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13. Mai 2014

BDIA im Gespräch mit… Bianka Wenk von Bianka Wenk Innenarchitektur, Dresden/Gera/Ostro

BiankaWenk-kleinWarum haben Sie sich für das Studium der Innenarchitektur entschieden?
Weil mich die Vorstellung reizt, in einem Gebäude etwas zu schaffen, das vorher nicht da war und nur in Verbindung mit diesem Ort existiert.

Haben sich Ihre Erwartungen an Ihren Traum-Beruf erfüllt?
Er ist noch spannender und vielschichtiger als erwartet.

Welche Aufgabe hat Sie zuletzt als Innenarchitektin begeistert?
Der Entwurf und die Umsetzung eines Chorgestühls für Schwestern eines Zisterzienserinnenordens.

Und welches Thema bereitet Ihnen im Moment Kopfzerbrechen?
Die besten Dinge entstehen mit Leichtigkeit und Gelassenheit. Kopfzerbrechen macht verkrampft und ist nicht gesund.
Der Blick sollte frei für Entscheidungen sein.

Was würden Sie gerne einmal entwerfen?
Ich würde gern das Innenleben einer Segelyacht entwerfen und dabei mit dem reduzierten Raumangebot umgehen.

Welchen Ort (Stadt/Gebäude) haben Sie im letzten Jahr für sich entdeckt?
Palermo auf Sizilien. Unmittelbar neben den Touristenpfaden fällt man in eine sich selbst verwaltende sprudelnde Parallelwelt mit engen Gassen. Dabei werden die Plätze zu Innenräumen und durch die Fenster entdeckt man Zimmer, die das Ganze prunkvoll möblieren.

Mit welchen Menschen, mit welcher Berufgruppe würden Sie gerne einmal zusammenarbeiten?
Ich würde gern mit Modedesignern zusammenarbeiten. Mode und Innenarchitektur sind sich sehr ähnlich, haben jedoch meist unterschiedlichen Anspruch an Haltbarkeit.

Welchen Beruf hätten Sie gewählt, wenn Sie nicht Innenarchitektin geworden wären?
Es ist schwierig etwas Vergleichbares zu finden, bei dem man ein Projekt von den ersten Entwurfsskizzen bis zur Fertigstellung auf der Baustelle selbst begleiten und beeinflussen kann. Aufgewachsen in einer Tischlerfamilie habe ich früh erkannt, dass mich die Arbeit mit komplexeren gewerkeübergreifenden Abläufen mehr anspricht als die Umsetzung von Teilleistungen innerhalb größerer Prozesse.

Bianka Wenk ist freie Innenarchitektin und seit 2002 Mitglied im BDIA
www.bianka-wenk.de

Erschienen: AIT 1/2 2014
Foto: privat

 

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