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bdia ausgezeichnet! Master für Tabea Dähn: “Baumstelzenpfad”

Masterarbeit SS 2022 an derTH OWL, Detmold
Betreuung: Prof.´in Sandra Bruns, Cengiz Hartmann M.A.

Baumstelzenpfad – Implantaträume im Wohnungsbau als Klebstelle in der Gesellschaft

Das Ziel ist es, die Lebensqualität und Attraktivität im Wohnungsbau ganzheitlich aufzuwerten und zu einem ausgeglichenen Stadt-und Gesellschaftsbild beizutragen.
Gefördert werden soll eine WIR-Kultur zur Stärkung der Gesellschaft im Wohnungsbau.

Baukastenprinzip
Es entstand die Idee der Kuben, die sich an die Fassaden „ankleben“, wie Klebstellen der Gesellschaft. Sie dringen ins Haus ein, in Analogie zu den Themen die in uns Menschen verankert sind. Somit werden Bildungslandschaften in die Wohnsiedlung implantiert, die sich auf die Bedürfnisse der Menschen an diesem Ort ausrichten. Das Beispiel des Ortes zeigt, dass reiner Wohnungsbau ohne Angebote, die an den Bedürfnissen der Menschen orientiert sind, zu Verwahrlosung und Instabilität führt. Also muss die städtische Form an die Menschen angepasst werden. Dabei ist es wichtig zu berücksichtigen, dass Entwicklung von Menschen dadurch gefördert wird, dass ihnen Möglichkeiten gegeben werden, das Leben selbst zu gestalten. Durch meine Vision wird die Stadt von Innen heraus gestaltet, durch die Menschen im Wohnungsbau.

Schwerpunkt ist, das Bewusstsein für gesellschaftliche Verantwortung und das Selbstbewusstsein zu stärken.
Es entsteht ein gemeinsamer Prozess und eine gemeinsame Planung vor dem Bau der Kuben mit den Bewohner:Innen.

Form follows Availability
Der Einsatz gebrauchter Materialien soll es möglich machen, eine improvisierte Schönheit im urbanen Kontext, zu entdecken. Mit dem Entwurf wird eine funktionale Offenheit gezeigt, ein vielstimmiger und collagenhafter Ausdruck erreicht. Dieser verändert unseren Blick auf die gebaute Umwelt. Mein Ziel ist es, dass die Bewohner:Innen ihre eigenen Fähigkeiten hervorheben und entdecken. Ein Ort der unperfekten Vollkommenheit. Tabea Dähn


Jury: Karin Michels, Innenarchitektin, Heidrun Wenderoth, Innenarchitektin, Manfred Haverkamp, Innenarchitekt, Jürgen Pukies, Innenarchitekt, Kristina Herrmann, Innenarchitektur-Raumkunst M.A.
Jurybegründung: Diese Arbeit bietet ein innovatives und kluges Konzept zur Reduktion sozialer, soziologischer und baulicher Defizite im urbanen Stadtbild anhand sogenannter Plattenbauten.
In einem einfachen, aber bestechendem Baukastenprinzip werden Aspekte der Nachhaltigkeit und Ästhetik zu einer überzeugenden Gesamtlösung integriert. Die atmosphärischen Darstellungen und der Bezug zum
Innen- und Außenraum überzeugten auf ganzer Linie.