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26. Januar 2017

bdia ausgezeichnet! Bachelor für Martin Settele „Ein Raum im Grünen“

Bachelorarbeit SS 2016 an der Hochschule Coburg
Betreuung: Rolf Döll

Ein Raum im Grünen – eine Behausung für den Gartenbereich

„Ein Raum im Grünen“ – ist ein Entwurfskonzept für eine Gartenbehausung.
Das altbekannte Bild vom Garten wird sich ändern, denn immer mehr junge Leute entdecken das Gärtnern für sich – egal, ob im eigenen Garten, im Gemeinschaftsgarten oder im öffentlichen Raum.

Mit Schaufel, Rechen und Gießkanne beginnt alles.
Ein sonniger Platz, Wasser zum Gießen und Geduld – da ein Garten nicht an einem Tag entsteht
Je mehr Zeit man jedoch dort verbringt, desto mehr Utensilien bringt man mit ans Beet. Schon ist der Bedarf nach einem Unterstand gegeben.
Einem Raum, der Schutz vor Regen bieten und die Möglichkeit, Geräte und Gartenmöbel unterzubringen. Ein Ort für den Rückzug der gleichzeitig auch in Gesellschaft nutzbar ist.

Ein flexibel nutzbarer Raum für den Außenraum.

Ich habe einen modularen Arbeits- und Aufenthaltsraum für den Außenraum mit Schwerpunkt auf die Gartenarbeit entworfen und entwickelt, der sich zum einen dem Regelwerk der kleingärtnerischen Nutzung unterwirft und zum anderen aber Möglichkeiten zur eigenen Entfaltung bietet.
Eine Behausung, die aus ihrer Grundform heraus flexibel erweiterbar ist und sich den Bedürfnissen des Nutzers anpasst. Einen Ort, der nicht nur Gerätschaften Platz bietet, sondern auch den Hobbygärtnern samt Familie, Freunden und Nachbarn als Treffpunkt dienen kann.

Auch wenn gesetzlich nicht die Möglichkeit bestehen darf, in einem „Gartenhaus“ zu wohnen, sollte es doch für den Nutzer ansprechend sein und wohnlich wirken. Genau das habe ich versucht in meinem Entwurf umzusetzen.

Bei den Gedanken und Überlegungen um und über die Nutzgärten in unserem Land mit ihren Behausungen habe ich versucht, die Hütten unter den Obstbäumen zu optimieren und funktionaler zu gestalten.
Eine problemlose Erweiterung bzw. Aus- & Anbau des 12m² großen Grundelements ist Teil meines Konzepts. Das Grundkonstrukt ist in einem Raster aufgebaut. Dadurch lässt sich das Gebäude auch nachträglich, nach Belieben, diagonal in beide Richtungen erweitern oder von Anfang an, an die Bedürfnisse des Nutzers anpassen.
Was dabei entstanden ist, gleicht von der Nutzung einem Möbel das zugleich Unterschlupf bietet.
Ein modularer und funktionaler Raum für den Außenraum.

Die Bewertung von 18 Bachelor- und 2 Masterarbeiten erfolgte Anfang Oktober 2016. Die Jury bestand aus: Claudia Schütz, Vizepräsidentin bdia, Jürgen Bahls, Vorsitzender Vorstand LV Bayern, Christoph Lay und Tillmann Fischbach, beide Vorstandsmitglieder LV Bayern, sowie Rainer Hilf als Ehrenpräsident. Nicht teilnehmen konnten aus terminlichen Gründen die Vorjahressieger.

Jurybegründung: Liebe zum Detail mit viel Know-how: Die konstruktiven Anforderungen sind sauber eingelöst, aber auch gleichzeitig sehr kreativ erweitert. Das Haus wächst von der Hülle nach innen und ermöglicht eine Vielzahl an Nutzungen, immer gekoppelt an die Konstruktion. Durch die modulare Bauweise und die reduzierten Materialien erlaubt es auch ein „nahtloses“ Erweitern nach außen. Von der offenen Laube bis hin zum Mehrfamilienraum ist alles möglich. In der gängigen Gartenhaussiedlung der Schrebergärten wird der „Ein Raum im Grünen“ mit seiner dezenten Modernität und den charmanten Details wohlwollend frisch auffallen!

Was ist Ihre Meinung dazu?