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24. November 2014

BDIA im Gespräch mit… Prof. Rudolf Schricker von Atelier Schricker

Prof Schricker_Der Deutsche Innenarchitektur Preis geht in die achte Runde! Ihr Fazit?
Auch 2014 ist wieder eine einzigartige Dokumentation von Leistungsstärke und Anwendungsbreite der Innenarchitektur in Deutschland zu sehen. Preise und Auszeichnungen lassen einen Trend zu interdisziplinärem Kontext der Projekte und in Folge umfassende und teamorientierte Entwurfs- und Entwicklungsarbeit erkennen. Wertmaßstäbe scheinen sich mehr zu temporärer Innenarchitektur, zumindest zu mehr Flexibilität und individueller Anwendung zu verschieben.

Der Preis als unverzichtbares Barometer für Qualität?
Antworten auf die drängenden Fragen nach Qualität in der Innenarchitektur zu geben, ist vornehmlich Sinn eines solchen Preises; Qualitätsmaßstäbe streben nach Objektivität, dadurch wird bestenfalls die Diskussion und die Auseinandersetzung subjektiver Einschätzungen entfacht. Im tieferen Sinn geht es darum, Vertrauen in die Leistungskraft der Innenarchitekten zu stärken.

Größte Herausforderung für die Jury?
Bei aller Komplexität und Heterogenität die glaubwürdige Formel und Antworten zu finden:
„Was ist gute Innenarchitektur?“

Wer hat Sie als Vorbild inspiriert?
Einen aus der Schar der zahlreichen Vorbilder, die mich in der Tat in den vergangenen Jahrzehnten inspiriert haben, zu benennen, wäre nicht richtig. Bei allen unterschiedlichen Lebensphasen nötigte mir immer Menschlichkeit, Offenheit, Verlässlichkeit und Ehrlichkeit Respekt ab; zudem bewundere ich mit zunehmenden Alter die Fähigkeit zu Gelassenheit und Unaufgeregtheit.

Welche Aufgabe hat Sie zuletzt begeistert?
Ein Küchenbuch zu schreiben, das nicht nur Appetit auf Entwerfen, sondern auch auf Kochen und Essen macht. Köche und Innenarchitekten haben sehr viel gemeinsam: beide arbeiten an der Rezeptur des Gelingens.

Welchen Ort haben Sie im letzten Jahr für sich entdeckt?
Kloster Maulbronn als Ort und Gebäude; den Kreißsaal im Klinikum Coburg als Raum für die Entwicklung der Lehre über Innenarchitektur als Therapie.

Warum engagieren Sie sich als Mitglied im BDIA?
Diese Frage habe ich mir nie gestellt; ich tue es einfach; seit mehr als 30 Jahren. Womöglich liegt es daran, dass BDIA zur beruflichen Heimat, zur „Familie“ geworden ist, wo Engagement Voraussetzung und nicht in Frage gestellt ist.

BDIA Vizepräsident Prof. Rudolf Schricker ist Innenarchitekt und seit 1983 Mitglied im BDIA. Prof. Rudolf Schricker betreut den Deutschen Innenarchitekturpreis seit 2002 und war in diesem Jahr Vorsitzender der Jury.

Was ist Ihre Meinung dazu?