterstützt Musiker mit eigenen Aufnahmestudios und bietet lokalen Künstlern eine Plattform für ihre Kunst. Die Marke motiviert zum selber Tun und Kreieren individueller Produkte.

Mein Konzept greift die Erfolgsstory auf und schafft neben der eigentlichen Verkaufsfläche eine Eventfläche, auf der Jugendliche nicht nur Basketball und Streetball spielen, sondern auch Hip-Hop und Streetdance tanzen können. Nachwuchs-Musiker und DJ’s präsentieren sich in coolen Clubnächten und bei Musikevents. Lokale Künstler zeigen ihre Kunstwerke und Graffiti auf den Betonflächen im Innern und an der rückwärtig geschlossenen Außenfassade. Die Basketballhistorie wird auch aufgenommen durch das Element der Tribüne, wo sich Freunde in der Freizeit treffen zum Zuschauen und Chillen, ergänzt durch den sich anschließenden Loungebereich. Der komplette Eventbereich kann durch Schließen von Rolltoren an den Treppen zum Verkaufsbereich, abends und an den Wochenenden völlig autark betrieben werden.

Die Zonierung orientiert sich an den für Parkhäuser typischen Höhenunterschieden der Parkebenen, durch welche die Grundfläche geteilt wird.
Die Verkaufsfläche liegt mit dem Haupteingang auf Straßenniveau. Der 1,05m tiefer liegende Eventbereich wird über kurze Treppen und Rampen, sowie dem im Treppenhaus- kern liegenden Aufzug erschlossen. Die Parkhausrampe führt auf die sogenannte Customizing-Zone.

Highlights und Blickfang sind

  • die Präsentationswand für Chucks gegenüber dem Informations- und Kassentresen. In eine 3 m hohe Metallwand aus Schwarzstahl wurden Halbkreise gelasert und die Ausschnitte herunter gebogen. Darauf können Chucks in allen Farben platziert, aus dem Hintergrund beleuchtet und so in Szene gesetzt werden.
  • große gläserne Hubstaffeltore an der Planckstraße, welche die Fassade fast völlig öffnen. Sie ermöglichen leichten Eintritt und transportieren die Stimmung von Innen nach Außen. Passanten werden so auf den Shop aufmerksam und hineingelockt. Auch die restliche großflächige Verglasung macht die Gebäudegrenzen transparent und erlaubt interessante Blickbezüge zwischen Außen und Innen. Dabei sind die einzelnen Fensterelemente zwischen die Stützen gesetzt, um die alte Parkhausstruktur erkennbar zu lassen.
  • die Möglichkeiten zur Selbstgestaltung von Schuhen, Kleidung und Accessoires der Marke Converse auf der Galerie mithilfe von Nieten, Ösen und bunten Schnürsenkeln oder auch Anbringen von Siebdruck und Stickereien aus über 150 Motiven auch lokaler Künstler.
  • interessante Blickbezüge z.B. auf den Spielbetrieb, in den Verkaufsbereich u.a.
  • die Tribüne, welche die verbindende Rolle zw. dem tiefer liegenden Eventbereich und der eigentlichen Verkaufszone übernimmt. Sie bildet am Spielrand Sitzplätze und Treppen, die vom Innen- in den Außenraum führen, umschließt den Loungebereich mit großzügigen Sitzflächen und bildet im Verkaufsraum das Möbel zur Präsentation von Schuhen, Kleidung und Accessoires mit integriertem Stauraum.

CONVERSE BERLIN macht die Marke erlebbar und wird zum neuen IN-PLACE.

Die Bewertung von 17 Bachelor- und 3 Masterarbeiten erfolgte am 28. Januar 2016. Teilnehmer der Jury waren: Prof. Anke Mensing, Landesvorsitzende BDIA Rheinland-Pfalz/Saarland und Innenarchitektin Daniela Sachs Rollmann, Innenarchitekt Pierre Grün, BDIA Vizepräsidentin und Innenarchitektin Pia A. Döll sowie die Preisträgerin des Vorjahres Katharina Jungfleisch.

Jurybegründung: Ein spielerischer, innovativer Umgang mit dem Raum zeichnet diese Arbeit aus. Die gelungene Kombination aus vorhandener Bausubstanz und dem urbanem Lifestyle der Marke Converse schaffen gleichzeitig funktionale und spannende Raumnutzungen. Der Flagshipstore öffnet sich zum öffentlichen Raum, wird sinnvoll erschlossen und bietet dadurch einen Platz für sportliche Aktivitäten. Außen- und Innenraum erzeugen so einen Ort an dem Marke, Produkt und Zielgruppe harmonisch verschmelzen.

Was ist Ihre Meinung dazu?